min read-Mai 31 2022

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Backpacking in Afrika

Afrika ist ein vielseitiger und traumhaft schöner Kontinent. Es gibt unendlich viel zu entdecken: Von trockenen Wüsten über raue Gebirge bis hin zu tropischem und tierreichem Regenwald bietet Backpacking in Afrika ein einzigartiges Erlebnis.

Du fängst gerade erst mit dem Backpacken an? Verschiedene Teile Afrikas eignen sich perfekt für den Einstieg! In diesem Artikel stellen wir dir den Kontinent im Allgemeinen, insbesondere aber drei Länder vor, die wir dir als Backpacker Einstiegsländer empfehlen: Marokko, Tansania und Namibia.

Wir verraten dir, warum sich diese Länder eignen und geben dir wichtige Tipps für deine Reise. Außerdem verschaffen wir dir einen Überblick über Kriterien, die für uns entscheidend sind bei der Auswahl unserer Reiseziele.

Vielseitige Natur Afrikas

Über Afrika

Abwechslungsreiche Landschaften sind ein Muss für ein unvergessliches Backpacking Abenteuer! Mit der enormen Größe von über 30 Millionen km2 und 55 Ländern ist Afrika der zweitgrößte Kontinent unseres Planeten. Du findest hier die Sahara- und die Namibwüste, das Atlasgebirge und den Kilimandscharo. Abwechslungsreicher könnte die Natur kaum sein.

Genauso abwechslungsreich wie die Natur ist auch die Kultur Afrikas, bei über 1,2 Milliarden Menschen ist das auch kaum verwunderlich. Die Geschichte Afrikas findet ihren Anfang vor Jahrtausenden bei vielen kleinen Urvölkern, die alle ihre eigene Religion hatten. Durch die Kolonialisierung durch Europa hat sich mit der Zeit aber auch hier das Christentum durchgesetzt. Auch der Islam ist stark vertreten.

Einige Völker haben jedoch dem Einfluss der großen Weltreligionen widerstanden und stehen noch heute im engen religiösen Kontakt zu ihren Mitmenschen und ihren Vorfahren.

Neben dem Einfluss auf die Kultur haben die Kolonialmächte auch großen Einfluss auf die Sprache gehabt. So kommt es, dass du hier neben ursprünglich afrikanischen Sprachen sehr viel Englisch, Französisch und Portugiesisch hören kannst. Diese Vielfalt ist ein riesiger Vorteil für deine Reiseerfahrung!

Und wusstest du, dass Archäologen in Äthiopien die ältesten menschlichen Überreste der Welt gefunden haben? Das Fossil von Lucy ist Millionen von Jahren alt! Somit gilt Afrika als Ursprungsort der Menschheit.

Backpacking in Afrika: die beste Reisezeit

Durch die schiere Größe des Kontinents ist es nicht möglich dir eine generelle Zeit für das Backpacking in Afrika zu geben, aber wir haben für unsere Einsteigerländer natürlich ein paar Informationen zusammengetragen.

Die Hauptsaison in Marokko dauert von Juni bis September, prinzipiell ist das Land aber das ganze Jahr über eine Reise wert. Um mehr zu erfahren, schau bei unserem Klimaleitfaden vorbei und wenn du deinen Besuch mit Festivals verbinden möchtest, erfährst du hier mehr.

In Tansania ist das Wetter ein wenig abwechslungsreicher als im subtropischen Marokko. Hier findest du an der Küste tropisches Klima, während im Inneren eine trockene Hitze herrscht. Nachts kann es hier übrigens ziemlich kalt werden! Mehr Informationen findest du hier.

Das Klima in Namibia ist geprägt von der Hitze und Trockenheit der Namib Wüste. Es gibt zwar Unterschiede zwischen Küste, Wüste und Hochland, generell ist es aber sehr heiß – besonders von November bis März. Beachte das also bei deiner Planung!

Und, weißt du schon, wann du deine Reise am liebsten planen möchtest?

Geländewagen in der Landschaft in Afrikas

Die besten Backpacking-Einsteigerländer in Afrika

Marokko

Wenn du noch keine Erfahrung im Backpacken hast, legen wir dir Marokko aus verschiedenen Gründen ans Herz. Das Land gilt als eines der sichersten in Afrika und die politische Lage gilt als stabil. Auch die Gesundheitsversorgung ist gut, insbesondere in den Städten, was für den Einstieg ins Backpacking wirklich von Vorteil sein kann. 

Die meisten Ecken von Afrika lassen sich, vor allem von Europa aus, am besten mit dem Flugzeug erreichen. Um nach Marokko zu gelangen, hast du aber auch die Möglichkeit von Spanien mit einer Fähre überzusetzen.

Vor Ort werden die Verkehrswege immer weiter ausgebaut, trotzdem triffst du nicht überall auf perfekte Straßen. Wenn du Marokko also auf eigene Faust erkunden möchtest und nicht auf öffentliche Verkehrswege wie Busse oder den Zug zurückgreifst, miete dir am besten einen Geländewagen. Den Nachtzug von Tanger nach Marrakesch können wir dir aber wirklich empfehlen. Die Städte kannst du gut zu Fuß besichtigen.

Als günstige Unterkünfte können wir dir Hostels empfehlen, die oft Mehrbettzimmer anbieten. Sie sind oft in sogenannten Riads, das sind traditionelle Gebäude, die meist eine Dachterrasse haben. Wenn du es etwas ausgefallener magst, gibt es auch Wüstencamps! Hier schläfst du in einem Zelt mitten in den Sanddünen! Es hängt ganz von deinem Budget und deinen Vorlieben ab! Generell ist Marokko eher günstiger. Du bezahlst hier übrigens mit dem Marokkanischem Dirham.

Ein weiterer Vorteil von Marokko ist übrigens, dass du hier kein Visum benötigst, wenn du nur bis zu 90 Tage im Land bleiben möchtest. Ob dir diese Zeit reicht, hängt ganz davon ab, was du erleben möchtest und Marokko hat wirklich einiges zu bieten! 

Wir können uns vorstellen, was dich an Marokko am meisten reizt: die Sahara-Wüste. Du kannst sie entweder auf dem Rücken eines Kamels erleben oder mit einem Geländewagen über die Dünen fahren. Beides ist ein wirklich einmaliges Erlebnis. Vergiss dabei auf keinen Fall ein dünnes Tuch um dein Gesicht vor dem Wüstensand zu schützen. Falls du lieber in die Berge fährst, hat Marokko mit dem Atlasgebirge auch genau das richtige für dich! Oder möchtest du lieber am Strand entspannen?

Wenn du die Natur ausreichend genossen hast, gibt es auch einige Städte zu erkunden. Allen voran die vier Königsstädte Marokkos: Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat. Unser Geheimtipp ist aber Agadir, eine kleine Küstenstadt mit einer sehr modernen Innenstadt, einem authentischen Markt und sogar einem Crocopark!

In Afrika gibt es generell nicht so viele Backpacker wie in anderen Teilen dieser Welt, deswegen empfehlen wir dir in Hostels zu übernachten. Hier triffst du garantiert auf Gleichgesinnte! 
Des Weiteren gibt es in Marokko viele Moscheen, da hier der Islam vorherrscht. Wenn du also wissen willst, wie du dich respektvoll verhältst, lies gerne unseren Knigge-Guide.

Kamelwanderung in der Sahara

Tansania

Auch Tansania zählt zu den sichersten Ländern Afrikas. Aufgrund der guten Infrastruktur mit Bussen, Bahnen und Taxis, findest du hier auch eine große Backpackercommunity. Auf den Seen des Landes fahren auch Schiffe und das ist doch mal etwas Besonderes!

Das Land ist zwar teurer als die meisten Länder Afrikas, hier bieten sich aber auch gute Gelegenheiten, um den ein oder anderen Schilling (TSh) zu sparen. So kannst du zum Beispiel in einem Motel an einer Autobahn schlafen oder auch Campen. Aber Achtung! Achte darauf, dass du dein Zelt an offiziellen, bewachten Plätzen aufstellst, die Tierwelt in Tansania ist nicht ungefährlich! Alternativ gibt es natürlich auch sehr außergewöhnliche Schlafplätze, wie ein Safarizelt oder eine Lodge!

Für deine Reise empfehlen wir dir auf jeden Fall den Serengeti-Nationalpark und den berühmten Kilimandscharo. Der Besuch ist wirklich etwas Einzigartiges, ob von Nahem oder aus der Ferne! Hier findet auch jährlich der Kilimandscharo-Marathon statt.

Noch ein paar Tipps von uns: Dein Visum kannst du bereits im Voraus beantragen, aber auch erst am Flughafen, sodass du auch spontan einreisen kannst. Wenn du dir ein Auto leihen möchtest, empfehlen wir dir, eines mit Automatikschaltung zu wählen, denn hier herrscht Links-Verkehr.

Ach ja, und wenn du auf Safari gehst, trage am besten keine schwarzen, weißen oder blauen Farben! Sonst könnte ein Raubtier oder eine Stechmücke dich bevorzugt als nächste Mahlzeit auswählen.

Elefanten bei einer Safari

Namibia

Das südliche Land ist eines der sichersten Länder des Kontinents. Hier findest du zudem hohe medizinische Standards und eine gut ausgebaute Infrastruktur – ob Inlandsflüge, Straßennetz oder Schienenverkehr. Ein weiteres Plus: Safaris und andere Aktivitäten sowie Unterkünfte sind sehr günstig. 

Übrigens gibt es hier zwei verschiedene Währungen! Offiziell bezahlst du mit dem Namibia Dollar (N$), an der Grenze zu Südafrika ist jedoch der Südafrikanische Rand (ZAR) beliebter. Grundsätzlich werden aber beide Zahlungsarten überall akzeptiert.

Aufgrund der vielen Aktivitäten gibt es in Namibia eine große Backpackercommunity. Du kannst hier zum Beispiel Fallschirmspringen und hast dabei einen einzigartigen Blick über das Land. Das können wir dir wirklich nur empfehlen! Ein Besuch der Geisterstadt Elizabeth Bay sollte auch auf deiner Liste stehen, hier kannst du ganz besondere Erinnerungsfotos machen.

Eine Besonderheit Namibias ist der Etosha Nationalpark. Wir raten dir hier das Gleiche wie für eine Reise nach Tansania: Achte auf die Farben deiner Kleidung! In der Wüste solltest du hingegen an einen geeigneten Schutz gegen den Sand denken. Außerdem brauchst du hier kein Visum! Deiner Reise nach Namibia steht also nichts mehr im Weg!
Das bekannteste, nicht christliche Fest Namibias ist übrigens das Oshituthi Shomagongo. Es findet zu Ehren der Marulafrucht statt und gilt als immaterielles Weltkulturerbe.

Giraffen im Etosha-Nationalpark

Fazit

Der afrikanische Kontinent eignet sich in vieler Hinsicht zum Backpacken – und einige Ecken sind perfekt für Einsteiger. Wir konnten dir hoffentlich vermitteln, worauf es bei der Wahl eines Backpacking Ziels ankommt und warum sich genau Marokko, Tansania und Namibia so gut als erstes Ziel eignen.

Weitere wichtige Informationen erhältst du in unserem Artikel zu Backpacking-Einsteigerländern. Erfahre außerdem, welche Länder und Regionen sich ebenfalls für dein erstes Abenteuer anbieten!

Wir wünschen dir viel Spaß auf deinem Abenteuer beim Backpacking in Afrika!

Lea Hüsken

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