Backpacking Belgien

Klein, aber oho!! Das beschreibt Belgien als Reiseland wohl mehr als treffend. Bei deinem Trip durch Belgien steht auf jeden Fall Kultur und Kulinarik im Vordergrund. Das Land bietet eine tolle Mischung aus modernen Großstädten, charmanten kleinen Dörfern und einer weiten, zum großen Teil sehr ursprünglichen Natur. Viel Spaß bei der Erkundung unserer idealen Backpacking Route für Belgien.

Wichtige Eckdaten

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Brüssel

parlamentarische Monarchie

Mai bis September

  • Das berühmte Comic „Tim und Struppi“ sowie „die Schlümpfe“ stammen von belgischen Zeichnern.
  • An der Küste Belgiens tummeln sich viele Hochhäuser, die zwar von außen nicht schön sind, aber von innen einen tollen Ausblick bieten.
  • Die Berühmtheit Audrey Hepburn wurde in Belgien geboren.

Städteübersicht

Brüssel

Dein Trip beginnt in der Hauptstadt Brüssel. Das Tolle an einem Europatrip ist, dass man einfach und kostengünstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln herumkommt. In den belgischen Städten kannst du alles zu Fuß erreichen und sparst einerseits Geld (Tanken) und Nerven (Parkplatzsuche). Ein Busticket von Deutschland nach Brüssel gibt es ab 35€.

Wenn du schon mal in der “Zentrale” der Europäischen Union bist, gibt es so ein paar Fixpunkte, an denen du einfach nicht vorbeikommst. Ein Spaziergang durch das Europäische Quartier mitsamt dem Leopold-Park sollte auch bei Politikverdrossenen drinnen sein, denn die Bauten sind einfach nur beeindruckend.
Das Atomium als Wahrzeichen der Stadt solltest du dir ebenfalls nicht entgehen lassen. Alle für, die 15€ Eintritt zu viel sind, posieren einfach vor der Skulptur. Gott sei Dank kann man die Altstadt von Brüssel mit ihren engen Gassen mit Kopfsteinpflaster und üppig dekorierten Häusern im Fachwerkstil umsonst besichtigen. Denn die besten Entdeckungen sind umsonst.

Ein lustiger Geheimtipp für alle mit schmalem Budget ist der Weg der Comic-Fassaden, der sich durch die ganze Stadt zieht. Wer aufmerksam durch die Stadt läuft, findet immer wieder Zeichnungen und Street Art von Comic-Helden, die ursprünglich von belgischen Zeichnern stammen. Dazu gehören zum Beispiel Lucky Luke, Asterix und Obelix und Tim und Struppie. Los geht die Entdeckungsreise durch die Stadt.

Natürlich wirst du nicht unbeschadet an den zahlreichen Schaufenstern mit belgischer Schokolade vorbeikommen. Spätestens an dem fünften muss man dann einfach hineingehen. Die Auswahl an klassischen und ausgefallenen Schokolade- und Pralinenkreationen ist endlos und somit kannst du bestimmt jedes Mal etwas Neues probieren, ohne dass es langweilig wird.

Unterkünfte sind, wie überall in Westeuropa nicht unbedingt günstig. Im Herzen der Stadt findest du Hostels, die dir ein Bett im 10er Dorm für 29€ pro Nacht anbieten.

Antwerpen

Ca. eine Stunde nördlich von Brüssel liegt die 500.000 Einwohnerstadt Antwerpen. Als Hafenstadt bezeichnet liegt Antwerpen eigentlich gar nicht direkt am Meer, sondern am Fluss Scheldt, der ein weitreichender Ausläufer der Nordsee ist. Seit jeher wurde die ideale Lage am Fluss genutzt, um regen Handel zu betreiben. So entwickelte sich die Stadt zum europäischen Zentrum für Diamantenhandel.
Das machte die Stadt sehr international und zog Menschen vieler verschiedener Kulturen und Religionen an. In Antwerpen entwickelte sich eines der größten jüdischen Viertel Westeuropas und bis heute leben hier viele orthodoxe Juden.
Die charmante Architektur des Landes findet man auch in Antwerpen in der Region Flandern wieder. Hier steht das Plantin-Moretus-Museum, das die zwei ältesten Buchdruckpressen der Welt beherbergt. Aus diesem Grund als auch wegen dem historischen Gebäude zählt das Museum zum UNESCO Weltkulturerbe. Es ist weltweit das einzige Museum auf der Liste.
Wie fast jede europäische Stadt hat auch Antwerpen seine eigene Legende. In der Geschichte geht es um einen Riesen, der die Stadt terrorisierte und von jedem Fährmann, der den Fluss passieren wollte, Geld verlangte. Könnten sie nicht bezahlen, schlug er ihnen eine Hand ab. Schließlich konnte ein tapferer Skipper den Riesen besiegen und schlug ihm zur Vergeltung ebenfalls die Hand ab. Die Statue am Großen Platz erinnert an diese Legende und die erfolgreiche Befreiung der Stadt.
Zu Fuß lässt sich die Stadt am besten erkunden. So führt dich dein Weg durch den St. Anna-Tunnel, der unter der Schelde durchführt, nach Linkeroever zum Sonnenuntergang und zurück zum Rubenshaus und der Sankt-Karl-Borromäuskirche und schließlich in ein Bierhaus zum Abschluss eines gelungenen Tages. In bester Lage findest du hier Hostels, die ein Bett im 6er Dorm für nur 21€ die Nacht anbieten.

Gent

Stop Nummer drei auf deiner Tour ist Gent. Die Stadt liegt eine Stunde westlich von Antwerpen und wie du schon siehst, weit fahren muss man in Belgien nie. Mit dem Bus kostet dich die Fahrt ca. 4€.
Die Kleinstadt verkörpert so ziemlich alles, was sich Nicht-Europäer unter Europa vorstellen. Man wirbt außerdem damit die “beste Kleinstadt Europas” zu sein. Das ist natürlich Geschmackssache, aber Gent hat schon so ziemlich alles, was man sich wünschen könnte.
Entlang der Grachten stehen die üppig dekorierten Häuser mit ihren vielen, vielen Fenstern dicht gedrängt. Jedes Haus hat seinen eigenen Charme, seine eigene Geschichte, was einen mit leuchtenden Augen durch die Gassen laufen lässt. Das Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad, daher solltest du die Stadt unbedingt, so wie die Einheimischen auf zwei Rädern erkunden.
Bei den Einheimischen und den jungen Leuten hat sich Gent als die neue hippe Stadt etabliert und zieht somit immer mehr Jungunternehmer und Kreative an. Das spiegelt sich sofort im Stadtbild wider. An jeder Ecke gibt es einzigartige Läden, mit denen sich junge Belgier ihren Traum vom selbstständigen Arbeiten erfüllen. Vor allem das Angebot an ungewöhnlichen kulinarischen Kreationen scheint endlos. Im Holy Food Market, der sich in einer restaurierten Kirche aus dem 16. Jahrhundert befindet, kann man locker einen ganzen Tag verbringen und sich durch das Angebot essen. Die ideale Aktivität für einen Regentag. Und immer das Bier dazu nicht vergessen!
Im Zentrum der Stadt hast du die Möglichkeit eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Hostel zu finden. Für 22€ pro Nacht kannst du hier in einem 10er Dorm schlafen.

Brügge

Zum Abschluss deines Backpacking-Trips geht es nach Brügge. Nicht umsonst heißt es “Brügge sehen und sterben”. Wörtlich ist das natürlich zu verstehen. Vielmehr ist gemeint, dass Brügge so schön, danach muss man sich nichts mehr weiter ansehen. Der perfekte Abschluss also.
Bei deiner Anreise merkst du einmal mehr, wie toll öffentliche Verkehrsmittel sein können. Für die 50 Kilometer brauchst du im Auto rund 45 Minuten, die regelmäßig fahrenden Öffis schaffen es in nur 25. Und umweltfreundlich ist es auch.

Mittlerweile müsstest du dich an die entzückende Bauweise und den Aufbau der Altstädte entlang der Grachten gewöhnt haben. Wahrscheinlich wird dich Brügge und sein Charme trotzdem einmal mehr in Staunen versetzen.
Hier ist deine letzte Chance noch einmal in den kulinarischen Versuchungen des Landes zu schwelgen. Also teile dir deinen Tag gut ein, immerhin musst du eine Waffel, Pommes mit Mayo (nur Mayo!!) und Pralinen essen und obendrauf noch