min read-Januar 29 2021

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Cusco und Machu Picchu

„Es war einmal ein Volk, das glaubte an die Entstehung der Welt durch den Willen von Pachamama, von Mutter Erde. Himmel und Land ergeben zusammen den ernährenden Oberkörper der Gottheit, Berge bilden das Bindeglied zwischen den beiden. Der Titicacasee ist der Mittelpunkt der bekannten Welt und sein Wasser der Spiegel der Unterwelt. Alle Flüsse und Bäche werden als Adern gesehen.“

Die Geschichte der Inka zählt zu den interessantesten und besterforschten Hotspots in Südamerika. Auch noch rund ein Tausend Jahre nach dem Untergang der Inkakultur faszinieren Erzählungen wie die Entstehung der Welt Reisende aus aller Welt.

Nirgendwo ist dies so spürbar wie in der einstigen Hauptstadt Cusco, die auch heutzutage noch ein Garant für ein einmaliges Erlebnis ist. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung zum weltberühmten Machu Picchu –dieses Ziel sollte auf jeder Bucket List stehen!

Cusco ist der Ausgangspunkt der Reise

Als Backpacker kommst du recht gut von Europa nach Cusco. Meistens gibt es Direktflüge oder Flüge mit einem Zwischenstopp nach Peru. Lima hat den größten Flughafen des Landes. Von dort kannst du dann entweder einen weiteren Flug oder eine Busreise auf dich nehmen, um nach Cusco zu gelangen.

Die Stadt ist Zuhause von circa einer halben Million Menschen und liegt auf 3416 Metern. Daher raten wir dir, deinen Körper erst einmal an die Höhe zu gewöhnen. Denn auf so einer Höhe ist es nicht nur kälter und regnerischer, manchmal macht auch die Kondition einfach nicht mehr mit und Kopfschmerzen und Atemnot sind oft die Folge.

Cusco in Peru

Hast du dich erst einmal akklimatisiert, kannst du die Schönheit der Stadt umso besser genießen. Übersetzt heißt der Stadtname übrigens „Nabel“ oder „Mitte der Welt“. Überall erinnern alte Bauwerke in der Innenstadt an die einzigartige Geschichte der Inka. Außerdem ist sie majestätisch zwischen einem Bergpanorama gelegen und äußerst grün für ihre hohe Lage.

Der kulturelle Mittelpunkt bildet der Plaza de Armas, in dessen Laufnähe allerhand Tempel, Museen und Straßencafés sind. Generell sind die meisten Inkaruinen über die ganze Stadt verteilt und zeugen von vergangenen Festungen, Kirchen und Galerien.

Das Stadtviertel San Blas eignet sich besonders gut für einen ausgedehnten Einkauf von Souvenirs. Hier feilschst du am besten mit den einheimischen Händlern und Händlerinnen um Taschen, Klamotten und Mitbringsel.

Die Kathedrale von Cusco trägt den vollständigen Namen Catedral Basílica de la Virgen de la Asunción  und wurde zwischen 1560 und 1664 auf dem Fundament eines ehemaligen Inka-Tempels errichtet. Sie wurde wie die gesamte Altstadt von Cusco zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Die Ruinen von Quirikancha sind definitiv auch einen Besuch wert, denn der Steinpalast ist äußerst gut erhalten. Von hier aus hast du einen tollen Blick auf das gesamte Stadtgebiet.

Plaza de Armas mit Kathedrale in Cusco

Der Ausflug zum Machu Picchu beginnt

Cusco ist nicht nur selbst eine Reise wert, es stellt auch das Tor in das berühmte Machu Picchu dar. Diese mystische Inkastadt mitten in den Anden erreichst du praktisch nur von hier aus. Für die Anreise dorthin hast du verschiedene Möglichkeiten.

Die luxuriöseste Variante zum Machu Picchu ist wohl per Zug. Der sogenannte Inka-Train tuckert gemächlich die Terpentinen hinauf und hinunter. Eine Fahrkarte ist zwar recht teuer, du erhaschst jedoch während der gesamten Fahrt traumhafte Ausblicke auf die gesamte Region.

Eine andere bequeme Möglichkeit bieten die geführten Touren. Entweder in kleineren Autobussen oder in normalen Dorfbussen kommst du von Cusco aus mehrmals am Tag nach Aguas Calientes. Dieses Dorf dient als Reisestopp für eine letzte Übernachtung vor Machu Picchu und hat daher auch nicht mehr als einen Supermarkt, einige Herbergen und die ein oder andere Essensoption zu bieten. Niemand bleibt hier länger als eine Nacht. Um 4 Uhr morgens am Folgetag fährst du dann wieder mit einem Bus auf den Machu Picchu und erreichst ihn pünktlich zum Sonnenaufgang.

Die letzte Variante der Anreise ist für viele die einzig wahre Möglichkeit: zu Fuß. Innerhalb von drei Tagen marschierst du zwischen den Bergen der Anden auf den sogenannten Inka-Pfaden und kehrst nach einer strammen Tagesetappe in verschiedenen Örtchen ein, um dort zu übernachten. Ein lokaler Guide unterstützt und weiß bestens um die Anstrengungen und die Geschichte der Orte Bescheid.

Nach der letzten Nacht in Aguas Calientes erreichst du dann nach zwei Stunden und weiteren 75 Kilometern das Machu Picchu. Diese Anreise ist nicht nur Sportverrückten zu empfehlen, sondern auch besonders Interessierten – auf den anderen Fahrten werden die kleineren Sehenswürdigkeiten gar nicht erst angesprochen.

Die Anden in Peru

Ankunft am Machu Picchu

Ganz egal, ob du nun per Zug, Bus oder zu Fuß den Weg bestritten hast, alle Anstrengungen sind vergessen, sobald du an deinem Ziel ankommst. Zu Recht wurde die Inkastadt zum UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe gekürt! Wusstest du, dass es außerdem das einzige der Sieben Neuen Weltwunder auf lateinamerikanischem Boden ist?

Die guterhaltenen Ruinen bestehen aus jeder Menge Steinen und bieten sogar die Möglichkeit, zwischen ihnen entlangzulaufen und sich wie ein waschechter Inka zu fühlen. Vielleicht liegt es am tiefen Nebel oder an den grasenden, wilden Lamas, aber der Ort strahlt eine unbeschreibliche Mystik aus – das Gefühl können wir gar nicht richtig beschreiben, das musst du selbst erleben!

Insgesamt 3000 Stufen warten nur darauf, von neugierigen Reisenden bestiegen zu werden. Das Machu Picchu liegt auf 2430 Metern – wenn du immer noch nicht genug von der Höhe hast, dann steige auf den gleichnamigen Berg hinauf und genieße eine sagenhafte Aussicht.

Der Name Machu Picchu ist übrigens Quechua und heißt übersetzt „Alter Gipfel“. Es liegt äußerst idyllisch genau zwischen zwei Bergen, dem Machu Picchu und dem Huayna Picchu, auf einem Tal-Plateau.

Du kannst nicht nur die Mauern bestaunen, auch Tempelanlagen und Brunnen zeigen, dass hier einmal eine Hochkultur von etwa 1000 Menschen gelebt hat. Wir legen es dir ans Herz, das Machu Picchu bei Sonnenaufgang zu besuchen, denn das Licht verstärkt das geheimnisvolle Ambiente noch mehr.

Am besten checkst du vorher die beste Reisezeit der Region. Mach dich außerdem auf zahlreiche andere Reisende gefasst!

Machu Picchu im Andenpanorama

Backpacken durch Cusco und zum Machu Picchu

Sowohl die Metropole Cusco als auch das Machu Picchu offenbaren dir eine Einsicht in eine andere Welt. Du hast sicher schon von den Inka gehört, aber wusstest du, dass ihr Reich von Chile und Argentinien bis nach Kolumbien reichte? Das entspricht in etwa der Gesamtlänge Europas, von Norwegen nach Malta.

Sie waren optimal an die schwierigen Lebensumstände angepasst und ihrer Zeit in Sachen Technik, Architektur, Bildung, Verwaltung und Medizin um einiges voraus. Forscher staunen heutzutage immer noch, wie das Volk ihr Wissen über Astronomie erlangen konnte, ohne moderne Messverfahren zur Verfügung zu haben.

Ihre Sprache, das Quechua, wird auch heute noch von den Einheimischen in Bolivien, Peru und Ecuador und gesprochen und auch die Naturreligion wird von vielen immer noch praktiziert. Daher bietet es sich an, in der ehemaligen Hauptstadt die Anfänge und den Untergang der Hochkultur hautnah zu erleben.

Gepaart mit atemberaubender und unberührter Natur darf die Region rund um das Urubambatal einfach auf keiner Reiseliste fehlen. Wer es etwas weniger besucht mag, wird überall im Valla Sagrada, im Heiligen Tal, fündig. An dieser Stelle möchten wir die Ruinen Choquequirao, Ollantaytambo, Pisac und Villabamba erwähnen.

Du solltest immer im Hinterkopf behalten, dass Cusco und auch das Machu Picchu das Reiseziel schlechthin in Peru sind. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Stadt sehr international geprägt ist – es ist teilweise schwierig, die authentische peruanische Küche zu erleben. Aber wer auf seinen Cappuccino und seinen Burger nicht verzichten mag, wird hier schnell fündig.

Die Preise sind recht niedrig, allerdings sehr viel teurer als an anderen Orte in Peru. Sämtliche Reiseagenturen vor Ort sind natürlich bestens auf die Reise zum Machu Picchu spezialisiert, dies geht jedoch auch etwas auf Kosten der Echtheit der lokalen Kultur. Mit Englisch kommst du jedoch sehr gut durch.

Wenn du fremde Länder gerne ganz auf dich allein gestellt erkundest, wirst du es hier schwer haben. Die schwierigen Verhältnisse von Klima, Landschaft und Höhe verhindern eine Wanderung allein. Genauso solltest du nicht mit einem Mietwagen anreisen, denn das bergige Gelände und das unberechenbare Wetter erschweren deine Fahrt.

Zwar ist es möglich, Wanderungen und Busfahrten auf Hin- und Rückreise miteinander zu kombinieren, du wirst jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt auf eine Reiseagentur angewiesen sein. Selbstverständlich kannst du dann wieder ganz auf dich gestellt zu anderen Orten in Peru kommen: per Omnibus nach Lima, Huaraz oder Ica, zum Beispiel.

Lamas vor Machu Picchu

Fazit

Selbst für diejenigen, die sich absolut nicht für Religion und Spirituelles interessieren, wird eine Reise nach Cusco und zum Machu Picchu ein absolutes Reise-Highlight in Südamerika sein. Durch eine gute Anbindung, eine ausgezeichnete Aufstellung von Travel Agencies und mithilfe unserer WebApp ist es sehr einfach, zu diesem Weltwunder der Neuzeit zu kommen.

Dabei spielt es auch keine große Rolle, ob du drei Tage durch die Anden gewandert bist oder die bequeme Zugfahrt genossen hast – die Aussicht auf naturbelassenes Gebirge, die Kultur der Inka und die einmalige Tierwelt versetzt einfach jeden ins Staunen. Wir garantieren: Noch nie hast du dich der Natur und den eingeborenen Stämmen näher gefühlt als an diesen zwei besonderen Orten.

Wenn Mutter Erde sich tatsächlich irgendwo zeigen wollte, dann ganz bestimmt hier an dieser magischen Destination. Also, worauf wartest du noch? Erlebe die Magie der Inka selbst und lass dich von Cusco und Machu Picchu begeistern!

Lust auf mehr? Check jetzt unsere Peru Route ab.

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