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Januar 30

Trekking in Nepal

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Trekking in Nepal  

Trekking auf dem Dach der Welt 

Was wäre eine Backpackerreise nach Nepal, ohne ein Trekking im Himalaya? Steht das nicht sowieso auf jeder Bucketlist? Die gute Nachricht ist, dass die Auswahl an Trekks unglaublich vielfältig ist. So vielfältig wie die Auswahl, sind auch die Preisklassen, und so kannst du dir sicher sein, dass auch für dein Budget der passende Trekk dabei ist.


Welche Routen gibt es?

Trekking im Annapurna Gebirge

Das Annapurna Gebirge ist der Teil des Himalayas, der sich in der Nähe von Pokhara befindet. Von Pokhara aus starten alle Routen und so kannst du dein Trekking Abenteuer super mit einem Aufenthalt in der zweitgrößten Stadt von Nepal verbinden.

Der ABC Trekk

ABC – das Annapurna Base Camp. Dieser Trekk führt dich direkt in die Berge hinein, an den Fuß der Giganten des Annapurna Gebirge. Die Dauer liegt bei bis zu 2 Wochen, kann aber auch in 10 Tagen gemacht werden. Die Anstrengung ist hier höher, wie beim Poon Hill, vor allem weil die Höhe hier bei über 4000 Metern liegt. Dennoch ist dies eine beliebte Variante bei Backpackern, da der Einblick in das Himalaya deutlich intensiver ist. Du wanderst an zwei Basis Lagern vorbei, was nicht nur ein tolles Erlebnis ist, sondern dir auch einmalige Ausblicke auf die höchsten Berge der Welt verschafft. Wenn du möchtest, kannst du auch einen Tag pausieren und dich so an die Höhe gewöhnen. Die ideale Möglichkeit für zahlreiche Bilder und warmen Zitronen Tee.

Bedenke jedoch, dass dieser Trekk deutlich teurer ist, als der Poon Hill. Grund dafür ist nicht nur allein die Länge, sondern auch, dass Lebensmittel per Hubschrauber auf die Hütten geflogen werden müssen. Auch die Kosten deines Guides sind teurer und so kommt hier ein Preis zwischen 400 und 700 Euro auf. Dafür bist du aber auch näher an den Bergen und kannst die Aussicht ein paar Tage länger genießen.

Trekking_Nepal

Der Mardi Himal Trekk

Dieser gilt im Moment noch als ein kleiner Geheimtipp, entwickelt sich aber bereits schnell zu dem beliebtesten im Annapurna Gebirge. Die Route kann in 7 Tagen vollendet werden und führt dich direkt auf 4500 Meter hinauf und bietet mitunter ein beeindruckendes Panorama des Gebirges. Selbst Einheimische bewerten diese Aussicht als die beste im Annapurna Gebirge. Schon überzeugt? Nicht nur stehst du hier dem Mardi Himal gegenüber, sondern auch viele weitere der Berge bekommst du hautnah vor die Augen. Auch die Gästehäuser liegen toll in mitten des Panoramas. Nicht vergessen, bei Sonnenaufgang ist die Sicht meist am besten, also Wecker stellen! Aber bei diesem Ausblick, muss man da überhaupt noch überlegen?

Der Trekk gilt als mittelschwer und ist ähnlich wie der ABC Trekk einzustufen. Auch hier kann die Höhe eine Rolle spielen, bedenke aber, dass hier jeder unterschiedlich reagiert. So kann es auch sein, dass du die Höhe kaum merkst. Falls du Bedenken hast, rede am besten mit deinem Guide und er gibt dir wertvolle Tipps, um deinen Körper auf die Höhe vorzubereiten. Zum Beispiel viel Tee trinken und auch Suppen gelten hier als Geheimtipp!

Auch auf dem Mardi Himal Trek übernachtest du in kleinen aber feinen Gästehütten entlang des Weges und kannst dich abends mit anderen Wanderern austauschen.

Diese Route kostet, wieder abhängig nach Saison und Agentur, zwischen 500 und 750 Euro. Als kleiner Rat: dieser Trekk ist noch in der Anfangsphase und wird in den nächsten Jahren im Preis steigen. Noch gilt er als geheim und abgelegen. Also nichts wie los!

Der Annapurna Round Trekk/ Annapurna Circuit

Dieser kommt nur für die Backpacker in Frage, die viel Zeit mitbringen und das Himalaya mal richtig kennenlernen möchten. Du bist einer von ihnen? Dann auf zum Annapurna Round Trekk. Hier verbringst du über 2 Wochen in den Bergen und wanderst, wie der Name schon sagt, einmal um das komplette Annapurna Gebirge herum. Somit fixierst du dich nicht auf einen Berg oder ein Basis Camp, sondern bekommst von allem etwas. Somit also eine Mischung aus allem und genau richtig, für die, die sich nicht entscheiden können. Der Trekk dauert zwischen 16 und 21 Tagen. Du kannst ihn beliebig weit ausdehnen oder eben auch kürzen.

Auch wenn sich die Länge erst einmal sehr überwältigend anhört, so kannst du dir sicher sein, dass dir nicht langweilig wird. Im Gegenteil, sobald du in den Bergen bist, wirst du dankbar sein, dass du diesen Trekk gewählt hast und dir mehr Zeit in dieser Umgebung vergönnt ist.

Der Circuit ist eine beliebte Route für die Reisenden, die sich entscheiden, den Trekk ohne Guide zu machen. Viele übernachten in selbst mitgebrachten Zelten auf der Strecke und halten so ihr Budget auf Backpackerbasis. Dies ist jedoch Geschmackssache und beachte, dass hier auch immer ein gewisses Risiko im Spiel ist.

Dieser Trekk kostet dich zwischen 800 und 1000 Euro, aber auch hier ist enorm viel Spielraum und es gibt gute Möglichkeiten, auch diese Runde zu Backpackerpreisen zu laufen.

Trekking im Everest Gebirge

Annapurna? Aber wo bleibt denn Everest? Keine Sorge, auch hier kannst du einen Trekk machen und dieser führt dich sogar gleich an den Fuß des höchsten Berges der Welt. Ist das nicht ein absoluter Traum? Der Everest Base Camp Trekk ist der einzige in dieser Region, den Anfänger bewältigen können, denn alle anderen Routen benötigen Erfahrung und vor allem Mut. Doch, um trotzdem ein wenig Everest Luft zu schnuppern, ist diese 9-14 tägige Route ideal. Allerdings ist dieser Trip auch mit mehr Aufwand verbunden, wie beispielsweise ein Trekk im Annapurna Gebirge. Grund ist, die Anreise zum Startpunkt des Trekks.

Schon einmal vom gefährlichsten Flughafen der Welt gehört? Dieser befindet sich in Nepal und einen Flug dorthin bekommst du quasi beim EBC Trekk inklusive. Der Flug von Kathmandu nach Lukla ist ein Abenteuer für sich und oft dauert es einige Tage, bis die Reise losgehen kann, da die Wetterlage oft einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn du es dann aber nach Lukla geschafft hast, beginnen deine Reise und dein Weg zum Everest. Über ein paar Tage wanderst du durch die Landschaft, lernst Bergdörfer kennen und kannst dich an die Höhenunterschiede gewöhnen. Die werden hier nämlich deutlich zu spüren sein, da du dich sehr schnell auf über 3000 Meter vorarbeitest.

Auch die Temperatur ist hier deutlich kühler, wie auf den restlichen Routen. Bereite dich mit ausreichend warmer Kleidung auf diesen Trip vor und unterschätze die Kälte nicht. Auch ein Schlafsack gehört hier zu Grundausrüstung.

Das Base Camp selber liegt auf knapp über 5000 Metern und so passiert es hier nicht selten, dass Kopfschmerzen oder andere Symptome von Höhenkrankheiten auftreten. Kleiner Tipp: immer schön langsam laufen und genau auf die Hinweise deines Guides achten. So kann nichts passieren.

Der Poon Hill Trekk

Für Backpacker mit einem kleinen Geldbeutel ist dies die beste Option. Der Poon Hill Trekk dauert zwischen 4 und 5 Tagen und gilt als der günstigste Trekk in Nepal. Gleichzeitig ist er auch ein guter Anfang für den Bereich des Trekkings, da sich die nötige Fitness und die Anstrengung noch in Grenzen halten. Dennoch solltest du den Trekk nicht unterschätzen. Der höchste Punkt der Route ist auf über 3000 Metern und bereits hier bekommen Wanderer Probleme mit der Höhe. Aber erst einmal zur Route:

Du startest am Morgen in Pokhara, wo du deinen Guide für die nächsten Tage triffst. Zusammen fahrt ihr per Taxi zum Start Punkt der Route, wo du dich erst einmal registrieren lässt. Danach geht es los. Der Weg führt dich erst entspannt entlang einer Straße, bis du dich dann schließlich langsam nach oben arbeitest. Vorbei an tollen Bergdörfern, bis du schließlich in Ulleri angekommen bist, deinem ersten Ziel. Du schläfst in kleinen Gästehäusern und je nach Saison kann es sein, dass du dir dein Zimmer mit anderen Wanderern teilst.

Nepal_Berge

Am nächsten Morgen geht es weiter und du erreichst ein wichtiges Etappenziel: Ghorepani Poon Hill. Auf knapp 3000 Metern liegt das kleine Bergdorf, dass du nach einer kurzen Pause den ganzen Tag erkunden kannst. Und dann heißt es, früh schlafen gehen, denn am nächsten Morgen wirst du bereits um 4 Uhr geweckt.

Zusammen mit all den anderen Reisenden geht e hinauf auf den Poon Hill, das Ziel deiner Reise. Der Aufstieg dauert knapp 45 Minuten, aber so früh am Morgen und gemeinsam mit der Höhe kann das ganz schön anstrengend sein. Oben angekommen heißt es, warten. Die Sonne geht um circa halb 5 auf, das variiert aber je nach Jahreszeit. Es benötigt nur noch ein wenig Glück und du siehst die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge. Neben den gigantischen 8000ern, weiß man gar nicht, wo man hinschauen soll. Um die Aussicht noch ein wenig mehr zu genießen, gibt es oben auf dem Poon Hill heiße Schokolade und Kaffee zu kaufen. So lässt es sich doch aushalten, oder?

Dann geht es wieder bergab, und die Reise geht weiter. Immer mit den Bergen im Rücken, führt dein Weg dich nach Tadapani. Auch von hier hast du noch eine fantastische Aussicht auf die Berge, bevor es dann langsam wieder ins Tal geht. Mit einem letzten Stopp in Jhinu Dhanda, gibt es sogar noch etwas Wellness inklusive, denn hier befinden sich natürliche Hot Pools. Nach 4 Tagen wandern kann es doch gar nicht besser kommen, oder? Am nächsten kannst du dich von den Bergen verabschieden, denn es geht langsam aber sicher zurück nach Pokhara.

Der Poon Hill Trekk bietet dir eine gigantische Aussicht, nimmt aber gleichzeitig nicht viel Zeit in Anspruch und ist gut zu bewältigen. Die Tour bekommst du abhängig nach Saison und Agentur ab 150Euro.

​Trekking mit oder ohne Guide?

Keine seltene Frage unter Backpackern, die auf ihr Budget angewiesen sind. Denn der Guide ist mitunter der Hauptkostenpunkt bei einem Trekk. Dennoch gilt es generell als vorteilhaft, diese Wanderungen nicht alleine zu machen. Vor allem die höher gelegenen Routen, wie das ABC, Mardi Himal oder EBC, sind nur mit Guide zu empfehlen. Nicht nur verfügt dieser über das nötige Wissen in Notfällen, sondern kann auch bei allen Fragen zur Umgebung und der Kultur einiges erzählen. Ein weiterer Vorteil ist, dass du dir keine Sorgen um den Weg machen musst, und so die Umgebung voll und ganz genießen kannst. Denn auch wenn man es nicht für möglich hält, auch im Himalaya verläuft man sich leicht einmal und das willst du mit Sicherheit verhindern, oder?

Ein Guide ist somit nicht nur ein reiner Bergführer, sondern kann auch ein Freund werden. Somit ist dir geraten, offen zu sein und dich auf das Erlebnis einzulassen.

​Welches Budget brauche ich fürs Trekking?

Du möchtest trotz allem noch ein wenig sparen? Kein Problem, denn auch für das Trekking in Nepal haben      wir einige Spar-Tipps für dich auf Lager:

Essen selbst bezahlen: die meisten Agenturen bieten Preise für die Trekks an, die die Verpflegung bereits inkludieren. Wenn du hier sparen möchtest, kannst du deinen Trekk ohne Verpflegung buchen und Essen und Trinken vor Ort immer selbst bezahlen. Im Normalfall kannst du dir so einiges sparen.
Auffüllbare Trinkflasche: Trinkwasser ist in den Höhen etwas teurer, als im Tal. Um hier zu sparen, empfiehlt sich eine Trinkflasche mitzubringen, die du dir immer auffüllen lassen kannst.
Sorgfältige Recherche: das Angebot ist groß und die Mehrzahl bietet die Trekks sehr überteuert an. Daher ist es wichtig, dass du dich gut informierst und die Preise der Anbieter sorgfältig vergleichst.
Kraft tanken: das Nationalgericht in Nepal ist der Dal Baht, ein Reisgericht mit Linsencurry. Die Einheimischen sagen auch: Dal Baht Power, 24 Hour. Also für die ideale Grundlage versorgst du deinen Körper am besten mit ordentlich viel Dal Baht. Gute Nachricht: hier heißt es fast immer ALL YOU CAN EAT!

Die beste Reisezeit für das Trekking

Im Grunde kannst du das ganze Jahr in den Himalaya reisen. Für bessere Chancen bei der guten Sicht empfiehlt sich allerdings der Winter. Hier ist das Wetter meist klar und gleichzeitig kannst du auch noch von der Nebensaison profitieren.

Die Hauptsaison ist im Oktober und November, auch hier hast du beste Konditionen, aber wenn du die Massen umgehen möchtest, dann meidest du diese Monate.

Jetzt fehlen quasi nur noch der Flug und das Packen vom Rucksack. Los geht´s, das Himalaya wartet auf Dich!

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