Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Transport in Israel  alles, was du jemals über Israels Transport wissen wolltest

Israel hat sich als schillerndes Techno-Zentrum der Welt etabliert und lockt jährlich Reisende mit seinen langen, weißen Stränden, geschichtsträchtigen Städten und der international bekannten Essenskultur. Städte wie Tel Aviv, Haifa und Jerusalem stehen ganz oben auf der Liste, wenn wir unseren Israel-Urlaub planen, doch wie sieht der Transport im Inneren des Landes aus?

Besteht Israel nicht zu einem großen Teil aus Wüste? Und was ist mit dem Sabbat am Samstag? In unserem Artikel über Israels Transport erfährst du alles, was du jemals über das Reisen im Inneren des Landes mit öffentlichen Verkehrsmitteln wissen wolltest.

isreal transport

Reisen in Israel - Klischees und Realität

Mal ehrlich, wenn sich Reisende Israel vorstellen, haben viele das Bild von Jerusalem im Kopf. Gebäude, die zu den ältesten und geschichtsträchtigsten der gesamten Welt gehören, betende Menschen und jede Menge Kirchen und Moscheen.

Dass die Realität ganz anders aussieht, wird beim ersten Suchen der Unterkunft in Israel klar. Die Strände in Tel Aviv sind international berühmt und das Party- und Nachtleben ist umso interessanter. Dazu kommt der Austausch der Kulturen im Nahen Osten, der das Land seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer Bühne der Sprachen und Kulturen gemacht hat.

Ein so aufstrebendes Land, das immer mehr internationale Investoren anzieht, muss sich natürlich darum bemühen, dass das öffentliche Verkehrssystem tadellos funktioniert.

Kulturelle Unterschiede ‒ der Sabbat

Israel ist offiziell ein jüdischer Staat. Das bedeutet, dass der Sabbat ein Teil des öffentlichen Lebens ist. Doch was ist der Sabbat eigentlich?

Der Sabbat ist der siebte Tag der Woche im jüdischen (und auch im christlichen) Glauben, an dem laut dem Alten Testament geruht werden soll. Für viele strenggläubige und orthodoxe Juden in Israel bedeutet das noch heute, dass sie beginnend am Freitagabend bis zum Samstag, dem siebten Tag, keine Arbeit verrichten dürfen. Das beinhaltet das Ein- und Ausschalten von Lichtschaltern und das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Mittlerweile gibt es Verkehrsmittel, die in kurzen Etappen in den Städten unterwegs sind, allerdings haben viele Geschäfte und Buslinien geschlossen. Reisende sollten ihre Ankunft und Abreise gut planen. Dafür erleben sie, wie das ganze Land zum Stillstand kommt.


Die Verkehrsmittel in Israel

Israel hat mehrere Flughäfen, doch der beliebteste ist bei Weitem der Ben Gurion Flughafen in der Nähe von Tel Aviv. Reisende lernen zuerst das Großstadt-Flair kennen, bevor sie sich in die Weiten des Landes wagen. Da Taxis in Israel bekannterweise teuer sind, zeigen wir dir hier die gängigsten Reisemethoden, die definitiv in dein Budget passen.

Busse - Bequem und schnell

In den Städten, aber auch zwischen Städten, sind Busse die beliebteste Möglichkeit, um von A nach B zu gelangen. Die Strecke von Tel Aviv nach Jerusalem dauert nur ca. 50 Minuten und bietet eine sichere Alternative zu anderen Angeboten in einem Land, in dem die Sirene jeden Moment auf einen weiteren Anschlag in der Region hinweisen könnte.

Aufgrund der vielen Pendler ist das Bussystem in Israel automatisiert, um Wartezeiten zu verkürzen. Tickets können über Apps erworben oder bar bezahlt werden und viele Busse nehmen beim Einsteigen kein Bargeld mehr an. In Jerusalem ist es mittlerweile nur noch möglich per Prepaid-Karte zu bezahlen.

Die sogenannte „Rav-Kav“ wurde 2007 im Land eingeführt und ermöglicht das Aufladen einer Papierkarte, mit der Busse und Züge bezahlt werden können. Sie hat noch dazu den Vorteil, dass längere Tickets vorbestellt werden können, was die An- und Abreise erleichtert.

Für Reisende gibt es zwei Möglichkeiten, die Rav-Kav zu erstehen. Es gibt eine personalisierte (für Einheimische) und eine anonyme Variante. Letztere kann in allen Zugstationen in Tel Aviv, in der zentralen Busstation (6. Stockwerk / Level 6) und in der Ankunftshalle des Ben Gurion Flughafens gekauft werden. Eine Rav-Kav kostet 5 NIS (≈ 1,20 €).

Die beiden Busanbieter, die in Israel unterwegs sind, heißen übrigens „Egged“ und „Dan“. Egged bietet Intercity-Reisen an und führt das Bussystem in Jerusalem und Haida, während Dan hauptsächlich für Tel Aviv zuständig ist.

Nehmen wir an, du möchtest Richtung Jerusalem reisen, um dort ein oder zwei Tage zu verbringen. Die beiden Buslinien, die von Tel Aviv nach Jerusalem fahren, sind die Nummer 405 und 480. Reservationen werden auf jeden Fall empfohlen und die Tickets können am Schalter bis zu zwei Stunden vor der Abreise oder online gekauft werden. Wer seine Reiseabenteuer gut plant, kommt auf jeden Fall günstiger weg.

Du sprichst weder Ivrit noch Arabisch und kannst die Sprachen auch nicht lesen? Kein Problem. Ticketschalter sind mehrsprachig. Im Zweifelsfall helfen dir auch die einheimischen Menschen, denn in Israel sprechen die meisten jungen Leute gutes Englisch.

Züge ‒ Reisen zwischen Städten

Wer etwas bequemer von einer Stadt zur nächsten gelangen will, verlässt sich auf das Zugsystem. Züge werden in Israel von Israel Railways betrieben und bieten auch ausländischen Reisenden günstige Tickets an, die schon im Voraus online bestellt werden können. 7-Tage und Monatstickets können auf die Rav-Kav geladen und verwendet werden.

Beim Reisen mit Zügen ist zu beachten, dass jede Station, bei der man aussteigt und durch das Drehkreuz geht, als finaler Stopp zählt. Daher lieber vor dem Verlassen der Station überprüfen, ob auch wirklich die richtige Station erreicht wurde.

Preise können ganz bequem über die Israel Railways Webseite berechnet werden. Eine Fahrt von Tel Aviv bis nach Jerusalem kostet zum Beispiel 22 NI (≈ 6 €). Wer übrigens von der Station Ha'Hagana in Tel Aviv bis nach Yitzhak Navon in Jerusalem reist, kann den neuen Schnellzug bestaunen, der 2018 gebaut wurde. Dieser braucht für die Strecke nur ca. 30 Minuten.

Straßenbahn und co.? Gibt es sie?

Die Straßenbahn ist ein stetiger Begleiter des Stadtbildes in Jerusalem. Sie zeigt den Kontrast zwischen alt und neu und ist ein Erlebnis für Reisende. Zurzeit gibt es nur eine Linie, die rote Linie. Das Betreten der Straßenbahn ist nur mit einer Fahrkarte möglich, die bei den Stationen für 5,90 (≈ 1,47 €) NIS gekauft werden kann.

Aufgrund der Beliebtheit von Tel Aviv und der stetig wachsenden Massen an Pendlern aus den naheliegenden Städten, hat Israel den Bau einer Straßenbahn mit mehreren Linien begonnen. Dieses Projekt soll bis 2022 fertiggestellt werden und den Transport durch Tel Aviv noch einmal verbessern.

Was ist mit Apps wie Uber und Gett?

Als internationales Ziel haben sich auch internationale Firmen in Israel etabliert. Wer also vorhat, Apps zu verwenden, um durch Israel und seine Städte zu reisen, hat natürlich Optionen.

Die am häufigsten verwendete App ist Gett (auch Gett Taxi), denn das Unternehmen ist oft günstiger als andere Anbieter und bietet Sicherheit für Reisende. Uber hat sich stattdessen nur teilweise in Israel durchsetzen können und wurde vom Staat vehement eingeschränkt. Wichtig ist, dass beide Unternehmen nur mit anderen Taxi-Diensten kooperieren dürfen, da das Anbieten von unregistrierten Fahrzeugen verboten ist.

Wer sich Übersicht über den öffentlichen Transport in Israel verschaffen will, installiert Moovit. Die App verwendet Daten in Echtzeit, um so Updates für Routen auf die Nutzer anzupassen. Sie zeigt sowohl Daten für Busse und Züge als auch Fähren und Carsharing.


Gibt es skurrile Arten zu reisen?

Israel liegt im Nahen Osten und Teile des Landes liegen in der Wüste. Als Tel Aviv 1909 gegründet wurde, lag in der Umgebung nur karger Fels, bevor die Landesteile unter den anwesenden Familien verlost wurden. Ist es demnach ein Wunder, dass Agenturen Reisen per Kamel anbieten?

Wer Lust hat, die Wüste Negev im Süden Israels zu erkunden, kann dies also per Kamel machen. Die Ausflüge können mehrere Tage dauern und beinhalten auch kulturelle Erfahrungen wie zum Beispiel einen Einblick in das Leben der Beduinen.

Die Dos and Don'ts für Israels Transport

Viele Reisende sind schockiert, wenn sie die Präsenz des Heeres in Israel schon am Flughafen sehen. In Israel ist der Heeresdienst für junge Menschen verpflichtend und Sicherheit ist ein großes Thema. Aus diesem Grund solltest du niemals dein Gepäck unbeaufsichtigt lassen. Auf öffentlichen Plätzen sorgt es nämlich schnell für Aufmerksamkeit.

Das Reisen per Anhalter ist in Israel unüblich. Da Sicherheit großgeschrieben wird, sind Menschen nicht dazu bereit, Anhalter mitzunehmen.

Unser letzter Tipp gilt für den Transport in Israel, ist aber auch für ganz Israel wichtig. Im orthodoxen Judentum ist es verboten, das andere Geschlecht zu berühren. Das inkludiert das Sitzen in unmittelbarer Nähe einer Person des anderen Geschlechts. Falls jemand direkt neben dir aufsteht, ist die Person bestimmt nicht unfreundlich, sondern lebt nur ihren Glauben.

Deine Reise nach Israel ‒ das Backpacking-Abenteuer

Du hast jetzt so richtig Lust, dich in die Planung deines nächsten Urlaubsziels zu stürzen? Dann schau doch bei unserem Artikel über Israel und die schönsten Reisezeiten für Israel vorbei. So wird der Backpacking-Traum ganz einfach Realität. Du willst lieber kürzer unterwegs sein und interessierst dich eher für einen Städtetrip? Mehr Informationen zu deinem perfekten Städtetrip nach Jerusalem findest du in unserer Reiseplanung für Jerusalem.

Israel

Lust auf mehr? Check jetzt unsere Israel Route ab.

Mehr zu Israel

>