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Surfurlaub – alles rund um den Extremsport

Du hast schon immer mal davon geträumt, dich in die Wellen zu stürzen? Auf einem Surfbrett zu stehen und dich übers Meer tragen zu lassen? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Dieser Artikel führt dich ein in die Welt des Surfens! Und selbst wenn das klassische Wellenreiten nicht dein Ding ist, wirst du hier noch ganz andere Arten für deinen Surfurlaub kennenlernen.

Bevor wir dir die besten Surfspots weltweit vorstellen, haben wir für dich alles Wissenswerte zum Thema Surfen gesammelt. Von der Herkunft des Sports über die Surfarten bis hin zu den wichtigsten Regeln. Sei gespannt! 

Entstehungsgeschichte 

Wo das Surfen entstanden ist? Ganz sicher können wir dir das nicht sagen, aber höchstwahrscheinlich hat der Sport seine Ursprünge in Polynesien. Zu den Anfangszeiten des Wellenreitens surfte man sogar noch ohne Hilfsmittel oder lediglich auf kleinen Planken.

Groß gemacht haben das Surfen erst die Hawaiianer, nachdem die Polynesier im 18. Jahrhundert ihr Ritual auf den Pazifikinseln verbreitet haben. Sie begannen, auf größeren Brettern zu surfen und den Sport zu einem nationalen Ritual zu machen. Durch verschiedene Entdecker, die in den nächsten Jahrhunderten Hawaii besuchten, wurde der Sport auch weltweit immer bekannter. Man kann aber festhalten: Die Hawaiianer haben das Surfen international bekannt gemacht und somit verdient das Land seinen Namen als Surfhauptstadt!

Surfarten 

Das Wellenreiten ist die bekannteste und an vielen Orten der Welt auch beliebteste Art des Surfens, aber es gibt noch so viele weitere Arten, die Wellen zu bezwingen. Hier stellen wir dir die wichtigsten vor!

Wellenreiten 

Beginnen wir beim Wellenreiten. Hierbei paddelst du auf dem Bauch liegend aufs Meer raus und wartest auf die perfekte Welle. Diese nutzt du dann, um dich auf deinem Board Richtung Küste tragen zu lassen. Mit der richtigen Technik lernst du, im perfekten Moment aufzustehen und mit genug Übung kannst du dein Surfbrett lenken sowie Tricks auf der Welle machen.

Bodyboarden 

Eine Unterart des Surfens ist das Bodyboarden. Der Unterschied liegt darin, dass du beim Bodyboarden nicht aufstehst, sondern die Welle im Liegen oder Knien reitest. Dafür nutzt man meist ein kürzeres Board als zum Wellenreiten. Besonders angenehm ist, dass du Flossen tragen kannst, die dir das anstrengende Paddeln zu den Wellen erleichtern. Zudem ist das Bodyboarden leichter zu erlernen, weshalb es gerade für Surfanfänger perfekt geeignet ist.

Windsurfen 

Beim Windsurfen hast du zusätzlich zu deinem Board noch ein Segel. Dieses ist am Board befestigt und steht gerade nach oben ab. Du kannst es drehen und kippen, wodurch es dir möglich wird, verschiedene Stunts zu machen. Für diesen Sport benötigst du keine Wellen.

Kitesurfen

Beim Kitesurfen nutzt du ein Segel, das an dir befestigt ist. Dieses ist eine Art Drachen, wie man ihn auch vom Paragliding kennt. Kitesurfen ist, um einiges schwerer zu lernen als das Windsurfen, denn du musst erst einmal den Dreh raushaben, wie du mit dem Kite umzugehen hast. Der Wind zieht dich dabei über das Wasser und kann dich auch schon mal abheben lassen.

Wingsurfen 

Das Wingsurfen ist eine neue Art des Surfens, die die Vorzüge der anderen Arten in sich vereint. Auch hierbei stehst du auf einem Board und hältst ein Segel in der Hand. Dieser sogenannte Wing ist nicht an deinem Board befestigt, sondern wird direkt von dir gesteuert. Dabei leitest du den Wind so, dass er dir einen Antrieb verleiht. Das Wingsurfen ist sicherer und leichter zu erlernen als das Wind- oder Kitesurfen.

Windsurfer gleitet durch die Wellen

Was du beachten musst 

Bist du bereit, tiefer in den Sport des Surfens einzutauchen? Alles, was du wissen musst, stellen wir dir jetzt vor. Bei den vielen Arten des Surfens können wir jedoch leider nicht auf die Einzelheiten jeder Art eingehen, weshalb wir uns hier vorrangig auf das Wellenreiten konzentrieren. Punkte wie die Gefahren und die Regeln sind aber auch für die anderen Arten relevant.

Ausrüstung 

Beim Wellenreiten benötigst du ein Surfboard, Wachs zum Einreiben des Bretts und eine Leash. Das ist eine Leine, mit der du dein Board an dein Bein schnallst, damit ihr euch in den Wellenbergen nicht verliert. Bei anderen Surfarten benötigst du dann dementsprechend noch das passende Segel.

Je nachdem in welcher Klimazone du dich auf dein Board schwingst, brauchst du noch einen Neoprenanzug und stets Sonnencreme! Der Surfanzug ist in warmen Regionen zwar nicht unbedingt nötig, aber da er dich vor Sonnenbrand und Verletzungen schützen kann, solltest du dich trotzdem in ihn zwängen.

Du darfst dir aber nicht nur Gedanken um die materielle Ausrüstung machen. Wichtig ist es auch, deinen Körper mit den nötigen Skills auszurüsten. Am besten übst du bereits vor deinem Surfurlaub die wichtigsten Bewegungen, denn der Sport ist wirklich anstrengend! Ein Beispiel: Beim Wellenreiten musst du gegen die Wellen anpaddeln können, dich schnell aus der Liege- in die Stehposition aufrichten können sowie das Gleichgewicht auf dem Board halten. Das wird dir die ersten Tage so oder so einen ordentlichen Muskelkater bescheren. Aber wenn du dich vorher mit geeigneten Übungen darauf vorbereitest, kannst du diese Phase schneller hinter dir lassen.

An deinem Reiseziel gibt es meistens auch mehr als eine Surfschule, in der du dich für einen Kurs anmelden kannst. Das empfehlen wir dir vor allem, wenn du noch Anfänger bist. Die Lehrer kennen die Bedingungen am Spot, geben dir wichtige Tipps und holen dich im Notfall wieder an die Wasseroberfläche. In diesen Schulen kannst du Anzüge und gewachste Boards ausleihen, weshalb du dich selbst eigentlich nur um Sonnencreme und ein kleines Erste-Hilfe-Set kümmern musst. Warum? Das erklären wir dir, wenn es um die Gefahren geht.

Surfboards

Erstmal kommen wir aber zu den Surfboards fürs Wellenreiten. Denn wenn du dachtest, du kannst dir einfach irgendeines ausleihen und dich in die Wellen stürzen, dann müssen wir dich leider enttäuschen. Es gibt verschiedene Arten von Brettern, die einen großen Unterschied darin machen, wie du im Wasser zurechtkommen wirst.

Im Allgemeinen kann man unterscheiden zwischen Longboards und Shortboards. Als Longboard gilt ein Brett ab einer Länge von etwa 9 Fuß (2,74 m). Um sich das etwas besser vorstellen zu können: Sie können problemlos einen Meter größer sein als du! Sie sind dicker und haben eine runde Spitze, was sie besonders anfängertauglich macht. Gerade das Malibu-Board ist für Unerfahrene geeignet, denn hierauf ist es leichter, das Gleichgewicht zu halten.

Shortboards hingegen sind kürzer, dünner und deshalb auch schwieriger zu handhaben. Dementsprechend sollten sich eher Fortgeschrittene an einem Shortboard probieren. Unterschieden wird hier in:

  • Funboards: Diese sind gut geeignet, um sich erstmalig mit Shortboards vertraut zu machen. Sie sind den Longboards in Breite und Länge ähnlich, jedoch haben sie mit der spitzen Nase die Form eines Shortboards.
  • Egg: Dieses Board ist etwas kürzer und hat eine runde Nase. Es ist gut geeignet für Surfer mit geringerem Körpergewicht.
  • Standard Shortboards: Das sind die klassischen Shortboards mit einer Länge zwischen 6 und 7 Fuß. Sie sind perfekt, um Stunts zu machen.
  • Fish: Diese Boards sind noch kürzer als das Standard Shortboard und dadurch gut für das Surfen von kleinen Wellen geeignet.

Ein besonderes Board ist die Gun. Diese Bretter variieren in der Länge und können bis zu 12 Fuß (3,65 m) lang sein. Sie sind besonders dünn und spitz, wodurch sie perfekt geeignet für hohe Wellen sind. 

Die verschiedenen Arten von Surfbrettern für deinen Surfurlaub

Die perfekte Welle

Die optimalen Bedingungen zum Surfen für Anfänger sind meistens das Niedrigwasser bei ansteigender Flut sowie mit ablandigem Wind. Informiere dich in deinem Surfurlaub aber trotzdem immer nochmal bei den Surferprobten, was sie dir empfehlen. Jeder Strand kann nämlich andere Besonderheiten aufweisen!

Aber jetzt zu den verschiedenen Wellenarten:

  • Weißwasser: Das ist erstmal die Heimat eines jeden Anfängers. Es entsteht, wenn eine Welle gebrochen ist. Dafür hat es aber trotzdem noch einiges an Kraft übrig, weshalb Anfänger hier ihre ersten Stehversuche machen können, ohne sofort vom Board geschleudert zu werden.
  • Spilled Waves: Sie brechen sanft und haben wenig Kraft. Deshalb sind auch sie perfekt für Anfänger geeignet.
  • Tube Waves (Plunging Waves): Das sind schnelle Wellen, die man eher den Fortgeschrittenen überlassen sollte.
  • Reformer: So werden Wellen genannt, die brechen, sich dann wieder zu einer neuen Welle aufbauen und dann erneut brechen.
  • Double Ups: Bei dieser Art vereinen sich zwei Wellen zu einer, die besonders stark und auch hohl werden kann. Sogar fortgeschrittene Surfer haben Respekt vor ihnen.
  • Barrel (Tube): Dabei formt die Welle einen Tunnel, in dem sich der Surfer aufhalten kann. Ein Barrel zu surfen, gehört zu den Königsdisziplinen des Wellenreitens.
Surfer reitet ein riesiges Barrel

Gefahren 

Surfen ist eine extreme Sportart und diese gehen unweigerlich mit Gefahren einher. Sei dir gerade beim Wellenreiten bewusst: Das Verletzungsrisiko ist hoch! Am besten für Anfänger ist deshalb ein Surfurlaub an einem offiziellen Strand, an dem es Rettungsschwimmer gibt. Noch besser ist es, einen erfahrenen Surflehrer an deiner Seite zu haben, der ein genaues Auge auf dich wirft und dir in einer brenzligen Situation schneller zu Hilfe eilen kann.

Zu den Gefahren zählen zum einen Meerestiere. Erfrage vorher, welche Meeresbewohner dir auf deinem Surftrip begegnen könnten. Besonders achtsam solltest du sein, wenn es an deinem Spot Haie, Rochen, Quallen oder Seeigel gibt.

Umweltbedingte Risiken sind das Wetter, Strömungen sowie die Beschaffenheit des Meeresbodens. Gerade wenn du an Orten surfst, an denen es viele Steine oder ein Riff gibt, solltest du einen Neoprenanzug tragen. Dieser kann nämlich den ein oder anderen Kratzer verhindern.

Aber nicht nur die Umwelt kann dir beim Surfen gefährlich werden, sondern auch du selbst und andere Surfer. Besonders vorsichtig solltest du sein, wenn es um dein eigenes Board geht. Wenn dich eine Welle erfasst und dich vom Board wirft, musst du stets im Kopf behalten, dass ihr aneinandergebunden seid. Schütze bei jedem Fall mit den Armen deinen Nacken und Kopf, damit dein Board dich nicht verletzt! Auch Kollisionen mit anderen Surfern sind eine reale Gefahr. Gerade aus diesem Grund gibt es einige Regeln, die du definitiv beachten solltest.

Regeln

  1. Ein Surfer pro Welle: Wer am nächsten am Brechungspunkt der Welle dran ist, darf sie surfen! Die anderen müssen dem Surfer aus dem Weg paddeln.
  2. Nicht vordrängeln: Wenn ein Surfer am Brechungspunkt ist und die Welle reiten wird, darfst du dich auf keinen Fall hinter ihn schummeln, um vor ihm die Welle zu reiten. Wenn er dich nicht sieht und somit auch nicht aus der Welle geht, kannst du damit ihn und dich gefährden.
  3. Das Surfbrett nicht loslassen: Wenn du rauspaddelst und dir eine große Welle entgegenkommt, lasse nicht aus Angst dein Surfbrett los. Das herumschleudernde Board kann dich oder andere Surfer verletzen.

Wichtig: Behalte das Geschehen trotzdem immer genau im Auge. Menschen machen Fehler! Du kannst nicht darauf vertrauen, dass sich jeder an die Regeln hält. 

Surfurlaub: Surfer läuft in die Wellen

Die besten Surfsports der Welt 

Jetzt solltest du perfekt vorbereitet sein, um in deinen Surfurlaub zu starten. Da kommt bei dir wahrscheinlich schon die nächste Frage auf: Wo denn? In unseren Artikeln zu den schönsten und besten Surfspots weltweit kannst du dir Inspiration suchen und je nach Präferenz dein perfektes Surfziel heraussuchen.

Europa 

Du willst nicht weit für deinen nächsten Surfurlaub reisen? Dann bleibt doch einfach auf deinem Heimatkontinent! Europas Surfspots sind genauso vielfältig wie seine Städte. Egal, ob du Kitesurfen, Wellenreiten oder Bodyboarden willst, irgendwo herrschen immer die richtigen Bedingungen. Surfparadiese in Portugal, Spanien, Dänemark und Frankreich warten nur darauf, von dir entdeckt zu werden!

Hawaii 

Dort surfen, wo der Wassersport seinen Ursprung nahm? Dann ist Hawaii dein Reiseziel für den nächsten Surfurlaub! Das Wellenreiten ist fester Bestandteil der hawaiianischen Kultur. Bei besten Bedingungen kannst du dir dort das Surfen von den Profis beibringen lassen oder selbst den ein oder anderen spektakulären Stunt auf den meterhohen Wellen wagen.

Costa Rica 

Wenn du nach dem perfekten Ziel für deinen Surfurlaub suchst, dann nichts wie ab nach Costa Rica! Das Land in Zentralamerika bietet an seinen traumhaften Stränden einige der besten Wellen der Welt. Hier kommen Surfer jeden Niveaus auf ihre Kosten!

Mexiko 

Meterhohe Wellen machen dir keine Angst? Dann ist Mexiko mit seinen spektakulären Surfspots das perfekte Ziel für deinen nächsten Surfurlaub! Mit der Pazifikküste im Westen und dem Atlantischen Ozean im Osten hat sich Mexiko zum Hotspot des Surfsports etabliert. Hier gibt es die perfekten Wellen für Anfänger und richtige Profis!

Australien 

Australien ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Reiseziele für Surfer! Während die Australier hier ihren Nationalsport betreiben, strömen Menschen aus aller Welt an die sagenhaften Strände mit ihren klasse Wellen. Hier findet garantiert jeder den perfekten Spot für seinen Surfurlaub!

Marokko 

Die Mischung aus perfekten Wellen, vielfältiger Natur und marokkanischer Kultur machen einen Surfurlaub in Marokko unvergesslich! Gerade in den Wintermonaten gibt es an der 2300 km langen Küstenlinie spektakuläre Wellen, die nur darauf warten, von dir gesurft zu werden!

Fazit 

In diesem Sinne haben wir noch ein letztes Motto für dich: Der beste Surfer ist der mit dem meisten Spaß. Also lass dich nicht unterkriegen, wenn die ersten paar Versuche unter Wasser enden. Das gehört dazu!

Jetzt bist du in der Theorie bestens vorbereitet, um deinen Surfurlaub anzutreten. Alles, was jetzt noch fehlt, ist die Praxis. Also keine Angst und ab aufs Board!

Manon Isling

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