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Rundreise durch Sri Lanka

Wenn du auf eine Weltkarte schaust, wirkt Sri Lanka erstmal wie eine kleine Insel, auf der eine Rundreise ruck zuck vorbei wäre – aber lass dich davon nicht täuschen, es gibt dort unglaublich viel zu erleben und zu sehen! Sri Lanka ist reich an Natur, Kultur und wahnsinnig gutem Essen.

Zunächst solltest du dir aber folgende Frage stellen: Womit willst du am liebsten reisen? Natürlich kannst du kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, aber für eine Rundreise in einem Land wie Sri Lanka bieten sich vor allem Züge und Busse an. Auch die dort weitverbreiteten Tuk‑Tuk’s oder Rikshaw’s sind eine Alternative. Falls möglich, empfehlen wir dir auch einen ortsansässigen Guide zu haben.

Deswegen haben wir uns für dich eine Route überlegt, die nach deinem Geschmack angepasst werden kann. Je nachdem, wie viel Zeit dir zur Verfügung steht, kannst du manche Stopps überspringen oder mit anderen Attraktionen ersetzen – und wenn du nur wenig Zeit auf der Insel hast, legen wir dir auf jeden Fall das sogenannte Kulturdreieck, bestehend aus den drei historischen Königsstädten, ans Herz. Wir markieren dir diese mit einem * in diesem Artikel.

Ein krönender Abschluss wäre das Strandgebiet Trincomalee. Bist du bereit für eine ereignisreiche Rundreise durch Sri Lanka? Los geht’s!

Brücke

Colombo

Du startest in der Hauptstadt Colombo, in der sich der einzige internationale Flughafen des Landes befindet. Wenn du nicht gerne verhandelst und kein Gedränge magst, sollte das im besten Fall nur dein Startpunkt sein, da es für Reisende sehr teuer werden kann.

Hast du trotzdem etwas Zeit, dann empfehlen wir dir in das Nationalmuseum zu gehen. Direkt davor befindet sich auch der Viharamahadevi Park, in dem du ein paar Stunden verbringen kannst.

Kataragama

Weiter geht’s erst mal in den Süden nach Kataragama, eine Stadt, die nach ihrem gleichnamigen Schutzgott benannt ist. Hier kannst du vor allem die aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammenden Kiri Vehera Stupas bewundern. Diese grenzen direkt an den Yala National Park an, der mit 1500 m² der zweitgrößte Nationalpark Sri Lankas ist.

Von Leoparden über zahlreiche Affenarten bis hin zu Waranen und Pythons ist hier alles vertreten. Das Besondere ist, dass du die Tiere hier in ihrem natürlichen Lebensraum bewundern kannst. Allerdings ist der Park nur von Dezember bis Mai geöffnet und nur mit einem bereitgestellten Jeep sowie mit einem Führer zu besuchen, da es sonst zu gefährlich wäre. Aber wenn du willst, hast du dort sogar die Möglichkeit in einem Bungalow übernachten!

Hikkaduwa

Wie wäre es mit ein bisschen Sonne, Sand und Meer? Hikkaduwa bietet all das und noch viel ‘Meer‘. Die Küstenstadt im Südwesten von Sri Lanka ist vor allem berühmt für ihr Korallenriff und auch sehr beliebt bei Surfern. Also Schnorchel raus und los geht’s – oder willst du gleich tauchen gehen?

Wenn du glücklich und hungrig wieder auftauchst, kannst du dich in eines der Restaurants am Strand setzen und den Tag bei einem kühlen Kokosnusswasser und Meeresfrüchteteller ausklingen lassen. Aber keine Angst, es gibt natürlich auch vegetarische Optionen.

Nuwara Eliya

Wir gehen weiter in das zentrale Hochland Sri Lankas, und zwar nach Nuwara Eliya. Willkommen im ‘coolsten‘ Teil des Landes – das Klima hier ist verhältnismäßig schon fast kalt! Das kommt den zahlreichen Teeplantagen zugute und diese wiederum sorgen für eine spektakuläre Landschaft und den berühmten Ceylon Tee!

Auch der Horton Plains National Park ist einen Besuch wert, denn er ist nicht ohne Grund Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Hier findest du nicht nur faszinierende Tiere und Pflanzen, sondern auch bilderbuchartige Ausblicke vom Steilhang des World’s End und die majestätischen Baker’s Falls Wasserfälle auf dem Rückweg.

Auch ganz in der Nähe ist der sogenannte Adam’s Peak (Schmetterlingsberg). Dieser ist berühmt für den Sri Pada, welcher als Fußabdruck Buddhas gilt. Einheimische sagen, dass jeder in Sri Lanka das mal gesehen haben sollte. Nicht nur wegen des Abdrucks, sondern wegen des gesamten Abenteuers – und belohnt wirst du mit einer atemberaubenden Aussicht!

Wir empfehlen dir den Berg am besten am Abend zu besteigen, sodass du den Sonnenaufgang direkt miterleben kannst. Aber Achtung: Der Aufstieg dauert bis zu sieben Stunden und ist nicht ganz ungefährlich. Nutze deswegen am besten eines der anliegenden Gasthäuser, um dich zwischendurch genügend auszuruhen.

Badulla/Ella

Immer noch im Hochland und immer noch umgeben von Teeplantagen bist du nun in Ella, was auf Singhalesisch so viel wie Wasserfall bedeutet. Der Ella Wala ist zwar klein, aber fein! Er mündet in einer Bucht, die hervorragend für eine Abkühlung ist.

Was Ella aber wirklich ausmacht, ist zum einen das Erleben der Kleinstadt und des Alltags der ortsansässigen Menschen und zum anderen die beeindruckende Natur um dich herum. Auch hier kannst du einen Berg besteigen, und zwar den Ella Rock.

Um deinen Aufenthalt in der Stadt ein aufregendes Ende zu geben, solltest du auf jeden Fall mit dem Zug in die nächste Stadt fahren. Die Strecke von Ella nach Kandy gilt als eine der schönsten der Welt! In einem langsamen Tempo fährt der Zug durch eine unglaubliche Szenerie, was mit dem Überqueren der Nine Arches Bridge gekrönt wird, die aus dem Dschungel hervorzusprießen scheint.

Brücke

Kandy (*)

Kandy liegt im Zentrum Sri Lankas und ist eine der drei historischen Königsstädte. Im Gegensatz zu den vorigen Reisestopps steht hier Kultur im Vordergrund und gilt als eines der beliebtesten Reiseziele.

Die Stadt ist bekannt für den Zahntempel und hier spielt nicht nur irgendein Zahn eine besondere Rolle. Es handelt sich um Buddhas Zahn! Dieser soll in dem Tempel liegen, gut aufbewahrt in einem goldenen Behältnis. Zweimal täglich wird der Zahn in einer öffentlichen Zeremonie präsentiert, vor allem im August wird die Zeremonie zu einem Riesenspektakel.

Auch die Kandy Tänze sind ein Muss und sehr charakteristisch für Sri Lanka. In einzigartig geschmückten Kostümen werden zu den Klängen traditioneller Trommelmusik Tänze aufgeführt. Wer sich danach wieder nach etwas Natur sehnt, kann dann am Abend am Kandy Lake spazieren gehen oder auch direkt eine Bootsfahrt unternehmen.

Dambulla

Dambulla liegt in der Mitte des sogenannten Kulturdreiecks, gehört aber theoretisch nicht dazu. Wenn du aber nur das Dreieck bereist, empfiehlt es sich hier zu übernachten, denn du kannst die anderen drei historischen Königsstädte von hier aus sehr gut erreichen. Und Dambulla selbst hat auch einiges zu bieten!

Die Stadt ist berühmt für ihre große Tempelanlage, vor allem für den Höhlentempel und den goldenen Buddha. Wenn du den Tempel besichtigen willst, kaufe dir das Ticket noch vor dem Aufstieg, sonst musst du noch mal den ganzen Weg runter. Auf dem Weg nach oben könntest du einigen einheimischen Affen begegnen. Sie kommen immer gerne aus ihren Verstecken, um nachzuschauen, ob sie dir dein Gepäck abnehmen können, also gut festhalten!

Zusätzlich kannst du in Dambulla den berühmten Löwenfelsen besteigen. Der 200 m hohe Monolith Sigiriya liefert dir eine unglaubliche Aussicht auf die Stadt. Doch der Ruhm hat seinen Preis, wenn du also lieber eine günstigere Alternative suchst, bietet sich der Pidurangala an – in beiden Fällen empfehlen wir dir trotz Hitze festes Schuhwerk anzuziehen!

Tempel

Polonnaruwa (*)

Weiter nach Norden kommst du nach Polonnaruwa, eine weitere historische Königsstadt und Teil des Kulturdreiecks. Hier gibt es alte Tempel und Ruinen aus dem 10. Jahrhundert zu bestaunen. Vor allem die liegenden Buddha-Statuen von Gal Vihara sind ikonisch für die Stadt.

Was sie außerdem zu etwas besonderem macht, ist der starke Kontrast von Altzeit und Neuzeit. Neben dem historischen Stadtteil hat Polonnaruwa nämlich auch einen sehr modernen Bezirk, in dem du Einkaufen und schick Essen gehen kannst.

Anuradhapura (*)

Der letzte Stopp auf deiner Rundreise bringt dich nach Anuradhapura, der dritten historischen Königsstadt. Neben alten Ruinen und Tempeln kannst du hier auch den Sri Mahabodhi bewundern, den Zweig eines uralten Bo‑Baums (Pappelfeige) mit großer geschichtlicher Bedeutung.

Es wird gesagt, dass Buddha selbst unter diesem Baum gesessen und zur Erleuchtung gefunden hat. Der Baum soll schon 249 v. Chr. gepflanzt worden sein, das ist sogar wissenschaftlich belegt worden! Wie auch Polonnaruwa gehört Anuradhapura deshalb zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Trincomalee

Wenn du primär das Kulturdreieck besuchst, ist Trincomalee der perfekte Abschluss deiner Reise. Hier an der Ostküste Sri Lankas kannst du noch mal richtig abschalten! Vor allem das Korallenriff an der Pigeon Island wirkt wie gemalt. Und wenn du mal einen Szenewechsel brauchst, entspanne dich an den heißen Quellen ganz in der Nähe der Stadt.

Fazit

Du hast das Ende deiner Rundreise erreicht.  Und egal, ob du alle Städte und Tempel bereist hast oder nur einige davon, wir sind uns sicher, dass du eine Menge erlebt und gesehen hast. Denn Sri Lanka hat so viel zu bieten. Neben unfassbar schöner Natur und Tieren in freier Wildbahn ist das Land reich an Kultur und bietet superleckeres Essen.

Hast du Fernweh bekommen? Dann schaue doch direkt mal nach, wann das beste Klima herrscht – so kannst du ganz einfach anfangen, deine perfekte Rundreise zu planen!

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