Die leckersten Spezialitäten Sri Lankas

Sri Lanka ist ein wahrer Hotspot für alle food lover! Die Insel ist bekannt für die Fülle an Gewürzen und einheimischen Früchten. Du wirst hier Essen finden, was du so vielleicht noch nie gesehen hast. Vor allem die Märkte und das Street-Food bieten Reisenden die Möglichkeit, viele verschiedene Gerichte an einem Ort auszuprobieren. Von frühstücksartigen Snacks über ganze Mahlzeiten bis hin zu besonderen Desserts und kühlen Erfrischungen – Sri Lanka hat einiges zu bieten. Komm mit uns auf eine Tour durch die Küchen Sri Lankas!

Alles auf einem Blick

Pittu

Fangen wir mit einem klassischen Frühstück an: Eine durch Wasserdampf gegarte Mischung aus Kokosraspeln und Reismehl, die man in der Regel mit Bananen und Kichererbsen isst. Wie klingt das für dich? Wir sprechen hier von Pittus. Diese kleinen Küchlein passen sich an deinen Geschmack an, denn es gibt sie mit süßen oder herzhaften Beilagen.

Appa - indiyapam und wandu appa

Appa oder auch Hoppers ist eine Art Pfannkuchen, zubereitet mit einem Teig aus Reis oder Reismehl und Kokosmilch. Der Teig wird anschließend in einen kleinen Wok gegossen. Dadurch entstehet die typische Schalenform und die Konsistenz – außen knusprig, in der Mitte weich. Auch dazu werden dir vielerlei Beilagen serviert, wie zum Beispiel ein Curry oder eine würzige Paste. Du wirst auch sehr oft die sogenannten EggHoppers sehenDas sind Appa mit einem Ei in der Mitte. Eierschale mal anders – hier kannst du das Ei quasi mit der Schale essen!

Wenn dir das zu herzhaft ist, gibt es natürlich auch eine süße Alternative. Diese nennt sich Wandu appa. Sie wird zusätzlich mit Zucker und in einem Bananenblatt zubereitet.

 Einer unserer Favoriten sind die sogenannten String Hoppers oder Indiyapam. Die heißen so, weil sie in feine, runde, fadenartige Platten gepresst werden. Auch Indiyapam werden traditionell zum Frühstück serviert. Es sind geflochtene Reisnudeln aus Reismehl, Salz und Wasser. Klingt simpel – das Pressen ist jedoch echte Muskelarbeit! Die Mühe lohnt sich aber. Denn die kleinen Nudelplatten sind eine superleckere Alternative zu normalem Reis und eine gute Basis für die Vielzahl an Beilagen und Currys. Hier kannst du Hand anlegen: Indiyapam wird in der Regel ebenfalls mit den Händen gegessen. 

Sri Lanka Appa

Roti und Kottu Roti

Ebenfalls eine fantastische Alternative zum Reis sind Rotis: ein Kokosfladenbrot – oftmals verfeinert mit Zwiebeln und Chili. Die Zwiebeln und Chilis werden zunächst einmal angebraten und dann mit dem Teig aus Mehl, Kokosmilch und Kokosflocken übergossen. Dazu werden dir wieder diverse Currys serviert.

Kottu Roti

Eine besondere Form des Rotis ist das Kottu Roti. Das besteht aus dem Roti Fladenbrot sowie Currys, Ei und Gemüse. Es ist eines der beliebtesten Street-Foods Sri Lankas, also müsstest du dir schon echt Mühe geben daran vorbeizukommen. Also probiere diese Leckerei doch einfach aus! Der Brotsalat in Kombination mit den Gewürzen des Currys ist eine Wohltat für deine Geschmacksnerven. Und falls du dir nichts unter Curry als Beilage vorstellen kannst – keine Sorge: Currys gibt es dort fast so viele wie Sand am Meer. Was auch immer dein Herz begehrt, ist vermutlich in irgendeinem Curry vorhanden.

Sri Lanka Kottu Rote

Currys – parippu und kukul mas

Und wenn wir schon die ganze Zeit über Currys reden: Das ist in Sri Lanka allgegenwärtig und unbestreitbar eines der populärsten Gerichte dort – du verbindest das Land unweigerlich damit.  Aber es gibt nicht einfach nur das eine Curry sondern eine Vielzahl von Variationen. Daher ist mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei. In der Regel wird nicht ein großes gemischtes Curry gemacht, sondern diverse kleine Currys – fast alle zubereitet mit Kokosmilch und vielen Gewürzen, wie Currypulver und Blätter, Kurkuma und Chili. So hast du am Ende zum Beispiel ein Linsencurry, ein Kartoffelcurry und ein Fleischcurry vor dir. Diese werden dann mit einer Portion Reis serviert. 

 Das Besondere in Sri Lanka: Hier werden auch Gerichte wie Currys traditionell mit der Hand gegessen. Dazu mischt man alle Komponenten und drückt sie fest zusammen. So hast du eine Art Ball an Reis vor dir. Den kannst du dir – ohne zu kleckern – in den Mund schieben. Meistens hat man dafür noch eine kleine Schale Wasser neben seinem Teller, um sich die Hand zwischendurch zu waschen. Zwei der berühmtesten Currys sind Parippu und Kukul mas. Parippu ist das klassische Linsencurry und 
Kukul Mas ist das singhalesische Hähnchencurry. Beide zusammen ergeben auch eine wunderbare Kombination, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

Pol Sambal

Pol Sambal ist genaugenommen eine Beilage und wird meistens eher zu einer Hauptspeise dazu gegessen. Aber es ist so ikonisch für die singhalesische Küche, dass es einen eigenen Eintrag verdient. Zubereitet wird es aus Kokosflocken, Schalotten, getrockneter Peperoni – am besten die scharfen – oder auch wahlweise Chilipulver und dazu Limettensaft. In manche Mischungen kommt auch Knoblauch oder eine Art von gepökeltem Fisch namens Umbalakada rein. 

 Das alles wird fest zusammengestampft bis eine flockige Mischung entsteht. Die kann man sich beispielsweise in den Reis mischen. Die Kombination aus den milden Kokosflocken, dem scharfen Chili und der sauren Limette, sorgt definitiv für eine Geschmacksexplosion!

Shorties/Rolls

Shorties oder Rolls sollten auf keinen Fall auf deiner kulinarischen Reise durch Sri Lanka fehlen. Auf den ersten Blick fallen sie scheinbar aus dem Schema – aber es kommt auf die inneren Werte an! Die kleinen Teigtaschen sind je nach Belieben gefüllt mit Gemüse, Fleisch und Eiern oder Kartoffeln und Fisch. Oder wie wär’s mit etwas Süßem? Auch das findest du bei den sogenannten “Short Eats“: Das singhalesiche Äquivalent zu Fast Food, mit Einflüssen aus China, England und Indien. Eines der beliebtesten Shorties ist das Isso Vadai – ein Linsen Patty mit eingebetteten Garnelen und Chili Soße oben drüber. 

Kiribat und lunu miris

Je nachdem, wann du nach Sri Lanka fliegst, erlebst du möglicherweise das singhalesische Neujahrsfest. Dieses findet im April statt. Es bietet ein traditionelles Neujahrsessen, bestehend aus Milchreis (kiribat), der mit Kokosmilch zubereitet wird und einer herzhaften Mischung aus gehackten Zwiebeln, Chiliflocken, Salz und Limette. Diese werden anschließend zu einer Paste gestampft (lunu miris). Die scharfe Paste steht hier im direkten Kontrast zum milden Reis. Das macht diese Kombination so interessant. Wir kennen Milchreis oft nur mit süßen Beilagen. Deswegen ist dieses traditionelle Essen ein Muss auf unserer Liste! 

Watalapang

Wenn wir schon beim Thema Festigkeiten und Süßigkeiten sind, können wir auch direkt hierbleiben. Was beim Reisen und vor allem beim Erkunden fremder Gerichte immer auch interessant ist: Welche Nachspeisen hat das Land zu bieten? Abgesehen von Klassikern wie Eis und Schokolade, die fast jeder zu kennen scheint. Eine dieser besonderen Nachspeisen in Sri Lanka ist Watalapang, was auch oftmals zu festlichen Anlässen zubereitet wirdUnd, richtig geraten: Auch hier finden wir Kokos wieder. Watalapang ist ein auf Kokosmilch basierender Pudding. Jedoch sorgt das sogenannte jaggery für die dunkelbraune, karamellisierte Farbe. Hierbei handelt es sich um eine Art braunen Rohrzucker. Dazu werden Cashewnüsse, Eier und diverse Gewürze wie beispielsweise Kardamom und Muskatnuss hinzugefügt. Das ist doch eine einzigartige Kombi, nicht wahr? 

Kokis 

 Eine weitere Süßigkeit sind die sogenannten Kokis – ein in Kokosöl frittierter Teig aus Reismehl, Eiern und Kokosmilch. Diese Köstlichkeit wird ebenfalls traditionell an Neujahr serviert. Diese werden durch eine Vorlage zu hübschen Blumen geformt. Man glaubt tatsächlich, Kokis seien niederländischen Ursprungs. Und zwar aus der Zeit, in der Sri Lanka von den Niederlanden kolonialisiert war. Also vielleicht doch nicht ganz so weit von unserer Küche entfernt!

Kurumba – King Coconut

Was auf der ganzen Liste immer wieder aufgetaucht ist, ist die Kokosnuss: Sei es in flockiger, mehliger oder milchiger Form – aus der singhalesischen Küche ist diese nicht wegzudenken! Aber tatsächlich steht die Kokosnuss auch ganz gut für sich selbst. Denn sie kann noch viel mehr als du schon gesehen hast. Nicht umsonst wird sie auch
King Coconut genannt. Sowohl bei Einheimischen als auch bei Reisenden, ist die Kurumba eine beliebte Erfrischung für zwischendurch. 

Dafür wird der obere Teil der Kokosnuss mit einem langen, scharfen Messer waagerecht abgeschnitten, sodass ein Loch entsteht. Nun kann man zunächst das kühlende Kokoswasser trinken. Zusätzlich bietet die Kokosnuss dir anschließend noch einen Snack. Das Kokosfleisch wird nämlich gerne entweder direkt mit einem Löffel ausgeschabt und gegessen. Oder du lässt dir die Frucht einmal aufschneiden, damit du besser drankommst. So oder so, die Kurumba ist ein echter Allrounder! 

Sri Lanka King Coconut

Nationale Früchte

  • Die Mango: Die kennen wir zwar auch hier, aber der Geschmack einer original singhalesischen Mango kommt nichts hierzulande nahe!
  • Die Veralu (Ceylon Olive)
  • Rote Bananen: Wie cool ist das denn?
  • Der Wood Apple: Viele sagen er riecht nach Schimmelkäse, aber lass dich davon nicht abschrecken. Der Geschmack soll eine Mischung aus süß und sauer sein, mit einer leichten Kaffeenote. Klingt das nicht faszinierend?
  • Die Rambutan: Sie sehen aus wie Lychees und sind auch mit ihnen verwandt.
  • Mangostan: Der Name klingt wie eine Art Mango, die Frucht selbst ist aber eher säuerlich – und sehr gesund.
  • Kekiri: Das ist theoretisch eine Gurke, aber sehr beliebt bei den Einheimischen 

Diese Früchte und noch viele andere kannst du entweder als Saft genießen oder du machst es auf die traditionelle Weise – und zwar mit Gewürzen, oft mit schwarzem Pfeffer. 

Fazit

Sri Lankas Küche wirkt wie ein Kontrast in sich selbst. Herzhaftes wird mit Süßem gepaart, Oder scharfes mit mildem, wie bei dem traditionellen Neujahrsessen: Milchreis mit
lunu miris. Und hast du jemals Früchte mit Pfeffer gegessen? Schmeckt aber tatsächlich! Du glaubst uns nicht? Dann überzeug dich selbst und plane deine Reise in das wunderschöne Sri Lanka.

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