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Positive Effekte im Reiseland hinterlassen

Reisen bestehen nicht nur aus Spaß und Abenteuer, sondern sind auch ein Weg der Selbstfindung und tragen so zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Zudem bedeutet Reisen, Verantwortung zu übernehmen. Dabei übernimmst du sowohl Verantwortung für dich selbst, als auch für deine Mitreisenden. Dazu gehören beispielsweise die eigene Sicherheit sowie eine gute körperliche und geistige Verfassung, die immer an erster Stelle sehen sollten.

Doch das Thema Verantwortung beim Reisen geht noch viel weiter. Auch wenn du im ersten Moment vielleicht nicht daran denkst: Du hast ebenfalls eine gewisse Verantwortung für dein Reiseland, dessen Bewohner und die dortige Natur. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du dort positive Effekte und Eindrücke hinterlässt. Diese Eindrücke kannst du im ökonomischen, sozialen oder ökologischen Bereich hinterlassen.

Ökonomische Effekte bezeichnet alles, was mit Geld zu tun hat. Die sozialen Effekte dagegen beziehen sich auf die Kommunikation und Respekt gegenüber anderen Menschen. Ökologische Effekte umschreiben alles, was Auswirkungen auf die Natur haben könnte. Wie du diese Bereiche in deinem Reiseland positiv beeinflusst und was du dafür tun kannst, erfährst du hier.

Herz in Sand gezeichnet

Nachhaltigkeit und Solidarität für dein Reiseland

Um positive Effekte in deinem Reiseland zu hinterlassen, solltest du dir zunächst über die Themen Nachhaltigkeit und Solidarität Gedanken machen. Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne bedeutet vor allem, dass du möglichst viele Dinge verwendest, die aus haltbaren Materialien bestehen. So werden weniger natürliche Ressourcen verbraucht und die Generationen nach dir können ebenfalls noch etwas davon haben.

Eine nachhaltige Denkweise kannst du aber auch auf den sozialen und den ökonomischen Bereich übertragen. Wenn du z.B. auf dem örtlichen Marktplatz regionale Produkte kaufst, dann unterstützt du damit die lokale Bevölkerung auf sozialer und ökonomischer Ebene.

Alle diese Punkte sind zudem mit Solidarität verbunden. Dies bedeutet, Mitgefühl gegenüber anderen Menschen und der Natur zu zeigen sowie für sie Verantwortung zu übernehmen. Selbst wenn du nur eine Sache tust, wie beispielsweise keinen Müll in der Natur zu hinterlassen, hat das schon positive Effekte auf dein Reiseland.

Positive Effekte: Ökonomisch

Eines der einfachsten Dinge, die du auf ökonomischer Ebene tun kannst, ist, die örtlichen Produzenten zu unterstützen und möglichst regional einzukaufen. Das heißt aber nicht nur, dass du z.B. auf einem Marktplatz in Italien frische Zitronen kaufst. Du solltest beispielsweise ebenfalls in lokalen Restaurants essen gehen statt bei großen Food‑Ketten, die du auch in Deutschland findest.

Bei anderen Produkten lohnt es sich ebenfalls, lieber regionale Hersteller zu unterstützen. Denn wer will schon Massensouvenirs aus billigem Plastik, wenn man auch individuell angefertigte Handwerkskunst haben kann? Informiere dich deshalb auf jeden Fall bereits vor deiner Reise, für welche landestypischen Gerichte und Produkte dein Reiseland berühmt ist.

Gemüsestand in einem Reiseland

Schon deine Reise selbst hat positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung deines Reiselandes. Einige Länder sind sogar finanziell abhängig von Reisenden, denn dort wird teilweise das gesamte Einkommen der örtlichen Bevölkerung durch die Branche finanziert. Dadurch steigt außerdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP), was einen Einfluss auf den Wohlstand des Landes und dessen Bevölkerung hat.

Um dein Reiseland finanziell zu unterstützen, musst du allerdings nicht unbedingt zu den großen Attraktionen fahren. Im Gegenteil: eine Reise in abgelegenere Gegenden bringt sogar Vorteile, sowohl für dich als auch für die lokale Bevölkerung. Kleine Pensionen oder Hostels sind meist günstiger als Hotels und zugleich nachhaltiger, da die Verpflegung zu einem Großteil aus eigener Produktion stammt.

Zudem sind die berühmten Orte Inseln oder Großstädte, aber gerade die Bewohner der ländlicheren Gegenden brauchen am meisten Unterstützung.

Solltest du zudem nur wenig Geld für eine Reise zur Verfügung haben, kannst du dein Reiseland trotzdem finanziell unterstützen. Wie wäre es z.B. mit einem Volunteering Programm oder Work & Travel? Dabei hilfst du selbst bei sinnvollen Projekten oder in Einrichtungen aus und bekommst häufig sogar eine kostenlose Verpflegung und Unterkunft.

Volunteer hilft in seinem Reiseland bei der Weinernte

Positive Effekte: Sozial

Neue Kontakte in deinem Reiseland zu knüpfen, ist einer der besten Wege, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Hier ist es von Vorteil, wenn du zudem noch die Landessprache sprichst. Besonders in kleinen Ländern wie z.B. Slowenien freuen sich die Bewohner immer, wenn du mit ihnen in ihrer Muttersprache sprichst.

Dadurch stellst du schnell neue Kontakte her und findest vielleicht sogar neue Freunde! Aber keine Sorge, du musst die Sprache nicht fließend können. Bereits über ein einfaches „Danke“ in der Landessprache freuen sich die meisten und du kannst ihnen somit den Tag verschönern.

Bist du Teil einer sozialen Organisation oder nimmst an Volunteering Projekten teil, hast du außerdem die Möglichkeit, zu einer besseren sozialen Gerechtigkeit in deinem Reiseland beizutragen. So kannst du beispielsweise erreichen, dass auch in ärmeren Ländern die Lebensgrundlage der Bevölkerung gesichert ist.

Frau aus dem Reiseland Peru verkauft Kräuter

Komm also auf jeden Fall mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt! Dadurch erfährst du häufig mehr über das echte Leben in deinem Reiseland als von Broschüren. In den großen Städten wird das Leben der Landesbewohner zudem oft idealisiert oder übertrieben stereotypisch dargestellt, um Reisende anzulocken.

Positive Effekte: Ökologisch

Nimm deinen Müll mit!

Positive ökologische Effekte in deinem Reiseland hinterlassen kannst du z.B., indem du keinen Müll in die Natur wirfst. Speziell an beliebten Orten, wo oft viele Menschen sind, liegt dementsprechend der meiste Müll. Das ist sowohl für die Umwelt als auch für das Landschaftsbild nicht besonders schön. Nimm deinen Müll also unbedingt wieder mit und entsorge ihn am besten erst in deiner Unterkunft.

In einigen Ländern ist es nämlich nicht empfehlenswert, den Müll in die öffentlichen Mülltonnen zu werfen. Tiere wie Affen und Waschbären wühlen dort gerne herum, doch vieles davon ist giftig oder gefährlich für sie. Deshalb ist es wichtig, dass du deinen Müll immer mitnimmst. Noch besser ist es natürlich, wenn du den Müll gar nicht erst entstehen lässt oder alte Verpackungen weiterhin verwendest.

Zwei Affen

Du kannst auch einige Produkte, wie beispielsweise Hygieneprodukte, erst vor Ort besorgen, statt sie von daheim mitzunehmen. Seife, Handtuch und sogar Handtaschen gibt es an so gut wie jedem Ort zu kaufen. Der große Vorteil dabei ist, dass regionale Produkte überwiegend aus lokalen Materialien gefertigt sind. So können sie auf den Märkten ohne lange Transportwege oder unnötige Verpackungen verkauft werden.

Einige der Verkäufer zeigen dir bei Nachfrage vielleicht sogar, wie sie die Produkte herstellen. In vielen Gegenden arbeiten die Hersteller auch mit den umliegenden Unterkünften zusammen. Sie bieten teils kostenlose Führungen durch die Produktionsstätten oder Workshops für die Gäste an.

Artenschutz im Reiseland

Außerdem solltest du dich bereits vor deiner Reise informieren, welche Tier- und Pflanzenarten es in deinem Reiseland gibt. Dies gilt vor allem für Gegenden, in denen giftige Tiere vorkommen. Es kann nämlich sein, dass diese unter Artenschutz stehen und du sie nicht töten oder berühren darfst. Dasselbe gilt für Pflanzen, die ebenfalls unter Naturschutz stehen oder giftig sein können.

Zudem ist es verboten, Sand oder Muscheln von Stränden als Souvenir mitzunehmen. Die Muscheln brauchen das Salzwasser zum Leben und sollten deshalb nicht auf dem Trockenen sein. Sand dient in vielen Ländern als Grundmaterial zum Bau von Häusern, welcher in großen Mengen von den Stränden der Welt abtransportiert wird. Das bedeutet wiederum, dass dieser Rohstoff leider mittlerweile sehr knapp geworden ist und bereits ein enormer Teil des natürlichen Ökosystems an den Stränden gestört wurde. Mach also lieber ein schönes Foto von der Muschel und dem Sandstrand, das du dir anschließend in deinem Zimmer an deine Pinnwand heften kannst.

Im Reiseland werden oft Naturführungen zur örtlichen Flora und Fauna angeboten, andernfalls ist ein Besuch der dortigen Nationalparks empfehlenswert. In einigen Ländern sind diese Gebiete gleichzeitig Naturschutzgebiete und Lehrpfade, in denen du die lokale Tier- und Pflanzenwelt hautnah erleben darfst. Vielleicht lernst du dabei sogar etwas über enge Verwandte heimischer Arten in Deutschland.

Fazit

Positive Effekte im Reiseland zu hinterlassen, ist ganz einfach. Auch ein nachhaltiger Urlaub ist ohne Einschränkungen des Spaßfaktors möglich.

Während du Spaß hast, können andere ihr alltägliches Leben genießen und mit deiner Reise trägst du dazu bei, dass die lokale Bevölkerung sich nachhaltig entwickeln kann. Manchmal reicht ein „Danke“ in der Landessprache oder Müll aufsammeln außerdem schon aus, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Melanie Nickl

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