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Nachhaltiger Urlaub – Ganz entspannt!

Nachhaltiger Urlaub ist im Trend. Denn Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden heutzutage immer wichtiger. Nachhaltigkeit bedeutet, dass du deine Umwelt mit Respekt behandelst und dir nur das von ihr nimmst, was du auch wirklich brauchst. Außerdem ist eines der Ziele von Nachhaltigkeit, dass die Natur auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt. Um dafür zu sorgen, kannst du z. B. für jeden Baum, der gefällt wird, einen neuen pflanzen. Dies nennt sich dann nachhaltiges Handeln. Besonders beim Reisen ist es wichtig, umweltfreundlich und nachhaltig zu handeln.

Das wichtigste für einen nachhaltigen Urlaub ist die Planung. Denn wenn du schon vor deiner Reise richtig planst, wirst du im Urlaub keine Probleme haben. Dazu solltest du dir unter anderem Gedanken darüber machen, wo du hinfährst und was du alles mitnehmen willst. Du kannst beispielsweise recherchieren, welches Klima dein Reiseziel hat und wie das Wetter zum Reisezeitpunkt sein wird. Außerdem solltest du bei deiner Planung berücksichtigen, welche Art von Reise du machen willst: faul am Strand liegen und in der Sonne bräunen oder doch lieber eine Wander- und Sightseeingtour?

Unabhängig von deinem Reiseziel findest du hier die besten Tipps, wie du ganz entspannt deinen nachhaltigen Urlaub verbringen kannst.

Minimalismus

Minimalismus bezeichnet die Lebensweise, möglichst wenige Dinge zu besitzen. Auch für einen nachhaltigen Urlaub kann diese Philosophie hilfreich sein. Beim Reisen geht es allerdings eher darum, möglichst wenig mitzunehmen und dein Gepäck so gering wie möglich zu halten. Du nimmst also nur die Dinge mit, die du auch wirklich brauchst. Was genau das ist, hängt unter anderem von deinem Reiseziel und der Reisezeit ab. Reist du beispielsweise im Herbst nach Schottland, dann wirst du höchstwahrscheinlich keine Badeklamotten und eine Sonnencreme brauchen, sondern eine Regenjacke und einen Pullover.

Besonders bei Elektrogeräten kann minimalistisches Denken hilfreich sein. Heutzutage hat jeder zumindest ein Handy oder Smartphone und einen Laptop. Für einen nachhaltigen Urlaub ist es allerdings sinnvoller, wenn du auch hier nur das Nötigste mitnimmst. Um richtig abschalten zu können, ist es oft besser, wenn du Laptop, Tablet und vielleicht sogar dein Smartphone daheim lässt. Man kann im Urlaub auch ohne Bildschirm fernsehen, nur oft viel weiter und entspannter. Außerdem trägst du so zu einem geringeren Stromverbrauch bei, denn wenn du deine elektronischen Geräte daheim lässt, musst du sie auch nicht ständig aufladen. Für schöne Urlaubsbilder reicht die gute alte Kamera völlig aus.

Denkst du außerdem schon beim Packen minimalistisch und nimmst möglichst wenig mit, hast du schlussendlich mehr Platz in deinem Gepäck. Tetris spielen war gestern! Mit der richtigen Planung kannst du dein Gepäck so gering wie möglich halten. Du kannst z. B. Socken in den Ärmeln von Shirts oder in einem extra Paar Schuhe verstauen und somit Platz sparen. Außerdem kannst du dich im Voraus darüber informieren, welche Dinge an deinem Reiseziel schon vorhanden sind. Viele Unterkünfte stellen ihren Gästen beispielsweise kostenlos Handtücher und auch Duschgel oder Shampoo zur Verfügung, sodass du diese selber nicht mitnehmen musst.

Über den Transport und die Wahl deines Gepäcks solltest du dir ebenfalls Gedanken machen. Für eine Backpackingtour eignet sich natürlich ein Rucksack besser als ein schwerer Koffer. Doch auch wenn du lieber mit dem Bus oder der Bahn unterwegs bist, hat es Vorteile für dich, wenn du statt deinem Koffer einen großen Rucksack dabei hast. Dann musst du beispielsweise nicht in der Schlange vor dem Gepäckträger warten, sondern kannst direkt auf Entdeckungstour gehen und deinen nachhaltigen Urlaub genießen.

Minimalismus, nachhaltiger Urlaub

Plastikfrei

Für einen nachhaltigen Urlaub ist es sinnvoll, möglichst plastikfrei zu reisen. Mit einfachen Tricks kannst du schon viel erreichen. Manchmal ist weniger einfach mehr. Einer der größten Plastikproduzenten ist das Badezimmer. Deshalb ist es sinnvoll, wenn du vor allem dort versuchst, deinen Plastikkonsum zu reduzieren. Du kannst beispielsweise zum Duschen feste Seife statt Duschgel verwenden. Feste Seife hat außerdem den Vorteil, dass man mit ihr ohne Probleme durch den Sicherheitscheck am Flughafen kommt und sie länger haltbar ist als Duschgels in der Plastikflasche. Viele regionale Seifenhersteller verkaufen ihre Seifen nur in Papier gerollt oder sogar ganz ohne Verpackung.

Eine sehr gute Idee für die Reise ist die gute alte Kernseife, auch bekannt als Omas Geheimwaffe. Die Kernseife ist nichts anderes als die Grundseife hinter allen Seifen, nur ohne zusätzliche Duftstoffe. Diese Art von Seife ist deshalb so gut, weil man sie nicht nur zum Duschen, sondern auch als Spül-, Wasch- und Putzmittel verwenden kann. Besonders beim Camping oder Unterkünften mit Selbstversorgung kann sie also für einen nachhaltigen Urlaub hilfreich sein.

Eine andere Alternative, Plastik zu reduzieren ist, alte Packungen wiederzuverwenden. Kaufst du dir z. B. ein Getränk in einer Plastikflasche, ist es sinnvoll, diese Flasche weiter als Trinkflasche zu verwenden statt jeden Tag eine neue zu kaufen. Du kannst die Flasche immer wieder auffüllen. In vielen Städten gibt es mittlerweile sogenannte Wassertankstellen, an denen Touristen ihre Flaschen mit frischem Trinkwasser auffüllen können. Informiere dich aber bitte vor deiner Reise, ob das Wasser aus dem Hahn an deinem Reiseziel trinkbar ist!

Unterkunft & Verpflegung

Am Anfang dieses Artikels haben wir dir bereits erklärt, wie du im Urlaub Strom sparen kannst. Deine elektronischen Geräte sollten möglichst daheim Urlaub machen, damit du in deinem eigenen entspannen kannst. Solltest du trotzdem dein Smartphone oder deinen Laptop dabei haben, dann versuche sie so wenig wie möglich zu verwenden.

Auch beim Wassersparen kannst du im Urlaub helfen. In einigen Unterkünften werden alle Handtücher, die auf dem Boden liegen, vom Personal aufgesammelt und jeden Tag gewaschen. Das verbraucht allerdings sehr viel Wasser. Versuche dich also jeden Tag daran zu erinnern, deine Handtücher nicht auf den Boden zu schmeißen, sondern aufzuhängen und öfter zu verwenden.

Für einen nachhaltigen Urlaub solltest du dir außerdem über deine Verpflegung Gedanken machen. Am besten ist es, möglichst regional und Bio zu essen. Regionale Spezialitäten haben oft kürzere Transportwege, weniger Verpackungen und werden auf lokalen Marktplätzen frisch verkauft. Planst du ein Picknick, lohnt es sich, bei deiner Unterkunft oder den umliegenden Restaurants nachzufragen. Sie stellen dir gerne einen Picknickkorb mit regionalen Köstlichkeiten zusammen, inklusive Besteck und Geschirr.

Picknick, nachhaltiger Urlaub

Lokale Bevölkerung unterstützen

Im Urlaub kannst du außerdem zu regionaler Nachhaltigkeit beitragen, indem du die lokale Bevölkerung unterstützt, z. B. indem du in lokalen Restaurants essen gehst. Auf lange Sicht ist das nicht nur nachhaltig für die Bevölkerung, sondern auch für die Umwelt. Denn regionales Essen hat oft kürzere Transportwege und ist nicht oder nur wenig in Plastik verpackt. Zudem können die Einwohner so ihr Geschäft weiterführen und werden nicht von den großen Konzernen verdrängt.

Kaufst du regional produzierte Produkte, so kannst du gleichzeitig auch zu einer plastikfreieren und nachhaltigeren Welt beitragen. Wie auch das Essen sind die meisten lokale Produkte nicht in Plastik verpackt, sondern werden offen auf den örtlichen Marktplätzen angeboten. Das Gleiche gilt auch für Souvenirs. In vielen Touristenstädten werden oft billige Plastikaufkleber oder Schlüsselanhänger als Massenware verkauft. Es ist jedoch besser, wenn du keine billigen Souvenirs im nächstgelegenen Kiosk, sondern handgefertigte Produkte, wie z. B. Handtaschen mit individuellen Stickereien, direkt vom Marktstand kaufst. Das macht nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch die Umwelt glücklich.

Fazit

Nachhaltiger Tourismus ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für uns Menschen. Auch wenn es nur kleine Dinge sind, die du unternimmst, wie beispielsweise eine wiederverwendbare Glasflasche im Rucksack mitzunehmen, trägst du schon zu einer nachhaltigeren Welt bei. Denn jede Plastikflasche, die nicht im Meer landet, schützt die Umwelt!

Auf Dauer wirst du merken, dass nachhaltiger Urlaub sogar Spaß machen kann. Du trägst dazu bei, dass regionale Produkte erhalten bleiben und auch zukünftige Generationen noch etwas davon haben. Denkst du minimalistisch, wirst du außerdem weniger Probleme bei der Reiseplanung haben. Denn Stress und alles andere, was du nicht brauchst, kannst du einfach daheim lassen.

Wie du siehst, geht nachhaltiger Urlaub ganz einfach – und vor allem entspannt!

Melanie Nickl

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