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Montana – der Staat für Naturliebhaber

Wenn wir an die USA denken, so kommen uns meist sofort die blinkenden Lichter des Times Squares, der Walk of Fame oder die Golden Gate Bridge in den Sinn. Dabei haben die USA noch so viel mehr zu bieten! Lange, schneebedeckte Gebirgszüge, schimmernde Seen, kilometerlange Wanderwege und vielfältige Landschaften – der Bundesstaat Montana ist ein Paradies für jeden Naturliebhaber. 

Wir möchten euch in diesem Artikel zeigen, was das Besondere an Montana ist, warum sich eine Reise durch den Bundesstaat lohnt und welche Stopps man auf seinem Weg keinesfalls verpassen darf!

Montana – Natur, Natur, Natur

Obwohl Montana der viertgrößte Bundesstaat der USA ist, leben nur ca. eine Million Menschen in ihm. Während auf der Fläche, die sich auf etwas mehr als die von Deutschland beläuft, zwar so viele Grizzlybären leben wie an keinem anderen Ort der USA, ist die Bevölkerungsdichte nur sehr gering. Anstatt großer Massen an Menschen finden sich in Montana riesige Nationalparks und Naturschutzgebiete, die eine beeindruckende Flora und Fauna beherbergen. Als Teil der Mountain States ist auch Montana vor allem im Westen von den hohen Gebirgszügen der Rocky Mountains durchzogen, während der Osten Montanas aus weiten Ebenen besteht.

Golden Hour Montana

Orte, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Ja, Montana lebt von seiner wunderschönen Natur und einzigartigen Landschaft. Die Nationalparks und Erholungsgebiete sind charakteristisch für den Bundesstaat im Norden der USA und locken jedes Jahr viele Besuchende an. Doch die Natur ist nicht alles, was Montana zu bieten hat, denn der Bundesstaat ist vielfältig! Folgend möchten wir euch einige der Orte und Sehenswürdigkeiten Montanas zeigen, die man auf jeden Fall gesehen haben muss. 

Der Glacier Nationalpark

Beginnen wir jedoch mit dem Aushängeschild Montanas: dem Glacier Nationalpark. Der bekannte Nationalpark ist eine der größten Attraktionen in Montana und zieht viele Touristen an. Der im Hochgebirge der Rocky Mountains gelegene Nationalpark ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und liegt direkt an die Grenze Kanadas. Besonders beeindruckend ist die Kulisse des Nationalparks durch seine Menge an Seen, Wasserfällen, Bergen, Gletschern und Wäldern, die gerade in den Sommermonaten optimale Bedingungen für Wanderer bieten. Sei es eine Wanderung zum Hidden Lake Overlook, dem Bowman oder am Avalanche Lake – die Wanderwege des Glacier Nationalparks bieten einen unvergleichlichen Anblick!

Auch die Tierwelt des Nationalparks ist beeindruckend. Gerade Bergziegen, Dickhornschafe oder andere einheimische Wildtiere lassen sich gerne sehen. Der Park ist jedoch nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter geöffnet. Bei Schneefall lässt es sich hier hervorragend Langlaufen oder Eisklettern – kurzum, der Glacier Nationalpark ist das ganze Jahr über eine einzigartig schön!

Glacier Nationalpark Montana

Der Yellowstone Nationalpark

Der älteste Nationalpark der Welt erstreckt sich auch zu einem kleinen Teil durch Montana. Obgleich rund 96% des Yellowstone Nationalparks in Wyoming liegen, lässt sich der andere Teil des Parks von Montana aus erkunden. In das Reservat im Nordosten Montanas werden seit ein paar Jahren Bisons aus dem größeren Teil des Parks in den kleineren umgesiedelt, um eine Überpopulation zu verhindern. Stattet man dem Yellowstone Nationalpark in Montana einen Besuch ab, so lassen sich die großen Tiere dadurch auch von dort beobachten und bestaunen. Auch dieser Nationalpark bietet somit ein unvergleichliches Erlebnis!

Bighorn Canyon National Recreation Area

Das Erholungsgebiet, das direkt an den Bundesstaat Wyoming grenzt, ist von ebenso schöner Natur geprägt wie die beiden bereits vorgestellten Nationalparks. Vor allem die Seen und dort stattfindenden Wasseraktivitäten – wie das Paddeln über den Bighorn Lake – sind es wert, dem Gebiet einen Besuch abzustatten. Neben vielen Möglichkeiten zum Campen wurden auch verschiedenste Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen angelegt, die Wanderer durch die beeindruckende Landschaft der Bighorn Canyon National Recreation Area führen. 

Little Bighorn Battlefield National Monument

Neben den Nationalparks gibt es auch einige geschichtsträchtige Orte, die man in Montana besuchen sollte. An die Schlacht am Little Bighorn erinnernd bringt das Nationalmonument ihren Besuchern seine Geschichte näher. Die Schlacht, in der das 7. US-Kavallerieregiment den Indianer der Lakota-Sioux, den Cheyennen und den Arapaho unterlag, gilt als die größte militärische Niederlage der US-Amerikaner in den Indianerkriegen. Während hier lange nur den Opfern der US Army gedacht wurde, werden seit 1991 auch die Opfer der Indianerstämme gedacht. Ein geschichtsträchtiger Ort, der jedem zu empfehlen ist, der sich mit der Geschichte Montanas und den USA auseinandersetzen möchte. 

Kultur und Geschichte der Ureinwohner

Neben der eindrucksvollen Natur ist Montana auch die Heimat von mehreren Ureinwohnerstämmen, deren Traditionen, Kunst und Kultur in mehreren Museen und Einrichtungen zu bestaunen ist. Dazu gehört das Museum of the Plains Indian in Browning, in dem vor allem die Kunst und Handwerke der Ureinwohner betrachtet werden kann. Neben dem Museum of the Plains gibt es in Browning auch das Blackfeet Heritage Center, das sich vor allem mit der Kultur der Blackfeet befasst. 

Montana ist untrennbar mit den zwölf dort ansässigen Ureinwohnerstämmen verknüpft und die Museen Brownings sind eine tolle Möglichkeit, wenn man sich mit der Kultur Montanas auseinandersetzen möchte!

Grant-Kohrs Ranch

Die Grant-Kohrs Ranch National Historic Site ist ein Ort, an dem man in die Zeit des Wilden Westens eintauchen kann. Die Ranch soll an die Viehbetriebe des Wilden Westens erinnern, weswegen diese auch weiterhin als Viehbetrieb verwendet wird. Das Gelände besteht aus ca.
90 Gebäuden, die für sich je eine Epoche des Betriebs darstellen. Besichtigt werden können die Gebäude auf eigene Faust oder geführt von als Cowboys verkleidete Mitarbeitenden, die über das Leben auf der Ranch und im Wilden Westen berichten. Wer sich für diese Zeit interessiert, sollte der Grant-Kohrs Ranch auf jeden Fall einen Besuch abstatten. 

Virginia und Nevada City

Wer sich über die Ranch hinaus für die Zeit des Wilden Westens interessiert, dem bietet Montana noch mehr Möglichkeiten, um eine Zeitreise zurück in das 19. Jahrhundert zu unternehmen. Montana wird auch der Treasure State genannt. In den 1860ern wurde im Westen Montanas Gold entdeckt, was auch dort zu einem Goldrausch führte. Aus diesem Rausch entstand Virginia City, dass seine Besucher noch heute in den Wilden Westen zurückversetzt. Kaum eine Goldminenstadt der USA ist so gut erhalten wie Virginia City. Das Goldwaschen sowie Fahrten mit der Postkutsche oder der Eisenbahn erwecken das Gefühl, wieder in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelangt zu sein. Alte Cafés, Läden und Restaurants unterstützen das Flair des Wilden Westens!

Nicht weit von Virginia City entfernt liegt Nevada City, wodurch sich der Besuch der beiden Städte wunderbar verbinden lässt. Auch Nevada City ist eine ehemalige Goldgräberstätte. Die Geisterstadt ist wie ein Freilichtmuseum aufgebaut, das die Geschichte des Goldrauschs eindrucksvoll vermittelt!

Museum of the Rockies und das Old Trail Museum

Dinosaurier-Fans aufgepasst – Montana bietet nicht nur Natur und den Wilden Westen. In Montana konnten mit der Zeit eine große Menge an Fossilien und sogar das Skelett eines Tyrannosaurus Rex entdeckt werden! Im Museum of the Rockies werden daher nicht nur zahlreiche Dinosaurierfossilien ausgestellt – selbst beim Säubern der Fossilien kann den Experten über die Schulter geschaut werden. 

Im Old Trail Museum könnt ihr die alten Dinosaurierknochen nicht nur bestaunen, sondern sogar anfassen! Neben den im Museum ausgestellten Relikten aus dem 19. Jahrhundert sind die Dinosaurierfossile etwas ganz Besonderes und locken viele Besucher an. 

Skiresort

Gebirgszüge, Seen, Wälder und Kultur – das ist ja alles schön und gut. Montana hat jedoch noch viel mehr zu bieten. Wie bereits erwähnt, lässt es sich in den Wintermonaten hier auch hervorragend Ski- und Snowboardfahren. Möchte man aktiv in Montana Wintersport betreiben, so gibt es dafür eine ganz besondere Anlaufstelle: das Big Sky Resort! In der Nähe des Yellowstone Nationalparks gelegen, verfügt das Resort über 2000 Hektar, auf denen man sich austoben kann. Im Gegensatz zu den beliebten Wintersportorten in Österreich oder der Schweiz sind die 4350 Hänge des Resorts meist deutlich leerer. Für diejenigen, die Montana von einer anderen Seite aus sehen möchten, ist das Ski-Resort genau das Richtige!

Skiresort Montana

Fazit

Montana – ein unglaublich schöner, vielfältiger und besonderer Staat. Entgegen der Annahme vieler kann man hier nicht nur die eindrucksvolle Natur genießen, Wandern und Campen. Die Wasser- und Wintersportangebote bieten auch den Action-Liebhaber die richtige Abwechslung! Doch auch das eigene kulturelle Wissen kann bei einem Besuch des viertgrößten Bundesstaats der USA aufgefrischt und erweitert werden. Ebenso vielfältig wie Montana ist auch eine Reise durch Montana, nach der viele Reisende von einem unvergleichlichen Erlebnis sprechen!

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