Jerusalem: die Hauptstadt Israels – die Top 10 Sehenswürdigkeiten

Jerusalem: In keiner anderen Stadt gibt es eine solche Verbindung verschiedener Religionen. Nicht umsonst wird Jerusalem die „Heilige Stadt“ genannt. Sie ist für Muslime, Christen und Juden von großer Wichtigkeit. Die unzähligen Bauwerke und Gottesstätten beweisen den religiösen Charakter der Stadt.

Bei so vielen Sehenswürdigkeiten kannst du schnell mal den Überblick verlieren. Damit das nicht passiert, zeigen wir dir die Top 10 Sehenswürdigkeiten. Mit dieser Liste bist du dann auf jeden Fall für deine Reise nach Jerusalem ausgestattet. Denn du musst selbst nicht religiös sein, um dich von der geschichtsträchtigen Stadt verzaubern zu lassen – für alle Reisenden ist sie ein absolutes Muss!

Das Wichtigste auf einem Blick

In Jerusalem leben gut 900 000 Menschen. Die Stadt liegt im Nahen Osten am Mittelmeer. Besonders beeindruckend ist vor allem das Gründungsjahr der Stadt: 3000 Jahre v. Chr. Unglaublich, oder? Die lange Geschichte der Stadt ist kompliziert und geprägt von Kämpfen und Krieg – bis heute.

Der Staat Israel wurde 1948 als „Staat der Juden“ gegründet. Auf dem Gebiet lebte allerdings schon die palästinensische Bevölkerung. Israel hat die Stadt zwar per Gesetz als seine Hauptstadt erklärt, aber das wird nicht weltweit anerkannt. Beide Staaten – Israel und Palästina – können sich nicht einigen, wie viel ihnen jeweils zusteht. Es geht dabei sowohl um Jerusalem selbst als auch um das umliegende Land.

Ein weiterer Grund für den Konflikt ist Jerusalems religiöser Wert. Zum einen soll Jesus hier gestorben und begraben worden sein. Zum anderen glauben Muslime, dass der Prophet Mohammed in der Stadt in den Himmel hinaufgestiegen sei. Außerdem soll der erste jüdische Tempel hier gebaut worden sein. Die „Heilige Stadt“ ist also für den Islam, das Judentum und Christentum von zentraler Bedeutung.

Jerusalem liegt inmitten der Judäischen Berge. Durch die Lage herrscht ein subtropisches Klima in der Stadt. Der Sommer ist heiß und trocken, der Winter hingegen ist recht mild. Im Dezember und Januar regnet es aber auch mit gut elf Regentagen am meisten. Wann die beste Reisezeit ist, hängt aber ganz von deinen Vorlieben und Plänen ab!

Am beliebtesten für eine Reise nach Jerusalem ist der August. Vielleicht liegt das am Wetter, möglicherweise aber auch am jährlichen Hutzot Hayotzer Festival: In Jerusalems Altstadt feiern die Menschen das künstlerische Schaffen. Das Festival ist wunderschön und atemberaubend vielfältig. Denn die ausgestellten Kunstwerke reichen von Teppichen über Keramik bis hin zu Schmuck. Das Ganze wird natürlich begleitet von zahlreichen Musik-Acts – ein wahres Spektakel und absolut sehenswert! In Jerusalem – und generell in Israel – kommen Festivals definitiv nicht zu kurz!

Die Altstadt Jerusalems sowie viele andere Sehenswürdigkeiten außerhalb kannst und solltest du zu Fuß erkunden. Du willst aber keine Zeit verlieren? Dann bringen dich Busse oder Taxis überall hin! Beide Transportmittel sind recht günstig.

Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Jerusalem

Dass die „Heilige Stadt“ von großer religiöser Bedeutung ist, war dir sicherlich bekannt. Aber wusstest du schon, dass jährlich Tausende an Gott adressierte Briefe in Jerusalem ankommen? Kein Wunder – bei den unzähligen religiösen Sehenswürdigkeiten. Von diesen und anderen Sehenswürdigkeiten in Jerusalem stellen wir dir unsere Top 10 vor!

Altstadt

Die Altstadt beherbergt viele der Sehenswürdigkeiten. Grundsätzlich setzt sie sich aus vier verschiedenen Vierteln zusammen. Es gibt das Armenische, Jüdische, Christliche und Muslimische Viertel. Sie grenzen – ohne für uns sofort erkennbare Übergänge – aneinander an. In der reizvollen Altstadt befinden sich bereits viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten.

Diese und das Zusammenspiel der verschiedenen Kulturen macht die Altstadt selbst für uns zu einem sehenswerten Ganzen! Du erkundest sie am besten zu Fuß. So verpasst du garantiert nicht das bunte Treiben in den Straßen zwischen den hellen Steinwänden der Häuser.

Klagemauer

Die weltweit berühmte Klagemauer ist eine der wichtigsten Stätten des Judentums. Früher war sie als Mauer Teil eines jüdischen Tempels. Noch heute pilgern zahlreiche Gläubige zur Klagemauer. Dort stecken sie kleine Zettel mit ihren Sorgen, Wünschen und Botschaften in die Ritzen und Zwischenräumen der Steine. Grundsätzlich ist die Mauer für alle Menschen zugänglich – unabhängig ihrer religiösen Ansichten. Wenn du diesen heiligen Ort besuchst, musst du unbedingt angemessene Kleidung tragen und dich respektvoll verhalten.

Tempelberg mit Felsendom

Damit kommen wir direkt zur nächsten Sehenswürdigkeit: der Felsendom auf dem Tempelberg. Er erhebt sich gleich hinter der Klagemauer und befindet sich im muslimischen Viertel der Stadt. Muslime glauben, dass an dieser Stelle ihr Prophet Mohammed in den Himmel gestiegen ist. Der Tempelberg mit dem Felsendom macht Jerusalem daher nach Mekka und Medina zur drittwichtigsten Stadt im Islam. Der Felsendom darf auch von nicht-muslimischen Besuchern aufgesucht werden – allerdings nur zu bestimmten Zeiten.

Diese Sehenswürdigkeit hat jedoch – wie die meisten anderen Bauwerke in Jerusalem – je nach Religion eine andere Bedeutung: Im Judentum gilt die Felskuppe des Tempelbergs zum Beispiel als Entstehungsort der Menschheit.

Tempelberg in Jerusalem

Ölberg

Jüdische Gräber, kleine Kirchen und Moscheen: Der Ölberg vereint die drei Weltreligionen miteinander. Grundsätzlich ist der Ort aber überwiegend christlich geprägt.

Du findest schon unten am Fuße des Ölbergs eine ganz besondere Stätte: der Garten Gethsemane. Zwischen den Jahrtausende alten Olivenbäumen soll Jesus nach dem letzten Abendmahl mit fast allen seine Jünger gebetet haben. Außerdem glauben Christen, dass in der Himmelfahrtskapelle dort Jesus in den Himmel aufgestiegen sei. Oben auf dem Ölberg hast du übrigens eine wundervolle Aussicht über die Altstadt Jerusalems!

Yad Vaschem

Die Gedenkstätte Yad Vashem erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Gegründet wurde sie 1953 auf dem Herzelberg in Jerusalem. Sechs Millionen Juden wurden von Nazis getötet. Mit dem Denkmal soll gezeigt werden: Die Opfer des Holocausts sind nicht nur eine Zahl. Es waren Menschen mit einer eigenen Geschichte, daher der Name Yad Vashem. Übersetzt bedeutet das „ein Denkmal für die Namen“.

Via Dolorosa

Hierbei handelt es sich um den Leidensweg Christi: Die Straße führt vom Amtssitz des Statthalters Pontius Pilatus zum Heiligen Grab in der Grabeskirche. Dem Glauben nach musste Jesus über diese Straße sein Kreuz schleppen – bis zu seiner Kreuzigung vor der Grabeskirche. Die Via Dolorosa beginnt im Muslimischen Viertel und führt über 700 Metern an 14 Leidensstationen vorbei. Christen treffen sich hier täglich, um gemeinsam diesen Weg entlang zu pilgern – manche von ihnen tragen sogar selbst ein Kreuz.

Grabeskirche

Endstation der Via Dolorosa: Die Grabeskirche zählt zu den wichtigsten christlichen Stätten. Vor ihr soll Jesus gekreuzigt worden sein. Von außen erscheint die Gottesstätte zunächst jedoch nicht besonders außergewöhnlich. Dafür verbirgt sie im Inneren verschiedene Kirchen und andere Bestandteile. Der wichtigste davon ist das Grab Jesu. Dieser Teil gab der Stätte auch ihren Namen. Angeblich ist in dieser Kirche Jesus von den Toten auferstanden, daher ihr Beiname „Auferstehungskirche“.

Innerhalb der Grabeskirche verbirgt sich außerdem insgesamt ein eindrucksvolles Bild, das von außen niemand erwarten würde: Du kannst vor allem die vielen imposanten Kuppeln bewundern. Sie sind kunstvoll bemalt mit christlichen Motiven und sorgen für eine ganz besondere Stimmung.

Das Tote Meer

Die nächste Sehenswürdigkeit liegt nicht – wie alle anderen Sehenswürdigkeiten – direkt in Jerusalem. Nur eine Stunde mit dem Auto entfernt ist es zu finden: das Tote Meer. Der Name verwirrt vielleicht etwas, denn es handelt sich eigentlich um einen See. Aber der ist mit etwa 900 Quadratkilometern gewaltig!

Der Salzsee ist der tiefste zu erreichende Punkt der Erde: Er liegt 383 Meter unter dem Meeresspiegel. Unglaublich, oder? Auch der hohe Salzgehalt macht ihn zu einem besonderen Ort. Denn das Salz im Wasser sorgt dafür, dass du extrem gut auf der Oberfläche treibst. Vor allem auf Bildern sieht das einfach nur cool aus!

Mann schwimmt im Toten Meer

Davidszitadelle

Die Davidszitadelle ist eine ehemalige Festung. Ihre Aufgabe war es früher, das westliche Stadttor zu schützen. Mittlerweile kannst du von der Zitadelle aus einen einmaligen 360 Grad Ausblick über die Altstadt genießen. Von hier oben siehst du die vier verschiedenen Viertel – und mit etwas Glück sogar das Tote Meer.

Aber das ist noch nicht alles: Wenn es dunkel ist, verbreiten Lichtershows magische Stimmung an diesem historischen Ort. Zum Beispiel wird der Kampf von David und Goliath auf die alten Gemäuer projiziert – ein faszinierendes Spektakel!

Mahane Yehuda Markt

Die Gewürze, das Obst, Töpferwaren: Alles leuchtet in bunten Farben! Dazu ein Stimmengewirr aus verschiedenen Sprachen, überall Menschen – und du mittendrin. Das ist der Mahane Yehuda Markt!

Im Gegensatz zu den Jahrtausende alten Relikten ist der Markt mit seinen über 100 Jahren noch jung. Hier erledigen Einheimische ihre Alltagseinkäufe, während Reisende den orientalischen Flair genießen. Es gibt gut 300 Verkaufsstände auf dem Mahane Yehuda Markt und sogar Restaurants, Imbisse und Bars mit Musik!

Wenn die Stände abends geschlossen sind, solltest du den Markt unbedingt noch mal besuchen. Wieso? Street-Art-Künstler haben die eher faden Jalousien mit kreativen Motiven verschönert!

Fazit 

Jerusalem ist ein wirklich einzigartiger Ort! Dafür sorgen die unzähligen Sehenswürdigkeiten. Die meisten von ihnen liegen unmittelbar in der Altstadt – und sind vor allem religiös geprägt. Nicht umsonst ist die „Heilige Stadt“ für den Islam, das Christentum und Judentum von großer Bedeutung.

Selbst wenn du nicht religiös bist, werden dich die Bauwerke und Überbleibsel der verschiedenen Religionen faszinieren – versprochen! Allen voran der Tempelberg mit dem Felsendom, die Klagemauer davor sowie die Grabeskirche.

Du solltest außerdem auf keinen Fall die Gedenkstätte Yad Vashem auslassen. Hier wird an die sechs Millionen Juden erinnert, die von den Nazis getötet wurden.

Sowieso sind längst nicht alle der Sehenswürdigkeiten von Religionen geprägt: Der Mahane Yehuda Markt und das Tote Meer sind zwei unserer Favoriten in Jerusalem!

Für dich ist also auf jeden Fall etwas dabei! Kaum eine andere Stadt bietet so viele Sehenswürdigkeiten wie diese. Also worauf wartest du noch?

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