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Hanoi: die Top 10 der Sehenswürdigkeiten

Hanoi ist die wunderschöne Hauptstadt Vietnam und ein wahres Zentrum für alle Backpacker, die einmal durch das Land reisen wollen. Die meisten bezeichnen Hanoi als ihre absolute Lieblingshauptstadt und das auch völlig zu Recht, denn hier wird wirklich einiges geboten. Hanoi wächst rasant und genauso wie viele andere asiatische Städte ist sie reich an Geschichte, welche auch du dir nicht entgehen lassen solltest. 

Außerdem ist die Stadt voller prächtiger Architektur, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Von ihren ikonischen Monumenten, wie Tempeln und Pagoden, über Museen bis hin zu den kleinen verwinkelten Straßen – Hanoi ist geprägt von der Vielfalt und einer großen Menge an Kultur. Außerdem ist Vietnams Hauptstadt auch für seine leckeren Restaurantszenen bekannt, die dir als Backpacker ganz besonders gut gefallen werden. 

Mit unserem ultimativen Guide für Hanoi stellst du sicher, dass du keine Highlights verpasst. Angefangen bei den wichtigsten Fakten zu Vietnam bis hin zu den Top 10 der Sehenswürdigkeiten haben wir alles für dich zusammengefasst! Los geht’s!

Das Wichtigste auf einen Blick

Weißt du eigentlich, wo Vietnam genau liegt? Falls du auf Südostasien getippt hast, ist deine Vermutung jedenfalls goldrichtig. Denn hier grenzt die Sozialistische Republik an Laos, Kambodscha und China. Außerdem ist Vietnam ein Küstenstaat. Das heißt, dass es an den Pazifischen Ozean grenzt und du somit viele wunderschöne Strände vorfinden kannst. Diese liegen genauer gesagt am Golf von Thailand und an das Südchinesische Meer. 

Vietnam ist etwas kleiner als Deutschland und bietet für über 95 Millionen Personen eine Heimat. Davon leben ungefähr 8 Millionen Menschen in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Das macht sie aber noch lang nicht zur größten Stadt des Landes, denn diesen Titel hat sich schon Ho-Chi-Minh eingeheimst. Aber warum ist dann das nördlich gelegene Hanoi die offizielle Hauptstadt? 

Eventuell hat dies etwas mit seiner Gründung zu tun, denn Hanoi ist mit über1000 Jahren die älteste Hauptstadt ganz Südostasiens – aber mit Unterbrechungen. Denn während der Nguyen-Dynastie im 19. und 20. Jahrhundert war sie 143 Jahre nicht das Zentrum des Landes. Und nein, Ho-Chi-Minh war es auch nicht, sondern die zentral gelegene Stadt Huế. Im Jahr 1973 wurde jedoch Hanoi erneut zur Hauptstadt gekürt. 

Wie du siehst, steckt hinter dem der südostasiatischen Millionenstadt eine lange Geschichte, welche sogar bis auf die Bronzezeit zurückgeht. Zu jener Zeit entstanden nämlich die ersten Siedlungen der jetzigen Metropole. Die Jahre vergingen und Hanoi wurde immer wieder besetzt, zum Beispiel von der chinesischen Ming-Dynastie oder der französischen Armee. Letztere Nation hatte einen immensen Einfluss auf das Stadtbild, was du bei deinem Besuch kaum übersehen kannst. 

Genau so wenig wie die vielen köstlichen Street-Food-Stände und Restaurants, welchen du unbedingt eine Chance geben solltest. Wir empfehlen dir auf jeden Fall das Nationalgericht der Vietnamesen – die Pho. Vielleicht hast du schon einmal von der leckeren Suppe mit Reisnudeln, Fleisch und knackigem Gemüse gehört, denn sie erfreut sich mittlerweile auch in Europa an zunehmender Beliebtheit. Einer der bekanntesten Orte zum Probieren dieser Nudeln ist das RestaurantPho Bat Dan, wo du für einen kleinen Preis die leckere Pho testen kannst. Aber Achtung: Suchtgefahr!

Pho Vietnam

Abseits von Pho bietet dir die vietnamesische Küche weitere vielseitige Speisen, die du nicht verpassen darfst. Zum Beispiel die großartigen Wokgerichte. Bei anderen Spezialitäten wirst du eventuell nicht ganz so erfreut sein, denn dortzulande wird auch gerne Hund gegessen, was für uns Europäer erstmal etwas merkwürdig erscheint. Und nein, wir haben uns tatsächlich nicht vertippt und das Huhn gemeint. Würdest du die landestypische Delikatesse probieren wollen? Wir finden es jedenfalls interessant, welche diversen Schmankerl die Länder der Welt bieten! 

Besonders spannend sind auch die Festivals in Vietnam. Auf diese musst du auch in der Hauptstadt keinesfalls verzichten. Das wohl wichtigste Fest der Vietnamesen ist das Neujahrsfest im Jänner oder Februar, welches sich nach dem Mondkalender richtet. Traditionell wird bei diesem sogenannten Tet-Fest der Chung Kuchen gebacken und mit Familien und Freunden ausgiebig gefeiert. Wunder dich deshalb nicht, wenn du zuerst keine Menschen auf den Straßen siehst. Später werden sie wieder voll sein, denn ein Besuch in einem Tempel Hanois, sowie wunderbar anzusehen Tanzeinlagen auf öffentlichen Plätzen stehen ebenfalls am Programm. 

Praktischerweise liegt das vietnamesische Neujahrsfest sogar in der besten Reisezeit, welche sich von November bis April zieht. In diesen Monaten ist es in Hanoi am trockensten. Allgemein wird das Klima als subtropisch-monsunal beschrieben. Das heißt, dass die Sommer nass und heiß und die Winter eher angenehm und niederschlagsarm sind. 

Zu guter Letzt möchten wir noch ein paar Worte zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Hanoi verlieren. Zuallererst haben wir gute Nachrichten für dich: du kannst Hanoi problemlos und kostengünstig mit den Bussen erkunden. Sehr viel beliebter sind jedoch die Mopeds, weshalb viele von ihnen durch die Straßen flitzen. Zudem gibt es auch Taxis und Fahrräder, die du flexibel nutzen kannst. 

Die Top 10 Sehenswürdigkeiten in Hanoi

So, das waren erstmal genug Informationen! Weiter geht es mit unseren Lieblingsplätzen der Stadt. Sei also gespannt, welche Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Hanoi wir ausgewählt haben. 

Das Gefängnis Hoa Lo

Dieses Gefängnis ist einer der Top-Plätze der Stadt und wird oft als Hanoi Hilton bezeichnet. 

Den Namen hat es aufgrund der Aussagen der damaligen amerikanischen Insassen sowie wegen des gleichnamigen Filmes bekommen. Übersetzt heißt Hoa Lo übrigens so viel wie „der glühende Ofen“. Das Gefängnis wurde von den Franzosen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und gedenkt bis heute an diese Zeit zurück. 

Wenn du dich also für Geschichte begeistern kannst, dann wird dir Hoa Lo sicherlich gefallen. Einige Highlights des Ortes sind die spannenden Galerien, die französische Guillotine, auf der die Kolonialisten vietnamesische Aktivisten hinrichteten, sowie die unzähligen Exponate der amerikanischen Piloten. 

Die Altstadt (Old Quarter)

Viele Touristen halten Hanoi für die schönste und traditionsreichste Stadt Vietnams, wobei die meisten besonders über das Altstadtviertel schwärmen. Hier findest du dich zwischen charmanten gedrängten Straßen wieder und kannst einmal den wirklich den vietnamesischen Vibe der Stadt spüren. 

Du erhältst hier nicht nur einen grandiosen kulturellen Einblick, sondern kannst auch nach Lust und Laune shoppen gehen. Du brauchst Souvenirs, Geschenke oder suchst ein nettes Restaurant? Dann ab in die Altstadt! Für Backpacker ist auch der Nachtmarkt ein Highlight, der jeden Abend von Freitag bis Sonntag stattfindet.

Hanoi Altstadt

Bach Ma Tempel

Der kleine buddhistische Bach Ma Tempel befindet sich in der Altstadt von Hanoi und gilt als der älteste Tempel der Stadt. Es wird angenommen, dass der Tempel im 9. Jahrhundert während der Ära des Kaisers Ly Thai To errichtet wurde. Auf seinem heutigen Platz ist er aber erst seit dem 18. Jahrhundert zu finden.

Im Tempel selbst solltest du die erstmal etwas innehalten, um die prachtvollen Dekorationen auf dich wirken zu lassen. Bei deiner Besichtigung wirst du außerdem auf eine ganz spezielle Statue stoßen – und zwar die des weißen Pferdes. Wenn du diesen Platz erkunden willst, achte bitte auf eine angemessene Kleidung und die Öffnungszeiten, sonst stehst du im Ernstfall noch vor verschlossenen Türen! Da er nicht besonders groß ist, eignet er sich perfekt für einen kurzen Zwischenstopp. 

Lotte Tower

Zugegeben, Hanoi kann etwas hektisch und pulsierend sein. Wenn du einfach mal raus willst und dir das Gedränge von oben ansehen möchtest, dann solltest du zum Lotte Tower fahren. Dies ist der beste Ort, um eine gute Aussicht über Hanoi zu genießen. Die Aussichtsplattform befindet sich in der 65. Etage des Gebäudes, von der aus man einen atemberaubenden Blick über die Großstadt insbesondere über die Altstadt erhaschen kann. 

Nachdem du den großartigen Panoramablick auch für ein paar Schnappschüsse genutzt hast, kannst du am drittgrößten Turm des Landes noch eine leckere Stärkung oder ein erfrischendes Getränk zu dir nehmen. Dieses Highlight setzt einen Kontrast zu den Erkundungen der Museen und Tempel und ist eine willkommene Abwechslung für Backpacker.

Nationalmuseum der Geschichte

Dieses Museum stammt aus dem Jahr 1925 und war während der französischen Kolonialzeit eine französische Schule. Das Gebäude ist eine prächtige Kombination aus chinesischen und französischen Entwürfen und auf alle Fälle ein interessanter Ort für Besucher. Hier gibt es alles über die Geschichte des Landes zu sehen. Wenn du nur ein Museum in Hanoi besuchen willst, dann ist das Nationalmuseum eine gute Wahl, um einen hervorragenden Überblick zu bekommen.

Sieh dir dann unbedingt die Bronzestücke aus dem 3. Jahrhundert an, welche ein Teil der Dong-Son-Kultur sind. Es gibt aber auch viele sehenswerte Hindu-Statuen aus den Khmer-Königreichen. Sehr beeindruckend sind ebenfalls die zahlreichen Galerien mit dem verzierten vietnamesischen Schmuck, den Gegenständen der französischen Kolonialzeit sowie dem Vietnamkrieg. 

Ho-Chi-Minh Mausoleum

 Diese historische Attraktion musst du am Ba-Dinh-Platz in Hanoi unbedingt gesehen haben. Allein wegen des Grabes des Gründers des modernen Vietnam, Ho Chi Minh. Dieser hat damals im Jahr 1945 genau an diesem Ort die Unabhängigkeit des Landes verkündet. Der Eintritt ist übrigens frei, was deine Brieftasche bestimmt freuen wird. 

Das Mausoleum besteht aus einem imposanten Marmorgebäude, welches die einbalsamierten Reliquien von Ho Chi Minh in einer Vitrine ausstellt. Nachdem du alles erkundet hast, solltest du dich anschließend zum Ho-Chi-Minh-Museum am selben Gelände begeben, wo du mehr über das Leben dieser Schlüsselfigur erfahren kannst.

Hanoi Mausoleum

Thang Long Wasserpuppentheater

Dieses Theater gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Hanoi und verfügt über ein hüfthohes Wasserbecken, in welchem die Puppenspieler stehen. Die Marionetten werden dann an langen Bambusrohren befestigt – man würde meinen, dass die Puppen zur himmlischen Musik des Orchesters auf der Wasseroberfläche tanzen. Das Showprogramm bietet dir eine grandiose Auswahl von traditionellen Legenden und Bauerngeschichten sowie vietnamesischen Mythen. 

Es wird angenommen, dass diese Art von Aufführung am Lande begann. Denn zur Regenzeit wurden die Reisfelder der Landwirte überflutet, wodurch sie ihre Marionetten über das Wasser steppen ließen. Was für eine einzigartige Hintergrundgeschichte, findest du nicht? Wir sind überzeugt davon, dass es ein unvergessliches Erlebnis auf deiner Reise sein wird – und das Beste daran ist, dass es nur 3 bis 7 Euro kostet! 

Zitadelle Thăng Long

Die Zitadelle des Kaisers Thăng Long war einst das Herrscherzentrum des Landes und später ein entscheidender Ort während des Vietnamkriegs. Die Kaiserzitadelle ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, wo du dich weiter über die Geschichte Vietnams informieren kannst. 

Sie zeigt eine 1000 Jahre alte Geschichte und hat viele spektakuläre Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum Beispiel den 33 Meter hohen Flaggenturm, der Literaturtempel sowie die Tore der Anlage. Weitere Höhepunkte sind die archäologischen Schätze, etwa die Fundamente alter Paläste. Hier kannst du auch einige Bunker besichtigen, die aus der Zeit des Vietnamkrieges stammen sowie Sammlungen von Waffen und Militärkarten.

Long Biên Brücke

Diese knapp 1700 Meter lange Stahlbrücke ist die erste ihrer Art, welche über den Roten Fluss reicht und wurde zwischen 1899 und 1902 nach einem Entwurf französischer Architekten gebaut. Sie vernetzt zwei Bezirke Hanois, genauer gesagt den Bezirk Long Biên, mit der Altstadt der vietnamesischen Hauptstadt. Die Long Biên Brücke hat auch während des Vietnamkriegs eine wichtige Rolle gespielt, denn sie musste zahlreiche Angriffe überstehen. 

Besuche sie am besten abends, denn dann ist nicht nur deutlich weniger los, sondern du kannst sie auch vor dem Abendhimmel fotografieren.

Brücke Hanoi

Train Street

Eine Bahnstrecke mitten durch die Altstadt und durch enge Straßen – die Train Street in Hanoi ist eine wahre Sehenswürdigkeit, die du so kein zweites Mal finden wirst. Der Zug fährt hier zweimal durch, weshalb die Einwohner ihr Hab und Gut von den Gleisen entfernen müssen. Das ist einfach ein wahres Spektakel, was auch viele Touristen in seinen Bann gezogen hat. Damit keine Unfälle passieren, wurden diese Fotohotspots jedoch für Besucher gesperrt. Du kannst es dir das Szenario aber entspannt von einem Café aus ansehen. 

Fazit

Ein Ticket nach Hanoi bitte! Wir sind einfach begeistert von der Stadt im Norden Vietnams und würden am liebsten sofort unseren Rucksack packen, um die vielen Attraktionen mit eigenen Augen zu sehen. Egal ob ein Spaziergang durch die Altstadt, der Besuch des Gefängnisses Hoa Lo, ein Kaffee im Lotte Tower oder bei der Train Street – wir können uns nicht entscheiden, was wir als erstes erleben wollen. 

Und du? Konnten wir das Reisefeuer in dir wecken? Das wäre doch gut, denn dann müsstest du nicht stundenlang über deine nächste Traumdestination grübeln, sondern könntest dir gleich deinen Flug und die erste Unterkunft raussuchen. Worauf wartest du eigentlich noch?  

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