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Die Europäische Kulturroute des Olivenbaums

Die Europäische Kulturroute des Olivenbaums führt dich auf die Spuren eines wichtigen kulturellen Erbes: Die Bedeutung des Olivenbaums für die Lebensweise der mediterranen Völker. Der Ölbaum, der als heilig gilt, beeinflusst sowohl die Landschaft im Mittelmeerraum als auch das alltägliche Leben der Menschen dort: Die Kultur des Olivenbaums ist ein großer Teil der menschlichen Zivilisation geworden und in verschiedenen Ritualen und Bräuchen spürbar.

Auf den vielzähligen Routen des Baumes, auch bekannt als das Symbol des Mittelmeeres, erlebst du diese besondere Kultur. Dabei kannst du auf Wegen durch Länder am Mittelmeer, von Griechenland bis hin zum Schwarzen Meer, Einblicke in die Olivenbaum-Zivilisation gewinnen und dem Rascheln lauschen, wenn der Wind durch die silbergrünen Blätter der Pflanze weht.

Hast du Lust bekommen, mehr zu erfahren? Wir haben in diesem Artikel ein paar Hintergrundinformationen über die Olive für dich gesammelt. Am Schluss gibt es dann natürlich noch ein paar Streckenvorschläge, auf der du die Kulturroute erleben kannst.

Schwarze Oliven am Zweig

Ursprung der Pflanze

Die Geschichte des Olivenbaums reicht bereits viele Jahre zurück. Seit schätzungsweise 5 Jahrtausenden wird der Baum mittlerweile als Nutzpflanze angebaut und insgesamt gibt es über 1000 verschiedene Sorten. Zudem trägt die Pflanze unter anderem den Namen Echter Ölbaum und gehört zu der Familie der Ölbaumgewächse. Ein Olivenbaum kann mehrere hundert Jahre alt werden – das weltweit älteste Gewächs befindet sich im spanischen Tarragona und ist ganze 1700 Jahre alt!

Das genaue Ursprungsland des Ölbaumes ist nicht ganz sicher bekannt. Weit verbreitet ist er vor allem in Ländern im Mittelmeerraum sowie im Nahen Osten und in Südafrika. In diesen Gebieten kommt die Pflanze natürlich vor. Abgesehen davon wird der Baum mittlerweile auch in Regionen Nord- und Südamerikas, in Australien und Japan angebaut. Nach ca. 7 Jahre sind die Bäume zum ersten Mal bereit für die Ernte der Steinfrüchte.

Um gesund zu wachsen, sollte der Olivenbaum nicht in Gebieten mit extremen Klimabedingungen stehen. Zwar hält er hohen Temperaturen stand, ist allerdings empfindlich gegenüber starker Kälte und Frost. Je nachdem, in welcher Region sich die Pflanze befindet, ist ihre Hauptblütezeit von April bis Anfang Juni.

Verwendung des Olivenbaumes

Überall beliebt: Das Olivenöl

Die Olive selbst ist eine traditionsreiche Frucht, die sehr stark im alltäglichen Leben der mediterranen Bevölkerungsgruppen verankert ist. Hauptsächlich wird sie zur Herstellung von Olivenöl genutzt – dafür werden ganze 90 % der Ernte verwendet.  Der Großteil des flüssigen Golds wird in Spanien, Italien und Griechenland hergestellt. Doch auch in Portugal, Frankreich, Syrien und weiteren Ländern wird das weltweit beliebte Öl produziert.

Die geschmackliche Vielfalt des Produkts ist groß: Wie bei gutem Wein gibt es hier verschiedene Richtungen von mild, fruchtig und süß bis zu würzig, bitter und sogar leicht scharf. Entscheidend hierfür sind vor allem die Sorte, das Anbaugebiet und das Reifestadium der Frucht. Während in Kroatien vorwiegend eher bitteres Öl bevorzugt wird, greifen die Menschen in Deutschland lieber zu einem etwas milderen Geschmack.

Das Gute ist aber: Für jeden ist definitiv etwas passendes dabei und es kann wirklich Spaß machen, sich durch die unterschiedlichen Sorten durchzuprobieren. Wer weiß, vielleicht hast du deinen Lieblingsgeschmack von Olivenöl ja auch noch nicht entdeckt und bist neugierig geworden?

Weitere Verwendungsarten der Olive

Abgesehen von Olivenöl sind gefüllte oder auch eingelegte Oliven ein beliebtes Nahrungsmittel. Auf dem Markt sind vor allem schwarze, violette und grüne Oliven bekannt. Die unterschiedliche Färbung entsteht durch die Ernte: Grüne Oliven werden bereits unreif geerntet, während die dunkleren bereits ausgereift sind. Aufgrund der starken Bitterstoffe sind jedoch beide Sorten zunächst ungenießbar – die Steinfrüchte müssen vor dem Verzehr also zunächst für eine Weile eingelegt werden.

Vor allem aus der mediterranen Küche sind sie nicht wegzudenken: Frisches Gemüse, Salate, Pizzen und Pasta werden mit Olivenöl oder Oliven selbst angereichert und geschmacklich noch interessanter und frischer gemacht.

Das ist aber nicht alles: Auch in kosmetischen Pflegeprodukten wird die Olive verwendet und ist bekannt für ihre positiven Wirkungen auf die Gesundheit. Die Pflanze gilt als vitaminreich, krankheitsvorbeugend, pflegend und einiges mehr. Zudem werden aus dem Holz des Olivenbaumes unter anderem Möbel hergestellt und die Reste des Baumes können als Brennstoff dienen. Du siehst: Die Verwendung des Olivenbaums und der Olive selbst ist wirklich sehr vielseitig.

Unterschiedliche Olivensorten

Bedeutung der Olive

Die vielseitige Verwendung der Olive hat die Gewohnheiten der Menschen im Mittelmeerraum stark beeinflusst. Die Frucht ist stark in den Alltag mit eingebettet und das macht sie zu einem Gut, mit dem die Menschen einen großen emotionalen Wert verbinden. Sie ist demnach eine wichtige kulturelle Komponente. Von der Küche zuhause über die Gastronomie bis hin zu der vorherrschenden Landschaft – der Olivenbaum ist prägend und stark präsent in der menschlichen Zivilisation.

Aber auch wirtschaftlich und ökologisch ist der Olivenbaum von Bedeutung. Die Länder, in denen die Bäume natürlich vorkommen, profitieren sehr vom Export des Öls in andere Gebiete. Außerdem sind die Waldflächen des Olivenbaumes in Spanien die größte Grünfläche ganz Europas und werden daher auch als die grüne Lunge Europas bezeichnet.

Genau dieses kulturelle Erbe gilt es nun zu erkunden: Mit der Europäischen Kulturroute des Olivenbaumes. Daher machen wir am besten direkt weiter mit ein paar mehr Informationen darüber.

Die Kulturrouten des Europarates

Die Europäische Kulturroute des Olivenbaumes ist wie die anderen Kulturrouten des Europarates eine Einladung, die kulturellen Erben und die Vielfalt innerhalb Europas zu erleben. Hierbei stehen vor allem der interkulturelle Austausch, eine nachhaltige und regionale Entwicklung sowie die soziale Zusammenarbeit im Vordergrund. Wird eine Route als Kulturroute des Europarates ausgezeichnet, kannst du dir daher sicher sein, dass hier einiges auf dich wartet.

Seit 2005 wurden auch die Routen des Olivenbaums als offizielle Kulturrouten zertifiziert und tragen zu mehr interkulturellem Dialog bei. Auf Strecken in über 10 Mittelmeerländern kannst du die Spuren des Ölbaumes erkunden und Einblicke in die Kultur gewinnen.

Doch das Entdecken der mediterranen Landschaften ist dabei noch lange nicht alles: Es warten eine Vielzahl an unterschiedlichen Aktionen und Aktivitäten auf dich, die alle mit der Olive zusammenhängen. Das können Konzerte, Verkostungen oder Ausstellungen sein – sicher ist: Neben dem erholsamen Meeresklima kann man hier einiges dazulernen und erleben.

Streckenvorschläge

Kommen wir nun zum spannenden Teil: Welche Strecken sind auf der Europäischen Kulturroute des Olivenbaumes empfehlenswert? Alle in diesen Artikel unterzubringen, ist leider kaum möglich. Aber in diesen Vorschlägen ist sicher etwas passendes für dich dabei.

Wanderpfad der Europäischen Kulturroute des Olivenbaums

Lokale Wanderungen auf der europäischen Kulturroute des Olivenbaumes

Hast du schon einmal von der Region Cinque Terre in Italien gehört? Teile der Olivenbaumroute führen dich durch das schöne Fleckchen in Ligurien. Hier kannst du inmitten des mediterranen Ambientes an Olivenbäumen vorbeiwandern und den Duft der frischen Steinfrüchte genießen.

Ebenfalls bestaunen kannst du die Ölbäume in Kroatien. In Dubrovnik warten beispielsweise Strecken mit Panoramasicht auf die Adria auf dich. Die Wege sind gesäumt von Olivenbäumen – du kannst die langjährig gewachsenen Baumstämme also hautnah begutachten.

Fahrradtouren

Du hast keine Lust auf lange Wanderungen und willst die Sonne lieber mit etwas Fahrtwind genießen? Dann ab aufs Fahrrad und los geht’s! Es gibt einige Möglichkeiten, das kulturelle Erbe der Olive auf Radtouren zu erkunden.

Zu empfehlen ist zum Beispiel eine 12 km lange Tour durch Kalamata in Griechenland, die einige interessante Stopps für dich bereithält. So kommst du in den Genuss, eine Olivenölmühle zu besichtigen, kannst auf dem lokalen Markt die berühmten Kalamata Oliven vernaschen und den ältesten Ölbaum der Stadt, den sogenannten Mana Elia, bestaunen.

Doch auch Frankreich hat schöne Touren zu bieten. Auf 66 km kannst du die Olivenbäume der Region Nyons erkunden und die sonnengebadeten Landschaften genießen. Abgesehen davon hast du hier die Möglichkeit immer wieder Halt in den charmanten bunten Örtchen zu machen.

Strecken fürs Auto oder Motorrad

Mit dem Auto oder dem Motorrad bist du natürlich noch etwas schneller unterwegs und kannst auch weite Entfernungen leichter zurücklegen. So kannst du die beiden Städte Sidon und Anfeh im Libanon beispielsweise miteinander verbinden.

In Sidon es einige lokal hergestellte Produkte und Wanderungen, die es sich lohnt, kennenzulernen. Auch in Anfeh lohnt es sich, die Pfade zu erkunden, die von Olivenbäumen umsäumt sind. Zudem kannst du die Felsen der malerischen Küste bestaunen und ordentlich Meeresluft schnuppern.

Landschaft mit Olivenbäumen

Fazit

Die Europäische Kulturroute des Olivenbaumes ist eine wahre Einladung in das besondere kulturelle Erbe der Olive. Auf verschiedenen Strecken kannst du die Landschaft genießen, in mediterrane Traditionen und Lebensweisen reinschnuppern und dich ausführlich mit der Bedeutung des Olivenbaumes beschäftigen.

Es lohnt sich, mehr über den echten Ölbaum zu erfahren und die Vielseitigkeit der Steinfrucht kennenzulernen. Außerdem sind wir uns ganz sicher, dass auch dich der Anblick der langjährig bestehenden Bäume und der Duft der frisch geriebenen Oliven direkt in ein entspannendes Urlaubsgefühl versetzt. Daher: Viel Spaß beim Entdecken und Verkosten!

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