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Kenia – Stadt, Land, Meer und ganz viel Action

Elefanten

In Kenia gibt es unglaublich viel zu entdecken. Ob man entweder der afrikanischen Tierwelt auf der Spur sein möchte, ein Fan von prachtvollen Sandstränden ist, leidenschaftlich gern Hügel und Berge erklimmt oder lieber Großstadtluft auf dem afrikanischen Kontinent schnuppern will - für jeden hat das Land zwischen dem Victoriasee und dem Indischen Ozean etwas zu bieten.

Neugierig geworden? Dann zeigen wir dir im Folgenden, was du in diesem Teil Ostafrikas alles erleben kannst, und geben dir wertvolle Tipps zu deiner Reise durch das ganzjährig warme Land. Lass dich vom Zauber Kenias verführen und mach dich auf all die Wunder gefasst, die dich dort erwarten!

Die wichtigsten Eckdaten

Amtssprache

Englisch und Swahili

Deutsch

Swahili

Hallo

Jambo

Tschüss

Kwaheri

Danke

Asante

Ja

Ndio

Nein

Hapana

Hauptstadt von Kenia

Nairobi

Staats- und Regierungsform

Präsidentielle Republik

Beste Reisezeit

Dezember bis März, Juni bis Oktober

Währung

Kenia-Schilling

Ländervorwahl

+254

Kenia Fun Facts

Auf Swahili bedeutet „chai“ Tee. Bestellt man also einen Chai-Tee in Deutschland, dann bestellt man buchstäblich einen Tee-Tee.
In Kenia wächst der sogenannte Leberwurstbaum, dessen deutscher Name von der leberwurstähnlichen Form der Früchte stammt. Diese sind im Gegensatz zur Wurst allerdings hart und werden von Giraffen und Elefanten gefressen.

Nationalparks – ein reichhaltiger Schatz an Abenteuern

Kenia gilt als das Geburtsland der Safaris. Was gibt es also Besseres, als einen oder mehrere der über 60 Nationalparks dieses Landes etwas genauer unter die Lupe zu nehmen? Die Auswahl lässt dabei kaum einen Wunsch offen!

Masai Mara

Der größte und bekannteste Park ist das Naturschutzgebiet Masai Mara, welches im Südwesten Kenias dicht an dicht am ebenfalls berühmten Serengeti Park in Tansania grenzt. Die Masai Mara hat auf einer Fläche von 1.510 Quadratkilometern vom kleinsten Käfer bis zum größten Elefanten alles zu bieten. Hauptsächlich ist das Landschaftsbild des Reservats von Busch- und Grassavanne geprägt und wird vereinzelt mit Hügeln und Bergen akzentuiert. Ein Besuch lohnt sich vor allem in den Monaten Juli und August, denn zu dieser Zeit findet die große Tierwanderung, auch „the Great Migration“, statt. Dabei überqueren über 2 Millionen Wildtiere – größtenteils Gnus – den Mara-Fluss, um in der Trockenzeit zu saftigeren Weidegründen zu gelangen. Ein Muss für jeden Safari-Fan!

Tsavo Park

Ein weiterer interessanter Park, den man sich nicht entgehen lassen sollte, ist der Tsavo Park. Dieser wurde 1949 auf Grund seiner Größe in Tsavo West und Tsavo East unterteilt und ist in Kenia in Bezug auf die Landschaftsvielfalt unübertreffbar. Als Fan von rauen Hügel- und Vulkanlandschaften kommt man besonders im Westen auf seine Kosten. Wenn du jedoch lieber Gras- und Buschsavannen sowie Steppen und Wälder erkunden möchtest, legen wir dir den Osten ans Herz. Genau wie im Masai Mara kannst du im Tsavo die Big Five der Tierwelt – Elefanten, Nashörner, Leoparden, Büffel und Löwen – antreffen. Ein ganz besonderes Highlight jedoch sind die Elefanten im Osten. Diese legen sich gerne in den für den Osten typischen roten Sand und nehmen dadurch selbst eine rote Farbe an!

Amboseli

Der dritte Park auf unserer Liste hat ein ganz besonderes Panorama. Egal, wo man sich auf der etwa 400 Quadratkilometer großen Fläche des Amboseli-Reservats befindet, von überall kann man dort den Kilimanjaro sehen, den höchsten Berg des gesamten afrikanischen Kontinents. Besonders auffallend am Park sind zudem die große Elefantenpopulationen, die sich an den Menschen schon etwas gewöhnt hat und sich aus dem Safari-Fahrzeug aus vorsichtiger Nähe betrachten lassen. Außer den Dickhäutern gibt es dort auch andere Vierbeiner wie Gnus, Zebras, Gazellen, Büffel, Nilpferde und viele weitere Tiere zu bestaunen.

Die Liste an sehenswerten Nationalparks in Kenia ist riesig und nicht immer hat man auf seiner Reise genügend Zeit für jedes einzelne Reservat. Falls du dennoch einige Wochen im Land verbringen kannst, empfehlen wir dir auf jeden Fall noch die beiden: Reservate Hell’s Gate und Lake Nakuru.

Diani Beach – ein Traumstand in Weiß

Kamele am Strand in Kenia

Nicht nur anhand von Nationalparks weiß Kenia von sich zu überzeugen – denn was wäre ein Urlaub im Süden ohne ein paar Tage am Strand? Frische Meeresluft, Wellenrauschen in den Ohren und das Gefühl warmer Sonnenstrahlen auf der Haut. Das alles und noch viel mehr hat Diani Beach zu bieten. Am Anblick des 25km langen Sandstrandes, des türkisen Wassers und der roten Abenddämmerung kann man sich einfach gar nicht sattsehen. Zudem ist das Wasser herrlich warm und kühlt selten unter 25°C ab. Wir sind uns sicher: Wer Kenia von dieser Seite sieht, wird so schnell nicht wieder wegwollen!

Abgesehen von der Atmosphäre gibt es an diesen Stränden jedoch noch vieles mehr zu erleben. Tauch ein in eine atemberaubende Unterwasserwelt und erkunde die Welt der Korallenriffe, Schildkröten und Fische! Wenn du hingegen ein Fan von Surfen bist, dann nutze Wind und Wellen entweder fürs klassische Wellenreiten oder in Form von Kitesurfen. Wer es dann doch etwas entspannter mag, darf sich von den zahlreichen Strandbars dazu verführen lassen, den einen oder anderen Cocktail zu verköstigen. Zum Abend hin kann es anschließend durchaus passieren, dass man sich von anderen, tanzfreudigeren Strandgängern anstecken lässt und bis in die frühen Morgenstunden feiert.

Wer sich von den Erlebnissen am und im Wasser genug erholt hat, dem können wir die zweitgrößte Stadt Kenias nahelegen: Mombasa. Diese liegt 35 Kilometer nördlich von Diani Beach entfernt. Lass dir diesen Ort auf keinen Fall entgehen! Es lohnt sich, beide Urlaubsziele miteinander zu kombinieren, um die Vielseitigkeit und Kontraste Kenias am eigenen Leib zu spüren.

Mombasa – Kenias Melting Pot

Auch in Mombasa gibt es viel zu entdecken – wahrscheinlich einer der vielen Gründe, warum jährlich Hunderttausende von Touristen aus Europa und der ganzen Welt hierherkommen. Mombasa ist die wirtschaftlich wichtigste Hafenstadt Kenias und eine der bedeutendsten Handelszentren Ostafrikas. Hier wird Reisenden ein bunter Mix aus verschiedenen Kulturen und Einflüssen geboten. Überzeuge dich selbst davon, indem du die engen Winkel und Gassen der Stadt erkundest, wo dir in den Geschäften oder auf den Märkten arabische, indische sowie suahelische Waren und Antiquitäten angeboten werden.

Weiterhin wird in dieser Stadt auch Sightseeing großgeschrieben. Erkunde die antiken Moscheen Mombasas, wie die Basheikh-Moschee oder die Mandhry-Moschee. Eine Empfehlung unsererseits: Statte unbedingt auch dem Fort Jesus, dem ältesten europäischen Bauwerk an der Ostküste Afrikas, einen Besuch ab! Diese monumentale Festung mit Blick auf den alten Hafen wurde 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und dient heute als Teil der Nationalmuseen Kenias. Von dort aus lässt sich auch locker ein Guide organisieren, der dich durch die Altstadt Mombasas führt und dir etwas von der Geschichte der Stadt erzählen kann. Dabei lohnt es sich definitiv, die eigenen Verhandlungskünste ein wenig zu üben, um einen günstigeren Preis zu verhandeln.

Nairobi – die Hauptstadt Kenias

Nairobi Kenia

Nairobi ist Mombasas große Schwester und gewährt allen Reisenden den Zugang zum Rest des Landes. Die Stadt bildet den Hauptverkehrs- und Wirtschaftspunkt der gesamten Region und dient Touristen als bequemer Ein- und Ausreisehafen. Etwa 4,4 Millionen Menschen bevölkern diese kosmopolitische Stadt mit Einflüssen aus aller Welt. Die mitunter sichersten Gebiete für deinen Aufenthalt in der Stadt sind Westlands, Kilimani und Lavington. Dennoch ist auch dort Vorsicht vor Taschendieben geboten, nicht umsonst trägt die Stadt den berühmt-berüchtigten Beinamen „Nairobbery“.

Touristenattraktionen hat die ostafrikanische Metropole so einige. Hier erwarten dich interessante Museen wie das Nationalmuseum, das unter anderem antike Elfenbeinhörner, Fossilien und eine lebensgroße Nachbildung des größten Elefanten zur Zeit der Unabhängigkeit Kenias ausstellt. Weiterhin kannst du den Nairobi Nationalpark bestaunen, der direkt an die Stadt grenzt und dir vor dem Hintergrund der Stadt dem nicht weit entfernten Mount Kenya eine einzigartige Kulisse bietet.

Zeit für eine Pause? Dann nichts wie hin zu der riesigen Auswahl an Bars, Cafés und Restaurants! Viele Locations sind riesig und gewähren dir ein einzigartiges tropisches Flair. Unser Tipp: Die Java House- und Artcaffee-Filialen sowie The Arbol und Mama Ashanti servieren dir köstliches Essen und leckere Getränke in einem angenehmen Ambiente. 

Wenn die Abende wieder etwas wilder sein dürfen, kann man in Nairobi aber auch ausgelassen feiern. Schau mal bei dem kleinen Lokal The Alchemist oder bei dem etwas größeren Komplex K1 mit ihren Bars, Restaurants und Foodtrucks vorbei. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!

Mount Kenya – das Urlaubsziel für Bergsteiger in Kenia

Mit einer Höhe von 5.199 Metern ist dieses Bergmassiv, das 1978 zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt wurde, das höchste in Kenia und das zweithöchste in ganz Afrika. Das bedeutet, dass dort jeder, der sich fürs Klettern, Wandern und die Natur begeistert, an der richtigen Adresse ist. Das Gebirge liegt knapp 140 Kilometer nordöstlich von Nairobi und ist am einfachsten per Inlandflug zu erreichen.

Auch für fortgeschrittene Abenteurer gibt es dort mehrere herausfordernde Routen. Lass dich auf dem Weg nach oben von weiten Moorlandschaften, Bergwäldern – inklusive Bewohnern wie Affen, Antilopen, Eulen, Leoparden und Wildschweinen – sowie riesigen Gletschern faszinieren. Für den Aufstieg sollte man etwa vier bis sechs Tage einplanen. Dafür wird man schlussendlich mit einem herrlichen Ausblick und dem Gefühl von Schnee unter den Füßen belohnt – mitten in Afrika!

Fazit

Kenia ist ein Land der Kontraste und unzähliger Möglichkeiten. Ob das Herz nach Abenteuern in der Natur schreit, man lieber lange Spaziergänge an traumhaften Stränden mag oder eher der Städteurlauber ist – all das hat das ostafrikanische Land zu bieten. Wer schon immer mal mit dem Gedanken gespielt hat, das tropische Afrika zu bereisen, wird an Kenia großen Gefallen finden, denn es ist unserer Meinung nach, ein idealer Ausgangspunkt für erste Erfahrungen in diesen Breitengraden.

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