Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

München kennen die meisten Reisenden nur vom Oktoberfest. Klar, denn jedes Jahr reisen Millionen von Besuchern aus aller Welt an, um das bayerische Bier zu genießen. Dabei ist die bayerische Metropole aber auch abseits des weltweit bekannten Volksfestes eine Reise wert.

Bayerns Hauptstadt ist nämlich auch ein gelungener Mix aus berühmten Sehenswürdigkeiten, prachtvollen Barockkirchen und Museen auf höchstem Niveau. München ist voll mit so vielen Möglichkeiten, dir die Zeit zu vertreiben, dass du kaum wissen wirst, wo du anfangen sollst. Selbst eine ganze Woche würde niemals ausreichen, um wirklich alles zu sehen.

Obwohl München mit fast 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands ist, wirst du dich kaum wie in einer Millionenmetropole fühlen. Was die bayerische Hauptstadt ausmacht, ist, dass sie trotzdem ziemlich gemütlich ist und die Einwohner alle sehr entspannt. Fast so, als wärst du in einem kleinen Dorf. Die Stadt hat deswegen auch den Beinamen „Millionendorf“ bekommen.

Natürlich wirst du wahrscheinlich keine Unmengen an Zeit haben, um die Stadt an der Isar zu erkunden. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, die wichtigsten Sachen zusammenzutragen, die du in München machen kannst.

München Frauenkirche


Laufe über den Marienplatz

Der Marienplatz ist das Herz der bayerischen Millionenmetropole. Der Platz vor dem Neuen Rathaus ist das ganze Jahr über gefüllt mit Einheimischer und Touristen, die in der Kaufingerstraße und Neuhauser Straße, die den Marienplatz mit dem Stachus verbindet, einkaufen gehen oder hier etwas Sightseeing machen. Im Dezember findet hier auch ein schöner Weihnachtsmarkt statt.

Der Platz liegt seit dem 12. Jahrhundert im Zentrum der Stadt und ist nach einer Mariensäule benannt, die im 17. Jahrhundert hier aufgestellt wurde. Das Denkmal stammt aus dem Jahr 1638 und feiert den Abzug der schwedischen Truppen aus München während des 30-jährigen Krieges. Sie ist die erste Mariensäule nördlich der Alpen und der Vorläufer einer Reihe ähnlicher Monumente in Bayern und Mitteleuropa.

Der Marienplatz wird vom Neuen Rathaus dominiert. Dieses ist 9.159 Quadratmeter groß und verfügt über 400 Räume. Das Gebäude wurde von Georg Hauberrisser entworfen. Seine 100 Meter lange Fassade ist mit Fialen, Nischen mit kleinen Zinnen und Statuen der ersten vier bayerischen Könige am Erker des Turms geschmückt.

Das Glockenspiel des Neuen Rathauses zieht seit 1908 mit mindestens zwei Aufführungen am Tag immer wieder ein riesiges Publikum an. Die 43 Glocken und 32 lebensgroßen Figuren stellen während des Schauspiels die Geschichte der Stadt vor.

Die Vorführung findet jeden Tag einmal um 11:00 Uhr und einmal um 12:00 Uhr statt. Von März bis Oktober findet am späten Nachmittag um 17:00 Uhr ein weiteres Glockenspiel statt. Zum Abschluss zwitschert ein goldener Vogel dreimal, um die Vorstellung zu beenden. Am Abend um 21:00 Uhr gibt es noch eine zusätzliche Vorstellung, bei der das Münchner Kindl von einem Engel und einem Nachtwächter zu Bett gebracht wird.

Marienplatz

Entdecke die vielen Kirchen in München

Als eine der ältesten Städte der Welt weist die bayerische Hauptstadt eine authentische Verschmelzung von Geschichte und architektonischer Schönheit auf. Die Münchner Kirchen gehören deshalb zu den wohl schönsten in Europa. Sie haben einen unverwechselbaren Dekorationsstil, den du in Bayern sehr häufig antreffen wirst.

Auf deinen Spaziergängen durch München wirst du mit Sicherheit einer ganzen Reihe von Kirchen begegnen, die von der Vergangenheit dieser Stadt zeugen. Allein über diese könnten wir einen eigenen Artikel schreiben, aber wir stellen mal hier die drei unserer Meinung nach interessantesten von ihnen vor.

Die wohl bekannteste Kirche und auch das Wahrzeichen der Stadt ist die Frauenkirche. Ihr Bau begann 1468 und wurde in nur 20 Jahren abgeschlossen. Wegen der Bauvorschriften, die verhindern, dass andere Bauwerke im Zentrum der Stadt höher als 99 Meter sind, sind die Türme der Kirche von der ganzen Stadt aus sichtbar.

Sowohl das Innere als auch die Außenseite des Gebäudes sind relativ schlicht. Das liegt daran, dass aufgrund von Engpässen in der Staatskasse die traditionelle Ausschmückung der gotischen Epoche fehlt. Trotzdem ist die Kirche ein beeindruckendes Bauwerk. Besonders der für den Bau verwendete rote Backstein verleiht der Frauenkirche ein imposantes Aussehen.

Im Inneren befindet sich eine ungewöhnliche Kachel mit einem schwarzen Fußabdruck, der als Teufelstritt bezeichnet wird. Dieser ist Teil einer Erzählung über die Entstehung der Frauenkirche. Laut der soll der zuständige Architekt, Jörg von Halspach, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen haben. Dieser würde die Mittel für die Kathedrale bereitstellen, solange in dem Gebäude keine Fenster zu sehen sind.

Nach Fertigstellung des Gebäudes betrat der Teufel die Kirche, um das Ergebnis zu begutachten. Von einem Aussichtspunkt in der Eingangshalle war tatsächlich kein einziges Fenster zu sehen, obwohl das Kirchenschiff lichtdurchflutet war. In diesem stehen Säulen, die die Seitenfenster verdunkeln, außerdem bedeckt ein großer Altaraufsatz die Glasmalereien am hinteren Ende der Kirche. Da der Teufel sich betrogen fühlte, hat er auf den Boden gestampft und somit diesen Fußabdruck hinterlassen.

Die älteste Kirche der Stadt, die Peterskirche, hat eine lange und turbulente Geschichte hinter sich. Das Bauwerk in der Nähe des Marienplatzes wurde im 11. Jahrhundert von den Mönchen erbaut, die auf einem nahegelegenen Hügel lebten und in den späteren Jahren zu einem prächtigen gotischen Bauwerk ausgebaut. Im Jahr 1327 wurde der Alte Peter, wie ihn die Einheimischen nennen, bei einem großen Brand zerstört.

Das Innere der Kirche wird von einem Hochaltar und Meisterwerken aus vielen Epochen beherrscht. Darunter befinden sich fünf gotische Gemälde von Jan Polack und ein Deckenfresko von Johann Baptist Zimmermann. Vom Turm der Peterskirche kannst du eine der besten Aussichten über München genießen. Allerdings musst du dafür zuerst die 306 Stufen erklimmen.

Eine der bemerkenswertesten Kirchen der Stadt findest du in der Sendlinger Straße, die den Marienplatz mit dem Sendlinger Tor verbindet. Die Asamkirche ist eine reich verzierte Barockkirche, die zwischen 1733 und 1746 von den beiden Asam-Brüdern Egid und Cosmas als Privatkirche erbaut wurde.

Von außen wirkt sie ziemlich unscheinbar, was über das prachtvolle Innere hinwegtäuscht. Wenn du also nicht aufmerksam durch die Straße läufst, geht du vielleicht sogar an dem Haus vorbei, ohne zu merken, dass es sich überhaupt um eine Kirche handelt.

Jeder Zentimeter des opulenten Innenraums der Asamkirche ist mit Blattgold, Glasmalerei und geschnitzten Putten bedeckt. Die Decke der Kirche ist mit einer Kombination aus dunkler und goldener Farbe bemalt und erzählt die Lebensgeschichte des heiligen Nepomuk.

Das Grundstück der Kirche misst gerade mal 22 x 8 Meter. Es ist wirklich erstaunlich, dass es den beiden Brüdern gelungen ist, eine ganze Kirche in diesen engen Raum zu zwängen, in dem Gemälde, Skulpturen und Architektur perfekt harmonieren.

Alter Peter

Trinke ein kühles Münchner Bier

München ist die Heimat von einigen der besten Biere und Brauereien des Landes. Das bedeutet natürlich, dass du in der Stadt dementsprechend zahlreiche Bierhallen und -gärten besuchen kannst.

Bier ist in München ein großer Gleichmacher: Wenn du in einen traditionellen Biergarten gehst, kann es auch mal passieren, dass du mit den verschiedensten Menschen an einem Tisch sitzt, vom jungen Studenten mit wenig Geld bis hin zum erfolgreichen Manager. Das Getränk verbindet also Menschen aus allen Gesellschaftsschichten.

Das Hofbräuhaus, das auf eine rund fünfhundertjährige Geschichte zurückblicken kann, ist zweifellos eine der bekanntesten Bierstuben Münchens. Heute ist der Ort eine beeindruckende Kombination aus atemberaubenden Innenräumen, Gewölbedecken und einem rustikalen, holzigen Charme. Wegen der bayerischen Küche, dem guten Bier und der ruppigen, authentischen Atmosphäre ist ein Besuch im Hofbräuhaus ein Muss, wenn du in München bist.

Einer der meistbesuchten Biergärten ist der im Englischen Garten direkt am Chinesischen Turm. Dort kannst du bei Sonnenschein das eine oder andere erfrischende Bier trinken, während du die lebhafte Atmosphäre in einem der größten Stadtparks der Welt genießt.

Der Biergarten, der uns persönlich am besten gefällt, ist der am Wiener Platz. Der ist zwar wie jeder andere Biergarten in der Stadt gut besucht, aber du wirst überwiegend auf Einheimische treffen. Nach dem einen oder anderen Bier oder einer leckeren Schweinshaxe kannst du auch schnell zur nahegelegenen Isar laufen und dich am Fluss entspannen.

Fazit

München ist ein sehr schönes Reiseziel. Als teuerste Stadt Deutschlands mag sie zwar nicht gerade ein günstiges Reiseziel sein, aber dafür wirst du mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten belohnt.

Das schlagende Herz der Stadt ist der Marienplatz. Von dort aus kannst du mehrmals am Tag auch dem Glockenspiel am Neuen Rathaus zuschauen. Diesem wunderschönen Schauspiel wohnen immer hunderte, wenn nicht sogar tausende von Menschen bei.

Besonders die Kirchen in München sind durchweg alle interessant. Die Frauenkirche mit ihren beiden unverwechselbaren Zwiebeltürmen ist das Wahrzeichen der bayerischen Metropole. Du kannst sie von allen Ecken der Stadt aus sehen. Und für einen atemberaubenden Blick über die Altstadt solltest du unbedingt die Treppen des Alten Peter hinaufsteigen.

Was bei deinem Besuch in der Stadt an der Isar auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Besuch in einem Biergarten. Denn München ist weltweit bekannt für das gute Bier, das hier gebraut wird. In den Biergärten bekommst du deine Maß Bier auch zu einem deutlich günstigeren Preis als auf dem Oktoberfest.

Natürlich wirst du bei deiner Reise nach München noch viele weitere Sehenswürdigkeiten entdecken. Wir konnten tatsächlich nur einen kleinen Bruchteil der zahlreichen Möglichkeiten, wie du dir die Zeit vertreiben kannst, in diesen Artikel packen. Du solltest dir also für München lieber mindestens eine Woche einplanen.


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