Das Beste aus Südkoreas Küche

Südkorea ist das perfekte Reiseziel für dich, wenn du eine unglaubliche kulinarische Erfahrung suchst. Die meisten Speisen im Land haben zudem einen würzigen Kick, du kannst sie aber in der Regel ganz nach deinen Vorlieben anpassen. Einige der besten Gerichte sind unten aufgeführt, damit du vor Ort weißt, was sich hinter den Namen verbirgt. Außerdem verraten wir dir, wie du in Sachen Essen hier in keine Fettnäpfchen trittst.

Kimchi

Dies ist eine der ältesten und berühmtesten Arten der hiesigen Kultur, Gemüse zuzubereiten. Dabei wird es in Milchsäure eingelegt und fermentiert. Obwohl es verschiedene Varianten gibt, besteht die häufigste aus Napa Kohl, der meist in leuchtend roten Chiliflocken konserviert wird. Das fertige Gericht ist bei Reisenden wegen seines einzigartigen
würzig-säuerlichen Geschmacks begehrt und sehr nahrhaft, aber gleichzeitig kalorienarm. Auch die Einheimischen lieben ihr Kimchi, das bei keinem Abendessen fehlen darf.

Pajeon

Jeon sind Krapfen-ähnliche Bällchen, Pa heißt Frühlingszwiebeln. Du hast es hier also mit einer Art Pfannkuchen aus Weizen- und Reismehl zu tun, der mit grünen Zwiebeln und oft Meeresfrüchten garniert wird. Vor allem Unterwasserbewohner wie Garnelen, Tintenfische, Austern und Muscheln werden hier verwendet. Das Gericht ist eine beliebte Hauptspeise bei den Menschen hier, aufgrund der zähen Konsistenz und des fischigen Geschmacks aber vielleicht nicht für alle Gaumen. Probier’s am besten einfach aus!

Bulgogi

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine beliebte koreanische Spezialität aus Grillfleisch, in der Regel vom Rind. Aber du wirst auch Varianten finden, die aus dünnen Streifen Hühner- oder Schweinefleisch hergestellt werden. Das Fleisch wird dabei zunächst in süßer Sojasoße mit viel Knoblauch und Sesamöl mariniert, bevor es auf den Grill kommt. Deshalb hat das Festtagsgericht auch den Spitznamen Feuerfleisch, was aber nicht an seiner Schärfe liegt, sondern an der Zubereitung über offenem Feuer.

Tteokbokki

Gebratene Reiskuchen gehören zu den gängigsten Lebensmitteln hier und werden oft von den Straßenhändlern verkauft. Die Einheimischen essen das Gericht deshalb meist in der Mittagspause oder auf dem Heimweg. Neben Reis enthalten die zylinderförmigen Kuchen oft noch Gemüse, Frühlingszwiebeln, Eier oder auch Fisch. Gekocht in einer würzigen und leicht süßen Chilisoße, ergibt dies eine leckere und gleichzeitig erschwingliche Mahlzeit für zwischendurch.

Japchae

Hier hast du eine köstliche Nudelspeise, die meist als Beilage zum
Mittag- oder Abendessen serviert wird. Das traditionelle Gericht verwendet Süßkartoffeln für die Teigwaren, die gekocht und mit verschiedenem dünn geschnittenem Gemüse vermischt werden. Je nach Vorlieben des Küchenchefs können noch weitere Zutaten wie Rindfleisch oder Pilze hinzugefügt werden. Die Sojasoße, der Knoblauch und das Sesamöl sorgen anschließend für den süßen Geschmack und die leicht zu kauende Konsistenz. Super einfach zu kochen und gleichzeitig so lecker!

Hotteok

Hinter diesem Namen versteckt sich ein äußerst beliebtes Straßenessen in Südkorea, besonders im Winter. Es ist eine süßere Version des westlichen Pfannkuchens und der perfekte Snack für alle Naschkatzen. Die Teigbällchen werden dabei mit einer Mischung aus Honig, Erdnussstückchen, Zimt und braunem Zucker gefüllt. Anschließend werden sie platt gedrückt und in Öl angebraten. Das Beste? Du kannst vorgefertigte Fladen und Füllungen auch im Supermarkt bekommen und einfach daheim in die Pfanne schmeißen.

Haejag-guk / Hangover-Suppe

Wie der Name schon verrät, ist diese Speise ein bekanntes
Kater-Hilfsmittel. Gleichzeitig ist sie so sättigend, dass du danach bestimmt erstmal ein Verdauungsschläfchen machen willst. Die Suppe ist sehr beliebt in Südkorea und wird normalerweise in einem heißen Steinguttopf serviert.

Es gibt auch hier verschiedene Varianten, die berühmteste enthält Schweinerückenknochen. Diese schwimmen zusammen mit zarten Stückchen fetten Schweinefleischs in einer reichen Brühe. Das Ganze wird wieder mit koreanischer Chilipaste gewürzt und gerne zum Frühstück serviert.

Sundubu Jjigae

Dies ist ein weicher Tofu-Eintopf, der genau wie die Hangover-Suppe meist in einem sehr heißen Topf angerichtet ist. Er wird aus frisch geronnenem Tofu, Zwiebeln und Gemüse hergestellt. Je nach Vorliebe kommen außerdem noch Meeresfrüchte, Pilze oder Fleisch dazu. Natürlich fehlt auch hier nicht die süchtig machende Soße aus Gochujang. Noch ein Ei in den Topf und fertig ist dieser köstliche Eintopf, der in der Regel zusammen mit gedünstetem Reis und eingelegtem Gemüse gegessen wird. Perfekt für einen kalten, regnerischen Tag.

Seolleongtang

Diese traditionelle Suppe aus Ochsenknochen und ‑fleisch trifft vielleicht nicht jeden Geschmack, in Südkorea ist sie allerdings äußerst beliebt. Normalerweise werden die tierischen Bestandteile dabei mit gemahlenem schwarzem Pfeffer, Salz, gehacktem Knoblauch oder grünen Zwiebeln gewürzt. Die fertige Brühe ist in der Regel milchig weiß und wird meist mit Reis gegessen. Das Gericht ist im Volksmund für seine weiche, aber zähe Konsistenz bekannt und kann in den meisten Restaurants hier leicht gefunden werden.

Bibimbap

Die südkoreanische Küche ist gesund, bunt und macht Spaß. Genau wie dieses beliebte Resteessen aus Reis, der mit zahlreichen Gemüsesorten, manchmal Rindfleisch und einem Spiegelei versehen ist. Der Inhalt der Schale wird dann mit würzigem Gochujang vermischt, einer traditionellen Chilipaste. Das Ganze ist sehr geschmackvoll, aber auch ziemlich sättigend. Du wirst zahlreiche Restaurants im Land finden, die eine traditionelle Version anbieten, während einige andere Rindfleisch oder einen Tintenfisch als Proteinquelle hinzufügen.

Naengmyeon

Ein weiteres traditionelles Nudelgericht ist Naengmyeon, das jedoch stets kalt serviert wird. Dabei kommen neben den langen, dünnen Teigwaren aus Buchweizen und Süßkartoffeln noch Birnenscheiben, Rindfleisch, Gurken und ein hart gekochtes Ei in den Topf. Die Nudeln können auch aus Kartoffeln gemacht und mit Kudzu oder Pfeilwurz verfeinert werden. Gerade im Sommer ist die Speise sehr begehrt bei den Einheimischen, um sich bei der sengenden Hitze Südkoreas etwas abzukühlen.

Yangnyeom-Huhn

Dieses Gericht gehört zu den berühmtesten in Seoul. Du wirst es darum leicht überall in der Stadt finden, bei Straßenverkäufern ebenso wie in Restaurants. Was es dabei von normalen Grillhähnchen unterscheidet ist die Tatsache, dass es die Menschen hier zweimal braten. Dadurch wird das Huhn knackiger, behält aber gleichzeitig seine Saftigkeit. Darüber wird eine süße Soße aus Gochujang, Zucker, Knoblauch und weiteren Gewürzen gegossen. In der Hauptstadt ist dies ein äußerst geselliges Essen, zu dem meist kaltes Bier gereicht wird.

Gimbap

Gimbap wird auch als koreanisches Sushi bezeichnet, da die Gerichte sich sehr ähnlich sehen. Die Scheibchen aus Reis ummantelt von Algen sind bei Einheimischen ein sehr beliebter Snack oder auch ein leichtes Mittagessen. Statt Fisch und Meeresfrüchten bestehen die Füllungen aber in der Regel aus Karotten, Rindfleisch, Gurken oder Omelette-Streifen. Bim bedeutet dabei Seetang und Bap Reis. Anders als in Japan ist diese Speise hier eher im Freizeitbereich zu finden, wie eine Art Sandwich.

Die koreanische Esskultur

Höflichkeit

Dies ist ein elementarer Bestandteil der koreanischen Kultur im Allgemeinen. So gehört es sich, dass Besucher in einem fremden Haus immer ihre Schuhe auszuziehen.

Wenn du in einer Gruppe speist, musst du außerdem warten, bis der älteste Gast mit dem Essen anfängt. Lass dir auf jeden Fall Zeit, während du isst, denn hier steht die Geselligkeit im Vordergrund. Du solltest es zudem vermeiden, am Ende noch Essen auf dem Teller zu lassen. Die Ausnahme dabei ist Reis, da dieser in Südkorea als Grundnahrungsmittel gilt und daher nicht erwartet wird, dass du jedes Körnchen aufisst.

Ein weiterer Teil der Höflichkeit besteht darin, deinen Gastgebern Respekt und Ehre zu erweisen. Wenn du bei Einheimischen eingeladen bist, lässt du sie deshalb schon vor dem Beginn der Mahlzeit wissen, wie begeistert du davon bist. Auch danach gehört es zum guten Ton, sich für das Essen zu bedanken.

Tischmanieren

Deine Utensilien sind hier in der Regel Essstäbchen und ein Löffel. Dabei solltest du es allerdings vermeiden, die Stäbchen einfach auf den Tisch zu legen. Platziere sie lieber quer über die Schüssel. Bei Suppen gehört es sich außerdem nicht, die Schüssel an den Mund zu führen.

Beim Trinken herrschen ebenfalls andere Sitten und die Höflichkeit ist auch hier entscheidend. Wenn dein Glas leer ist, musst du darum zuerst den anderen Gästen nachfüllen. Besonders, wenn die Anwesenden älter sind als du! Es wird auch als unhöflich angesehen, Alkohol abzulehnen. Will dir jemand einen Drink ausgeben, hältst du deshalb den Becher einfach mit beiden Händen hoch und nimmst ihn dankend an.

Essen im Restaurant

Hier findest du statt einzelnen kleineren sehr häufig große Gruppentische. Aber nur, weil du mit anderen an einem Tisch sitzt, musst du nicht zwangsläufig auch mit ihnen zusammen essen. Verhalte dich einfach, als würdest du an einem separaten Tisch sitzen, wenn dir gerade nicht nach Gesellschaft zumute ist. Oft tauschen sich verschiedene Gruppen während des Essens jedoch gerne untereinander aus.

Danach wird übrigens nicht erwartet, dass du Trinkgeld gibst. Wenn du dennoch etwas dalassen möchtest, sind 5 % in Ordnung.

Fazit

Südkorea hat neben seinen Sehenswürdigkeiten auch für Feinschmecker eine Menge zu bieten. Denn hier kannst du dich dem lokalen Straßenessen hingeben, wo du köstliche Gerichte schon zu einem günstigen Preis bekommst. Die meisten Lebensmittel sind zudem schnell und einfach zu essen. Also, nichts wie los auf deine kulinarische Reise!

Südkorea

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