Bulgarien ist ein wirklich wundervolles Land, das du auch mit einem eher begrenzten Budget ohne Probleme bereisen kannst. In dem osteuropäischen Land am Schwarzen Meer kannst du zudem viele coole Städte bereisen oder die beeindruckenden Landschaften in der bulgarischen Natur bewundern.

Besonders die Städte sind vollgepackt mit fantastischen Sehenswürdigkeiten. Für dein persönliches Fotoalbum ist also ohne Zweifel eine umfangreiche Quelle an Fotomotiven vorhanden.

Wir haben selbstverständlich auch schon das eine oder andere Städtchen in diesem wundervollen Land besucht. Und natürlich haben wir uns nun gedacht, dass wir doch mal die schönsten Sehenswürdigkeiten der wichtigsten Städte Bulgariens zusammenfassen sollten, damit auch du sie kennenlernst.


Sofia

Bulgariens faszinierende Hauptstadt bietet dir für eine unvergessliche Städtereise eine riesige Menge an atemberaubenden Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist besonders durch die sowjetische Architektur und die Geschichte als Teil des Römischen und des Osmanischen Reichs geprägt.

Die Stadt ist eine der ältesten Siedlungen in Europa. Das Erbe des Osmanischen Reichs als auch die Überreste und Ruinen der antiken Römer und Thraken ergeben zusammen mit den zahlreichen modernen Elementen der Stadt eine einzigartige multikulturelle Mischung.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die riesige Alexander-Newski-Kathedrale, deren überragende Größe dich regelrecht sprachlos machen wird. Sie ist nach dem Dom des Heiligen Sava in Belgrad die zweitgrößte Kathedrale auf dem Balkan.

Wie der größte Teil der heute in Sofia vorzufindenden Architektur stammt auch die wichtigste der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt aus dem späten 19. Jahrhundert. Genau genommen aus der Zeit, nachdem sich Bulgarien erfolgreich vom Osmanischen Reich losgelöst hat.

Die wohl schönste Straße Sofias ist unserer Meinung nach der Vitosha-Boulevard. Dieser ist zwar erst einmal nur eine ganz normale Einkaufsstraße, aber du kannst von dort aus auch einen atemberaubenden Blick auf das wunderschöne Vitosha-Gebirge genießen.

In Sofia kannst du viele Überreste aus uralten Zeiten entdecken. Wir würden uns nicht wundern, wenn manche von ihnen bis heute noch nicht an die Oberfläche getreten sind. Das römische Amphitheater der Stadt wurde zum Beispiel erst im Jahr 2004 entdeckt, als man die Metro Sofias ausbauen wollte.

Einer der ältesten Sehenswürdigkeiten ist die Rotunde des Heiligen Georg. Diese uralte Kirche besteht hauptsächlich aus rotem Backstein und wurde bereits in den 300er Jahren erbaut. Es ist schon ein wahres Wunder, dass dieses Bauwerk über diese lange Zeit hinweg weitgehend unbeschädigt geblieben ist.

Im Inneren der Rotunde findest du detaillierte Fresken aus dem Mittelalter. Diese wurden, nachdem die Kirche im frühen 17. Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt wurde, von den Osmanen übermalt.

Plovdiv

Nicht nur die Hauptstadt Sofia, sondern auch Plovdiv, die zweitgrößte Stadt Bulgariens, ist eine der ältesten besiedelten Städte der Welt. Schon die antiken Thraker, ein uraltes indoeuropäisches Volk, haben sich hier niedergelassen. Aus diesem Grund kannst du in Plovdiv auch Unmengen von uralten Sehenswürdigkeiten finden.

Das Theater von Philippopolis ist eines der am besten erhaltenen antiken Theater der Welt und wird selbst heute, fast 2000 Jahre nach seiner Errichtung, immer noch regelmäßig genutzt. Es bietet Platz für bis zu 7.000 Zuschauer, und seine Struktur schneidet in die Seite des Taksim-Hügels, einem der sechs Hügeln von Plovdiv, ein. Der Blick auf die Stadt von dort oben aus ist schlicht und einfach kaum mit Worten zu beschreiben. Heute kannst du in diesem Theater Live-Konzerte und Opernaufführung besuchen, die besonders oft im Sommer stattfinden.

Neben dem antiken Theater ist aber auch das Römische Stadion sehr interessant. Dieses stammt aus dem 2. Jahrhundert und bot einst etwa 30.000 Zuschauern Platz. Heute kannst du leider nur noch einige Fragmente der Überreste des Stadions sehen. Es befindet sich unter Teilen der Altstadt von Plovdiv und wurde, wie auch das römische Theater der Stadt, erst im 20. Jahrhundert entdeckt.

Das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt, der Glockenturm, steht auf dem Tepe-Hügel. Vom Römischen Stadion aus kannst du innerhalb von nur wenigen Minuten zu diesem über 300 Jahre alten Gebäude gelangen. Die riesige Uhr wurde in Wien hergestellt und im Jahre 1883 hier in Plovdiv eingebaut.

Das historische Zentrum erstreckt sich über drei der sechs Hügel von Plovdiv. Die mit Kopfstein gepflasterten Straßen in der Fußgängerzone der Altstadt sind perfekt für einen gemütlichen Spaziergang geeignet. Hier vermischen sich traditionelle Häuser mit den römischen Ruinen der Stadt. Die meisten der Häuser in diesem Teil der Stadt, besonders die an der Ulica Saborna, sind aus Fachwerk. Einige von ihnen sind sogar mit lebhaften Farben bemalt.

Einer der schönsten Sehenswürdigkeiten in der Plovdiver Altstadt ist das Haus von Stepan Hindliyan, das aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt. Es zeichnet sich durch seine blaue Farbe und die charakteristischen zarten Sgraffito-Muster rund um seine Fensterrahmen herum aus.

Du kannst dieses schöne alte Haus natürlich auch betreten, wenn du dir die extravagante Dekoration im Inneren ansehen möchtest. Es hat ganze sechs Monate gedauert, die Malereien an den Wänden von gerade mal einem einzigen Raum des Stepan‑Hindliyans‑Hauses fertigzustellen.

Im Südosten von Plovdiv kannst du die mittelalterliche Burg von Asenovgrad besuchen. Die Mauern der Festung ziehen sich im Zickzack die steilen Berghänge hinunter. Der beste erhaltene Abschnitt des Komplexes stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Plovdiv Römische Ruinen

Burgas

Burgas ist eine Küstenstadt im Südosten Bulgariens. Im Gegensatz zu Sofia und Plovdiv ist sie eine noch recht neue Siedlung, die erst im 19. Jahrhundert entstanden ist. Durch den Zugang zum Schwarzen Meer ist die Region aber schon seit Tausenden von Jahren ein sehr wichtiger Handelsplatz.

Zu den wohl schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Schwarzmeerküste gehören die riesigen Parks am Meer. Einer unserer liebsten ist der Meeresgarten. Hier kannst du viele der schönsten Sehenswürdigkeiten von Burgas ausfindig machen.

Auf etwa 72.000 Quadratmetern findest du in der bewaldeten Parklandschaft unter anderem elegante Promenaden mit beeindruckenden Springbrunnen sowie gemütliche Cafés und Eisdielen. Der Pier von Burgas, der sich vom Rand des Parks fast 300 Meter weit ins Schwarze Meer hinaus erstreckt, dürfte wegen der T-Form das wahrscheinlich markanteste Bauwerk in Burgas sein.

Vom Pier aus kannst du auch das unverkennbare Wahrzeichen von Burgas sehen, den Leuchtturm. Er ist mehr als 100 Jahre alt und weist den Schiffen, die in den größten Hafen Bulgariens einlaufen, den Weg.

Die Kyrill-und-Method-Kirche ist die imposante Hauptkathedrale von Burgas. Sie ist den beiden Brüdern Kyrill und Methodius, den Erfindern der kyrillischen Schrift, gewidmet. Die Kirche wurde von dem italienischen Architekten Ricardo Toscani entworfen, die Glasmalerei ist hingegen das Werk desselben Künstlers, der auch jene in der Sofioter Alexander‑Newski‑Kathedrale geschaffen hat.

Im Zentrum der Stadt findest du das Grammophon, eine 2 m große Skulptur. Es ist unter den Einheimischen und Besuchern der Stadt ein sehr beliebter Treffpunkt. Laut einer Erzählung unter den Bewohnern der Stadt sollst du, wenn du am Griff drehst und ganz genau hinhörst, den Namen einer Person erfahren, die dich liebt.

Burgas Sarafovo Strand

Varna

Diese Stadt am Schwarzen Meer ist die drittgrößte Stadt Bulgariens. Wegen der vielen Bars und Nachtclubs ist sie vor allem bei jungen Leuten ein sehr beliebtes Reiseziel. Aber auch ältere Generationen lieben es, sich am Strand der Stadt zu entspannen.

Der Meeresgarten, ein riesiger Park, erstreckt sich entlang der Promenade am Strand. Hier kommen sowohl die Einwohner als auch die Besucher von Varna gerne her, um sich zu entspannen. Bei einem gemütlichen Spaziergang auf der breiten Promenade kommst du auch an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei. In der Allee der Kosmonauten kannst du zum Beispiel eine Statue von Juri Gagarin finden, dem ersten Menschen, der je in den Weltraum geflogen ist.

Die glänzenden Kuppeln der majestätischen Muttergottes-Kathedrale sind ein beliebtes Motiv auf Bildern der Stadt. Sie wurde nicht lange nach der Befreiung Bulgariens von den Osmanen durch die Russen im späten 19. Jahrhundert gebaut. Das Vorbild für den Bau der Kirche ist das Schloss Peterhof, das du in St. Petersburg besichtigen kannst.

Mehr als 50 der Ikonen im Inneren der Kirche wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem russischen Zar Nikolaus II gestiftet. Die vielen anderen Dekorationen wurden, bedingt durch den Ersten und den Zweiten Weltkrieg, nur nach und nach hinzugefügt. Die riesigen Glasfenster wurden zum Beispiel erst gegen Ende der 1960er Jahre eingebaut.

Südöstlich von Varna kannst du ein altes römisches Badekomplex entdecken. Dieser hat in uralten Zeiten zur antiken Stadt Odessus gehört. Das Alter der Bäder reicht bis in das Jahr 100 zurück. Außerhalb Roms waren sie die größten Badehäuser im Römischen Reich.

Fazit

Bulgarien ist voller wunderschöner Sehenswürdigkeiten. Besonders die vier größten Städte des Landes bieten dir viele tolle Möglichkeiten, etwas Zeit mit Sightseeing zu verbringen.

Sofia und Plovdiv sind die beiden ältesten Städte Bulgariens. In diesen Metropolen hat man vor gar nicht allzu langer Zeit Überreste von alten römischen und thrakischen Ruinen entdeckt. Damit sind die beiden größten Städte Bulgariens auch gleichzeitig einige der ältesten Siedlungen auf dem europäischen Kontinent.

Die beiden Städte Burgas und Varna liegen an der Küste des Landes, direkt am Schwarzen Meer. Besonders im Sommer reisen viele Leute in diese beiden Städte, was sie leider auch zu typischen Hochburgen des Tourismus machen. Wir würden dir daher empfehlen, lieber außerhalb der Hauptreisezeit dorthin zu fliegen.

Dass Bulgarien ein tolles Reiseziel ist, müssen wir bestimmt nicht noch extra erwähnen. Und dank der kulturellen Vielfalt und dem historischen Erbe wird deine Reise durch Bulgarien auch garantiert nie langweilig.


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