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Alles, was du über den Nicaraguasee wissen musst

Der Nicaraguasee ist der größte des Landes und hat neben seinem offiziellen Namen noch zahlreiche weitere. Darunter beispielsweise der Begriff Granadasee, da er sich in der Nähe der gleichnamigen Stadt befindet. Der See ist auch als eine wichtige Quelle für viele Aktivitäten bekannt, die sowohl Reisende als auch Einheimische ausprobieren können. Dabei bietet der Nicaraguasee vor allem genug Platz für alle möglichen Arten von Wassersport.

Boots- oder Kajaktouren eignen sich besonders gut, um den See zu erkunden, wobei du auch den Archipel aus kleinen Inseln besuchen kannst. Alternativ unternimmst du einen Tagesausflug zur Isla Zapatera oder verbringst einfach nur die Nacht auf Ometepe, der größten Insel hier.

Dieser See ist riesig und beherbergt sogar einige der größeren Meerestiere wie Bullenhaie. Die Wetterbedingungen um den Nicaraguasee herum machen seine Oberfläche jedoch sehr unruhig, was Bootsfahrten für zu Seekrankheit neigende Besucher sehr unangenehm machen kann.

Gründe für einen Besuch

Es gibt viele Inseln zu erkunden

Der Nicaraguasee beherbergt über 400 Inseln! Bei Reisenden sind vor allem die Isla Ometepe und das Archipiélago de Solentiname beliebt, die im Deutschen auch als Solentiname-Inseln bekannt sind. Aber die meisten der zahlreichen und unterschiedlich großen Eilande gehören zu einer Insel-Kette. Einige davon haben Fischergemeinden, während andere außer Palmen keine Bewohner vorweisen. Du kannst die Inseln leicht erkunden, indem du eine Bootsfahrt von Granada aus unternimmst oder ein Kajak mietest.

Hier liegt die größte Süßwasserinsel der Welt

Die Isla Ometepe beherbergt zwei Vulkane, denen sie ihren Namen (zu Deutsch etwa zwei Hügel) und ihre charakteristische Form einer Sanduhr verdankt. Sie ist vom Rest des Landes abgeschnitten und bietet eine reiche und gut erhaltene Geschichte der alten Siedlungen wie Moyogalpa und Altagracia.

Von überall auf der Insel wirst du die beiden Vulkane mit ihren fruchtbaren Hängen sehen können, die die Bewohner für den Anbau von Reis, Kochbananen, Kaffee und Mais nutzen. Besonders für aktive Reisende ist Ometepe ein perfektes Ziel, da sie zahlreiche Radsport- und Wandermöglichkeiten bietet. Gleichzeitig können Besucher hier die entspannte Inselatmosphäre genießen.

Karibische Piraten kontrollierten einst den See

Die Menschen verbinden Piraten normalerweise nicht mit der Süßwasserwelt. Deshalb wirst du überrascht sein, dass diese dennoch auf dem Gewässer zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert patrouillierten. Da die Stadt Granada einst ein geschäftiges Handelszentrum war, stellte der Nicaraguasee ein bevorzugtes Ziel für Freibeuter, Piraten und andere Opportunisten dar. Möglich wurde dies, weil der See durch den
San Juan-Fluss mit dem Karibischen Meer verbunden ist.

Du kannst hier einige ikonische Wahrzeichen erkunden, die im Zusammenhang mit den Piraten errichtet wurden. Darunter die
Festung der Unbefleckten Empfängnis, die 1673 von den Spaniern dazu erbaut wurde, Piraten am Eindringen in den See zu hindern.

Der See beherbergt drei Vulkane

Du wirst gleich mehrere Vulkane auf dem See finden: Concepción und Maderas auf der Insel Ometepe sowie den Mombacho, der sich im nördlichen Teil des Gewässers befindet. Diese Vulkane werden als Strato- oder Schichtvulkane bezeichnet, deren dramatische Steilhänge den Hintergrund des Nicaraguasees bilden.

Hier leben die einzigen Süßwasserhaie der Welt

Die Anwesenheit dieser riesigen Kreaturen verleiht dem Nicaraguasee etwas Mysteriöses. Die Haie werden gemeinhin als eine große Anomalie der Natur angesehen, da sie sowohl in Süß- als auch Salzwasser überleben können. Süßwasserhaie wurden deshalb schon unter anderem mit Menschen verglichen, die ohne Raumanzug zum Mond fahren.

Die Naturkulisse auf und um den See

Der See ist bekanntlich ein wichtiges Element in der Landschaft Nicaraguas und dient nicht nur als Lebensraum für die vielfältige Wasserfauna. Er ist auch eine wichtige Wasserquelle für die Vegetation, die am Ufer des Sees wächst. Dort wirst du zahlreiche Ökosysteme finden: feuchte tropische Wälder in der Süd- und Südwestregion des Sees neben der Trockenwaldvegetation im Osten, Westen und Norden.

Die meisten Inseln haben eine dichte Vegetation

Du wirst auf dem größten Teil der Inseln tropische Wälder finden, aber die Spitzen der zwei Vulkane auf Ometepe haben ein einzigartiges Ökosystem. Nur an zwei Stellen auf der pazifischen Seite des Landes kommen dagegen Nebelwälder an den Berghängen vor. Du wirst begeistert sein von der facettenreichen Flora und Fauna, die du besonders auf den Vulkangipfeln findest.

Tiere im Nicaraguasee

Du findest Tausende von verschiedenen Tierarten, die im Nicaraguasee leben. Du wirst leicht Vögel um den See herum sehen, die sich von den Fischen, Wassertieren und Pflanzen darin ernähren. Sie sind in Hülle und Fülle um die vielen Inseln herum vorhanden. Am Ufer stehen oft Watvögel wie Reiher und große Gruppen von Kormoranen, die nach Fischen suchen.

Du wirst auch beeindruckende Greifvögel wie Falken sehen, die um den See herum jagen und dabei ein großartiges Schauspiel bieten. Aber auch viele andere Arten von Vögeln leben in der Gegend, was den Nicaraguasee zu einem großartigen Ort für Vogelbeobachter macht. Die besten Orte dafür sind der Rio Istian auf der Insel Ometepe, die Granada-Inseln und der Solentiname-Archipel.

Die Fischfauna in den Seen ist eine wichtige Nahrungsquelle für die in der Gegend lebenden Menschen. Der Nicaraguasee beherbergt dabei über
40 verschiedene Fische, darunter allein 16 Arten von Buntbarschen.
Neben Süßwasserhaien gibt es hier auch weitere gefährdete Fischarten wie große Sägefische.

Wissenswertes vor dem Besuch

Hier kannst du großartig Vögel beobachten

Du wirst zahlreiche Naturschutzgebiete rund um den Nicaraguasee finden, die perfekt für die Vogelbeobachtung geeignet sind. Du kannst beispielsweise die Isla El Zapote oder den Los Guatuzos-Nationalpark besuchen, wenn du ein Liebhaber dieser Tiere bist.

Der See hat verschiedene Namen

Du wirst den Nicaraguasee auf zahlreichen Karten sehen, sein lokaler Name ist jedoch Cocibolca oder Mar Dulce. Diesen Titel (zu Deutsch
Süßes Meer) erhielt er von den Spaniern während der Kolonialzeit. Der See wird aber allein auf Spanisch auch noch als Gran Lago, Gran Lago Dulce oder Lago de Granada bezeichnet.

Es gab Pläne für einen Kanal

Seit dem Ende der spanischen Herrschaft im Jahr 1820 gab es viele Pläne für den Bau eines Kanals, durch den See führen sollte. Dieses Interesse ging dann aber zurück, nachdem der weiter südlich gelegene Panamakanal 1914 fertiggestellt wurde. Die Idee einer Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik durch den Nicaraguasee wurde kürzlich von einer chinesischen Gruppe wiederbelebt, was Ökologen jedoch sehr kritisch betrachten.

Im See befindet sich eine vulkanische Insel

Auf der Insel Ometepe gibt es zwei Vulkane, die als Concepción und Maderas bekannt sind. Der Mythologie nach sollen sie die Überreste eines tragischen Liebespaares sein, aus deren Blut der Nicaraguasee entstand. Diese beeindruckenden Riesen kannst du besuchen und sogar erklimmen. Von den Spitzen der Vulkane wirst du dann bestimmt den herrlichen Blick auf den See genießen.

Er ist der größte See in Mittelamerika...

Der See ist mit 177 km Länge und einer durchschnittlichen Breite von 58 km drittgrößte seiner Art in Latein- und sogar der größte Mittelamerikas. Er ist außerdem eine wichtige Verkehrsader der Gegend, da die zahlreichen Fähren die Uferstädte mit den bewohnten Inseln verbinden und daher essentiell für deren Bewohner sind.

...und der einzige Süßwassersee mit ozeanischen Tieren

Der See galt als Meeresbucht, bevor ihn ein Vulkanausbruch in ein Binnenbecken verwandelte. Dies führte dazu, dass sich die darin gefangenen Salzwassertiere wie Tarpune, Haie und Schwertfische an ihr neues Heim anpassen mussten und nun auch im süßen Wasser überleben können. Dies ist ein weltweit einzigartiges Phänomen!

Hier findest du Bullenhaie

Der bis zu 2,4 m lange Bullenhai gilt für den Menschen als eine der gefährlichsten Arten der Weltmeere. Er kann in diesem See auch im flachen Wasser gefunden werden, ist oft jedoch dank seiner grau-grünlichen Farbe gut getarnt. Bullenhaie halten sich jedoch meist nicht in Gebieten auf, die häufig von Menschen besucht werden.

Piraten überfielen oft die Städte

Aufgrund ihrer enormen Größe und Nähe zum Meer wurden die reichen Städte am See häufig von Piraten überfallen. Dem wurde jedoch im
17. Jahrhundert ein Ende bereitet, als die Spanier am nahegelegenen
San Juan-Fluss bei El Castillo Befestigungsanlagen errichteten.

Der See ist leicht zugänglich

Der Nicaraguasee lässt sich mühelos in deine Reise einbeziehen, da er nicht weit von anderen Top-Attraktionen des Landes entfernt ist. Nahe dem Hafen von Riva liegt die Surfstadt San Juan del Sur, von wo du eine Fähre zur Isla Ometepe nehmen kannst. Der See ist auch nicht weit von der Kolonialstadt Granada entfernt, die sich in kurzer Entfernung zu Masaya und dem internationalen Flughafen befindet.

Nicaragua

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