Havanna – die Top 10 Sehenswürdigkeiten

Havanna – die Top 10 Sehenswürdigkeiten 

Gibt es eigentlich einen passenderen Ort für einen Cocktailabend als eine Bar auf Kuba? Wir bezweifeln das auf jeden Fall. Denn die Insel ist nicht umsonst bekannt für ihren traditionellen kubanischen Rum, der einfach herrlich zu einem Drink gemixt werden kann. Abgesehen davon kannst du auf der Insel noch einiges erleben, überhaupt in der Hauptstadt Havanna. Denn sie zeichnet sich durch sehr viele historische Gebäude und Denkmäler aus. Diese erinnern an die Geschichte der Insel – geprägt von der kubanischen Revolution.

Du bist jetzt neugierig, was dich in Havanna alles erwartet? Perfekt, denn wir stellen dir nun die karibische Insel und seine Hauptstadt vor. Außerdem haben wir für dich unsere Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Havanna aufgelistet und näher beschrieben. Dann weißt du bereits im Vorhinein, was du dort alles erkunden kannst. Los geht’s!

Das Wichtigste auf einem Blick

Umgeben vom Golf von Mexiko sowie dem Atlantischen und Karibischen Meer liegt der Inselstaat Kuba. Eigentlich hat Kolumbus der Insel den Namen Juana gegeben. Der jetzige und auch ursprüngliche Name soll von der indigenen Bevölkerung stammen. Witzig ist, dass Kuba gerne mit einem grünen Kaiman verglichen wird. Der Umriss der größten Insel der Karibik ähnelt nämlich mit viel Fantasie einem Krokodil. Neben der Hauptinsel Kuba befindet sich auch noch eine kleinere Insel namens Isla de la Juventud. Das ist spanisch und bedeutet so viel wie „die Insel der Jugend“. 

Kubas Hauptstadt heißt Havanna und hat über 2 Millionen Einwohnende. Vielleicht kommt sie dir bekannt vor: Zum einen hat die Sängerin Camila Cabello über die zweitgrößte Stadt der Karibik gesungen. Zum anderen könnte sie dich auch an den Havana Club Rum erinnern. Die Karibikinsel ist nämlich berühmt für ihre alkoholischen Spezialitäten sowie die leckeren karibischen Cocktails. Neben dem kubanischen Rum solltest du ebenfalls das Nationalgericht Congris verkosten. Es besteht aus Reis und roten Bohnen und kann entweder als köstliche Beilage zu Schweinefleisch oder aber einzeln verspeist werden. Ein Genuss für den Gaumen!

Klima und Veranstaltungen

Um in der Hauptstadt einen leckeren Drink zu bestellen, musst du in den Nordwesten der Insel reisen. Lass dabei aber deine Winterjacke daheim, denn in Kuba herrscht ein tropisches Klima. Das heißt, dass die Temperaturen nicht allzu oft unter 10 Grad Celsius fallen. Trotz dessen solltest du deine Reise nicht zwischen Mai und Oktober auf der karibischen Insel verbringen – denn dann ist die Hurrikan-Saison. Für eine Reise empfehlen wir deshalb die Monate November bis April.

In dieser Zeit finden auch interessante und vor allem internationale Events statt. Zum Beispiel das Jazz Festival, das Film Festival und das Zigarren Festival. Da ist also für jeden Geschmack etwas Passendes dabei! Und wenn du schon dort bist, musst du unbedingt Havanna erkunden. Am besten eignet sich dafür der Bus. Denn das öffentliche Verkehrsnetz der Hauptstadt ist super ausgebaut. Oder du nutzt eines der lustigen knallgelben Dreirad-Taxis, um zu den besten Attraktionen der Stadt zu kommen.

Top 10 der Sehenswürdigkeiten in Havanna

Das hört sich doch alles schon sehr vielversprechend an. Wenn du noch mehr über die Inselhauptstadt erfahren möchtest, dann bleib dran. Denn wir stellen dir nun unsere Top 10 der besten Sehenswürdigkeiten in Havanna vor – viel Spaß!

Plaza de la Catedral

In der Vergangenheit war der Platz vor allem wegen der vielen Überschwemmungen bekannt. Von den Einheimischen wurde er deshalb auch als sumpfige Gegend beschrieben. Aber das Problem wurde gelöst und daher entstand 1727 die wunderschöne Kathedrale von Havanna – dadurch gehört er nun zu einem der fünf Hauptplätze der Stadt. Außerdem findest du hier einige Einkehrmöglichkeiten, wo du leckere kubanische Spezialitäten essen kannst. Auch ein Kunstmuseum hat hier seinen Platz.

Besonders empfehlenswert ist der Besuch der Kathedrale. Vielleicht kommt sie dir auch unter dem Namen Catedral San Cristóbal unter. Denn es wird vermutet, dass sie als Andenken an Kolumbus erbaut worden ist. Falls du vor ihr stehst, könnte dein innerer Monk zum Vorschein kommen – denn die Kirchentürme sind nicht gleich groß. Im Inneren der barocken Basilika wirst du das aber schleunigst vergessen. Denn dort befinden sich Kapellen, italienische Figuren und Fresken, welche von Giuseppe Perovani bemalt worden sind. Auf ihnen kannst du zum Beispiel das letzte Abendmahl bewundern.

Plaza de la Revolución

Wenn es Veranstaltungen in Havanna gibt, dann findest du sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit hier. Außerdem solltest du dir die vielen Denkmäler am Plaza de la Revolución genauer ansehen. Eins davon ist das José-Martí-Denkmal. Dieses besteht aus einem fast 110 Meter hohen Turm und einer 18 Meter hohen Statue. Der Autor José-Martí erhielt diese Ehre als ein kubanischer Nationalheld, da er sich für die Unabhängigkeit des Landes eingesetzt hat.

Darüber hinaus sind die Ministerien am Plaza de la Revolución sehr interessant. Aber nicht unbedingt wegen ihrer Funktion oder Architektur, sondern weil auf ihnen zwei riesige Porträts zu finden sind. Genauer gesagt die von Che Guevara und Camilo Cienfuegos – beide waren kubanische Revolutionäre. Wir finden, dass die minimalistischen Bilder einfach wunderbar zur Geltung kommen und dem Platz einen gewissen Charme verleihen.

Gebäude mit Che Guevaras Antlitz

Kapitol

Das Kapitol sowie viele weitere Highlights der Stadt befinden sich in der Altstadt von Havanna. Sie wird auch La Habana Vieja genannt und lädt zu einer Erkundungstour ein. Zudem zählt sie seit fast dreißig Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das hier vorzufindende Kapitol wurde 1929 errichtet und drei Jahrzehnte von der kubanischen Legislative genutzt. Mittlerweile wurde das Gebäude – das dem Kapitol von Washington ähnelt – renoviert und sogar für Besucher zugänglich gemacht. Es zeichnet sich optisch vor allem durch seine Kuppel aus: Mit ihren über 91 Metern ist sie einmal die drittgrößte der Welt gewesen.

Stehst du im Gebäude genau unter dieser Kuppel, so wirst du eine kleine abgesperrte Fläche entdecken – den sogenannten Stern von Kuba. Hier siehst du eine Attrappe eines Diamanten, welcher den Null‑Punkt der Insel markiert. Außerdem überzeugt das Kapitol mit einigen interessanten Skulpturen, einem schönen Garten sowie einer detailreichen Wandelhalle. Diese ist im Renaissancestil gehalten und wird dich zum Staunen bringen!

Malecón

Hast du Lust, mit den Einheimischen deinen Abend ausklingen zu lassen? Dann ab zum Malecón! Zugegeben: Die 5 Kilometer lange Uferpromenade ist nicht so perfekt, wie sie auf den Fotos scheint. Trotzdem ist sie ein Ort der Begegnung. Gib ihr also eine Chance und lerne hier neue Leute kennen. Es ist aber auch ein guter Platz, um sich die Beine zu vertreten oder einfach den Ausblick zum Castillo de los Tres Reyes del Morro zu genießen.

Revolutionsmuseum

Um noch näher in die Geschichte Kubas einzutauchen, kannst du das Revolutionsmuseum am Plaza de la Revolución erkunden. Das Museum befindet sich im früheren Präsidentenpalast – daher das pompöse Erscheinungsbild. Allein das Gebäude ist deshalb schon ein Highlight.

Besonders gut gelungen ist die Aufarbeitung der geschichtlichen Ereignisse, da diese zeitlich geordnet sind. Somit kannst du ihnen leicht folgen. Neben den interessanten Dauerausstellungen gibt es im Gebäude einen glanzvollen Goldenen Saal und ein wunderbares Spiegelkabinett. Letzteres soll eine Nachbildung des weltberühmten Schlosses Versailles in Paris sein. 

Castillo de los Tres Reyes del Morro

Wenn du einen großartigen Ausblick über Havanna erhaschen möchtest, dann solltest du die Festung Castillo de los Tres Reyes del Morro besuchen. Aber keine Sorge, sie hat noch viel mehr zu bieten. Spannend ist, dass sie im 16. Jahrhundert aus Schutzgründen erbaut worden ist. Sie sollte nämlich die Angriffe von Piraten abwehren. Diese und viele weitere Informationen erhältst du auch im Museum der Festung – für Geschichtsfans ist das ein absolutes Muss!

Außerdem findest du im Castillo de los Tres Reyes del Morro die zwölf Apostel – oder besser gesagt zwölf Kanonen, welche nach den Aposteln benannt worden sind. Vor vielen Jahren sind diese dafür genutzt worden, um die Schließung der Stadttore anzukündigen. Diese Tradition ist beibehalten worden: Daher wird täglich um neun Uhr abends ein Schuss abgefeuert.

Castillo de los Tres Reyes del Morro

La Bodeguita del Medio

Das La Bodeguita del Medio ist eine Bar. Wahrscheinlich wirst du dich nun wundern, warum es eine Bar in unser Ranking geschafft hat. Ganz einfach! Es soll der Geburtsort eines weltbekannten karibischen Cocktails sein – und zwar des Mojitos! Erzählungen zufolge soll er bereits bei der Eröffnung im Jahr 1942 hier über die Theken gegangen sein. Ob das stimmt, ist aber fraglich.

Nicht nur Reisende besuchen gerne das Lokal, sondern auch berühmte Personen aus aller Welt. Es soll beispielsweise die Lieblingsbar von Ernest Hemingway gewesen sein – ein wahrlich geschätzter Schriftsteller. Wenn du mehr über den Hemingway erfahren willst, kannst du dir in Havanna seine erste Unterkunft im Rahmen einer Führung ansehen. Dabei handelt es sich um ein Hotelzimmer im Hotel Ambos Mundos. Für mehr Einblicke in sein Leben empfehlen wir die Finca Villa Vigia. Das heutige Museum war früher ebenfalls seine Residenz.

Calle Obispo

Die Calle Obispo ist eine kleine nette Einkaufsstraße – perfekt, um Mitbringsel einzukaufen. Sie verbindet den Placa de Armas mit dem Lokal El Floridita. Der Playa de Armas ist der älteste Platz der Hauptstadt. Früher wurde er für militärische und politische Zwecke genutzt. Heute kannst du dort beispielsweise unter freien Himmel durch Bücherregale schmökern. Außerdem sind in dieser Straße zwei faszinierende Apotheken. Wenn du diese betrittst, fühlst du dich wie auf einer Zeitreise: Sie sind nämlich mit edlen Holzregalen ausgestattet, die viel Platz für Porzellan-Pöttchen bieten.

John Lennon Park

Eine Pause im Grünen darf auch nicht fehlen. Denn natürlich sind die vielen bunten Oldtimer – die unentwegt durch die Gassen Havannas ziehen – zwar schön anzusehen. Aber etwas Ruhe schadet ja nie! Also mach doch im John Lennon Park eine Rast und setz dich auf eine alte Parkbank. Vielleicht sogar auf die, wo John Lennons bronzenes Ebenbild sitzt. Er ist unter anderem für den Song „Imagine“ weltbekannt. Deshalb ist auch eine Liedzeile hier vermerkt.

Eigentlich hat Lennon eine Brille getragen – doch die wurde bedauerlicherweise gestohlen. Das heißt aber nicht, dass du einen Schnappschuss ohne der ikonischen Lesehilfe machen musst. In der Nähe ist nämlich immer ein Wachmann, der eine Brille für ihn aufbewahrt und ihm auf die Nase setzt – falls es erwünscht wird. Das ist mal ein witziger Job, oder?

Playas del Este

Wenn du nach dem Sightseeing unbedingt einen Tag Auszeit benötigst, dann lohnt sich eine Fahrt zu den Playas del Este. Diese wunderschönen ewigen kubanischen Sandstrände sind etwa 15 Kilometer weit von Havanna entfernt. Dennoch sind sie ideale Ort, um sich eine Auszeit zu genehmigen.

Die Strände sind nämlich malerisch schön, da der weiße Sand und das türkisfarbene Meer toll harmonieren. In Kombination mit den Palmen – welche sich im Wind wiegen – könnte man denken, dass man sich gerade in einem Postkartenmotiv befindet. Einfach herrlich! Vor allem, wenn man sich noch einen Mojito genehmigt.

Zubereitung von Mojitos

Fazit 

Hier nochmal eine kurze To-Do-Liste für deinen Urlaub in Havanna: Du solltest in Hemingways Lieblingsbar einen Mojito schlürfen, über den Plaza de Catedral und den Plaza de Revolución schlendern und mit den Einheimischen am Malecón quatschen. Zudem musst du unbedingt die Museen im Castillo de los Tres Reyes del Morro sowie das Revolutionsmuseum besuchen. Besonders, wenn du es liebst, in die Geschichte eines Landes einzutauchen. Um einen freien Kopf zu bekommen, kannst du dich im John Lennon Park oder an den Playas del Este entspannen.

Das hört sich doch nach einem guten Plan für eine unvergessliche Reise an, oder nicht? Wenn ja, solltest du dir bald mal Gedanken darüber machen, wann dein Abenteuer beginnen soll. Aber vergiss bitte nicht die Hurrikan-Saison! Wenn du das beachtest, steht dir eigentlich nichts mehr im Weg. Worauf wartest du also noch?

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