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Naturpark Altmühltal

Der große Naturpark Altmühltal liegt im Bundesland Bayern, in Süddeutschland. Mit einer Fläche von fast 3000 Kilometer ist er der viertgrößte Naturpark in Deutschland, nach dem Schwarzwald in Baden-Württemberg, Sauerland-Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen und dem Geopark Bergstraße Odenwald zwischen Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Er erstreckt sich um den Fluss Altmühl, den Main-Donau-Kanal und die Ausläufer des Fränkischen Juras und befindet sich etwa 100 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt München.

Eine Vielseitigkeit der Natur, wunderbare Orte und Städte sowie das historische und kulturelle Erbe machen ihn ein kleines Paradies für Personen jeden Alters. Besonders für diejenigen, die das Chaos und den Verkehr der großen Touristenstädte nicht mögen, eignet sich der Naturpark besonders gut. Und außerdem: Hier kann man sehr leckeres Essen bekommen!

In diesem Artikel zeigen wir dir, was du so alles in dieser schönen Gegend machen kannst.

Naturpark Altmühltal

Was du so alles im Naturpark machen kannst

Bayern hat ein Herz für Natur, das man bei verschiedenen Aktivitäten im Naturpark Altmühltal entdecken kann. Neben Wanderungen, Kajak-Fahrten und Ausritten, eignet sich die Gegend auch sehr gut für Fahrradtouren, zum Klettern und vielem mehr.

Wandern

Es gibt mehrere Wege, auf denen du wandern kannst. Aber da ein Artikel nicht ausreichen würde, sie alle aufzuzählen, wählen wir für jede Schwierigkeit einen aus.

Leicht: Blick auf die 12 Apostel – Aussichtsrunde von Altendorf

Geeignet für jedes Fitnesslevel, wird dich dieser kurze Spaziergang ungefähr zwei Stunden beschäftigen. Diese Runde erstreckt sich über nur 7 Kilometer und hat den Steingarten bei den Aposteln als Ziel, wo man einen schönen Blick auf die Steinfiguren und wunderschöne Aussicht auf die Natur genießen kann.

In Solnhofen startest du bei der Gaststätte 13. Apostel, läufst dann nördlich zur Teufelskanzel und gehst am Rathausdino und am Rathaus Solnhofen vorbei. Abwärts in südlicher Richtung wirst du dann den sogenannten Steingarten bei den Aposteln finden, und etwas weiter kannst du dich auf einigen Felsen und Bänken entspannen und den Blick auf das Grün genießen.

Mittelschwer: Altmühlsee – die Altmühlseerunde von Schlungenhof

Der Startpunkt dieser Tour ist leicht zu finden, denn er liegt direkt am Parkplatz von Kaufland in Schlungenhof. Diese mittelschwere Wanderroute, die eine gute Grundkondition erfordert, dauert etwa vier Stunden und erstreckt sich über 15 Kilometer.

Sie besteht aus einer Runde um den See, bei der du dich auf dem Erlebnisspielplatz oder am Seeufer ausruhen kannst. Du kannst außerdem die Brücke zur Vogelinsel überqueren, eine Umweltstation besichtigen und am Schiffsanleger ein Tretboot mieten. Oder du entspannst dich einfach nur auf der Liegeweise und siehst die Boote kommen und gehen.

Schwer: Kloster Weltenburg – Befreiungshalle Kelheim

Bei dieser schweren Wanderroute sind eine sehr gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Die Wege sind in der Regel gut zugänglich und du kannst mit der Fähre den Fluss überqueren. Es ist eine Route, für die du etwa sieben Stunden brauchen wirst, um die 25 Kilometer zu laufen.

Angefangen am Wöhrdplatz in Kelheim, läuft man Richtung Süden bis zur Felsformation Bienenkorb. Dann geht es weiter bergauf, bis du schon das Kloster Weltenburg sehen kannst. Wenn du dann absteigst, kannst du über den Klostertalweg sowohl einen Blick auf den rauschenden Fluss genießen als auch das Grün um dich herum bewundern.

Danach kannst du entweder in einer traditionellen Zille oder mit der Fähre zur Benediktinerabtei gelangen, wo die Asamkirche liegt. Hier hast du auch die Möglichkeit, ein Klosterbier zu probieren! Weiter geradeaus kommt man zur Befreiungshalle, ein historisches, neoklassisches Denkmal auf dem Michelsberg. Es wurde zum Gedenken an die Siege über Napoleon während der Napoleonischen Kriege errichtet, an denen auch Bayern von 1813 bis 1815 beteiligt war. Wanderst du bis zum Äußeren Keltenwall zurück nach Kelheim, werden dich prächtige Farben auf der Strecke begrüßen.

Naturpark Altmühltal

Kanu fahren

Die Altmühl kann auch mit einem Kanu erkundet werden, das an verschiedenen Standorten in verschiedenen Städten gemietet werden kann – insgesamt gibt es mehr als 20 Standorte. Jede Agentur bietet ihre eigene Tour an, angepasst an deine Wünsche, Erwartungen, Fitnesslevel, die verfügbare Zeit und natürlich dein Budget.

Ausreiten, Klettern, Fahrrad fahren

Der Naturpark kann auch weitläufig auf dem Pferderücken erkundet werden. Einige Ställe bieten dir die Möglichkeit, in der Gegend mit ihren Pferden auszureiten, eine warme Mahlzeit zu genießen, in ihrem Gästehaus zu übernachten und dich bei einer Dusche frischzumachen.

Der Park ist übrigens auch bei Kletterern sehr beliebt, angesichts der perfekten Felsen und der Hochseilgärten, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Die Felsen des Frankenjura eignen sich das ganze Jahr über fürs Klettern. Verschiedene Routen werden für jeden angeboten, und wenn du ein Adrenalinjunkie bist, dann wirst du bestimmt die Richtige für dich finden. Wenn du nicht regelmäßig kletterst, es aber trotzdem versuchen willst, gibt es auch Kletterzentren in Treuchtlingen, Ingolstadt und Eichstätt.

Hast du Lust, Fahrrad zu fahren? Du bist schon wieder an der richtigen Adresse! Der Altmühltal-Radweg zählt zu den beliebtesten im ganzen Deutschland. Er erstreckt sich über 166 Kilometer und du wirst den Fluss entlangfahren und die bezaubernde Natur genießen dürfen.

Naturpark Altmühltal Gewässer

Die schönsten Städte

Da es hier sehr viele schöne Städte gibt, ist es schwer zu sagen, welche die schönsten sind. Nachfolgend findest du aber die Städte, die uns persönlich am besten gefallen haben.

Beilngries: Barock, Bier und Bräuche

Beilngries weist eine schöne barocke Baukunst auf, die man bei einer Besichtigung des Rathauses, der Frauenkirche und des Schlosses Hirschberg – eine vergangene fürstbischöfliche Residenz – bestaunen kann.

Die Stadt hat ein besonderes Verhältnis zu Wasser: Die Flüsse Sulz und Altmühl fließen hier und der Main-Donau-Kanal umgibt die Stadt. Das Wasser dient seit Jahrhunderten als Quelle für die Herstellung des lokalen Biers, das man in jedem Gasthof probieren kann.

Die Menschen hier schätzen ihre Bräuche und Traditionen sehr, die du bei zahlreichen Konzerten oder Straßenfesten kennen und lieben lernen kannst.

Berching: Wo die Geschichte nachklingt

Berching hat eine lange Geschichte. Die Mauern der Stadt, die über 500 Jahre alt sind, sind mit dreizehn Türmen und vier Toren geschmückt und noch heute ein sehr beliebter Ort, um sich zu erholen. 1846 ließ König Ludwig einen Kanal bauen, der durch Berching verläuft und noch heute perfekt erhalten ist. Nach schönen Naturschauspielen muss man hier nicht lange suchen.

Absolut sehenswert sind die Kalktuffkaskaden bei Holnstein, wo große Terrassen durch den hohen Kalkgehalt des Quellwassers entstanden sind. Die Innenstadt fällt durch die verschiedenen und unterschiedlichen Farben, aber auch die viele Fachwerkhäuser auf.

Es gibt auch einen Bibelgarten, wo du Pflanzen aus dem Alten und Neuen Testament finden kannst, wie Feige, Olive, Senfkorn usw. Nicht zu vergessen ist die Benediktinerabtei des Klosters Plankstetten, das aufgrund seiner ökologischen Tendenzen den Spitznamen Öko-Kloster erhielt.

Dietfurt an der Altmühl: das Bayrisch-China

Dietfurt hat einen witzigen Spitznamen: das Bayrisch-China-Reich. QiGong-Symposien, Taiji-Kurse und Meditation sind das Glanzstück des Chinesenfaschings, der hier im Sommer stattfindet. Dieser besondere Fasching ist bei Gästen aus China sehr beliebt, die auch für einen belebten Kulturaustausch sorgen.

Erwähnenswert ist außerdem das Alcmona-Erlebnisdorf. Dessen Ziel es ist, die in der Gegend um Dietfurt gefundenen, archäologischen Ausgrabungen der Stein-, Bronze- und Eisenzeit zu schützen. Es wurde aber auch bekannt, indem es seine Besucher auf eine erlebnisreiche Reise durch die Zeit nimmt. In dem Altmühltaler Mühlenmuseum findest du die letzte noch laufende Mühle im Altmühltal, die 540 Jahre alt ist und noch heute durch die Wasserkraft der Weißen Laber angetrieben wird.

Eichstätt: Vielschichtige Altmühlstadt

Eichstätt ist der Mittelpunkt des Naturparks. Ein einzigartiger Einklang von Sakral- und Profanbauten, weitläufigen Plätzen und idyllischen Gassen zeichnet diese Stadt aus. Zu normalen Zeiten ist hier sehr viel los, denn Eichstätt ist eine lebendige Universitätsstadt. 2021 hat die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) die Auszeichnung als beliebteste Universität Deutschlands erhalten.

Eichstätt ist außerdem eine Barock- und Bischofsstadt. Der Eichstätter Dom ist eine prächtige Barockkirche, die sehr reich ausgestattet ist. Die ehemalige Sommerresidenz in der Nähe der Vorlesungsgebäuden der KU ist ebenfalls ein schönes barockes Bauwerk. Heute dient sie als Verwaltungsgebäude und beherbergt einen bunten Hofgarten mit 150 Baumarten.

Es gibt eine Menge an Freizeitangeboten: Du kannst Fahrrad fahren, wandern, Nordic Walking betreiben oder Fossilien ansehen. Erwähnenswert ist außerdem die Willibaldsburg, welche im 14. Jahrhundert errichtet wurde und bis zum 18. Jahrhundert als Bischofssitz diente. Keine Lust auf anstrengende Aktivitäten? Kein Problem. Im Eichstätter Wald gibt es viele Aussichtspunkte, an denen man sich einfach ins Gras legen und die Sonne und frische Luft genießen kann.

Die Bayern sind ein Feiervolk und obwohl Eichstätt als kleine Stadt gilt, ist es das perfekte Beispiel dafür. Im Sommer gibt es zahlreiche Feste im echten Oktoberfest-Stil. Du solltest auf jeden Fall das Bier der Brauerei Gutmann probieren, das hier sehr beliebt ist – unser Tipp ist das Gutmann Spezial… es schmeckt so gut!

Naturpark Altmühltal Gebäude

Fazit

In diesem Artikel haben wir dir verraten, was die Highlights des Naturparks Altmühltal sind und was du unbedingt sehen solltest, wenn du in der Gegend bist. Der Park ist nämlich ziemlich groß, und du wirst wahrscheinlich nicht Zeit für alles haben.

Besonders hat uns die Vielseitigkeit dieses Parks gefallen: In der Natur kannst du vieles unternehmen, denn es gibt viele Möglichkeiten, die von Wandern bis Kanu fahren reichen. Im Park kannst du schöne Städte besichtigen, wie zum Beispiel Berching oder Eichstätt, nur zwei der geschichtsträchtigen Städte.

Abschließend können wir dir nur raten, dich so schnell wie möglich auf den Weg zu machen und diese wunderbare Gegend im Altmühltal zu erkunden. Es ist wichtig, deine Augen für die wahre Schönheit vor der Haustür offenzuhalten. Pass auf dich auf!

Johanna Scarongella

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