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Mekong – 4 interessante Orte in der Umgebung des Flusses

Wenn du in Laos bist, solltest du auf jeden Fall den Mekong besuchen. Dabei handelt es sich um den sechstlängsten Fluss Asiens – mit einer Länge von etwa 4900 Kilometern. Er entspringt in einem Plateau in Tibet und fließt durch mehrere südostasiatische Länder, bevor er in Vietnam in das Südchinesische Meer mündet.

Besonders für den Handel ist der Mekong von enorm hoher Bedeutung, obwohl er wegen seiner Stromschnellen und vielen Wasserfällen nicht überall für die Schifffahrt geeignet ist. Aber auf den ruhigeren Gebieten haben sich mehrere Handelsrouten etabliert.

Zudem ist der Mekong für seine riesige Artenvielfalt bekannt. Der einzige Fluss, der eine noch höhere Biodiversität aufweisen kann, ist der Amazonas. Du findest im Mekongbecken zehntausende verschiedene Pflanzenarten sowie allerhand Arten von Säugetieren, Vögeln, Amphibien und Reptilien. Dazu kommen noch mehrere hundert Fischarten – Süßwasserfische wie der Wels sind hier heimisch.

Besonders faszinierend ist, dass viele der Arten rund um den Mekong, scheinbar noch überhaupt nicht entdeckt wurden. Erst im Jahr 2009 wurden über 100 neue Tierarten entdeckt, die der Wissenschaft bis dahin noch vollkommen unbekannt waren. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch viele Arten, die mittlerweile vom Aussterben bedroht sind. Eine dieser Tierarten ist das Siamesische Krokodil, das du nur noch in vereinzelten Regionen in Kambodscha und Laos findest.

Falls du also über eine Reise nach Laos nachdenkst, solltest du unbedingt einige Zeit am Mekong verbringen. Vor allem die atemberaubende Natur entlang dieses Flusses wirst du mit Sicherheit genießen. Praktischerweise gibt es zahlreiche Städte und Dörfer in der Nähe. Wir verraten dir in diesem Artikel, um welche es sich dabei handelt und was diese unserer Meinung nach so interessant macht.

Mekong Laos Sonnenuntergang

Huay Xai

Huay Xai ist eine laotische Grenzstadt und wird nur durch den Mekong vom Nachbarland Thailand getrennt. Wenn du also von Thailand aus nach Laos reist, wird sie wohl die erste Stadt sein, die du bei deinem Aufenthalt kennenlernen wirst. In der Vergangenheit war Huay Xai eine wahre Hochburg für den Schmuggel von Rauschgift. Heute hat sich die Stadt jedoch weiterentwickelt.

Früher konntest du nur über eine Fähre nach Thailand gelangen. Seit Dezember 2013 gibt es jedoch eine wesentlich angenehmere Möglichkeit. Seitdem sorgt die Vierte Thailändisch‑Laotische Freundschaftsbrücke für einen leichten Übergang von Thailand nach Laos.

Der Mekong spielt in Huay Xai auch für die Verbindung zu zahlreichen anderen Städten in Laos eine wichtige Rolle. Zum Beispiel kannst du mit Booten über diesen Fluss zu Städten wie Pak Beng oder Luang Prabang gelangen.

Nachts lohnt es sich besonders, durch die Straßen der Stadt zu laufen. Mit Sicherheit werden dir die vielen Essensstände auffallen, an denen du alle möglichen Leckereien der laotischen Küche probieren kannst.

Natürlich kannst du in einer Stadt mit einer solch bewegten Geschichte wie Huay Xai, einige interessante Sehenswürdigkeiten entdecken. Eine von ihnen ist die Ruine der Festung Fort Carnot, die die Franzosen hier während der Kolonialzeit erbaut haben. Besonders wegen des Blicks auf den Mekong lohnt sich die Anreise zu diesen Überresten.

Außerdem kannst du einige imposante Tempel besuchen. Vor allem der Wat Thadsuvanna Phakham – welchen du rund drei Kilometer weiter südlich des Stadtzentrums findest – ist beeindruckend. Die vergoldeten Buddhafiguren, die du in diesem farbenfrohen Tempel bewundern kannst, machen ihn zu einem absoluten Muss bei deiner Reise entlang des Mekongs.

Natürlich ist dies nur einer von vielen buddhistischen Tempeln in Huay Xai. Neben dem Wat Thadsuvanna Phakham sind der Wat Keophone Savanthanaram, der Wat Khonekeo  Xaiyaram sowie der Wat Jom Khao Manilat interessant.

Mekong Landschaft

Pak Beng

Wenn du von Huay Xai in Richtung Luang Prabang reist, solltest du auf jeden Fall zwischendurch einen Halt in Pak Beng einlegen. Das ist ein kleines laotisches Dorf am Mekong. Es kann zwar nicht mit den architektonischen Highlights der beiden anderen Städte mithalten, hat aber trotzdem seinen eigenen Charme.

Vor allem, wenn du dich auf deiner Reise kurz mal stärken willst, können wir dir Pak Beng sehr ans Herz legen. Hier gibt es einige Restaurants und Cafés, in denen du dir eine Mahlzeit gönnen kannst. Da sich viele von ihnen sogar an einem Hang befinden, kannst du problemlos bei einem leckeren Kaffee den Ausblick auf den Mekong genießen.

Aber auch für einen längeren Aufenthalt eignet sich Pak Beng hervorragend. Von hier aus kannst du viele Ausflüge machen, z. B. sogar mit einem traditionellen Holzboot.

Eines der Highlights sind die Marktstände entlang der Hauptstraße. Hier bekommst du neben frischem Obst und Gemüse auch allerhand leckere Snacks für zwischendurch. Vor allem die Baguettes, die mit Käse oder Ei gefüllt sind, sind ein wahrer Genuss.

Sicher wird es dich nicht überraschen, dass du auch in Pak Beng einen buddhistischen Tempel findest. Der Wat Sin Jong Jaeng wurde zu Beginn der Kolonialzeit erbaut und ist auch heute noch in einem hervorragenden Zustand. Die Traufe wurde zwar vor einiger Zeit neu gestrichen, aber du kannst immer noch ein verblasstes Wandgemälde an der Ostfassade der Gebetshalle bewundern.

Sainyabuli

Sainyabuli ist ein spannendes Reiseziel. Die Stadt verfügt über einige wunderschöne Alleen. Viele Besucher schlendern hier entlang und bewundern ihre Umgebung.

In der Nähe liegt ein bekanntes Elefantenschutzzentrum und genau das solltest du unbedingt auf deine Bucket List setzen. Der am einfachsten zu erreichende Zugangspunkt ist der Nam Tien See, den du etwa 9 Kilometer südwestlich der Stadt findest. Dort kannst du Elefanten beobachten, die hier vor möglichen Wilderern geschützt werden.

Auch in dieser Stadt kannst du einige wunderschöne buddhistische Tempel und Klöster besuchen. Besonders interessant ist der Wat Sibounheuang, der wegen seines schiefen Stupas auf den ersten Blick etwas seltsam wirkt. In diesem Kloster findest du unter anderem einen liegenden Buddha sowie eine wunderschöne Gartenanlage, in der du die Ruinen des Tempels findest, der hier im 14. Jahrhundert noch stand.

Allerdings liegen die meisten buddhistischen Tempel etwas außerhalb der Stadt. Wenn du lieber einen zentraleren Tempel besuchen willst, können wir dir den Wat Sisavangvong empfehlen. Dieser wurde von König Sisavang Vong erbaut.

Von Sainyabuli aus kannst du auch schnell einen Ausflug nach Pak Lai machen. Das ist eine Hafenstadt entlang des Mekongs. Die meisten Gebäude wurden hier während der Kolonialzeit erbaut. Dort findest du unter anderem einen kleinen Markt, an dem du allerlei lokale Produkte kaufen kannst und außerdem den Tempel Wat Sisavang.

Hongsa

Auch in Hongsa hast du die Möglichkeit, Elefanten zu entdecken. Hier findest du einige buddhistische Tempel. Besonders interessant ist der Wat Simungkhun.

Der Hang Song Pa – einer der Pavillons des Tempels – wird dich mit Sicherheit begeistern. Er wirkt wie ein Kontrast zu der Ordinationshalle, welche sich auf einer erhöhten Plattform aus Stein befindet. Dieser soll laut einer buddhistischen Überlieferung ein Loch abdecken, das angeblich zum Ende der Welt führt.

Reisfelder Laos

Fazit

Laos ist eines der spannendsten Länder in Südostasien. Du solltest es also auf jeden Fall ganz weit oben auf deine Bucket List setzen. Aber welche Ecken von Laos sind denn besonders interessant?

Wir können dir vor allem die Reise entlang des Mekongs empfehlen. Dabei kommst du an unterschiedlichen Städten vorbei. Wenn du dem Fluss von Thailand aus folgst, wirst du zuallererst auf Huay Xai treffen. Hier gibt sogar eine Brücke, die Thailand und Laos miteinander verbindet.

Aber auch andere Orte wie Pak Beng, Sainyabuli und Hongsa sind eine Reise wert. Von diesen Städten aus kannst du ein paar spannende Ausflüge in die Natur machen, daher lohnt es sich, für eine längere Zeit an einem Ort zu bleiben. Wie wäre es denn z.B. mit einem Aufenthalt in einer Schutzzone? Dort kannst du Elefanten beobachten.

Eine Reise entlang des Mekongs führt dich durch eine spannende Region, voller Kultur und Artenvielfalt.

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