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Martinique – eine Trauminsel in der Karibik

Der Inselstaat Martinique, offiziell Le Département de la Martinique, gehört zu den kleinen Antillen im karibischen Meer und entstand durch die vulkanische Aktivität in der Region. Die vulkanischen Ursprünge sind vielfach spürbar, wie etwa an den schwarzen Sandstränden im Norden der Insel oder am Vulkan Mont Pelée. Im Gebirge finden sich Wanderwege durch den nahezu unberührten Regenwald und im Süden locken gold-gelbe Sandstrände und türkisfarbenes Wasser.

Martinique ist eines der vollintegrierten Überseegebiete Frankreichs und gehört damit zur Europäischen Union. Die größte Stadt der Insel ist die Hauptstadt Fort-de-France. Die Zugehörigkeit zu Frankreich ist eine der Folgen der Kolonialisierung, welche massiv mit dem karibischen Zuckerrohranbau und dem atlantischen Sklavenhandel in Verbindung steht. Diese Faktoren trugen zu einer kreolischen Kultur bei, die in der Architektur, der Gastronomie und der Traditionen und Feste bemerkbar sind.

Hier erfährst du mehr über das Paradies in der Karibik – Martinique!

Auf einen Blick

  • Hauptstadt                                                        Fort-de-France
  • Internationale Flughäfen                            Flughafen Martinique (FDF) 
  • Amtssprachen                                                 Französisch
  • Währung                                                            Euro (€)
  • Einwohnerzahl                                                364.508
  • Staatsform                                                        Konstitutionelle Republik
  • Staatsoberhaupt                                            Emmanuel Macron
  • Regierungschef                                               Präfekt Laurent Prévost
  • Telefonvorwahl                                               +596
Türkises Meer mit bergiger und grüner Küste Martiniques

Allgemeines zu Martinique

Martinique liegt zwischen dem karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean und gehört zur Inselkette der kleinen Antillen. Ihre direkten Nachbarinseln sind Dominica, die etwa 25 km nördlich von Martinique liegt, und St. Lucia, die 37 km südlich von Martinique zu finden ist. Von Norden nach Süden hat die Insel eine Länge von  73 km und von Westen nach Osten eine Breite von 39 km.

Das tropische Klima auf Martinique sorgt das ganze Jahr über für angenehme Temperaturen. Im Winter liegt die Lufttemperatur zwischen min. 21 °C und max. 27 °C und im Sommer zwischen min. 24 °C und max. 30 °C. Die Wassertemperaturen unterschreiten das ganze Jahr über nicht die 26 °-Grenze. Allerdings wirst du wissen, dass tropische Temperaturen auch oft mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit einhergehen: von Juni bis Oktober ist Regenzeit auf Martinique und zwischen Juni und November können Wirbelstürme vorkommen.

Martiniques höchster Berg ist der 1.397 m hohe Vulkan Mont Pelée, der am 8. Mai 1902 ausgebrochen ist und die ehemalige Hauptstadt Saint-Pierre zerstört, wobei mehr als 30.000 Menschen ums Leben kamen. Die Stadt wurde allerdings wieder aufgebaut und ist heute unter dem Titel „Stadt der Kunst und Geschichte“ ein beliebtes touristisches Ziel. Abgesehen vom Vulkan ist die Insel auch ansonsten recht uneben und weist besonders im nördlichen Teil mehrere Berge auf.

Panorama vom Mont Pelée vor grünen Wiesen und Wäldern

Martinique ist eine stark bewachsene Insel, auf der du tropische Regenwälder und die verschiedensten Blumenarten bestaunen kannst. Aufgrund der vielen Blumen wird die Insel auch als die „Insel der Blumen“ bezeichnet. Die sprühende Flora liegt daran, dass nur circa 9,4 Prozent der Landfläche Martiniques aus Städten bestehen und der Rest der Natur überlassen wird. Historisch wurde auf Martinique sehr viel Zuckerrohr zur Produktion von Zucker und Rum angebaut, doch mittlerweile ist das größte Exportgut die Banane.

Zu den wichtigsten Städten auf Martinique zählen neben der Hauptstadt Fort-de-France noch Le Lamentin mit den vielen Möglichkeiten zum Wassersport, La Trinité mit ihren beliebten Stränden, Schœlcher mit dem ehemaligen Befestigungswerk Batterie Sainte-Catherine und Le Diamant mit dem Diamant Felsen vor der Küste („Rocher du Diamant“). In Fort-de-France selbst gibt es viele Museen, architektonisch schöne Glaubenshäuser, ehemalige Forts, Parks und Denkmäler. Neben dem pulsierenden Nachtleben und weiteren Ausflugsmöglichkeiten ist es die Stadt, mit dem größten Umzug zum Karneval im Februar.

Stark verziertes Gebäude in Fort-de-France

Anreise

Mit dem Flugzeug

Es gibt keine Direktflüge von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus; die meisten Flüge legen in Paris einen Zwischenstopp ein. Da Martinique ein französisches Überseegebiet ist und somit zu Frankreich gehört, wechselt man vom internationalen Flughafen Paris Charles De Gaulle (CDG) zum Inlandsflughafen Paris-Orly (ORY). Diese Verbindung ist mit der Fluggesellschaft Air France gut möglich, aber es gibt auch andere Optionen. Ein Direktflug von Paris nach Martinique ist mit den Fluggesellschaften Air Antilles Express oder Air Caraibes möglich oder man fliegt mit Air Belgium über Brüssel nach Martinique.

Mit dem Schiff

Falls du mehrere Karibikinseln besuchst, ist eine Schnellfähre von einer der Nachbarinseln Martiniques vielleicht die richtige Wahl der Anreise. Der Fährbetreiber L’Express des Iles verbindet Martinique mit den Inseln Dominica, Marie-Galante, St. Lucia und Guadeloupe. Kreuzfahrschiffe fahren die Insel ebenfalls regelmäßig an.

Sehenswürdigkeiten auf Martinique

Martinique ist ein absolutes Naturparadies, doch die Insel hat weitaus mehr zu bieten, so auch in kultureller oder kulinarischer Hinsicht.

Nordinsel-Tour, Fort-de-France

Es gibt viele Touren, die von Fort-de-France aus angeboten werden und eine von ihnen ist die Nordinsel-Tour: Mit ihr bekommst du die Möglichkeit den Norden der Insel zu entdecken, darunter sind z. B. die alte Hauptstadt Saint Pierre, die Kathedrale Sacre-Coeur de Balata und eine Rumfabrik mit inkludierter Verkostung. Ebenfalls begibst du dich hier auf den Wanderweg „Route de la Trace“, der dich durch den Regenwald führt, aber damit ist nicht genug. Die Tour hat viele Stopps, wodurch du eine unfassbare Vielfalt an Eindrücken mitnehmen kannst. Es gibt hier aber noch einige ähnliche Touren, mit denen du die Insel erkunden kannst.

Balata’s Garden, Fort-de-France

Bei Balata’s Garden handelt es sich um einen privaten botanischen Garten, der etwa 10 km außerhalb von Fort-de-France liegt. Hier kannst du der karibischen Flora und der kreolischen Kultur ganz nahe kommen und gleichzeitig den Blick auf die Pitons du Carbet genießen. 1982 wurde der Garten vom Gärtner und Landschaftsgestalter Jean-Philippe Thoze angelegt und 1986 der Bevölkerung zugänglich gemacht. Aktuell kannst du hier über 3.000 tropische Pflanzenarten betrachten.

Wanderung nach La Caravelle, La Trinité

Die Halbinsel Caravelle kannst du von La Trinité aus mit einem professionellen Führer erkunden, der dir alles zur Flora und Fauna der lokalen Umwelt erzählt, was du hören möchtest. Während du durch den geschützten Nationalpark wanderst, hast du einen wunderbaren Panoramablick auf die umliegende Landschaft und auf das Karibische Meer. Vergiss deine Kamera nicht!

Kajaktour in der Robert’s Bay, Le Robert

Einer ausgezeichneten sportlichen Aktivität kannst du in Le Robert nachgehen – dem Kajak- bzw. Kanufahren. Mit einem ausgebildeten Führer paddelst du über das kristallklare Wasser und genießt die Blicke auf die weißen Strände und die Mangrovenwälder an der Küste. Was will man mehr als Sonne, Wasser und eine Meeresbrise bei schöner Umgebung?

Karibischer Kochkurs, Schœlcher

Als Gourmet kommst du auf Martinique ebenfalls ganz auf deine Kosten: Fisch, Meeresfrüchte, Hähnchen stehen ganz oben auf der Speisekarte und werden auf verschiedene Art und Weise zubereitet. Aber lokale Erzeugnisse wie Bananen, Kokosnuss, Süßkartoffeln, Yams oder Brotfrüchte gehören ebenfalls in die kreolische Küche aus Martinique. Falls du Spaß am Kochen hast, wäre ein Kurs hier auf Martinique vielleicht das Richtige für dich. Der Kochkurs führt dich in die Kulinarik der französischen Karibik ein, sodass du dich beim Nachkochen an deine Reise erinnern kannst. Der Kurs findet entweder auf Französisch oder auf Englisch statt und du bekommst währenddessen den lokalen Rumpunsch („‘ti punch“) gereicht.

Kokosnuss wird mit Machete geöffnet

Le Musee de la Banane, Sainte-Marie

Im Bananenmuseum von Sainte-Marie kannst du mehr über das wichtigste Exportgut der Insel lernen. Im Ausstellungsraum erhältst du Informationen zu den verschiedenen Bananenpflanzen und deren Anwendung in der Produktion von Alkohol, Medizin, Papier, Seifen, Kleber, Regenschirmen und vielem mehr. Außerdem kannst du durch den zugehörigen Garten an 64 Sorten von Bananenstauden vorbeischlendern und im angeschlossenen Shop Bananensouvenirs erwerben.

Schwimmen mit Schildkröten, Les Trois-Îlets

Eine richtige Abenteuertour ist die „Southern Caribbean Tour“, bei der du dich auf einen Ausflug in die Südkaribik begibst. Mit einem Boot fährst du zum Diamant Felsen und erkundest eine sich dort befindende Fledermaushöhle. Du hast auch die Möglichkeit, die Fischerdörfer von Le Diamant und ihre wilden Buchten zu sehen, bevor du dich auf einen Schnorchelausflug begibst, um Schildkröten in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Blick auf den Diamant Felsen im Sonnenuntergang

Fazit

Auf Martinique gibt es sehr viel zu sehen und du bekommst eine echte Portion Karibik-Flair geboten. Egal, ob du dich im Wald, im Wasser oder in der Stadt am wohlsten fühlst, Martinique hat für jeden was dabei. Entspanne an den Stränden, wandere in den Gebirgsketten, geh schnorcheln oder begib dich auf eine historische Reise vorbei an kolonialen Gebäuden, Zuckerrohrplantagen und Museen. Auch die Kulinarik ist nicht zu verachten: Probiere die einheimischen Speisen und Getränke und nimm möglichst viele verschiedene Eindrücke mit.

Vielleicht büffelst du schon mal ein paar Französisch-Vokabeln, um deine Reise zum Inselparadies Martinique vorzubereiten? Wir hoffen, wir konnten dir die Insel nahebringen oder lass dich noch mal von anderen Karibikinseln wie Kuba oder Jamaika inspirieren.

Louisa Marquardt

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