La Palma – Eine der schönsten Inseln der Kanaren

La Palma Eine der schönsten Inseln der Kanaren

Neben den Balearen sind insbesondere die Kanarischen Inseln eines der beliebtesten Reiseziele in Spanien. Durch ihre geografische Lage herrscht dort fast immer schönes Wetter. Die wundervolle Natur ist natürlich ein weiterer großer Pluspunkt, der viele Menschen aus aller Welt anzieht.

Eine der interessantesten Inseln der Kanaren ist La Isla de San Miguel de La Palma, kurz einfach nur La Palma. Die Insel hat auch den Beinamen „La Isla Bonita“, was so viel bedeutet wie „die schöne Insel“. Sie liegt in der Nähe von Marokko, Kapverden und den portugiesischen Archipelen der Azoren und Madeira.

Die 708 Quadratkilometer große Insel ist die fünftgrößte der kanarischen Hauptinseln. Mit knapp 100 000 Einwohnern hat sie jedoch eine relativ kleine Bevölkerung. In der Mitte der Insel befindet sich der Nationalpark Caldera de Taburiente.

Wir möchten dir hier verraten, was La Palma eigentlich so interessant macht, was du auf dieser traumhaften Insel so alles erleben kannst und warum du sie lieben wirst.

Was macht La Palma so interessant?

La Palmas Geografie ist ein Ergebnis der vulkanischen Formation der Insel. Die höchsten Gipfel erreichen über 2 400 Meter über dem Meeresspiegel. Der Boden der Insel liegt fast 4 000 Meter unter dem Meeresspiegel.

Der nördliche Teil von La Palma wird von der Caldera de Taburiente dominiert, die etwa 9 Kilometer breit und 1 500 Meter tief ist. Nur die tiefe Schlucht Barranco de las Angustias führt in den inneren Bereich der Caldera. Die äußeren Hänge sind von zahlreichen Schluchten durchzogen, die von 2 000 Meter bis hinunter zum Meer verlaufen.

Anreise

La Palma verfügt über einen eigenen Flughafen in der Nähe von Santa Cruz de La Palma. Da es noch ein paar mehr Flughäfen mit dem Namen „Santa Cruz“ gibt, solltest du bei deiner Flugbuchung vorsichtshalber immer den vollen Namen eingeben. Nicht, dass du am Ende noch am Flughafen „Santa Cruz de la Sierra“ in Bolivien landest oder in der Stadt „Santa Cruz“ auf Madeira. Wobei das allerdings auch Reiseziele sind, die wir auf keinen Fall schlechtreden wollen, die würden wir ebenfalls gerne besuchen. Aber natürlich lieber mit etwas Planung im Voraus.

Von den anderen Kanarischen Inseln Teneriffa, Gran Canaria und El Hierro verlaufen Direktflüge nach La Palma. Die Flüge sind dabei recht kurz, du wirst mit Sicherheit mehr Zeit am Flughafen verbringen als im Flugzeug selbst. Wenn du bereits auf einer der Kanarischen Inseln bist, dann kannst du aber auch mit dem Schiff nach La Palma reisen. Besonders zwischen den nahegelegenen Inseln sind die Fähren recht preiswert.

Auch von Madeira gibt es direkte Flüge nach Santa Cruz de La Palma. Zudem kommst du auch von einigen Städten auf dem spanischen Festland an dein Ziel. Im restlichen Europa gibt es direkte Verbindungen von den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland aus.

Sicht über den Wolken von La Palma auf Wasser

Fortbewegung auf La Palma

Bei den Bussen auf der Insel kannst du einen ausgezeichneten und zuverlässigen Service erwarten. Allerdings solltest du nicht erwarten, dass die Fahrer besonders gut Englisch oder Deutsch reden. Trotz dessen werden sie dir aber, soweit es ihnen möglich ist, versuchen zu helfen.

Am besten ist es jedoch, wenn du die Insel mit einem Mietwagen erkundest. Das ist nämlich die beste Möglichkeit, um auch abgelegene Gebiete zu erreichen. Die Straßen auf La Palma sind äußerst gut instandgehalten und sehr sicher. Lediglich ein paar scharfe Kurven und Steigungen auf Nebenstraßen könnten für einige Fahrer eine Herausforderung darstellen.

Santa Cruz, die Hauptstadt

Santa Cruz de La Palma ist eine wunderschöne Stadt im Kolonialstil, deren Altstadt zum kunsthistorischen Denkmal erklärt wurde. Sie verfügt über viele Paläste und Häuser mit typischen Elementen der traditionellen kanarischen Architektur. Ebenfalls interessant sind die vielen Kirchen und das Heiligtum „Unsere Liebe Frau vom Schnee“.

Das Rathaus von Santa Cruz de la Palma wurde im 16. Jahrhundert während der Herrschaft von Philipp II. erbaut. Die Fassade des Gebäudes wird von einem Reliefbild des Monarchen und dem Wappen der Habsburger Dynastie beherrscht. Im Inneren kannst du einige schöne Beispiele der für die Insel typischen Holzkassetten und verschiedene Fresken sehen. Das Hauptmerkmal des Altaraufsatzes der Hauptkapelle ist ein Gemälde des Malers Antonio María Esquivel.

Eine weitere interessante Kirche in der Hauptstadt von La Palma ist die Parroquia De San Francisco De Asís, die sogar zum Kulturgut erklärt wurde. Das Gebäude ist im Stil der Renaissance gehalten und war früher Teil des königlichen Klosters. Heute findest du dort das Inselmuseum.

Eines der besonders bemerkenswerten architektonische Merkmale im Inneren der Kirche sind die kuppelförmigen Kassetten in der Kapelle El Señor de la Piedra Fría. Zu den Kunstschätzen gehört vor allem die flämische Skulpturengruppe, welche die Heilige Anna, die Jungfrau und das Kind darstellt.

Das Casa Salazar aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist ein wunderschönes Beispiel der adligen Architektur. Das Gebäude wird heute hauptsächlich als Veranstaltungsort für eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen genutzt.

Blick von oben auf La Palmas Hauptstadt mit Natur, Bergen und Wasser

Sehenswürdigkeiten auf La Palma

Neben der Hauptstadt und einigen anderen netten Städtchen ist aber vor allem die Landschaft die Hauptattraktion der Insel. Sie verfügt unter anderem über spektakuläre Vulkanlandschaften, die bis über die Wolken reichen. Außerdem lädt die dichte Vegetation in den Tälern zu der ein oder anderen ausgiebigen Wandertour ein. Es gibt ein sehr umfangreiches Netz von markierten Wanderwegen über die ganze Insel, die gut ausgeschildert sind. Wanderkarten sind im Tourismusbüro in Santa Cruz erhältlich.

Der höchste Punkt der Insel, El Roque de los Muchachos, liegt auf 2 426 Metern Höhe. Du kannst ihn das ganze Jahr über mit dem Auto erreichen. Von dort oben hast du eine atemberaubende Aussicht. Nachts ist der Zugang allerdings eingeschränkt, denn hier ist auch der Standort eines großen internationalen astronomischen Observatoriums. Zudem sind einige Wege im Winter wegen Schnee gesperrt.

In der Mitte der Insel befindet sich die Caldera de Taburiente, ein riesiger Erosionskrater. Dieser ist übrigens sogar einer der größten der Welt. Du kannst auch an einer geführten Wanderung zur Caldera teilnehmen. In den Wintermonaten kann das Wandern auf dem Flussbett im Krater jedoch sehr gefährlich sein, da der Regen blitzschnell zu Sturzfluten führen kann.

Sternenbeobachtung ist auf der Insel La Palma eines der schönsten Erlebnisse überhaupt. Aufgrund der sehr restriktiven Beleuchtungspolitik sind Außenbeleuchtungen auf La Palma gut abgeschirmt. Dadurch sieht der nächtliche Himmel genau so aus, wie du es dir auch vorstellst, nämlich dunkel und voll mit Sternen.

Die schönsten Wandertouren

Sehr beliebt ist die „Los Tilos“‑Wanderung. Zu Beginn dieses Wanderwegs läufst du um einen Kanal herum, um dann einem steilen, von Bäumen gesäumten Pfad zu folgen, der durch 13 Tunnel führt. Danach geht es durch den Laurisilva‑Wald etwa 1 000 Meter runter, ein anstrengender, aber atemberaubender Abstieg.

Das Highlight ist natürlich der traumhafte Aussichtspunkt. Dieser vulkanische Deich ist etwa einen Meter breit und fällt auf beiden Seiten steil ab. Dabei wirst du durch ein Geländer vor einem Absturz in die Untiefen geschützt. Du solltest die Dauer der Wanderung allerdings nicht unterschätzen. Wir zum Beispiel haben dafür sechs Stunden gebraucht. Die Mühe hat sich angesichts der tollen Fotos, die wir dabei geschossen haben, aber auf jeden Fall gelohnt.

grüne Natur mit kleinem Wasserfall und hellem Himmel im Hintergrund

Die Ruta del Volcanoes ist ein Teil des Fernwanderwegs GR‑131. Er verläuft entlang der Cumbre Vieja, eine Route mit fabelhaften Aussichten rundherum und Vulkankratern auf dem größten Teil der Strecke. Auch wenn diese Wanderung ebenfalls ziemlich anspruchsvoll ist, wirst du sie mit Sicherheit nicht so schnell vergessen.

Eine besonders lange Wandertour, die vor allem geübte Wanderer begeistern wird, ist der 145 Kilometer lange Camino Real de la Costa. Diese als GR‑130 bekannte Wanderroute führt rund um La Palma, hauptsächlich auf den historischen Eselspfaden. Selbst, wenn du jeden Tag acht Stunden lang wanderst, brauchst du für diese Route mindestens sieben Tage.

Trotz der langen Dauer wirst du diese Wanderung sicherlich dennoch für immer in Erinnerung behalten. Auf der Strecke findest du nämlich nicht nur eine ständig wechselnde Landschaft, sondern auch jede Menge hilfsbereite Einheimische.

Fazit

La Palma ist ein wundervolles Reiseziel in den Kanaren, das aufgrund seiner vulkanischen Herkunft eine Menge an wundervollen natürlichen Sehenswürdigkeiten bietet. Die Hauptstadt ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten, die auch heute noch Teile der typischen kanarischen Architektur behalten. Aber auch außerhalb der Stadt bietet La Palma eine Menge an sehenswerten Orten, die du auf jeden Fall besuchen solltest, wie den Nationalpark Caldera de Taburiente und den El Roque de los Muchachos.

La Palma ist vor allem dann ein ideales Reiseziel für dich, wenn du gerne wanderst. Auch wir haben die eine oder andere Wanderung gemacht und wurden mit spektakulären Bildern belohnt. Mit Sicherheit wirst du auf deiner Reise nach La Palma ebenfalls eine Unmenge an Erinnerungsfotos schießen.

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