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Die Great Ocean Road in Australien

Die Great Ocean Road ist eine aufregende, 243 Kilometer lange Straße entlang der australischen Südküste. Oftmals wird sie auch B100 genannt. Sie liegt im Bundesstaat Victoria zwischen den Orten Torquay und Allansford. Jährlich fahren über 7.5 Millionen Menschen diese Strecke, um zu entdecken, was dieser Teil Australiens zu bieten hat. Im folgenden Artikel sagen wir dir, wie du zur Great Ocean Road gelangst und die beste Möglichkeit sie zu erkunden. Darüber hinaus erzählen wir dir ein klein wenig über ihre Entstehung und welche Stopps du unbedingt auf deinem Roadtrip einlegen solltest.

Wie komme ich zur Great Ocean Road?

Für ein ultimatives Backpacking Erlebnis ist es natürlich passend, sich einen Campervan zu schnappen und ganz entspannt die Great Ocean Road zu entdecken. Du kannst dir aber auch ein normales Auto mieten. Außerdem gibt es verschiedene Buslinien, die in den vielen, kleinen Orten einen Stopp einlegen oder sogar Touren anbieten. Ansonsten ist es eine sehr gute Idee, deine Reise von Melbourne aus zu starten, da du von dort schnell nach Torquay gelangst. Auf deiner Entdecker Tour solltest du diese Metropole – welche übrigens auch schon sechsmal zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde – nicht vergessen.

Die gesamte Strecke kann an einem Tag gefahren werden. Jedoch solltest du dir vielleicht etwas mehr Zeit lassen, um alle wichtigen Punkte zu besichtigen. Du kannst diese beeindruckende Straße zu jeder Jahreszeit besuchen, egal, ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Wir raten von einer Reise um die Feiertage wie Ostern oder Weihnachten eher ab aufgrund der hohen Besucherzahlen. Du kannst dir gerne unseren Klimaleitfaden für Australien anschauen, damit du selbst entscheiden kannst, in welchen Wetterbedingungen du dieses magische Ziel besuchen willst.

Damit du einen kleinen Einblick in die Entstehung der Great Ocean Road bekommst, erzählen wir dir im nächsten Abschnitt etwas über die Geschichte dieser wunderschönen Straße.

Entstehungsgeschichte 

Die Great Ocean Road gilt als permanentes Denkmal an alle, die im 1. Weltkrieg ums Leben gekommen sind. Sie wurde von den zurückgekehrten Soldaten aufgebaut. Somit endete damals die Jahrzehnte lange Isolierung des Ortes Lorne und anderen Küstengemeinden zum Rest des Bundesstaates Victoria.

Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1918 und endeten im November 1932. Reisende mussten sogar bis Oktober 1936 eine Zollgebühr zahlen, um über die Straße fahren zu können. Glücklicherweise ist das seitdem nicht mehr der Fall!

Was du dir unbedingt anschauen solltest

Nun werden wir dir mehrere Stopps entlang der Great Ocean Road präsentieren, die du unbedingt auf deinem Australien Abenteuer sehen musst.

Bells Beach

Dies ist der berühmteste Surfspot dieser Strecke. Seit 1962 findet hier jedes Jahr das Rip Curl Pro am Strand statt. Es ist der dritte Stopp der WSL Championship Tour, einem Wettbewerb für die besten Surfer der Welt. Außerdem gehört der Strand zu Torquay und du kannst dort das Surf World Museum besichtigen. Es lohnt sich, einen kleinen Stopp hier einzulegen. Es ist definitiv ein Highlight für alle Surf Interessierten!

Aireys Inlet

Das Split Point Lighthouse solltest du dir auf deiner Reise nicht entgehen lassen. Dies findest du in der kleinen Stadt Aireys Inlet. Der Great Ocean Walk führt dich direkt dorthin. Von hier hast du einen atemberaubenden Blick über den Ozean. Du kannst sogar eine 30-minütige Führung durch den Leuchtturm bekommen und die Treppen im Inneren hinauflaufen.

Kennett River

Als Nächstes solltest du einen kleinen Zwischenstopp beim Kennett River machen. Falls du während der Fahrt merkst, dass sich mehrere Menschen mit Kameras entlang der Straße versammelt haben, heißt das oft: Du kannst Koalas sehen! Mit etwas Glück kannst du beobachten, wie das Nationaltier Australiens gemütlich in den Bäumen sitzt und es sich gut gehen lässt. Du findest sie meist an der Grey River Road, welche von der Great Ocean Road abzweigt.

Lorne & Great Otway Nationalpark

Auf der weiteren Strecke begegnet dir der Ort Lorne. Dieser ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen im Great Otway Nationalpark. Das mehr als 1000 Quadratkilometer große Gebiete entstand aus dem Zusammenschluss mehrerer kleiner Nationalparks. Ein spannendes Highlight ist der Otway Fly Treetop Walk. Dies ist ein 600 Meter langer, in die Kronen des Regenwaldes gebauter Baumwipfelpfad in bis zu 30 Metern Höhe.

Ansonsten findest du auch viele Campingplätze und Hotels – also der perfekte Zwischenstopp für deinen Trip entlang der Great Ocean Road. Hier kann man am Strand surfen gehen oder eine kurze Wanderung zu Teddy’s Lookout machen, um einen wahnsinnigen, unvergesslichen Ausblick zu genießen.

Great Otway Nationalpark

Apollo Bay

Du findest Apollo Bay sehr zentral gelegen an der Great Ocean Road. Auch dieser kleine Ort bietet sich perfekt an für einen kurzen Aufenthalt. Dort begegnet dir feiner Sandstrand und ein hübscher, kleiner Bootshafen. Der Name des Dorfes stammt von einem Segelschiff, welches im Jahr 1846 hier Schiffbruch erlitt.

Gibson Steps

Wir nähern uns nun dem nächsten Highlight deines Roadtrips. Die Gibson Steps sind eine beeindruckende Stufenanlange am Fuß der felsigen Küste, die zum Gibson Beach führt. Wenn du die 86 Treppenstufen geschafft hast, erreichst du einen weitläufigen Strand und wirst mit einem wunderschönen Ausblick aufs Meer und die umliegenden außergewöhnlichen Felsformationen belohnt. Außerdem ist es eine beliebte Touristenattraktion. Auch wenn sich dort vielleicht viele Menschen aufhalten, solltest du dir diesen einzigartigen Spot nicht entgehen lassen. Hier kannst du unvergessliche Fotos machen!

Die Zwölf Apostel 

Die Zwölf Apostel sind eine der größten Sensationen der Great Ocean Road. Diese circa 60 Meter hochstehenden Felsen aus Kalkstein findest du zwischen Princetown und Port Campbell. Es soll außerdem nach dem Uluru das meistfotografierteste Motiv in Australien sein. Bei einem kurzen Blick auf die Formation fällt auf, dass es gar keine 12 Felsen gibt, sondern nur acht. Der Name Zwölf Apostel stammt höchstwahrscheinlich aus den 1950er Jahren, jedoch waren es selbst damals nur neun Felsen. Leider hat sich diese Zahl reduziert, als 2012 die neunte Gesteinsformation eingestürzt ist. Seitdem kannst du noch acht dieser einzigartigen Steine bewundern. Die pfeilartigen Felsen sind durch die erosive Kraft des Meeres entstanden.

Am besten solltest du zum Sonnenaufgang- oder untergang hier ankommen. Die Atmosphäre mit dem bunten Farbspiel der Sonne und den besonderen Formationen an der Südküste Australiens liefern ein unglaubliches Fotomotiv.

12 Apostel

Razorback und Loch Ard Gorge

Nur wenige Minuten von den berühmten Zwölf Aposteln entfernt findest du weitere, beeindruckende Felsklippen und Buchten. Loch Ard Gorge ist eine enge, spektakuläre Bucht, die zugänglich für Besucher ist. Der Blick auf das Meer ist mehr als nur beeindruckend. Von dort aus kannst du auch die schmale Felsklippe, bekannt als Razorback, von der Aussichtsplattform betrachten. Generell gibt es hier viele weitere gewaltige Gesteinsformationen, die du dir unbedingt anschauen solltest. Zum Beispiel der Island Archway oder der Tom and Eva Lookout, welcher nach zwei Überlebenden eines Schiffbruchs benannt wurde. All diese besonderen Attraktionen liegen im Port Campbell Nationalpark.

Loch Ard Gorge

The Grotto

Auf der weiteren Strecke deines Roadtrips solltest du einen kurzen Stopp bei The Grotto (Deutsch: die Grotte) machen, welche auch im Port Campbell Nationalpark liegt. Dies ist ein Durchbruch im Gestein und sieht fast so aus, als wäre es von Menschenhand gefertigt. Das Gebilde erhielt den Namen aufgrund der natürlichen Bogenform, die an eine Grotte erinnert. Sie ist über Holztreppen und eine Aussichtsplattform leicht zu erreichen.

Fazit

Wir hoffen, wir konnten dir einen kleinen Überblick über die wunderschönen Attraktionen und natürlichen Felsformationen geben, welche die Great Ocean Road zu bieten hat. Hier ist für jeden was dabei – die süßen, kleinen Orte und all das, was die Natur zu bieten hat.

Für das ultimative Backpacking Erlebnis solltest du dir einen Campervan mieten und die Straße selbst fahren. Es ist dir überlassen, wie lange du überall anhalten möchtest und ob du einen mehrtägigen Trip daraus machen willst. Fakt ist, dass die Great Ocean Road eine der schönsten und beeindruckendsten Strecken überhaupt ist. Wenn du schon einmal in Australien bist, solltest du sie dir nicht entgehen lassen. Der Blick auf die Zwölf Aposteln bei Sonnenuntergang wird dir für immer in Erinnerung bleiben. Hoffentlich kannst du bald deinen aufregenden Roadtrip starten!

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