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Melbourne – Die schönste Stadt in Australien

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, nach Australien zu fliegen? Bestimmt, denn vor allem für europäische Backpacker bleibt der Kontinent am Ende der Welt eines der Top-Ziele überhaupt. Eine der meistbesuchten Städte in Australien ist dabei die Millionenmetropole Melbourne. Die 4,3 Millionen Einwohner leben in einer Stadt, welche zu den lebenswertesten Städten der Welt zählt. Warum ist diese Stadt so faszinierend für Einheimische und Gäste aus aller Welt? In diesem Artikel erfährst du, was Melbourne so lebenswert und interessant macht.

Den Ozean vor der Tür

Es beginnt eigentlich schon mit der bezaubernden Lage von Melbourne am Indischen Ozean. Besonders diese zwei Spots in direkter Nähe zum Ozean empfehlen wir dir: St. Kilda und den Altona Pier.

Der Altona Pier liegt in einem Vorort von Melbourne (Altona). Dabei handelt es sich um einen etwa 100 Meter langen Holzweg, der über das Wasser auf den Ozean hinausführt. Erbaut wurde der Altona Pier 1888, damit Dampfschiffe an der Küste anlegen konnten. Nachdem er über einen langen Zeitraum vernachlässigt wurde, konnte der Pier in den 1950er-Jahren restauriert werden. Heute wird er besonders von Personen genutzt, die gerne angeln, schwimmen oder spazieren gehen. Der Pier ist nicht überdacht und hat nur auf einer Seite ein etwas höheres Geländer zur Absicherung. Bei starkem Wellengang solltest du also aufpassen! Dafür wird der Altona Pier nachts beleuchtet.

Nicht unweit des Altona Piers findet sich der Flemings Pool, ein Weg, welcher komplett aus zusammengesetzten größeren Steinen entstanden ist. Er ist ein beliebter Ausgangspunkt für Kajak-Touren und Tauchgänge.

Wenn es dich vom Vorort Altona mehr in Richtung Melbourne Beach verschlägt, dann ist St. Kilda genau das Richtige für dich. Dabei handelt es sich um einen Stadtteil im Westen von Melbourne, welcher jahrelang als Badeort der Reichen und Schönen bekannt war. Doch dann wandelte sich der Bezirk zu einem kosmopolitischen und modernen Stadtteil mit zahlreichen Kulturfestivals. Hier findest du auch viele interessante Spots wie The Espy – mit einer der ältesten Live-Musik-Bühnen Australiens.

Natürlich gibt es in St. Kilda heute immer noch Strand und Badegelegenheiten. Der Bezirk gilt außerdem als einer der jüngsten Stadtteile Melbournes, was ihn zu dem Partyviertel schlechthin macht. Dementsprechend findest du hier unzählige Clubs und Bars sowie eine Menge Hostels für Rucksackreisende. Hast du Lust, etwas zu essen? Dann gehe auf die Promenade der Fitzroy Street, sie ist übersät mit Restaurants und Cafés. Übrigens hast du von St. Kilda eine tolle Aussicht auf die Skyline von Melbourne.

Ein Weg aus Sand führt auf das Meer an Melbournes Küste zu.

Eureka Tower

Schon aus weiter Ferne ragt ein Gebäude aus der Skyline von Melbourne heraus – der Eureka Tower. Das zweithöchste Gebäude Australiens ist an der Southbank Promenade entlang des Yarra Rivers im Herzen der Stadt zu finden. Die markante Spitze des Gebäudes, die mit einer 24-karätigen Goldplatte verziert wurde, wird dir besonders ins Auge stechen. Der Eureka Tower bietet dir wahrscheinlich den besten Blick auf Melbourne. Im 88. Stockwerk gibt es eine Aussichtsplattform, von welcher du auf die Promenade, das Stadtzentrum und sogar bis zum Strand von St. Kilda blicken kannst.

Ebenfalls im 88. Stockwerk befindet sich The Edge. Es handelt sich dabei um einen Glaswürfel, der aus der Fassade des Wolkenkratzers herausragt. Wenn du den Würfel betrittst, ist das Glas erst einmal undurchsichtig. Erst zu dem Zeitpunkt, an dem The Edge herausgefahren wird, wandelt sich das Glas und du kannst die großartige Aussicht genießen. Du stehst förmlich 300 Meter über der City von Melbourne und schaust in den Abgrund. Am Ende kannst du sagen „I survived the Edge“. Na, wenn das mal nichts ist!

Flinders Street Station

Nicht unweit des Eureka Towers findest du ein wahrhaft historisches Gebäude – das Bahnhofsgebäude der Flinders Street Station. Viele Jahre begnügte sich die Einwohnerschaft von Melbourne damit, dass das Empfangsgebäude ihres Bahnhofes mehr oder weniger aus Wellblech zusammengebastelt worden war. Doch irgendwann wurde dies als unzureichend angesehen. So entstand ab 1905 eines der Wahrzeichen von Melbourne. Heute beeindrucken einerseits das denkmalgeschützte historische Bahnhofsgebäude und andererseits die imposante Kuppel, welche die Bahnhofshalle goldgelb erstrahlen lässt.

Eine weitere Besonderheit begegnet dir im Innenraum des Bahnhofsgebäudes. Die dortigen Uhren sind noch vom allerersten Bahnhof erhalten geblieben und zeigen nicht die Uhrzeit, sondern die bevorstehenden Abfahrtszeiten der Züge an.

Die Bahnhofsuhren in der Flinders Street Station in Melbourne zeigen die Abfahrtszeiten der Züge an.

Federation Square

Gegenüber der Flinders Street Station im Central Business District von Melbourne liegt der Federation Square, von den Einwohnern einfach nur Fed Square genannt. Er ist der zentrale Platz für Kunst, Kultur und öffentliche Veranstaltungen in der Innenstadt von Melbourne. Letztendlich war auch genau das der Grund, warum dieser Platz errichtet wurde. Lange Zeit hatte der australischen Metropole ein solch zentraler Platz gefehlt, ehe beschlossen wurde, den Federation Square zu errichten. Hier gibt es einen riesigen Bildschirm, auf dem große Events übertragen werden, und es finden jährlich beliebte Veranstaltungen wie das „Melbourne Food und Wine Festival“ statt.

Hinzu kommt noch eine Vielzahl von Bars, Cafés und Restaurants und – nicht zu vergessen – leckere Street-Food-Stände! Dein Street-Food kannst du dort problemlos auf den riesigen Steintreppen genießen. Der Fed Square braucht sich aber auch kulturell nicht zu verstecken. Besondere Attraktionen hier sind die National Gallery of Victoria mit über 20 000 wundervollen Ausstellungsobjekten sowie das ACMI, das Australian Centre for the Moving Image. Letzteres ist sowohl ein Kino als auch ein Video-Art-Museum.

Chinatown

Chinatown – bei diesem Begriff wirst du wohl eher an ein Viertel in        New York denken. Fakt ist aber, dass nicht nur die amerikanische Metropole, sondern auch Melbourne einen solchen Bezirk aufweisen kann. Chinatown ist für die chinesische Community in Australien über viele Jahre hinweg ein sehr wichtiger Ort gewesen und gilt als eine der ältesten Siedlungen ihrer Art. Mit Restaurants oder Supermärkten konnten sich viele Chinesen in der Gegend ein Geschäft und damit auch eine Lebensgrundlage schaffen. Heute ist Chinatown eines der meistbesuchten Viertel von Melbourne.

Du kannst dort aber nicht nur fantastisch Chinesisch essen, denn was die Küche angeht, ist Chinatown eher so etwas wie Asiatown: Die Auswahl reicht von Thailändisch und Japanisch bis hin zu malaysischer Küche.

Darüber hinaus möchten wir dir noch den Tianjin Garden im Osten von Chinatown ans Herz legen. Dank seiner Wasserspiele, dem traditionellen chinesischen Pavillon und vielen Sitzgelegenheiten lädt dieser Ort zum Entspannen ein. Nachts ist Chinatown ebenfalls einzigartig – dann wird der Straßenzug hell erleuchtet. Zusammen mit den Neon-Schildern in chinesischer Schrift sorgt das für eine unverkennbare Atmosphäre.

Shrine of Remembrance

Der Shrine of Remembrance (Schrein der Erinnerung) ist eines der größten Kriegerdenkmäler Australiens. Das Denkmal wurde in den 1930er-Jahren fertiggestellt und ist allen Menschen gewidmet, die im Ersten Weltkrieg gestorben sind. Der Schrein befindet sich im Inneren des Bauwerkes. Dort soll ein im Boden versenkter Marmorstein an die Toten erinnern. Um die Inschrift lesen zu können, wirst du deinen Kopf neigen müssen.

Auf der Westseite des Schreins befindet sich eine Treppe. Wenn du diese hinaufläufst, gelangst du zu einer Aussichtsplattform. Von dort aus hast du einen fantastischen Blick auf die Skyline von Melbourne sowie auf eine wunderschöne Allee und die Parkanlage Kings Domain, in deren Mittelpunkt der Shrine of Remembrance liegt.

Royal Botanic Gardens

Die Parkanlage Kings Domain führt zu einem weiteren herausragenden Spot, nämlich den Royal Botanic Gardens von Melbourne. Es handelt sich dabei um einen der größten botanischen Gärten der südlichen Erdhalbkugel. Er ist so unfassbar riesig, dass du, selbst wenn du kein großer Pflanzen- und Blumenfreund bist, von diesem botanischen Garten fasziniert sein wirst. Im Jahr 1846 eröffnet, bietet er eine Bandbreite von über 50 000 Pflanzen aus 8 500 verschiedenen Arten an.

Das Highlight in den Royal Botanic Gardens ist der 1876 errichtete Guilfoyle’s Volcano – ein schneckenförmiger Aufbau, welcher vor allem durch seinen Krater an einen Vulkan erinnert. Auf diesem wurde ein begehbarer Holzsteg angelegt, welcher von Agaven und Kakteen umgeben ist. Der Guilfoyle’s Volcano sieht aber nicht nur wunderschön aus, vielmehr wird er auch als Wasserreservoir genutzt. Dabei wird das Wasser sozusagen im Krater des Vulkans gespeichert. Rundherum werden ausdrücklich nur Pflanzen eingesetzt, welche wenig Wasser benötigen. Auf diesem Weg ist es möglich, viel Wasser zu verwerten und zu speichern. Darüber hinaus wird das Wasser durch die Erde biologisch gefiltert und da der Guilfoyle’s Volcano hier der höchste Punkt ist, fließt das Wasser herunter und versorgt so den restlichen Garten.

Natur um Melbourne

Was Melbourne so lebenswert macht, ist nicht nur die tolle Stadt. Einen Beitrag in puncto Lebensqualität leistet auch die überragende Naturlandschaft in der Umgebung. Zunächst einmal gibt es da den Cherry Lake. Er ist ein wichtiger Lebensraum für die heimische Tierwelt, insbesondere für Pelikane und Schwäne. Der Cherry Lake gilt aber auch als Naherholungsgebiet für Menschen – besonders geeignet ist er für Bootsausflüge, Windsurfen und Angeln. Um den See herum gibt es einen 3,7 Kilometer langen Rad- und Fußweg.

Wenn du Lust auf ein bisschen Fitness in der Natur hast, dann lauf doch die Stufen der 100 Steps of Federation hinauf. Das sind, wie der Name schon sagt, exakt 100 Treppenstufen, verziert mit kleinen, futuristischen Skulpturen. Zu finden sind sie auf einem der Wanderwege in Altona, einem kleinen Vorort von Melbourne. Die 100 Steps of Federation sind ein Geheimtipp, der selbst vielen Einheimischen nicht bekannt ist. Auf jeden Fall ein idealer Spot, um die Natur zu genießen!

Wenige Autostunden von Melbourne entfernt, findest du noch Teilstücke des australischen Regenwaldes. In den letzten 100 Jahren ist im Bundesstaat Victoria eine große Fläche davon zurückgegangen. Umso interessanter ist der noch übriggebliebene Teil: Je nach deiner persönlichen Präferenz kannst du dich für ein kleines Areal entscheiden, welches extra für Gäste eingerichtet worden ist. Der Fokus liegt hier mehrheitlich auf Gewächsen sowie Bäumen des Regenwaldes und aus der Tierwelt begegnen dir in erster Linie Papageien. Um Australiens Nationalsymbol, den Koalabären, in freier Wildbahn zu sehen, solltest du dagegen den Weg in Richtung des Nationalparks Errinundra einschlagen, welcher östlich von Melbourne liegt.

Fazit

Mit Melbourne kannst du nicht nur eine absolut moderne Großstadt erleben, sondern auch mit eigenen Augen feststellen, warum sie zu den lebenswertesten Städten der Welt gehört. Sie bietet dir ein reichhaltiges Kultur- und Freizeitangebot, sehenswerte Attraktionen und reizvolle Erlebnisse in der Natur. Noch dazu kannst du dich an jeder Ecke mit dem entspannten australischen Lebensgefühl anstecken lassen. Kurzum: Melbourne ist auf jeden Fall eine Reise wert!

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