Die Wachau – eine wahre Perle in Niederösterreich 

Wenn du an einen Urlaub in Österreich denkst, schießen dir bestimmt als erstes Bilder von den atemberaubenden Alpen, glasklaren Seen oder auch faszinierenden Hauptstädte in den Kopf. Abseits der bekanntesten österreichischen Reiseziele verbergen sich jedoch noch mehr Schätze, welche auf jeden Fall einen Besuch wert sind – wie die wunderschöne Wachau inmitten von Niederösterreich.

Du fragst dich nun, was die Wachau nun so besonders macht? Ganz einfach - ihre Vielfalt. Es handelt sich nämlich nicht um eine einzige Stadt, sondern um eine ganze Landschaft entlang der Donau. Das heißt, du kannst bei deinem Besuch ganz viele verschiedene spannende Orte entdecken wie etwa Ruinen oder Stifte sowie kulinarische Spezialitäten. Die Region ist so besonders, dass sie sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Wo befindet sich die Wachau? 

Die Wachau ist eine ungefähr 35 Kilometer lange Region zwischen den Städten Krems und Melk, welche von der Donau geprägt wird. Weitere bekannte Orte in diesem Gebiet sind Dürnstein, Weißenkirchen, Spitz und Emmersdorf. Damit liegt sie circa 80 Kilometer von der Hauptstadt Österreichs, also Wien, entfernt. Darüber hinaus gehört sie zu einer österreichischen Großlandschaft, nämlichen dem Granit- und Gneishochland.

Wegen ihrer hervorragenden Lage ist sie auch sehr gut mit dem Zug erreichbar, weshalb sie auch für Backpacker geeignet ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass es viele regionale Busverbindungen und eine eigene Wachaubahn gibt, wodurch die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung leicht erreichbar sind. Deshalb bist du auch auf kein eigenes Auto angewiesen und kannst nachhaltig reisen.

Was kann ich in der Wachau unternehmen? 

Je nach deinem eigenen Geschmack, kannst du in der Wachau viele unterschiedliche Abenteuer erleben. Du kannst dich entweder sportlich betätigen und einen der wunderbaren Wander- oder Radwege nutzen, die großartigen historischen Ruinen und Stifte besuchen oder durch die kleinen historischen Städte bummeln. Für Feinschmecker ist auf jeden Fall auch etwas dabei, da die Wachau bekannt für ihre Marillen - in Deutschland auch Aprikosen genannt - und Weinbaugebiete ist.

Damit du einen besseren Überblick über die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in der Wachau bekommst, haben wir für deinen Trip die coolsten Ausflugsziele rausgesucht. Dabei kann nicht gesagt werden, welcher der schönste ist, da alle Orte ihren ganz eigenen Scharm besitzen. 

Melk 

Melk ist eine entzückende kleine Stadt, welche auch „das Tor zur Wachau“ genannt wird. In der Stadt gibt es verschiedene Spazierpfade, denen du folgen kannst, um die besten Orte ausfindig zu machen. Dadurch kannst du dich von den historischen Gebäuden in der Innenstadt inspirieren lassen, gelangst zur Donau oder in den Stadtpark.

Das Highlight der Stadt ist eindeutig das beeindruckende Stift Melk, welches auf einem Felsen aus Granit in die Höhe türmt. Es sieht nicht nur von außen atemberaubend aus, sondern lädt auch zu einer Besichtigung ein. Dazu musst du die sogenannte goldenen Stiege hinaufspazieren.

Im Inneren des barocken Stiftes kannst du auch jede Menge entdecken, etwa die Mineraliensammlung, das hauseigene Museum, die Kirche oder den wunderschönen Marmorsaal. Zudem kannst du dir einen Überblick über die Stadt verschaffen und die Aussicht genießen. Nach der Besichtigung laden zahlreiche Lokale und Restaurants auf eine Stärkung ein.

Melk

Krems an der Donau 

Wenn du für jeden Spaß zu haben bist, bist du in Krems genau richtig. In der Stadt gibt es nämlich ein Karrikaturmuseum, welches regelmäßig neue Ausstellungen anbietet. Aber nicht nur das lässt Kunstinteressierte auf ihre Kosten kommen, denn in Krems befindet sich auch noch eine Kunsthalle und die Landesgalerie Niederösterreich.

Ein interessanter Fakt ist, dass Krems zu den am längsten existierenden Städten des Landes gehört. Wenn du dich geschichtlich für die Stadt interessierst, ist das Museum Krems einen Besuch wert. Hier wirst du auch über die kulinarischen Besonderheiten aufgeklärt, da Krems bekannt für seinen Wein und Senf ist.

Falls du nun auf den Geschmack gekommen bist, solltest du die Winzer Krems besuchen. Dort kannst du bei einer Führung durch die wunderschönen Weingärten spazieren, mehr über Wein erfahren und natürlich auch ein Gläschen kosten. Natürlich musst du in Krems auch nicht hungern, da die vielen „Heurigen“ leckere regionale Speisen anbieten.

Dürnstein 

Hast du Lust ins Mittelalter abzutauchen und mehr über Richard Löwenherz zu erfahren? Dann ist der spannende Themenweg in Dürnstein ideal für dich, denn dieser führt von der Stadt mit einer wunderschönen blauen Stiftskirche zu einer magischen Ruine. Von dort aus kannst du - umgeben von alten Mauern - deine Seele baumeln lassen und die Aussicht genießen.

Das Schöne ist, dass sie das ganze Jahr über besucht werden kann. An besonders heißen Tagen im Sommer empfehlen wir dir einen Besuch im Kuenringerbad. Das Bad ist rein biologisch und die Aussicht der hammer. Einfach perfekt, um einmal einen ruhigeren Tag zu genießen.

Aggstein 

Doppelt hält besser, deshalb ist ein Besuch in der Burgruine Aggstein auch ein Muss. Die imposante Ruine befindet sich auf einem gewaltigen Felsen und ist bereits über 800 Jahre alt. Die informative Geschichte rund um die Ruine Aggstein kannst du dir bei einer Führung anhören, du kannst sie auch auf eigenem Fuß entdecken. Fesselnde Orte sind zum Beispiel das Gefängnis, welches auch als „Rosengärtlein“ bezeichnet wird.

Spannung pur! Gemeinsam mit deinem Travelbuddy kannst du auch einen Escape Room im Außenbereich der Ruine buchen. Und was natürlich nicht vergessen werden darf, ist die unfassbar schöne Aussicht auf die Donau und Umgebung. Natur pur.

Das Schloss in Aggstein

Spitz an der Donau

Alle guten Dinge sind drei! Aus diesem Grund kannst du in Spitz an der Donau zur Ruine Hinterhaus hinaufwandern. Diese befindet sich am Rande des Jauerlings, welcher mit 960 Metern der höchste Punkt in der Wachau ist. Besonders Abenteuerlustige können auch den Turm besteigen, welcher aufgrund der Bauart nichts für schwache Nerven ist, jedoch einen wunderschönen Ausblick bietet. Geschichten zufolge soll es in der Ruine Hinterhaus auch geistern.

Von Spitz aus besteht auch die Möglichkeit mit dem sogenannten Wanderbus zum Naturpark Jauerling zu fahren. Dieser umfasst insgesamt sieben regionale Gemeinden und bietet Wanderwege mit insgesamt 350 Kilometern Länge sowie Radwege und Badeplätze in Emmersdorf und Raxendorf. Du kannst aber auch direkt von Spitz zum Jauerling am Weitwanderweg 05 zum Jauerling marschieren.

Eine erstklassige Möglichkeit die niederösterreichische Region zu erleben, ist die Jauerlinger Gipfelrunde, welche du multimedial mit einer App am Handy erleben kannst. So bekommst du interessante Informationen über die Region und kannst die Natur genießen. Am Gipfel angekommen sogar eine Aussichtswarte, welche deinen Aufstieg belohnt. Auch im Winter kannst du durch den Naturpark wandern und am Jauerling sogar Skifahren.

Wanderwege  

Wie du vielleicht schon rauslesen konntest, ist die Wachau perfekt für Wanderungen geeignet. Du musst also nur deine Ausrüstung packen und los geht’s! Ein besonderer Tipp ist der 180 Kilometer lange Welterbesteig, welcher insgesamt 14 aufgeteilte Routen umfasst und durch über 10 Gemeinden führt.

Genauer gesagt liegt die gesamte Wanderung zwischen Krems und Melk, wobei nach Melk die Donau überquert wird und zum Ausgangspunkt zurückgewandert wird. Somit spazierst du an beiden Ufern entlang. Natürlich kann auch nur ein Teil der Route gegangen werden, das kommt ganz auf dich an.

Du kannst auch einen Teil des Jakobsweges in der Wachau besichtigen, dieser befindet sich zwischen Göttweig und Melk, was eine ungefähre Strecke von 50 Kilometer ist. Dabei kannst du dir das wunderschöne Stift Melk sowie Stift Göttweig und den Wallfahrtsort Maria Langegg ansehen.  

Natürlich lädt die wunderschöne Natur auf einer Wanderung zu einem Wildcamping-Abenteuer ein, jedoch gibt es in Niederösterreich Strenge Vorschriften. Aufgrund des Naturschutzgesetztes ist dies verboten und wird mit hohen Geldstrafen bestraft.

Donauradweg 

Wenn du gerne mit dem Rad unterwegs bist, bietet sich auch der wunderschöne Donauradweg an, welcher direkt neben der Donau durch die Wachau führt. Dieser kann auf beiden Seiten des Flusses befahren werden. Zum einen kannst du bei Emmersdorf in der Nähe von Melk starten und nach Krems fahren, zum anderen von Melk nach Mautern.

Egal für welche Strecke du dich entscheidest, eines ist klar: du wirst viele Sehenswürdigkeiten in der Region sehen und jede Menge Spaß haben! Hier muss noch erwähnt werden, dass du dir in der Wachau sowohl normale Fahrräder als auch E-Bikes leihen kannst.

Schiffahrt

Einfach einsteigen und die gewaltige Donau aus nächster Nähe genießen, das zeichnet die Reise mit dem Schiff in der Wachau aus. So kannst du also auch zu den regionalen Sehenswürdigkeiten fahren. Mögliche Reiseziele sind Melk, Spitz, Weißenkirchen, Dürnstein und Krems. Eine weitere lustige Variante sich in der Wachau fortzubewegen, sind die Wassertaxis, welche dich schnell zum nächsten Abenteuer führen.

Welche Spezialitäten gibt es in der Wachau?  

Was wäre die Wachau nur ohne ihre schmackhaften Marillen und den landesweit bekannten Wein? Beides musst du auf deiner Reise probieren, um in den Genuss der regionalen Spezialitäten zu kommen!

Marillen

Ein fabelhaftes Schauspiel ist die Marillenblüte in der Wachau, wobei du ungefähr

100 000 Bäume in voller Pracht bestaunen kannst. Diese findet jährlich zwischen März und April statt. Das kann jedoch je nach Jahr etwas früher oder später sein.

Dazu gibt es zahlreiche schöne Spazierwege, zum Beispiel der Marillenweg in Angern, welchen du auch super einfach mit dem Bus erreichen kannst. Dort angekommen erwarten dich zum einen die hübschen Bäume, zum anderen auch köstliche Speisen wie Knödel oder Kuchen. Die Blütezeit ist auch ein heißer Tipp für alle Hobbyfotografen.

Marillen

Wein

Dank der gewaltigen Kraft der Donau sind in der Wachau viele Plätze entstanden, welche sich perfekt für den Weinbau eignen. Zusätzlich ist auch noch das Klima perfekt dafür. Aus diesen Gründen gedeiht in der Wachau wohl die Traube unter optimalen Bedingungen.

Die bekanntesten Reben in der Wachau sind der Grüne Veltliner und der Riesling, also beides Reben für Weißweine. Außerdem werden in der Wachau drei Arten von Weinen unterschieden, wobei die Einteilung mithilfe des Alkoholprozentsatzes getroffen wird. Diese Weine heißen „Steinfeder“, „Federspiel“ und „Smaragd“.

Wenn du Lust hast, kannst du dich auf einen Weinwanderweg begeben. Einer davon ist in Spitz an der Donau und circa 5 Kilometer lang. Das Praktische an diesem Weg ist, dass er beschildert ist und viele Informationen vermittelt – und natürlich, dass du in der Nähe der Winzer bist, wo du dir ein Gläschen genehmigen kannst. 

Fazit

Die Wachau ist zwar nicht das bekannteste Urlaubsziel in Österreich, aber wie du sehen konntest, hat sie so einiges zu bieten! Aufgrund ihrer natürlichen Gegebenheiten ist sie der perfekte Ort für ausgiebige Wandertouren, aber auch mit dem Rad oder Schiff kannst du so einiges erkunden.

Sie ist auch reich an Sehenswürdigkeiten wie die zahlreichen Ruinen oder auch die historischen Gebäude zeichnen die Region in Niederösterreich aus. Auch kulinarisch hat Wachau einiges zu bieten, egal ob Wein oder Marillen, beides kann in der Wachau genossen werden.

Für Backpacker ist die einfache Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten wohl ein guter Grund, um die Wachau zu besuchen. Du kommst du dank der super Verbindung mit Bus, Bahn und Schiff so gut wie an jede Stelle der Wachau. Somit bist du auch flexibel ohne Auto unterwegs.  


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