Fernweh, Wehmut und Sehnsucht – der Motor für einen gelungenen Abenteuerurlaub

Fernweh, Wehmut und Sehnsucht – der Motor für einen gelungenen Abenteuerurlaub

Es geht wohl jedem so, der Reiseberichte in Zeitschriften oder im Internet liest: Einmal gelesen schüren sie das Fernweh. Gerade nach den  zurückliegenden Beschränkungen in der Reisefreiheit sind die Reiselust und die Sehnsucht nach Abenteuern sowie dem selbstbestimmten Erkunden von nahen und fernen Reisezielen, deren Natur und Menschen, förmlich mit den Händen zu greifen.

Wenn du dich entscheidest, lieber einen eigenen Backpacker-Urlaub zu unternehmen, anstatt dich der Reisegruppe einer Pauschalreise anzuschließen, dann obliegt dir allein die Vorbereitung deines persönlichen Abenteuers. Damit hast du die Freiheit, deine Wünsche und Ziele in genau deinem Stil umzusetzen, und auf den Spuren der einstigen Globetrotter und Weltenbummler zu wandeln.

Bist du wirklich geeignet für einen Trip?

Ob der Rucksacktourismus wirklich etwas für dich ist, kannst du ganz einfach herausfinden, indem du zunächst einmal einen kleinen Trip planst, der dich an Ziele deines näheren geografischen Umfeldes bringt. Sich kleine Teilziele zu stecken, das hat auch auf einer großen Reise mit dem Rucksack einen hohen Stellenwert, wenn du durchhalten möchtest. Wie im Leben selbst, heißt es auch hier den Weg in Etappen zu bewältigen. Auf diese Weise kannst du Teilerfolge genießen, welche das Durchhaltevermögen enorm steigern.

Und was ist das erklärte Ziel der Backpacker-Gemeinde? Sich auf ungeplante Begebenheiten und Begegnungen einzulassen, dem Leben seinen natürlichen Fluss zurückzugeben und die Organisation sowie die Durchführung der Reise aus eigener Kraft zu schaffen. Wenn auch du selbstbestimmt und flexibel reisen möchtest, dann plane jetzt dein erstes oder nächstes Backpacker-Abenteuer. Egal, ob du allein, zu zweit oder aber auch in der Gruppe reisen und die Welt erkunden möchtest – eine gute Planung garantiert einen relativ reibungslosen Ablauf und damit den Erfolg der Reise.

Bevor das Abenteuer „Backpacker-Urlaub“ beginnen kann

Die Planung eines Vorhabens, wie eben auch einer Reise, ist immer das A & O. Wie du aus deinen Ideen, Wünschen und Zielen ein Konstrukt baust, ist entscheidend über den Verlauf und den Ausgang deines Abenteuers. Auch wenn du autark und ohne Unterstützung durch einen Reiseleiter eines Reiseunternehmens unterwegs sein wirst, sind wichtige Aspekte bei der Planung deines Abenteuers im Vorfeld zu beachten. Das beginnt bereits mit der Wahl des Reisezieles.

Von den geografischen Gegebenheiten hängen einige Punkte in der Planung ab, die du selbst nicht beeinflussen kannst. Ebenso verhält es sich mit dem Equipment, welches du für dieses Abenteuer besorgen, borgen, oder aber anderweitig organisieren, musst. Auch wenn alles sehr individuell und frei ablaufen soll, so gibt es überall auf der Welt Richtlinien und Standards, die ein jeder einhalten muss. Nur so kannst du sicher gehen, dass du gegen keine Gesetze und Richtlinien verstößt, die etwa in einem fremden Land gelten.

Wir empfehlen dir, vor einer geplanten Backpacker-Reise eine intensive Planungszeit vorausgehen zu lassen. Hierbei eignet sich die schriftliche, visuelle Art besonders gut, denn so kannst du Lücken schneller und leichter ausmachen. Auf diese Weise wird dir der Verlauf deiner Reise erst richtig bewusst, weshalb du auf Widerstände und Unwägbarkeiten im Vorfeld und vor Ort besser reagieren kannst.

 Die schriftliche Planung erfolgt gut sichtbar in deinem eigenen Heim. Such dir dafür einen Platz in der Wohnung, welcher dir immer gewahr ist, denn für viele Fakten gelten Fristen, die es einzuhalten gilt, bevor es überhaupt losgehen kann. Insbesondere gilt dies für Auslandsreisen, bei denen du dich in einem fremden Land mit fremden Kulturen und anderen Bestimmungen, wie sie bei uns in Deutschland herrschen, aufhältst.

Gerade diese Reisen brauchen mehr Zeit für die Planung. Erarbeite hierzu am besten eine Liste, welche du in zwei Spalten einteilst. In der einen Spalte sollen die Dinge stehen, die du dir persönlich vorstellst und von deiner Reise erwartest. In der zweiten Spalte stehen die Formalien und Besorgungen, die du im Vorfeld tätigen musst. Notiere hier auch die geltenden Fristen, die du einhalten musst sowie die bereits erledigten Punkte. All diese Notizen sollen gut leserlich und deutlich geschrieben sein, damit nichts in Vergessenheit gerät. Die folgenden Details sind dabei eine Überlegung wert.

Mann, der auf seinem Backpacker-Urlaub einen Berg besteigt

Tipp 1: Die Wahl des Reiseziels

Wenn du dich noch nicht entschieden hast, wohin deine Reise dich führen soll, dann lies dir Reiseberichte durch, die speziell das Thema Backpackung behandeln. Videos verdeutlichen die Intensität der Reise nochmals und machen sie begreifbar. Von diesen Erfahrungen kannst du profitieren. Du kannst selbst aufgrund deiner körperlichen Konstitution sicherlich am besten einschätzen, welcher Zielort für dich in Frage kommt. Ebenfalls anhand deiner körperlichen Verfassung bestimmst du, in welcher Zeit und auf welchem Wege du zu deinem Wunschort gelangst.

Ist das Ziel weit entfernt von deinem Heimatort oder liegt es gar auf einem anderen Kontinent, dann empfehlen wir dir eine Reise in Etappen. Dies gilt allerdings auch, wenn du dich für ein Ziel noch nicht gut gewappnet fühlst. Auch nähere Ziele können in Etappen bewältigt werden. Auch das ist ein Teil der Individualität, welche diese Art des Reisens so reizvoll macht. Auf diese Weise kannst du dein Pensum auch schrittweise steigern.

Unser Tipp: Besser zunächst kürzere Ziele  setzen – es kommt nicht auf die „geschrubbten“ Kilometer, sondern auf dein persönliches Erleben an.

Tipp 2: Die Dauer deines Backpacker-Urlaubs

Wie lange eine Reise dauert, hängt entscheidend von der Zeit ab, die du selbst dafür hergeben kannst bzw. ist sie abhängig von der Zeit, die dir – als gesetzlich eingeräumter Urlaub – zur Verfügung steht. Ziele geringeren Ausmaßes sind sicher mittels eines Sommerurlaubes zu bewältigen. Weitere Reisen, wie etwa in ein anderes Land oder gar auf einen fremden Kontinent, beanspruchen hingegen enorm viel Zeit. Bedenke: Als Backpacker bist du oft zu Fuß unterwegs. Das solltest du bei der Reiseplanung berücksichtigen.  

Für Reisen mit langer Dauer ist es möglich seinen gesamten Jahresurlaub zu sammeln und – in Absprache mit dem Arbeitgeber – mit einem Mal zu beanspruchen. Je nach Branche und Tarif kann es sich hierbei um eine beachtliche Anzahl an Urlaubstagen handeln, welche einen Backpacker schon weit bringen können.

Für alle, die eine sehr lange Zeit brauchen, um ihrem Reiseziel nahezukommen oder es zu erreichen, besteht in Deutschland nun auch für Arbeitnehmer die Möglichkeit des Sabbaticals. Dieses Wort leitet sich aus dem Jüdischen ab und bezeichnet die Ruhephase der Juden. Laut einer Studie wünschen sich bereits 9 von 10 deutschen Arbeitnehmern ein solches Sabbatjahr, um ihre persönlichen Wünsche und Ziele zu erreichen und umzusetzen.

Bei diesem Vorhaben ist immer der Arbeitgeber zu befragen, ein Antrag zu stellen und dann auf eine Bewilligung zu warten, die im Übrigen bis zu sechs Jahren dauern kann. In der Zwischenzeit kannst du dir kleinere Reisen vornehmen und auf das ganz große Ziel hinarbeiten – konstitutionell ebenso wie finanziell.

Tipp 3: Denk an die Vorschriften an deinem Traumziel

Soll dich deine Reise in ein exotisches Land außerhalb von Europa führen, so sind noch ganz besondere Anforderungen zu berücksichtigen. Es gelten für jedes Land unterschiedliche Einreisebedingungen, die Gäste des Landes zu erfüllen haben, damit sie das Land überhaupt betreten dürfen. Hierzu zählen Visa, welche bei der jeweiligen Botschaft meist mehrere Monate zuvor zu beantragen sind. Das ist oft mit einem erhöhten Aufwand sowie mit Kosten verbunden. Genaue und gesicherte Informationen hierzu erteilt das Auswärtige Amt in Deutschland. 

Eine weitere mögliche Voraussetzung für eine Einreise in ein Land bzw. ein Fakt, welcher eine zwingende Überlegung nötig macht, ist der Impfstatus des Reisenden. Gerade in tropischen Gegenden der Erde finden sich Infektionskrankheiten, die wir hierzulande wenig oder gar nicht erleben. Andererseits können wir Europäer sogenannte stumme Infektionen in uns tragen, welche die Bewohner des Landes, in das wir einreisen möchten, gefährden könnten. Dies gilt ebenso für die fremdartige Tierwelt.

In diesen Fällen gilt es uns selbst sowie die Menschen, die wir besuchen und kennenlernen möchten sowie die Fauna des Gebietes zu schützen. Einige Länder machen daher auch eine Impfung zur Voraussetzung für die Einreise in ihr Gebiet. Für welche Gebiete der Erde welche Vorsichtsmaßnahmen für den Infektionsschutz durchzuführen sind, das erklärt die Ständige Impfkommission.

ein Backpacker-Urlaube in Asien

Tipp 4: Darauf solltest du beim Reise-Equipment achten

Für jedes Reiseziel brauchst du nicht nur unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen – auch die Utensilien, die du für die Reise benötigst, sind ganz individuell – genau wie die Reise selbst. Schon die geografische Lage nimmt dir viele Entscheidungen ab, denn im bergigen Gebiet benötigst du eine leichte bis mittelschwere Bergausrüstung, während du am Meer eher seichte Steigungen zu erwarten haben dürftest.

Ebenfalls entscheidend ist, ob du die Nächte auf deiner Reise generell im Freien verbringen wirst, oder aber ob du einen Mittelweg wählst, der es dir erlaubt gegebenenfalls oder zwischendrin auch einmal eine Herberge aufzusuchen. Der Vorteil: Dabei gibt es die Möglichkeit, Wäsche zu waschen und zu trocknen – was sich positiv auf dein Rucksack-Volumen auswirken würde.

Grundsätzlich aber gehört in einen Backpacker Rucksack alles, was dich in der freien Wildbahn und in der seichten Natur gut und sicher übernachten lässt. Dazu gehören Utensilien, in Form vom Survival-Equipment, also Überlebens- Werkzeug, mit welchem du selbst Feuer machen oder Wasser filtern kannst.

Was sich als Basis in einem Backpacker Rucksack außerdem befinden sollte, was du also auf gar keinen Fall vergessen darfst, das kannst du in unserer Muster-Packliste nachlesen. Aber vergiss nicht: Mut und Abenteuerlust ist das Wichtigste, was du für eine gelungene individuelle Reise brauchst.

Fazit

Dein erster Backpacker-Urlaub wird garantiert ein Abenteuer. Wenn du diese Tipps beachtest, hast du allerdings schon den ersten Schritt in eine unvergessliche Zeit mit einzigartigen Erlebnissen gemacht. 

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