Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Warst du schon mal in der Sächsischen Schweiz? Falls nicht, wird es dringendst empfohlen, denn dieser Ort ist ein wunderbares Geschöpf der Natur. Obwohl es hier viele Aktivitäten gibt, will man ausschließlich eines machen — die atemberaubende Landschaft aus der Vogelperspektive genießen. Du weißt nicht, welchen Weg du am besten nimmst, um den Berg zu erklimmen und das Beste aus deiner Reise herauszuholen? Willst du von den versteckten Wanderwegen und entlegensten Spots erfahren, wohin sich nicht viele Touristen wagen? Dann lies weiter, denn in diesem Artikel geht es um das Wandern und die Nähe zur Natur in der Sächsischen Schweiz.

Was ist die Sächsische Schweiz?

Die Sächsische Schweiz ist das Sandsteingebirge entlang der Elbe in Sachsen, unweit von Dresden. Die Schrammsteine bilden einen Felsenkomplex, der sich über etwa 93 km² erstreckt. Von der anderen Seite der Elbe eröffnet sich der Blick auf das Gebirge, bei dem man aber zunächst nicht auf den Gedanken kommt, dass die Felsen außerordentlich groß sind. Erst auf der Bergspitze erschaudert man wegen des Maßstabs (des Ganzen): Der höchste Gipfel in der Sächsischen Schweiz ist 562 m hoch. Wenn man genau überlegt, ist das fast doppelt so hoch wie der Eiffelturm in Paris. Die Schlucht, in die man von oben erschrocken blickt, ist unendlich und die Elbe scheint so weit zu sein, dass die Menschen wie kleine Punkte erscheinen. So eine Sandlandschaft ist infolge der Erosion von Gesteinen in der Kreidezeit entstanden. Wenn man bergauf geht, wundert man sich immer wieder darüber, wie die Natur selbst (die) Felsen solcher Größe erschaffen konnte. Die Sächsische Schweiz ist also eine der berühmtesten Attraktionen Deutschlands, die du auf jeden Fall besuchen solltest!


Wie kann ich die Sächsische Schweiz erreichen?

Normalerweise wird diese Attraktion als Ort betrachtet, der sich außerhalb von Dresden befindet, also wenn du dich für einen 3-tägigen Besuch in dieser Stadt entschieden hast, ist es ein Muss, einen kurzen Abstecher in den Kurort Rathen zu machen. Das ist die Bahnstation, von der man etwa 10 Minuten braucht, um zum Fuß des Gebirges zu gelangen. Zur Orientierung: Nachdem du aus dem Zug ausgestiegen bist, gehe einfach Richtung Fluss. Wenn du (schon) am Ufer bist, musst du zunächst einmal auf die andere Seite der Elbe, die du nur mit der Fähre erreichen kannst. Aber mach dir keine Sorgen, es dauert etwa 2 Minuten und die Karte für Hin- und Rückfahrt kostet 2,50 €. Vergewissere dich, dass du das Ticket in beide Richtungen gekauft hast, falls du noch am selben Tag zurück nach Dresden willst. Denn es gibt weder Eisenbahn noch schnelle Busverbindungen auf der anderen Seite des Flusses.

Nun, siehst du schon die unermessliche Größe der Felsen? Dann bist du am richtigen Ort. Also reiß dich am Riemen und … ab nach oben!

Wie finde ich die Basteibrücke? 

Weiter geht es nur den Wegmarkierungen entlang. Hier und da wirst du dich anstrengen müssen, da die Pfade manchmal steil sind. Aber ansonsten ist der Aufstieg sehr leicht. Wenn du Glück hast, siehst du ein paar Einheimische, die ab und zu innehalten, um sich mit der Natur zu unterhalten und zu singen. Man hört, wie der schöne Gesang erhallt, weit in die Tiefe des Waldes dringt und als Echo zurückkehrt. Auf dem Weg werden dich schöne Aussichtspunkte erwarten, aber lass dich nicht allzu sehr verführen, denn die entzückendsten Schönheiten sind auf der Spitze des Berges. Sobald du schon die berühmte Basteibrücke erblickst, kannst du dich freuen. Ab diesem Zeitpunkt wirst du ausschließlich spektakuläre Panoramen und Ausblicke genießen.

Ein kleiner Tipp: Kurz vor der Brücke gibt es rechts einen Durchgang zur Felsenburg Neurathen. Die Eintrittskarte kostet 2 € pro Person. Wenn du bis dahin schon müde bist und nicht planst, weiter die Wanderwege zu erkunden, empfiehlt es sich, die Ruinen der Burg anzusehen. Über die engen Brücken kommst du zur Treppe, die du hochläufst und vom Aussichtspunkt aus kannst du die atemberaubende Landschaft jenseits der Burg beobachten. Von dort aus kannst du dir auch die Basteibrücke aus der Ferne anschauen. Wenn du aber Lust auf Abenteuer hast, wird der Eintritt sich nicht lohnen, denn das, was du später sehen wirst, wird dir für immer in Erinnerung bleiben.

Die Basteibrücke ist eine der berühmtesten Attraktionen Deutschlands, die jährlich etwa eineinhalb Millionen Besucher anzieht. Früher hing hier allerdings nur eine Brücke aus Holz und erst vor kurzem wurde sie aus Sandstein gefertigt. Auf der Brücke gibt es immer viele Touristen mit ihren Fotokameras, besonders tagsüber. Wenn du also mit der unberührten Natur in Kontakt treten willst, ohne dass andere Menschen dich dabei stören, plane dort schon am frühen Morgen zu sein. Wenn du auf der Brücke stehst und einen Blick auf die andere Seite des Felsenkomplexes wirfst, bemerkst du die riesigen Schrammsteine, die aneinandergereiht sind. Sie sehen einfach majestätisch aus! Das ist dein Endziel, das du auf jeden Fall erreichen musst. Es mag am Anfang so erscheinen, als ob diese riesigen Felsen zu weit entfernt wären, und dass man sie nie erklimmen könnte, sogar wenn man es wollte. Lass dich nicht von der Größe täuschen, denn es ist möglich! Aber schalte ab jetzt den Wander-Modus ein, weil du außerordentlich mutig sein musst, um den Felsklippen nahezukommen.


Welche Infrastruktur gibt es oben?

Hinter der Basteibrücke gibt es eine Fläche mit einigen Cafés und Restaurants, wo du eine passende Stärkung zu dir nehmen kannst. Wenn du also nach dem Aufstieg müde geworden bist, ist das die perfekte Gelegenheit, dich zu entspannen. Wir empfehlen auf jeden Fall, ein paar Snacks mitzunehmen, weil die Preise in den Restaurants auf der Bergspitze relativ hoch sind. Auf dieser Fläche stehen auch viele schöne Berghütten, die vermutlich bewohnbar sind. Schon bereit, weiterzugehen? Bevor du dich zu deinem Endziel begibst, gehe zur Wehlsteinaussicht. Von da ist der Ausblick in die Schlucht einfach faszinierend, wobei alles unwirklich scheint.

Wie findest du das schönste Panorama in der Sächsischen Schweiz?

Jetzt geht es zur sogenannten Kleinen-Gans-Aussicht. Um dahin zu gelangen, musst du durch die Nationalparkfläche Richtung Schwedenlöcher gehen. Auf deinem Weg wirst du immer wieder Wegemarkierungen sehen, die dir die Richtung angeben werden. Die ganze Fläche des Nationalparks ist geschützt, da es viele Pflanzen und Tiere gibt, die man sonst nirgendwo finden kann. Luchse, Fischotter, Dachse, Hermeline und viele andere Tiere bewohnen den idyllischen Wald, es gibt eine Vielfalt an Bergwaldpflanzen. Während du also durch den Wald wanderst, denke daran, dass du jeden Ort in dem Zustand verlassen solltest, wie du ihn aufgefunden hast. Denke an die süßen Hermeline und Otter, die du retten würdest, wenn du die Natur sauber hältst.

Sobald du das Schild “Kleine-Gans-Aussicht” oder „Südaussicht“ erblickst, bist du schon fast an deinem Ziel. Wenn du an der Klippe entlang gehst, kann dir sogar etwas schwindelig werden, weil du dich in unglaublicher Höhe befindest. Das ist ganz normal, da es in der Luft zu viel Sauerstoff gibt und das kann deine Gefühle betäuben. Wenn du das Schild siehst, auf dem die Worte “Achtung! Kletterweg, kein Wanderweg mehr” stehen, musst du eine wichtige Entscheidung treffen. Ziehst du es durch oder nicht? Unsere Empfehlung ist: Wag es! Du brauchst keine Angst zu haben, weil es schließlich dir überlassen ist, ob du dem Abhang nahekommen wirst oder nicht. Du kannst ruhig darauf verzichten und den Ausblick aus der Ferne genießen. Der einzige Grund, warum es eine Vorwarnung gibt, ist, dass dort kein Schutzzaun ist, der die Schlucht von der Klippe abtrennt. Entscheidest du dich dafür, würdest du es nie in deinem Leben bereuen.

Die unermessliche Weite der Wälder, die sich vor dir ausstreckt, hinterlässt einen starken Eindruck. Du wirst gemischte Gefühle haben, die sich überschneiden werden: Zunächst wirst du einen Adrenalin-Kick kriegen wegen der Höhe, auf der du dich befindest. Danach wirst du ein seltsames Gefühl haben, dass der ganze Reichtum, der sich vor dir ausbreitet, dir gehört. Du wirst extrem glücklich sein, du wirst es alles nie loslassen wollen. Wenn du danach schon eine Zeit lang die großartige Landschaft beobachtet hast, kommen Harmonie und Frieden. Du wirst beginnen, die wunderbare Natur mehr zu schätzen und zu denken, dass du einfach dazu gehörst.

Deine Wanderung in der Sächsischen Schweiz

Hast du schon mal eine Reise nach Ostdeutschland geplant? Dann verpasse die einzigartige Gelegenheit nicht, dir die sächsische Schweiz anzuschauen und die wunderbare Landschaft zu bewundern! In deiner Reise wirst du eine Fülle von Aktivitäten haben: die Elbe mit der Fähre überqueren, von den Einheimischen lernen, wie man die Natur schätzt und welche Sprache sie hat, sich die uralten Schrammsteine anzusehen, auf den riesengroßen Klippen stehen und einen Blick in die Tiefe der Schlucht wagen und schließlich superschöne Fotos machen, die du dir mehrmals später angucken wirst. Du wirst von der schönen Basteibrücke erstaunt sein und dich wundern, wie es ist, in den Berghütten zu wohnen. Ein Tag außerhalb des Lärms der Großstadt wird dir definitiv guttun. Das Gute an so einem Abstecher in die Sächsische Schweiz ist, dass du die ganze Reise an einem Tag durchführen kannst. Sei mutig und finde die besten und entlegensten Orte, wo du die Majestät der Natur ohne viele Touristen genießen kannst. Also pack in deinen Backpack einen Pulli, einen Snack, nimm deine Freunde mit und — los geht‘s!


Geschrieben von Artem Zahrebelnyi

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