Sei es die Harbour Bridge, der Bondi Beach oder doch die Blue Mountains - eines haben diese Sehenswürdigkeiten alle gemeinsam: Sie sind Australiens Aushängeschilder schlechthin, wenn von beliebten Sehenswürdigkeiten in Sydney die Rede ist.

Auf den ersten Blick ist zu erkennen: An wahren Schätzen mangelt es der australischen Metropole bestimmt nicht. Doch die vielen Menschenmassen dort sind nicht unbedingt jedermanns Sache. Wie gut, dass Sydney auch allerhand malerische Alternativen bereithält. Diese wahren Geheimtipps stellen wir dir in diesem Artikel vor, damit auch Du Sydney und sein Umland von seiner schönsten Seite und ohne den Massentourismus erleben kannst. Also los!


Sydneys Aushängeschilder


Bridge Climb vs Pylon Lookout

Eine Sache darf man sich in Sydney garantiert nicht entgehen lassen: die beeindruckende Harbour Bridge. Sie ist nicht nur eine der berühmtesten Touristenattraktionen überhaupt, sondern bietet auch noch ein herrliches Panorama über die Stadt — inklusive des besten Blicks auf das nicht weniger berühmte Opernhaus.

Viele Rucksackreisende haben daher den sogenannten Bridge Climb ganz oben auf ihrer Bucket-List. Völlig zurecht, bei dieser atemberaubenden Aussicht. Adrenalinkick inklusive. Doch das Abenteuer hat seinen Preis: Stolze 350 australische Dollar berechnen die Veranstalter für das Rundum-Paket.

Diese kann man sich aber auch durch den Aussichtspunkt Pylon ganz einfach sparen, ohne auf den Anblick verzichten zu müssen. Auch hier kannst Du die beeindruckende Konstruktion aus nächster Nähe betrachten. Und das sogar in Deinem eigenen Tempo, ganz ohne Zeitlimit. Nachdem Du die 200 Stufen erklommen hast, kannst Du die ganze Stadt überblicken: den Hafen, das Opernhaus, die Brücke selbst — bis hin zu Sydneys Vororten reicht die Aussicht.

 Pylon ist aber nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern dient gleichzeitig auch als Museum auf drei Ebenen. Hier kannst Du alles über die Brücke selbst, ihre Konstruktion und sämtliche Beteiligte herausfinden.

Sydney Morning Opera

Royal Botanic Garden vs Wendy’s Secret Garden

Der Royal Botanic Garden ist oft eine der ersten Anlaufstellen für Reisende, sobald diese in Sydney ankommen. Das liegt nicht zuletzt an seiner äußerst günstigen Lage unweit des Circular Quays, also in der Nähe des Opernhauses. Aus diesem Grund kann es an lauen Sommertagen zwischen haufenweise picknickenden Sonnenanbeter*innen schon einmal eng werden.

Wer sich lieber fernab des Trubels herumtreibt, aber dennoch die einzigartige Atmosphäre umgeben von fast schon urwaldartiger Natur nicht missen möchte, ist in Wendy’s Secret Garden bestens aufgehoben. Auch dieser ist von der Stadtmitte aus leicht zu erreichen; er befindet sich in der Lavender Bay, direkt auf der anderen Seite der Harbour Bridge.

Die heute 80-jährige Wendy Whiteley legte den Garten an, nachdem ihr Ehemann, der bekannte australische Künstler Brett Whiteley, 1992 verstorben ist. Da sie keine Spezialistin ist, achtete sie bei ihrem Design vornehmlich auf Ästhetik, was man dem schönen Garten bis heute Ansieht.

Dieses Naturjuwel inmitten von Sydney beherbergt aber nicht nur etliche einheimische und exotische Gewächse, sondern dient auch als Heimat für eine Vielzahl von Vogelarten. Außerdem kannst Du bei deiner Erkundung des Gartens allerhand Fundstücke sehen, die Wendy bei ihren Umgrabungen entdeckt hat.


Bondi und Manly vs Maroubra Beach

Bondi oder Manly — das ist wohl eine der hitzigsten Debatten unter Backpackenden in Sydney und so alt wie die Zeit. Was ist aber, wenn wir Dir sagen, dass keiner der beiden Strände seinem Ruf als einer der besten Strände Australiens gerecht wird?

Bondi sowie auch Manly Beach sind als wahres Paradies für Surfende bekannt und ziehen dementsprechend viele von ihnen an. Auf keinen Fall wollen wir davon abraten, die Strände und ihre Promenaden zu besuchen und ihren Flair zu genießen. Für entspannte Tage am Meer sind sie aber eher weniger geeignet. Natürlich haben sie andererseits echt tolle Wellen zu bieten. Deine Chance, zwischen den vielen Einheimischen und Profis überhaupt eine davon zu erwischen, ist allerdings verschwindend gering.

Sydney Surfer bei Sonnenuntergang

Anders sieht es da schon am Maroubra Beach aus. Wie auch Bondi in den Eastern Suburbs gelegen, ist Maroubra zwar immer noch ein Stadtstrand — man wird ihn also vor allem nachmittags und am Wochenende eher selten komplett leer vorfinden — doch bei weitem weniger besucht als sein berühmtes Pendant. In Sachen Wellengang steht er Sydneys Aushängestrand allerdings in nichts nach; mit dem Unterschied, dass Du sie auch wirklich nutzen kannst.

Und auch zum Entspannen eignet sich Maroubra Beach deutlich besser, denn Du wirst mit Sicherheit ein Plätzchen für dich finden, ohne über tausend Badegäste klettern zu müssen, um überhaupt erst ins Wasser zu kommen. Wahrscheinlich ist sogar genug Platz, um mit anderen Backpackenden eine Runde Beachvolleyball zu spielen.


Natur pur — Wanderungen in Sydney


Coastal Walk vs Wodi Wodi Track

Wo wir gerade vom Bondi Beach sprechen kommen wir nicht drum herum, auch den berühmten Coastal Walk zu erwähnen. Den startet man normalerweise hier, bevor man die nächsten zweieinhalb Stunden dem Pfad über Bronte Beach und Gordon’s Bay nach Coogee Beach folgt — wer besonders motiviert ist, kann sogar noch eine Station weiter wandern, um dann bis nach Maroubra zu gelangen.

Auf dem Weg befinden sich zahlreiche Aussichtspunkte, von denen du die Weiten des Pazifiks überblicken kannst, sowie Strände, Rock Pools und Cafés, die sich perfekt für den ein oder anderen Zwischenstopp eignen. Leider ist der Pfad allerdings eher schmal und es kommt nicht selten zu ganzen Karawanen an Wanderern.

Wer kein Fan von solchen Menschenmassen ist und trotzdem tolle — unserer Meinung nach sogar um einiges bessere — Aussichten genießen will, kommt im Stanwell Park voll auf seine Kosten. Gelegen südlich von Sydney, etwa auf halber Strecke Richtung Wollongong, ist er in nur knapp über einer Stunde mit der South Coast Line oder dem eigenen Auto zu erreichen.

Hier legen wir euch den Wodi Wodi Track ans Herz. Dieser ist in seiner Dauer mit dem Coastal Walk vergleichbar, allerdings geht es ein wenig mehr aufwärts, was sich später anhand des unglaublichen Panoramas bezahlt macht. Die Wanderung durch die Illawarra Escarpment State Conservation Area ist allerdings nur bei trockenem Wetter zu empfehlen, denn der Pfad wird bei Nässe äußerst rutschig.

Einmal oben angekommen eröffnet sich Dir ein Blick, den du so schnell nicht wieder vergessen wirst. Der Wind, der Dir dort oben um die Ohren weht, zusammen mit dem gefühlt unendlich weiten Blick über das Meer bietet wirklich das ultimative Gefühl von Freiheit. Und wenn Dir nach deiner Wanderung noch nach einem Sprung ins kalte Nass zumute ist, nur zu - Stanwell Park hat auch einen fantastischen und überhaupt nicht überlaufenen Strand zu bieten.


Blue Mountains vs Royal National Park

Normalerweise sind die Blue Mountains der Anlaufpunkt schlechthin für wanderlustige Backpackende in Sydney. Das fällt bei einem Tagestrip dorthin auch sofort auf: Bereits am Bahnhof ist alles auf den Bergsteiger-Tourismus ausgerichtet. Natur pur sieht anders aus, auch wenn es wirklich tolle Wanderwege gibt.

Eine Alternative, die uns aber deutlich mehr zugesagt hat, ist Sydneys Royal National Park. Dieser ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ebenso gut zu erreichen - auch wenn man mit einem eigenen Fahrzeug im Park um einiges mobiler ist -  und hält fantastische Wanderungen für seine Besucher*innen bereit.

Sydney Royal National Park

Egal wonach Du suchst, Du wirst es im Royal National Park mit Sicherheit finden: Mountainbiking? Lady Carrington Drive eignet sich bestens für Anfänger*innen, während Loftus Loop Trail den Fortgeschrittenen Radler*innen gerecht wird. Abenteuer? Wie wäre es mit Kayaking oder einem Trip zu den Figure Eight Pools! Wanderungen? Diese gibt es wie Sand am Meer, wie etwa den Jungle Loop Track, der Dich durch den Regenwald, über Klippen und am Strand entlangführt, oder Curra Moors mit atemberaubenden Aussichten auf Klippen und den Ozean. Und das ist nur eine kleine Übersicht an möglichen Aktivitäten!


Fühl Dich wie ein echter Aussie


Sydneys Surfschulen vs Surf Camp Australia

Nichts steht so sehr für den Australian Way of Life wie das Surfen. Natürlich hat auch Sydney mit all seinen Stränden eine riesige Auswahl an Surfschulen zu bieten. Bevor Du aber gleich einen Kurs buchst, schau Dir lieber erstmal unsere Alternative an.

Das Surf Camp Australia bietet eine tolle Alternative für alle, die es gern etwas belebter mögen. Hier wirst du allerhand gleichgesinnte Rucksackreisende treffen und kannst mit ihnen den zahlreichen Aktivitäten im Camp nachgehen.

Der Seven Mile Beach, wo sich das Camp befindet, ist etwa zwei Stunden von Sydney entfernt. Da die Surfcamp-Betreiber wissen, wie schwer es ist, Gerroa mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, stellen sie einen Shuttlebus zur Verfügung, der Dich direkt aus Sydneys CBD abholt.

Egal ob Du Dich für zwei, drei, fünf, oder gleich sieben Tage im Camp entscheidest, langweilig wird Dir hier auf keinen Fall. Du hast die Möglichkeit, den ganzen Tag im Wasser zu bleiben, oder mit Yoga und anderen Aktivitäten ein bisschen Abwechslung zu genießen.

Selbstverständlich ist für Verpflegung bestens gesorgt. Das Personal kümmert sich um ein kleines Frühstücksbuffet sowie Mittag- und Abendessen, inklusive typisch australischem Barbecue — das ist übrigens auch ein begehrter Job für Backpacker*innen, die an Work and Travel in Australien interessiert sind und nebenbei so viel surfen wollen wie nur möglich.

Auch die Surflehrer*innen selbst treiben sich oft und gern im Camp herum und sorgen für beste Stimmung. Allerdings sind die Instructors nicht nur super nett, sondern auch unglaublich kompetent. Mit ihrer Hilfe hat es bisher jeder geschafft, auf seinem Board zu stehen und die Wellen am traumhaft schönen Seven Mile Beach zu surfen.


Fazit

Selbstverständlich wollen wir mit diesem Artikel den Wahrzeichen Sydneys nicht ihre Daseinsberechtigung absprechen. Natürlich ist es toll, mal am Bondi Beach gewesen zu sein und die Three Sisters in den Blue Mountains aus nächster Nähe gesehen zu haben.

Egal, ob du den Massentourismus komplett meiden möchtest oder einfach nur ab und zu lieber deine Ruhe genießt, dich nach günstigeren Alternativen umschaust oder einfach nur ein paar Geheimtipps in Sydney erkunden möchtest: mit diesen Ausflugszielen machst du auf jeden Fall nichts falsch.

Natürlich interessiert uns auch immer, ob Dir unsere Spots genauso gut gefallen haben wie uns, oder ob Du vielleicht sogar noch mehr “Hidden Gems” in Sydney kennst - lass es uns wissen!


Milena Auer

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