Geheimtipps für Rom

Geheimtipps für Rom

Du möchtest nach Rom reisen und fragst dich, wie du am besten in den Alltag der Römer sowie deren Kultur einsteigen kannst? Dann bist du hier richtig! Wir zeigen dir alles, was du wissen musst. Von Orte über Essen bis Geheimtipps findest du alles, was du brauchst.

Lage der Unterkunft

Die Lage des Hotels ist entscheidend für deine Reise. Unser erster Tipp lautet daher: Finde ein Hotel im Zentrum. Zu jeder Tages- und Nachtzeit in das Leben der Stadt eintauchen zu können ist unbezahlbar! Du kannst die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen und bist nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Die Hotels am Bahnhof Termini zum Beispiel sind in der Regel billiger, aber du bist ziemlich weit vom Zentrum entfernt.

Und hier ist unser nächster Geheimtipp: Du solltest frühmorgens vor Sonnenaufgang, um 5:00 oder 6:00 Uhr, zu einem Spaziergang durch die engen Gassen des Zentrums aufbrechen. Dann hast du die Stadt für dich allein. Jogger laufen morgens aus dem Zentrum zur Villa Borghese oder den Gianicolo hinauf zur Villa Pamphili. Ab 6:00 Uhr sind schon mehr Leute unterwegs. Besonders in der Sommerhitze solltest du am Nachmittag eine Pause machen und dich auf einen schönen Abend in der Stadt vorbereiten.

Einkaufen

Vielleicht möchtest du shoppen gehen. Auf der Via del Corso und den Seitenstraßen rechts und links davon findest du die meisten Marken- und Handelshäuser von billig bis teuer. Die Nobelmarken findest du in der Via dei Condotti, die von der Via del Corso zur Spanischen Treppe führt und in den Seitenstraßen daneben. Kunst findest du in der Via Margutta, Antiquitäten in der Via dei Coronari. Wenn du durch die engen Gassen der Stadt schlenderst, wirst du viele weitere Geschäfte mit Spezialitäten und Kuriositäten entdecken. Weitere Einkaufsstraßen sind die Via Cola di Rienzo in der Nähe des Vatikans und die Via Appia zwischen der Basilika St. John’s und der Piazza Re di Roma. So kannst du den Besuch der Basilika San Giovanni mit einem kleinen Einkaufsbummel verbinden. Hinter den Stadtmauern, in der Via Sannio, findet ein Flohmarkt statt. Weitere Einkaufszentren findest du in der Peripherie, diese sind aber nicht leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Testaccio ist ein volkstümliches Viertel auf der gegenüberliegenden Seite des Tibers, in dem du den Charme des alten Rom wirklich spüren kannst. Auf der Piazza Testaccio findet täglich ein Markt statt, den Reisende noch nicht kennen. Hier findest du Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch von bester Qualität und kannst den italienischen Mamas beim Einkaufen zusehen. Die antike römische Minipyramide Piramide Castio die ein einheimischer Tribun nach seiner Rückkehr aus Ägypten für sich selbst gebaut hat, scheint hier sehr fehl am Platz zu sein, aber das ist ein Grund mehr, sie zu besuchen!

Der wichtigste Geheimtipp bei Regen

Der Vatikan gehört nicht dazu. Ich weiß, dein erster Gedanke ist: Es regnet in Rom, das wäre ein guter Tag, um den Vatikan zu besuchen. Meinst du nicht, dass alle anderen das Gleiche denken? Das bedeutet, dass sich eine Menge Leute in die Vatikanischen Museen drängen. Und wenn du einen Schirm mitbringst, der zu groß ist, musst du ihn abgeben und beim Verlassen des Vatikans wieder abholen. Das macht keinen Spaß.

Sehenswürdigkeiten

Nun zu den Sehenswürdigkeiten: Es hängt davon ab, wie viel Zeit du hast und was dich interessiert. Mit einer Runde im Hop on Hop off-Bus verschaffst du dir in weniger als zwei Stunden einen ersten Überblick und fährst einmal durch das Gebiet innerhalb der Stadtmauern. Viele Sehenswürdigkeiten sind jedoch nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Segway erreichbar.

Zu den Sehenswürdigkeiten, die du mit dem offenen Bus sehen kannst, gehören das Kolosseum, der Palatin, der Circus Maximus, die Bocca della Verità, das Teatro Marcello, das Kapitol, die Piazza Venezia, das Stadtzentrum und die Engelsburg. Der Vatikan ist nur wenige Gehminuten von der Haltestelle der Busse entfernt. Ebenfalls im Zentrum kannst du zu Fuß die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen, das Pantheon, Piazza Navona, Campo de ‚Fiori, das Ghetto und Trastevere erreichen. Dann gibt es den Petersdom und die Pilgerkirchen, die Aussichtspunkte und die verschiedenen Museen. Es gibt so viel zu sehen, deswegen musst du zwangsläufig Präferenzen festlegen.

Wenn du nicht nur den Petersdom, sondern auch die Vatikanischen Museen sehen willst, benötigst du insgesamt bis zu einem Tag – mit Führung dauert es 3 bis 4 Stunden. Auch für das Kolosseum mit dem Palatinischen und Römischen Forum und einen Rundgang durch die Gegend, zum Beispiel mit Celio, Aventin, Circus Maximus und Kapitol, dauert etwa einen Tag.

Für das Kolosseum gibt es im Sommer eine Nachtöffnung, ebenso wie für die Vatikanischen Museen. Auch für Shopping und Sightseeing im Zentrum solltest du dir bis zu einen Tag Zeit nehmen. Für die Kapitolinischen Museen brauchst du etwa einen halben Tag Zeit und für die Borghese Galerie zwei Stunden plus die Zeit, um dorthin zu kommen. Unser Geheimtipp ist es, niemals weniger als 3 Tage in Rom zu bleiben.

Der größte Park Roms umgibt die Villa Doria Pamphili, du erreichst ihn am besten mit dem Fahrrad, er liegt westlich von Trastevere. Komme hierher für ein schönes Picknick oder einfach zum Entspannen.  Das Herzstück des Parks ist die Villa mit ihren wunderschönen Gärten. Wenn du während deiner Tage in Rom nicht auf dein Sportprogramm verzichten möchtest, ist dies ein guter Ort zum Joggen – vorbei an Springbrunnen, baumgesäumten Gassen und weiteren Brunnen. Wenn du im Park angekommen bist, kannst du in den Botanischen Garten weitergehen.

Geheimtipps zum Essen

Halte dich von den touristischen Fallen fern. Es gehört zum Erleben Roms, dort zu essen, wo die Einheimischen essen! Siehst du viele Einheimische auf der Piazza Navona zu Mittag essen? Gibt es Römer, die ihre Mittagspause am Trevi-Brunnen verbringen? Nein. Denn die meisten dieser Restaurants sind Touristenfallen. Bilder auf der Speisekarte, ausgestellte Speisen und verrückte Preise sind Dinge, auf die du bei der Suche nach einem Restaurant in Rom nicht achten solltest. Statt direkt an einem touristischen Ort zu speisen, solltest du abseits der ausgetretenen Pfade bleiben und dich in einer der Seitenstraßen verirren. Dort findest du authentisches, qualitativ hochwertiges Essen.

Um den Lebensstil der Römer zu erleben, musst du die römische Küche kennenlernen. Nicht an allen Orten, an denen für die römische Küche geworben wird, ist sie wirklich zu finden. Die meisten Restaurants mit römischer Küche befinden sich im Ghetto, im Stadtzentrum, in Monti und im Testaccio-Viertel. Im Ghetto findest du auch die typischen frittierten Artischocken Carciofi alla Giudia. Rom-Experten wählen typische Gerichte der römischen Küche wie die Pasta Cacio e Pepe – Nudeln mit einer Soße aus Schafskäse und Pfeffer, die Gricia – originell mit üppiger Schweinebacke und Schafskäse, die Amatriciana – eine Gricia mit Tomaten, die Carbonara – eine Gricia mit Ei oder die Pajata – mit Darm vom Milchkalb.

Trattorias, Osterias und Ristorantes sind nicht dasselbe. Alle drei servieren zwar erstaunliches Essen, aber die Erfahrung ist immer eine ganz andere. Eine Trattoria ist ein rustikales, schnörkelloses, familiengeführtes Restaurant, das römische Spezialitäten serviert. Von der Cacio e Pepe bis zur Carbonara – hier ist der Ort, an dem du die authentische römische Küche kosten kannst.

In der Vergangenheit waren die Osterien Treffpunkt für Pilger, die hier eine Mahlzeit einnehmen wollten. Sie brachten ihr eigenes Essen mit und bestellten Wein aus der Osteria. Heute ähneln die Osterien den Trattorias sehr stark: Römische Spezialitäten, informeller Service, großzügige Portionen und ein rustikales Ambiente.

Ristorantes hingegen bieten einen professionellen Service, anspruchsvollere (und teurere) Speisen und einen kuratierten Rahmen. Unser Tipp? Esse in einer Trattoria oder Osteria zu Mittag und gehe zum Abendessen in einem Ristorante vorbei!

Keine Reise nach Rom ist komplett, wenn du nicht das ausgezeichnete Eis probiert hast, das in vielen Eisdielen aus feinsten Zutaten sorgfältig zubereitet wird. Viele Eisdielen in Rom bieten sehr gute Eiscreme aus eigener Herstellung an. Es gibt interessante Geschmackskombinationen und die guten Handwerksläden mit eigener Herstellung verwenden nur frische Zutaten und teilweise nur Bio-Produkte.

In Rom hat sich eine Szene in der Herstellung von Variationen von Sandwiches und Pizza entwickelt. Du kannst alle möglichen und unmöglichen Kombinationen finden, sogar mit speziellen Zutaten der römischen Küche.

In den römischen Bars findest du in der Regel gute Kaffees. Der Kaffee an der Bartheke ist in Rom sehr preisgünstig, während du in einigen Bars am Tisch eine ordentliche Menge ausgeben musst. Es gibt einige berühmte Cafés in Rom – das berühmteste ist das Sant’Eustachio auf dem gleichnamigen Platz zwischen dem Senatsgebäude und dem Pantheon. Das älteste und seit mehr als zweihundert Jahren Treffpunkt von Künstlern ist das Caffè Greco in der Via dei Condotti.

Fazit

Jetzt bist du gewappnet, um den Römern auf der Spur durch die Stadt zu wandern. Abschließend ist zu sagen, dass Rom eine wunderschöne Kultur und ist eine beeindruckende Stadt hat. Deshalb solltest du dich unbedingt auch mal abseits der Touristenpfade aufhalten und das traditionelle Essen probieren. Vor allem wenn es regnet ist deine Chance gekommen, alles allein besichtigen zu können. Auch um Rom herum kannst du großartiges erleben. Mit diesen Geheimtipps bist du bestens ausgestattet. Viel Spaß bei deiner Reise durch Rom!

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