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Die fantastischen Sehenswürdigkeiten von Heidelberg

Heidelberg ist eine historische Universitätsstadt und eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Die Stadt zieht jedes Jahr fast vier Millionen Besucher aus aller Welt an und ist vollgestopft mit historischen Stätten und Attraktionen für Touristen sowie ausgezeichneten Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten.

Heidelberg liegt an der Stelle, an welcher der Neckar aus den Hügeln des Odenwalds in die Rheinebene mündet. Es ist auch einer der wärmsten Orte in Deutschland, wie der gelegentliche Anblick eines Mandel-, Feigen- und Olivenbaums sowie einiger wilder afrikanischer Sittiche beweist.

Die alte Hauptstadt der Pfalz ist eine Universitätsstadt, die bereits in zahlreichen Liedern und Gedichten gefeiert wurde. Dank der Lage am malerischen Neckar, seiner schönen alten Gebäude, Brücken und der Schlossruine, die das Stadtzentrum überragt, ist Heidelberg eine der romantischsten Städte Deutschlands.

Panorama Heidelberg

Natürlich bietet die Stadt auch eine riesige Menge an Freizeitmöglichkeiten. Bei einem Spaziergang stößt du immer wieder auf Häuser und Bauwerke, die so aussehen, als wären sie direkt einem Märchen entsprungen. Da die Menge an tollen Sehenswürdigkeiten doch ziemlich überwältigend ist, haben wir uns gedacht, dass wir die wichtigsten von ihnen in diesem Artikel zusammenfassen. Damit du weißt, welche Ecken von Heidelberg du bei deinem Ausflug auf jeden Fall besuchen musst.


Die Altstadt

Die prachtvolle Altstadt findest du im Schatten der Ruine von Schloss Heidelberg. Eines der interessanten Merkmale des Viertels ist ihr einheitliches barockes Erscheinungsbild. Das ist auf die Brände zurückzuführen, die 1693 während des Neunjährigen Krieges durch einen französischen Angriff verursacht wurden. Die heutige barocke Architektur ist aber bereits seit dem 18. Jahrhundert vollkommen unbeschadet. Sogar von den Angriffen während des Zweiten Weltkriegs blieb es komplett verschont.

Die Altstadt hat viele der typischen Teile, die Reisende von einer europäischen Altstadt erwarten können. Dazu gehören vor allem gesellige Plätze, Bars, ein Marktplatz und gepflasterte Straßen. Aber auch eine Vielzahl von historischen Sehenswürdigkeiten gehören dazu. Das können gotische oder barocke Kirchen sein, oder auch Denkmäler wie die Marienstatue auf dem Kornmarkt von 1718.

Marienstatue

Das Viertel ist eine einzige Fußgängerzone mit einer Reihe von Geschäften, Bierlokalen und Cafeterien. Mit Sicherheit wirst du dort viele Stunden verbringen. Mit der Erkundung der Heidelberger Altstadt beginnst du am besten in der kilometerlangen, aber ziemlich schmalen Hauptstraße. Diese verläuft parallel zum Neckar und ist die Handelsader der Stadt, die den Bismarckplatz mit dem Karlstor, einer Art Triumphbogen aus dem 18. Jahrhundert, verbindet.

Von dieser führen sogar noch engere Nebenstraßen und Gassen, die nur darauf warten, erkundet zu werden, weg. Jede dieser Gassen strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten und unberührter mittelalterliche Architektur.

Das wohl beeindruckendste der alten Gebäude in der Heidelberger Altstadt ist das Haus zum Ritter, dem ältesten Bürgerhaus der Stadt. Dieses wurde von dem französischen Kaufmann Charles Bélier 1592 für sich selbst und seine Frau Francina erbaut, die aus der von den Habsburgern kontrollierten Stadt Valenciennes geflohen sind. Außerdem ist es das einzige Bürgerhaus, das den Brand im Jahr 1693 während des Neunjährigen Krieges überlebt hat.

An der Südseite der Hauptstraße findest du den Universitätsplatz mit der Alten Universität aus dem Jahr 1711. An seiner Ostseite, in der Augustinergasse, befindet sich der sogenannte Studentenkarzer. Hier wurden Studenten, die wegen Missetaten verurteilt worden waren, 24 Stunden lang inhaftiert. Dabei haben sie die Wände mit Graffitis geschmückt, die bis heute erhalten geblieben sind.


Schloss Heidelberg

Heute kannst du zwar nur noch die Ruinen davon sehen, aber Schloss Heidelberg war der ehemalige Sitz der Kurfürsten von Heidelberg. Das Schloss wurde im 13. Jahrhundert als Festung begonnen, aber im 15. und 16. Jahrhundert zu einem Palast für die kaiserlichen Herrscher Heidelbergs ausgebaut. Das hoch über der Altstadt thronende Schloss wurde aus rotem Sandstein gefertigt und ist eines der besten Beispiele der deutschen Architektur aus der Zeit der Renaissance.

Schloss Heidelberg

Dieses Anwesen wurde während des Dreißigjährigen Krieges in den 1600er Jahren und des Neunjährigen Krieges weniger als 100 Jahre später mehrfach beschädigt. Während des Neunjährigen Kriegs ist das Schloss auch leider in Brand gesteckt worden. Die Anlage wurde danach nur noch teilweise rekonstruiert.

Der Innenhof des Schlosses ist heute aber auch ein Schauplatz für verschiedene Theateraufführungen, Konzerte und Feuerwerke, die meisten finden in seinem stimmungsvollen Innenhof statt. Eine der beliebtesten Veranstaltungen sind die Heidelberger Schlossfestspiele von Juni bis August.

Das Heidelberger Schloss kannst du ganz einfach mit der Bergbahn, die vom Kornmarkt abfährt, erreichen. Alternativ kannst du die Ruine aber auch über einen 15 Minuten langen 15-minütigen Fußweg von der Altstadt aus erreichen.

Im Keller von Schloss Heidelberg befindet sich auch der Heidelberger Tun, ein riesiges Weinfass. Es wurde 1751 während der Regierungszeit von Karl Theodor erbaut und fasste bei seiner Fertigstellung 221.726 Liter. Für einen Behälter dieser Größe wurde Holz von 130 Eichen benötigt.


Die Alte Brücke

Die spektakuläre Heidelberger Karl-Theodor-Brücke, auch bekannt als die Alte Brücke, wurde in zahlreichen Gedichten und Gemälden verewigt. Sie überquert den Neckar und verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Neuenheim auf dem anderen Ufer des Neckars. In ihrer heutigen Form stammt sie vom Kurfürsten Karl Theodor aus dem Jahr 1788. Am Ufer der Altstadt steht ein Turmpaar aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung Heidelbergs.

 Heidelberg Brücke

Die Brücke ist mit zwei Skulpturengruppen geschmückt, von denen die eine eine Hommage an Karl Theodor und die andere an die römische Göttin Minerva darstellt. Es handelt sich aber nur um Nachbildungen. Die Originale wurden dem Kurpfälzischen Museum zur Aufbewahrung übergeben.

Aber auch auf der Brücke selbst kannst du verschiedene Denkmäler und Skulpturen entdecken. Eines der bekanntesten ist der Heidelberger Affe. Er hält einen Spiegel hoch, der laut einer Legende einem Reichtum bringen soll, wenn man ihn berührt. Eine andere Erzählung besagt, dass jeder, der seine Finger berührt, auch wieder nach Heidelberg zurückkehren wird.

Auch wenn die Alte Brücke schon mehr als 200 Jahre alt ist, ist sie bereits die neunte Brücke, die an dieser Stelle errichtet wurde. Jede Brücke aus der Zeit von 1200 bis 1700 wurde zerstört, aber die heutige war die Erste, die vollständig aus Stein gebaut wurde. Die erste war aus Holz und wurde bei einem Brand zerstört, die anderen wurden durch Hochwasser im Frühling in Mitleidenschaft gezogen.

Die rötliche Farbe des für die Brücke verwendeten Steins kannst du auch bei vielen anderen Bauwerken der Stadt zu sehen. Der Blick von der Mitte der Brücke hinauf zum Schloss Heidelberg und auf das schöne Eingangstor der Altstadt mit seinen weißen Türmen ist einfach nur atemberaubend


Philosophenweg

Auf der rechten Seite des Neckars befindet sich ein zwei Kilometer langer Weg mit Blick über die Stadt und das Schloss Heidelberg auf der anderen Seite des Flusses. Der Weg führt vom Stadtteil Neuenheim aus auf den Heiligenberg. Du kannst den Weg aber auch von der Alten Brücke auf der Ostseite betreten. Wenn du mit dem Spaziergang auf dem Philosophenweg von Westen aus beginnst, kommst du an mehreren Villen und dem Physikalischen Institut der Universität vorbei.

Am Ende erwartet dich der Philosophengarten, ein herrlicher Terrassengarten, von dem aus du einen atemberaubenden Blick über die Oberrheinische Tiefebene genießen kannst. Aber auch die Aussicht über den Neckar auf die Altstadt ist wunderschön. Dank des milden Heidelberger Klimas blühen entlang des Weges sogar exotische Pflanzen wie japanische Kirschen, Bambus, Ginkgo und Zitronenbäume.

Im Garten befinden sich unter anderem ein Bronzerelief von Freiherr von Eichendorff, einem der bekanntesten deutschen Romantiker, sowie eine Sandsteinplattform, von der aus der Graveur Matthäus Merian im 17. Jahrhundert die Stadt eroberte.

Viele berühmte Schriftsteller wie Goethe und Mark Twain, Komponisten wie Schumann, Philosophen wie Hegel und andere historisch bedeutsame Persönlichkeiten wie Martin Luther sind bereits den Philosophenweg entlanggelaufen und haben sich bei einem Spaziergang inspirieren lassen.

Heidelberg Ausblick


Heiligenberg

Der Heiligenberg ist ein Hügel, der sich auf der der Altstadt gegenüberliegenden Seite des Neckars mehr als 400 Meter über den Neckar erhebt. Du kannst ihn vom Schlangenweg aus erkunden, einem gewundenen Weg, der gleich oberhalb der Alten Brücke beginnt und durch Weinberge und in den Wald steigt.

Wenn du schon auf dem Philosophenweg bist, kannst du auch gleich den Weg auf den Heiligenberg hinter dich bringen. Dieser Sandsteinhügel ist 440 Meter hoch und weist die ältesten Siedlungsspuren Heidelbergs auf. Dazu gehört auch die keltische Verteidigungsmauer, die bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurückgeht.

Auf dem Gipfel kannst du auch die Ruinen des Klosters St. Michael aus dem 11. Jahrhundert, das vor fast 500 Jahren aufgegeben wurde, entdecken. Die angrenzende Thingstätte ist ein Amphitheater aus der Zeit des Nationalsozialismus, und ganz oben steht auch der Aussichtsturm des Heiligenbergs. Von diesem aus kannst du einen fantastischen Ausblick genießen.


Fazit

Heidelberg ist ein wahrlich wunderschönes Reiseziel. Es ist zwar nicht gerade ein Geheimtipp, aber wir können dir trotzdem empfehlen, die alte Universitätsstadt in Baden-Württemberg zu besuchen. Die Stadt ist bekannt für ihren romantischen Stil und zieht deswegen auch jedes Jahr Millionen von Touristen aus aller Welt an.

Das Herz der Stadt ist die Altstadt, die komplett zur Fußgängerzone erklärt wurde. Aber auch das Schloss Heidelberg ist eine richtig coole Sehenswürdigkeit, die einen Besuch rechtfertigt. Von dort oben aus hast du auch einen tollen Blick auf die Altstadt.

Einen ebenfalls fantastischen Ausblick kannst du genießen, wenn du auf dem Philosophenweg entlangläufst. Durch das Klima, das hier vorherrscht, sind hier auch einige Pflanzen heimisch, die du sonst nur in exotischen Ländern finden kannst.

Wir können dir garantieren, dass du dich in Heidelberg unsterblich verlieben wirst. Uns hat es ja schließlich auch erwischt.


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