Mit dem Auto nach Sardinien: Wie lange dauert die Fahrt?

Sardinien mit dem Auto zu bereisen, fühlt sich nach Freiheit pur an: Du entscheidest selbst, welche Küste du zuerst ansteuerst, wie viele Stopps du einlegst und an welchem Strand du länger bleibst. Gleichzeitig steht am Anfang immer dieselbe Frage: Wie lange dauert das alles eigentlich – von der Haustür in Deutschland bis zum ersten Sandstrand auf der Insel, und wie viele Tage solltest du für eine Sardinien-Rundreise mit dem Auto einplanen?

Grob gesagt bist du aus Süddeutschland mit einem Reisetag plus Nachtfähre auf Sardinien, aus Norddeutschland eher mit zwei Reisetagen. Auf der Insel selbst lohnt sich für eine entspannte Sardinien-Rundreise mindestens eine Woche für eine Region, besser zehn bis vierzehn Tage, wenn du mehrere Küsten kombinieren willst. Wie sich das im Detail zusammensetzt, hängt vor allem von deiner Route zu den italienischen Häfen, der gewählten Fähre und deinen Plänen auf der Mittelmeerinsel ab.

Im Folgenden geht es Schritt für Schritt darum, wie viel Fahrzeit du realistisch einplanen solltest – erst für die Anreise, dann für die Insel selbst. So kannst du deine Reise so planen, dass du nicht nur im Auto sitzt, sondern genug Zeit für Strände, Buchten, Städte und Natur auf Sardinien hast.

Wie lange dauert die Anreise nach Sardinien mit dem Auto insgesamt?

Die wichtigste Orientierung zuerst: Von Süddeutschland bist du in der Regel in rund acht Stunden am Hafen in Norditalien und je nach Fährverbindung nach weiteren acht bis elf Stunden auf Sardinien. Von weiter nördlich in Deutschland sind es bis zum Hafen schnell zwölf bis fünfzehn Stunden Fahrzeit, die du sinnvollerweise auf mindestens zwei Etappen verteilst, bevor die Fähre nach Olbia, Golfo Aranci oder Porto Torres startet.

Du kannst dir die Anreise deshalb gut als drei Blöcke vorstellen:

  1. Fahrt von deinem Wohnort bis zum italienischen Hafen
  2. Wartezeit und Check-in im Hafen
  3. Überfahrt mit der Fähre nach Sardinien

 

Je nach Ausgangspunkt in Deutschland und Kombination aus Hafen und Fährroute kommst du so auf etwa 18 bis 30 Stunden Gesamt-Reisezeit, die sich aber entspannt auf mehrere Reisetage plus Nachtfähre verteilen lassen.

Wie viele Stunden brauchst du bis zum italienischen Hafen?

Für viele Reisende aus Deutschland sind vor allem vier Häfen interessant: Genua, Livorno, Piombino und Civitavecchia. Sie liegen an der ligurischen und toskanischen Küste sowie nordwestlich von Rom und sind gut über Autobahnen erreichbar.

Ein paar grobe Orientierungswerte:

  • Ab München bis Livorno sind es rund 720 bis 750 Kilometer mit einer Fahrzeit von etwa acht bis achteinhalb Stunden ohne größere Staus.
  • Ab Stuttgart bis Genua liegst du meist zwischen 650 und 700 Kilometern und ungefähr sieben Stunden Fahrzeit, je nach Route durch die Schweiz oder über Österreich und den San-Bernardino- oder Gotthardraum.
  • Ab Köln oder Frankfurt am Main bis Livorno bist du schnell bei knapp 1 100 Kilometern und rund zwölf Stunden reiner Fahrzeit.
  • Ab Hamburg bis Livorno kommen je nach Route gut 1 400 Kilometer zusammen, was in der Praxis fast immer eine Zwischenübernachtung irgendwo in Süddeutschland, in der Schweiz oder Norditalien sinnvoll macht.

 

Dazu kommen Mautstrecken in Österreich, der Schweiz und Italien sowie mögliche Staus, insbesondere in den Sommerferien und an Wochenenden. Realistisch ist es deshalb, für eine Strecke aus Nord- oder Westdeutschland nach Livorno oder Genua zwei Reisetage zu planen, während aus Süddeutschland ein langer Reisetag bis zum Hafen ausreicht.

Gerade wenn du mit Kind unterwegs bist, lohnt es sich, Autofahrten mit Pausen an Spielplätzen oder Badeseen zu kombinieren und lieber einmal mehr zu übernachten, als alle Kilometer an einem Tag durchzuziehen.

Wie lange bist du mit der Fähre nach Sardinien unterwegs?

Der zweite große Block deiner Reisezeit ist die Fährüberfahrt. Je nach Route, Reederei und Schiffstyp bist du zwischen knapp sechs und rund zwölf Stunden auf der Fähre. Die wichtigsten Verbindungen, die sich mit einer Anreise aus Deutschland gut kombinieren lassen, sind:

  • Livorno – Olbia
  • Piombino – Olbia
  • Civitavecchia – Olbia oder Civitavecchia – Golfo Aranci
  • Genua – Porto Torres

 

Damit du ein Gefühl für die Dauer bekommst, hilft ein Überblick in Tabellenform:

Fährroute Zielhafen auf Sardinien Fahrzeit ungefähr Typische Nutzung
Livorno – Olbia Olbia (Nordosten) ca. 7,5 bis 10 Stunden Tag- oder Nachtfähre
Piombino – Olbia Olbia (Nordosten) etwa 5,5 bis 6 Stunden eher kompakte Tagüberfahrt
Civitavecchia – Olbia Olbia (Nordosten) rund 6,5 bis 8 Stunden gut kombinierbar mit Rom
Civitavecchia – Golfo Aranci Golfo Aranci meist 7 bis 9 Stunden Alternative zu Olbia
Genua – Porto Torres Porto Torres (Nordwest) etwa 9,5 bis 13 Stunden meist Nachtverbindungen

Bei Nachtfähren nutzt du die Zeit im Schiff zum Schlafen. Tagsüber erlebst du die Durchfahrt durchs Tyrrhenische Meer, kannst das Auto geparkt lassen, durchatmen und dich schon innerlich auf Sardinien einstellen. In beiden Fällen fließt die Fährdauer aber in deine Gesamt-Reisezeit ein.

Wie viel Puffer solltest du am Hafen einplanen?

Zwischen Ankunft am Hafen und tatsächlicher Abfahrt vergeht mehr Zeit, als man auf den ersten Blick denkt. Reedereien geben meist an, dass du mit Fahrzeug mindestens 90 bis 120 Minuten vor Abfahrt einchecken sollst. Bei stark frequentierten Verbindungen in der Hochsaison kann es sich lohnen, noch etwas früher da zu sein.

Ein sinnvoller Puffer sieht so aus:

  • Mindestens zwei Stunden vor Abfahrt der Fähre im Hafen sein, insbesondere mit eigenem Auto.
  • Bei längeren Strecken durch mehrere Länder lieber eine zusätzliche Stunde einkalkulieren, falls es unterwegs Staus oder Umleitungen gibt.
  • Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du eine Übernachtung in Hafennähe einbauen und in Ruhe am nächsten Morgen zum Check-in rollen.

 

So vermeidest du Stress in der entscheidenden letzten Phase der Anreise und läufst nicht Gefahr, durch einen unvorhergesehenen Stau die Fähre zu verpassen.

Welcher Fährhafen passt zu deiner Route – und wie verändert das die Reisezeit auf Sardinien?

Die Wahl des Fährhafens ist nicht nur eine Frage der Anreise aus Deutschland, sondern bestimmt auch, wie viel du nach der Ankunft auf Sardinien noch im Auto sitzt. Wer in Olbia anlegt, steht mitten im Nordosten der Insel und erreicht viele Strände und Buchten der Ostküste in kurzer Fahrzeit. Wer in Porto Torres ankommt, ist perfekt für die Nordküste und den Nordwesten aufgestellt. Cagliari im Süden spielt eher eine Rolle, wenn du gezielt den Süden und Südosten erkunden willst oder ohnehin aus dem Süden Italiens anreist.

Wenn du vor allem den Norden und die Ostküste entdecken willst, sind Olbia, Golfo Aranci und Porto Torres ideale Startpunkte. Für eine Route mit Fokus auf Costa del Sud, Cagliari und den Südosten lohnt sich ein Einstieg über Cagliari oder eine längere Fahrt quer über die Insel von einem Hafen im Norden.

Die wichtigsten Häfen auf dem Festland: Genua, Livorno, Piombino, Civitavecchia

Für eine Reise mit dem Auto aus Deutschland auf die Insel sind vor allem vier italienische Häfen relevant:

  • Genua: Lässt sich gut erreichen, wenn du über die Schweiz oder Frankreich kommst. Die Strecke aus Südwestdeutschland ist vergleichsweise kurz, aus Norddeutschland lohnt sich ein Zwischenstopp. Von hier gehen vor allem Nachtfähren nach Porto Torres im Nordwesten von Sardinien.
  • Livorno: Klassischer Ausgangspunkt an der toskanischen Küste. Von Deutschland aus ist Livorno oft der logische Hafen für eine Fahrt über Österreich und den Brenner oder die Schweiz. Hier starten viele Fähren nach Olbia.
  • Piombino: Liegt südlich von Livorno und bietet eine etwas kürzere Überfahrt nach Olbia. Dafür ist die Anfahrt von Deutschland aus ein wenig länger und die Auswahl an Verbindungen kleiner.
  • Civitavecchia: Der Hafen bei Rom ist vor allem interessant, wenn du deine Reise mit einem Stopp in der Region Latium kombinieren willst. Von hier aus erreichst du Olbia und Golfo Aranci sowie teilweise Porto Torres. Die Anfahrt ist länger, dafür kannst du unterwegs noch einen Besuch in der Hauptstadt oder Umgebung einbauen.

 

In der Praxis entscheidest du dich meist zwischen Livorno und Genua, je nachdem, ob du eher Olbia im Nordosten oder Porto Torres im Nordwesten ansteuern möchtest und welche Route über die Alpen für dich am sinnvollsten ist.

Die Häfen auf Sardinien: Olbia, Golfo Aranci, Porto Torres und Co.

Auf Sardinien selbst gibt es mehrere Häfen, über die du mit dem Auto ankommst. Die wichtigsten für eine Rundreise sind:

  • Olbia: Der größte Fährhafen im Nordosten. Perfekt, wenn du die Ostküste, die Region um San Teodoro, Cala Gonone oder den Golf von Orosei erkunden möchtest. Auch die Costa Smeralda im Nordosten ist von hier aus schnell erreicht.
  • Golfo Aranci: Kleinerer Hafen in der Nähe von Olbia. Du bist ebenfalls im Nordosten und damit ideal positioniert für Strände und Buchten dieser Region.
  • Porto Torres: Hafen im Nordwesten von Sardinien. Ideal für die Nordküste, Stintino mit seinem berühmten Strand La Pelosa, Castelsardo und Ausflüge Richtung Alghero.
  • Cagliari: Im Süden der Insel. Für viele Reisen aus Deutschland weniger im Fokus, aber spannend, wenn du die Costa del Sud, den Südosten mit Costa Rei oder das Inland um Cagliari herum erkunden willst.
  • Arbatax: Kleinere Alternative an der Ostküste, interessant, wenn du direkt in der Region Ogliastra landen möchtest. Die Anreise ab Deutschland ist hier aber nur für bestimmte Fährlinien eine Option.

 

Die Wahl des Hafens entscheidet darüber, wie viel zusätzliche Fahrzeit nach der Ankunft auf Sardinien noch vor dir liegt. Wenn du im Norden starten willst, ist Porto Torres eine gute Wahl. Willst du möglichst schnell in die Region rund um Olbia, die Costa Smeralda oder später weiter nach Cala Gonone und Bari Sardo, bietet sich Olbia oder Golfo Aranci an.

Welche Kombination Hafen – Region spart dir am meisten Fahrzeit?

Wenn es dir wichtig ist, möglichst wenig Transferzeit auf der Insel zu haben, helfen ein paar einfache Faustregeln:

  • Norden und Nordwesten (Porto Torres, Stintino, Castelsardo, Küste bis Santa Teresa Gallura):
    Genua – Porto Torres ist eine komfortable Nachtverbindung, mit der du direkt in dieser Region aufwachst.
  • Nordosten und Ostküste (Olbia, Golfo Aranci, Costa Smeralda, Cala Gonone, Bari Sardo):
    Livorno – Olbia oder Piombino – Olbia bringen dich mitten in den Nordosten. Von Olbia aus erreichst du viele Reiseziele entlang der Ostküste in wenigen Stunden.
  • Südosten und Süden (Costa Rei, Villasimius, Cagliari, Costa del Sud):
    Bei Ankunft in Olbia oder Porto Torres musst du mit einer längeren Fahrt in den Süden rechnen. Wenn du gezielt diese Region bereisen willst und deine Anreise es hergibt, kann ein Einstieg über Cagliari Zeit auf der Insel sparen.

 

Damit legst du bereits bei der Buchung der Fähre fest, ob deine erste Etappe auf Sardinien aus einem kurzen Transfer zur Unterkunft besteht oder aus einer längeren Fahrt quer über die Insel.

Wie viel Zeit solltest du für eine Sardinien-Rundreise mit dem Auto einplanen?

Nachdem die Anreise grob steht, geht es um die entscheidende Frage: Wie lange solltest du auf Sardinien bleiben, damit sich die Fahrt mit dem Auto wirklich lohnt? Grundsätzlich gilt: Je mehr Regionen du kombinieren möchtest, desto eher bewegen sich deine Pläne im Bereich von zwei bis drei Wochen. Wenn du dich auf einen Teil der Insel konzentrierst, kommst du auch mit einer Woche zurecht.

Für die meisten Reisenden haben sich drei Zeitfenster bewährt:

  • Eine Woche: Fokus auf eine Region, zum Beispiel Norden oder Nordosten.
  • Zehn bis vierzehn Tage: Kombination aus zwei bis drei Regionen, etwa Nordosten, Nordküste und ein Teil der Ostküste.
  • Drei Wochen: Viele Küstenabschnitte plus eventuell der Süden und einzelne Inlandsetappen.

 

Die Insel ist größer, als sie auf der Karte wirkt. Wenn du in kurzer Zeit zu viele Regionen unterbringen willst, verbringst du viel Zeit im Auto und hast weniger Ruhe für Strände, Buchten und kleine Orte.

Eine Woche Sardinien – was schaffst du in sieben Tagen?

Mit sieben Tagen auf der Insel lohnt es sich, die Route bewusst schlank zu halten. Eine typische Aufteilung könnte so aussehen:

  • Zwei bis drei Nächte im Nordosten rund um Olbia, Golfo Aranci oder an der Nordküste
  • Vier bis fünf Nächte in einem anderen Schwerpunktgebiet, zum Beispiel an der Ostküste rund um Cala Gonone oder in der Region Bari Sardo

 

In dieser Zeit kannst du mehrere Strände, eine oder zwei kleinere Wanderungen und vielleicht einen Tagesausflug mit dem Boot oder mit dem Auto zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung unterbringen, ohne dass jeder Tag durchgetaktet ist. Wichtig ist, die Zahl der Standortwechsel zu begrenzen. Ein ständiger Wechsel zwischen Unterkünften kostet Zeit und Energie, die du lieber an einer Bucht oder in einem kleinen Ort verbringen kannst.

Wenn du mit Kind unterwegs bist, wirkt eine Woche noch kürzer. Dann ist es oft am angenehmsten, einen Hauptstandort zu wählen und höchstens einmal während des Urlaubs umzuziehen.

Zehn bis vierzehn Tage – die beliebteste Dauer für eine Sardinien-Rundreise

Viele, die Sardinien mit dem Auto erleben wollen, pendeln bei der Reisedauer am Ende zwischen zehn und vierzehn Tagen. Das liegt daran, dass du in diesem Zeitraum mehrere Regionen verbinden kannst, ohne überall nur kurz vorbeizuschauen. Eine mögliche Struktur könnte so aussehen:

  • Start im Nordosten: einige Tage rund um Olbia, mit Ausflügen zur Costa Smeralda und in die nähere Umgebung
  • Wechsel an die Nordküste oder den Nordwesten: zum Beispiel Porto Torres oder Castelsardo als Standort, mit Tagesausflügen Richtung Stintino und Alghero
  • Danach entlang der Ostküste nach Süden: etwa in die Region rund um Cala Gonone und weiter nach Bari Sardo

 

Mit zehn Tagen lässt sich so eine Route knapp, aber machbar planen. Mit vierzehn Tagen wird sie deutlich entspannter, weil du an manchen Orten einfach einen Tag „nur Strand“ einlegen kannst, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.

In dieser Zeitspanne passt auch ein Tagesausflug in das Inland, etwa in die Bergregionen der Barbagia, hinein. Dort erlebst du eine völlig andere Seite der Insel, weg von Sandstränden und Küste.

Drei Wochen oder länger – wenn du Sardinien in Ruhe erleben willst

Wenn du drei Wochen oder mehr Zeit mitbringst, öffnet sich die ganze Vielfalt der Insel. Du kannst dann nicht nur Nordküste, Nordosten und Ostküste kombinieren, sondern auch den Süden, den Südosten und einzelne Inlandsetappen integrieren, ohne dass die Reise zu einer Kilometerjagd wird.

Eine solche längere Sardinien-Rundreise könnte zum Beispiel:

  • Im Norden starten, mit mehreren Tagen an der Nordküste und im Nordwesten
  • Über den Nordosten und die Ostküste Richtung Süden führen
  • Mit Stationen im Südosten oder rund um Cagliari weitergehen
  • Abschließend mit ein oder zwei ruhigeren Tagen an einem Lieblingsstrand enden, bevor es zurück zum Hafen geht

 

Mit dieser Reisedauer kannst du auch mehrere Wanderungen einplanen, einzelne abgelegene Buchten per Bootstour ansteuern und vielleicht einen Tag ganz ohne Auto einlegen, an dem du einfach nur an einer Bucht oder in einem kleinen Ort bleibst. Das macht die Inselreise entspannter und lässt dir genug Raum, um Lieblingsorte zu entdecken, zu denen du später vielleicht noch einmal zurückkehren möchtest.

Wie teilst du deine Zeit auf Sardinien auf? Regionen, Fahrzeiten und Highlights

Sardinien ist groß genug, dass du mehrere Urlaube dort verbringen könntest. Gerade deshalb ist es wichtig, deine Tage gut auf die Regionen zu verteilen. So holst du das Maximum aus deiner Reise, ohne das Gefühl zu haben, nur von Unterkunft zu Unterkunft zu hetzen.

Eine bewährte Faustregel: Pro Region mindestens drei Nächte einplanen. Dann lohnt sich der Standortwechsel, und du hast genug Zeit für Strände, Ausflüge und spontane Entdeckungen. Wer zehn bis vierzehn Tage auf der Insel hat, kann drei bis vier Regionen kombinieren. Bei einer Woche sind ein bis zwei Regionen sinnvoll.

Norden und Nordwesten: Porto Torres, Stintino, Castelsardo und die Nordküste

Der Norden und Nordwesten sind ideal, wenn du kombinieren willst, was viele an Sardinien besonders mögen: feine Sandstrände, bizarre Felsen und kleine, sehr unterschiedliche Orte. Porto Torres ist ein klassischer Eingangspunkt. Von hier aus bist du schnell in Stintino mit dem berühmten Strand La Pelosa, kannst die Nordküste Richtung Castelsardo entlangfahren und Tagesausflüge nach Alghero einbauen.

Für diesen Teil der Insel lohnt sich zum Beispiel:

  • Drei bis vier Nächte im Raum Porto Torres oder Stintino
  • Optional zwei Nächte im Raum Castelsardo, wenn du die Küste in Ruhe abfahren möchtest

 

Zwischen den Orten liegen zwar nur wenige Dutzend Kilometer, aber die Straßen sind nicht immer Schnellstraßen. Du fährst oft entlang der Küste, durch kleinere Orte und immer wieder mit Meerblick. Das kostet ein wenig Zeit, macht den Reiz dieser Region aber erst aus.

Die Nordküste eignet sich außerdem gut als Einstieg in eine größere Rundreise. Von hier aus kannst du später weiter in den Nordosten oder über das Inland Richtung Ostküste fahren.

Nordosten: Olbia, Golfo Aranci und die Costa Smeralda

Im Nordosten kommst du zuerst in Kontakt mit einer der bekanntesten Seiten Sardiniens: der Costa Smeralda mit ihren hellen Sandstränden, dem glasklaren Wasser und den vielen Buchten. Olbia ist dafür ein idealer Startpunkt. Du kannst in der Nähe des Hafens übernachten oder dich ein Stück die Küste hinunter orientieren, zum Beispiel Richtung San Teodoro.

Die Region hat zwei große Vorteile für eine Rundreise mit dem Auto:

  • Viele interessante Strände und Buchten sind in kurzer Fahrzeit erreichbar.
  • Du kannst hier sowohl einen „klassischen“ Badeurlaub als auch aktive Tage mit Bootsausflügen und kurzen Wanderungen kombinieren.

 

Ein typischer Zeitplan sieht so aus:

  • Drei bis fünf Nächte im Raum Olbia, Golfo Aranci oder an der Costa Smeralda
  • Von dort Tagesausflüge zu Stränden, kleinen Orten und Aussichtspunkten

 

Gerade in der Hauptsaison ist hier viel los. Trotzdem brauchst du mit dem Auto oft nur dreißig bis sechzig Minuten, um unterschiedliche Strände abzufahren und dir deine Lieblingsbucht auszusuchen. Wenn du später weiter an die Ostküste willst, liegt Olbia perfekt, um am nächsten Tag in Richtung Cala Gonone aufzubrechen.

Ostküste: Cala Gonone, Golf von Orosei und Bari Sardo

Die Ostküste ist für viele der landschaftliche Höhepunkt einer Sardinien-Rundreise. Zwischen Felsen, Schluchten und einsamen Buchten tauchst du in eine rauere, aber sehr eindrucksvolle Seite der Insel ein. Rund um Cala Gonone und den Golf von Orosei triffst du auf steil abfallende Felswände und Buchten, die du mit dem Boot erreichst. Weiter südlich bei Bari Sardo wird die Küste wieder offener, mit langen Stränden und viel Platz.

Für diesen Abschnitt lohnt sich:

  • Zwei bis vier Nächte in oder bei Cala Gonone, um Bootsausflüge und eine Wanderung zu kombinieren
  • Drei bis vier Nächte in der Region Bari Sardo oder einem ähnlichen Ort an der Ostküste

 

So kannst du sowohl die dramatischen Felskulissen und Buchten des Nordteils als auch die ruhigeren, familienfreundlicheren Bereiche weiter südlich erleben. Die Strecken dazwischen sind gut mit dem Auto machbar, aber nicht zu unterschätzen: Die Straßen können kurvig sein, und du willst wahrscheinlich öfter anhalten, um die Aussicht zu genießen.

Süden und Südosten: Cagliari, Costa del Sud, Costa Rei und Villasimius

Der Süden und Südosten haben ihren ganz eigenen Charakter. Statt bekannter Postkartenmotive aus dem Norden triffst du hier auf eine Mischung aus weiten Stränden, wilder Küste und der lebendigen Stadt Cagliari. Die Costa del Sud mit ihren Buchten und Felsen ist ideal für Tagesausflüge mit dem Auto, während der Südosten rund um Costa Rei und Villasimius mit langen Stränden und flachem Wasser lockt.

Wenn du Zeit hast, lohnt es sich, dem Süden einen eigenen Block zu widmen:

  • Zwei bis drei Nächte im Raum Cagliari, um Stadtleben und Umgebung kennenzulernen
  • Drei bis fünf Nächte an der Costa del Sud oder im Südosten, je nachdem, ob du lieber ruhigere Strandabschnitte oder etwas mehr Infrastruktur suchst

 

Da die Entfernungen zwischen Norden und Süden auf Sardinien deutlich sind, solltest du entscheiden, ob du den Süden in dieselbe Reise integrieren willst oder dir dafür eine eigene Reise aufhebst. Wenn du mit Kind unterwegs bist und zu viele lange Fahrtage vermeiden möchtest, ist es oft entspannter, den Fokus auf Nordens und Ostküste zu legen und den Süden ein anderes Mal dranzuhängen.

Typische Fahrzeiten zwischen den Regionen

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lange du auf der Insel wirklich unterwegs bist, helfen grobe Richtwerte. Sie ersetzen keine genaue Planung, machen aber deutlich, dass die Insel größer ist, als viele im ersten Moment denken.

Strecke Distanz ungefähr Fahrzeit etwa Bemerkung
Olbia – Cala Gonone rund 110 km 1,5 bis 2 Stunden Küsten- und Bergstraßen, abwechslungsreich
Cala Gonone – Bari Sardo rund 140 km 2 bis 2,5 Stunden Mischung aus Küsten- und Inlandsetappen
Porto Torres – Castelsardo etwa 35 km 30 bis 45 Minuten Kurze Etappe, ideal als Tagesausflug
Porto Torres – Olbia rund 135 km 1,5 bis 2 Stunden Verbindung Nordwest – Nordosten
Cagliari – Costa del Sud 60 bis 80 km 1 bis 1,5 Stunden Perfekt für Tagesausflüge mit mehreren Stopps

Diese Entfernungen zeigen, dass du innerhalb einer Region mit relativ kurzen Etappen auskommst, während die Wechsel zwischen Nord und Süd deutlich mehr Zeit benötigen. Das solltest du bei der Planung deiner Routen und Übernachtungen im Blick behalten.

Eigenes Auto oder Mietwagen – was bedeutet das für deine Reisezeit?

Ob du Sardinien mit dem eigenen Auto oder mit einem Mietwagen erkundest, entscheidet nicht nur über das Fahrgefühl, sondern auch über deinen Zeitplan. Beide Varianten haben aus Sicht der Reisezeit Vor- und Nachteile.

Mit dem eigenen Auto hast du die lange Anreise durch mehrere Länder, dafür aber den Vorteil, dass du direkt von zu Hause startest, dein Fahrzeug kennst und mehr Gepäck mitnehmen kannst. Mit dem Flugzeug und einem Mietwagen vor Ort sparst du die lange Landstrecke, verbringst dafür mehr Zeit an Flughäfen und mit Übergängen beim Umsteigen.

Wie lange bist du mit dem eigenen Auto insgesamt unterwegs?

Wenn du mit dem eigenen Auto fährst, setzt sich deine Reisezeit aus der Strecke bis zum Hafen, der Wartezeit vor Ort und der Fährüberfahrt zusammen. Für typische Kombinationen sieht das ungefähr so aus:

  • Süddeutschland – Livorno – Olbia:
    Ein Reisetag mit etwa acht Stunden Fahrt bis Livorno, dazu ein bis zwei Stunden Puffer im Hafen und anschließend die Überfahrt. Wenn du eine Nachtfähre nimmst, verschläfst du den größten Teil der Zeit auf dem Schiff und wachst morgens auf Sardinien auf.
  • West- oder Norddeutschland – Livorno oder Genua – Sardinien:
    Zwei Reisetage, wenn du die Strecke sinnvoll aufteilen möchtest. Am ersten Tag fährst du bis in den Süden Deutschlands oder in die Schweiz, am zweiten Tag weiter Richtung toskanische oder ligurische Küste. Danach folgt die Fähre.

 

In beiden Fällen solltest du ein bis zwei Tage einplanen, an denen du vor allem im Auto und später auf der Fähre sitzt. Sobald du auf der Insel bist, profitierst du davon, dass du dein eigenes Fahrzeug dabei hast und nicht erst einen Mietwagen übernehmen musst.

Flugzeug plus Mietwagen – wie verändert sich die Reisezeit?

Wenn du mit dem Flugzeug nach Sardinien reist, entfällt die lange Fahrt durch Europa. Je nach Abflugort bist du in wenigen Stunden in Olbia oder Cagliari. Zeit brauchst du dafür an anderen Stellen:

  • Anreise zum Flughafen und Check-in
  • Warten auf den Flug, Boarding, Flugzeit
  • Landung, Gepäckausgabe und Weg zum Mietwagen
  • Übernahme des Mietwagens und erste Fahrt zur Unterkunft

 

Rein rechnerisch bist du mit Flug und Mietwagen bei kurzer Reisedauer oft im Vorteil. Wenn du zum Beispiel nur eine Woche Sardinien eingeplant hast, kannst du mit dem Flugzeug einen größeren Teil deiner Zeit auf der Insel verbringen, statt zwei Reisetage für Hin- und Rückfahrt zu investieren.

Bei längeren Reisen relativiert sich dieser Vorteil. Wenn du zwei oder drei Wochen unterwegs bist, fallen die zusätzlichen An- und Abreisetage mit dem Auto weniger ins Gewicht, fühlst sich aber bei der gesamten Planung freier, weil du keinen Flugstress hast.

Wann lohnt welche Variante aus Zeitsicht?

Für die Entscheidung hilft ein einfacher Vergleich:

Eigenes Auto

  • Längere Reisezeit insgesamt, vor allem vor und nach dem Aufenthalt auf der Insel
  • Flexibel gestaltbare Strecke mit Übernachtungen in Italien
  • Kein Zeitaufwand für Mietwagenformalitäten vor Ort
  • Besonders sinnvoll bei zwei oder mehr Wochen Reisezeit und wenn du gerne Roadtrips magst

 

Flugzeug plus Mietwagen

  • Kürzere reine Anreisezeit nach Sardinien
  • Sinnvoll, wenn du eine Woche oder wenig mehr zur Verfügung hast
  • Mehr Wechsel und Übergänge (Flughafen, Mietwagen, Transfers)
  • Ideal, wenn du dich auf eine oder zwei Regionen konzentrierst und deine Zeit fast komplett auf der Insel verbringen möchtest

 

Wenn du gerne fährst und den Weg als Teil der Reise siehst, ist die Kombination aus eigenem Auto und Fähre nach Sardinien reizvoll. Wenn du eher möglichst schnell an Stränden, in Buchten oder in deiner Unterkunft sein möchtest, kann das Flugzeug plus Mietwagen eine gute Alternative sein.

Wie viel Fahrzeit pro Tag bleibt noch entspannt – besonders mit Kind?

Damit deine Reise nicht in Stress ausartet, solltest du nicht nur die Gesamtdauer im Blick haben, sondern auch deine tägliche Fahrzeit. Gerade auf Sardinien verlocken viele Aussichtspunkte und Abzweigungen dazu, noch „kurz“ irgendwo abzubiegen. Gleichzeitig möchtest du irgendwann ankommen, aussteigen und Meerluft schnuppern.

Für einen entspannten Urlaub hat sich bewährt:

  • Auf der Insel selbst pro Tag selten mehr als drei bis fünf Stunden reine Fahrzeit einzuplanen
  • Mit Kind eher zwei bis drei Stunden, dafür an manchen Tagen ganz ohne längere Strecken unterwegs zu sein

 

So bleibt genug Zeit für Strände, kurze Wanderungen und spontane Stopps, ohne dass der Tag schon vergangen ist, wenn du an deinem Ziel ankommst.

Empfohlene Tagesetappen auf Sardinien

Die Straßen auf Sardinien sind in vielen Bereichen gut ausgebaut, aber nicht mit langen Autobahnen vergleichbar. Du fährst oft über Landstraßen, durch kleinere Orte und kurvigere Abschnitte, besonders im Osten der Insel.

Als grober Rahmen für gemütliche Tagesetappen lässt sich festhalten:

  • 100 bis 150 Kilometer pro Tag sind auf der Insel entspannt machbar, wenn du unterwegs ein bis zwei Stopps einplanst.
  • 200 Kilometer am Stück sind möglich, fühlen sich aber je nach Straßenverlauf eher wie ein längerer Fahrtag an.
  • Längere Etappen, etwa zwischen Norden und Süden, solltest du bewusst als „Reisetag“ planen, an dem es vor allem darum geht, von einer Region in die andere zu kommen.

 

Solche Reisetage lassen sich gut in die Mitte oder den Anfang der Reise legen. Davor und danach kannst du Tage mit kurzen Wegen einbauen, an denen du nur für einen Tagesausflug in eine andere Bucht oder eine Sehenswürdigkeit fährst.

Pausen, Zwischenstopps und Tagesausflüge

Damit Fahrten nicht zu lang wirken, lohnt es sich, Pausen bewusst zu setzen. Du kannst die Planung der Route mit einer Liste von möglichen Zwischenstopps verbinden, zum Beispiel:

  • Strände unterwegs, an denen du ein bis zwei Stunden bleibst
  • Aussichtspunkte, die sich für kurze Fotostopps eignen
  • Kleine Orte mit Cafés, in denen du Mittagspause machst

 

Auf diese Weise fühlt sich die Fahrzeit nicht nur wie ein Mittel zum Zweck an, sondern wird Teil deiner Reise. Das gilt besonders, wenn du mit Kind unterwegs bist. Kurze Stopps mit Spielmöglichkeiten, Schatten und vielleicht einem Eis machen einen großen Unterschied.

So planst du deine Etappen mit Kartenapps Schritt für Schritt

Digitale Karten helfen dir dabei, die Balance aus Fahrzeit und Erholung zu finden. Ein mögliches Vorgehen:

  1. Gesamtdauer festlegen
    Überlege dir, wie viele Tage du auf der Insel verbringen willst und ob du nach Norden, Ostküste, Süden oder eine Kombination aus mehreren Regionen möchtest.
  2. Regionen auswählen
    Entscheide dich für zwei bis vier Regionen, die du wirklich sehen willst, zum Beispiel Nordküste, Nordosten, Ostküste und gegebenenfalls Süden.
  3. Grobrouten prüfen
    Lege in deiner Kartenapp die Strecken zwischen den Regionen an, zum Beispiel Porto Torres – Olbia – Cala Gonone – Bari Sardo – Cagliari. Schau dir an, wie viele Kilometer und welche ungefähre Fahrzeit daraus entstehen.
  4. Übernachtungsorte definieren
    Suche nach Orten, in denen du gerne einige Nächte verbringen möchtest. Dabei helfen dir Informationen zu Stränden in der Nähe, möglichen Tagesausflügen und der Lage an der Küste.
  5. Tagesetappen feiner planen
    Verteile deine Nächte so, dass du an mehreren Orten jeweils mindestens zwei bis drei Nächte bleibst. Plane die längeren Strecken bewusst ein, statt sie zufällig mitten in Tage mit anderen Aktivitäten zu legen.
  6. Option für Schlechtwetter einbauen
    Berücksichtige einen Tag, an dem das Wetter vielleicht nicht ideal für Strand ist. Diesen Tag kannst du für Ausflüge ins Inland, eine kleine Wanderung oder einen Ortswechsel mit längerer Fahrzeit einplanen.

 

So bekommt deine Route Struktur, ohne dass du jede Stunde durchplanen musst. Du weißt, an welchen Tagen mehr Fahrt ansteht und wann Zeit für Strände, Buchten, Wanderungen oder einfache Spaziergänge bleibt.

Praktische Tipps, um Reisezeit zu sparen und entspannter anzukommen

Auch wenn Anreisezeit und Fahrstrecken feststehen, kannst du mit ein paar einfachen Entscheidungen viel dafür tun, dass sich die Reise entspannter anfühlt. Es geht weniger darum, jede Minute einzusparen, sondern mehr darum, Wartezeiten sinnvoll zu nutzen und lange Strecken so zu legen, dass sie deinen Urlaub nicht zerschneiden.

Einige Punkte helfen dabei besonders:

  • Nachtfähren nutzen, wenn du lange Überfahrten hast
  • Stressige Wechsel-Samstage in der Hochsaison möglichst vermeiden
  • Übernachtungen auf dem Weg so legen, dass du am Fährtag nicht dauerhaft unter Zeitdruck bist
  • Reisetage klar von Urlaubstagen trennen

 

Gerade bei einer Rundreise ist es angenehm, wenn nicht jeder Tag zur Hälfte aus Packen und Fahren besteht.

Nachtfähren und gute Abfahrtszeiten wählen

Nachtfähren haben einen großen Vorteil: Du kannst den Großteil der Fährzeit verschlafen. Wenn du zum Beispiel abends in Livorno eincheckst, verbringst du die Nacht an Bord und kommst morgens in Olbia an. So verschiebt sich der Schwerpunkt deiner Reisezeit in die Nacht, und du stehst ausgeruht auf der Insel.

Tagsüber kann eine längere Überfahrt ebenfalls reizvoll sein, besonders wenn du es magst, auf dem Deck zu sitzen, den Blick über das Meer schweifen zu lassen und deine nächsten Etappen mental zu planen. In der Hauptsaison sind auch die Tagfähren gut ausgelastet, deshalb lohnt es sich, deine Wunschzeiten frühzeitig zu buchen.

Zwischenübernachtungen sinnvoll setzen

Wenn du aus Norddeutschland, den Niederlanden oder aus Regionen mit sehr langer Anfahrt kommst, ist eine Zwischenübernachtung fast immer sinnvoll. Statt kurz vor Mitternacht übermüdet am Hafen anzukommen, kannst du deine Route so legen, dass du zum Beispiel:

  • Am ersten Tag bis in den Süden Deutschlands, die Schweiz oder Norditalien fährst
  • Am zweiten Tag entspannt weiter zum Hafen rollst und dort mit ausreichend Puffer eintriffst

 

Diese Zwischenstopps lassen sich mit einem kurzen Stadtbummel oder einem Abendessen in einem Ort verbinden, den du sonst vielleicht nie besucht hättest. So wird auch der Weg ein Teil deiner Reise, und du nimmst Stress aus der gesamten Planung.

Beispielroute: 14 Tage Sardinien-Rundreise mit dem Auto

Eine konkrete Route hilft dabei, all die Informationen zu Anreise, Fahrzeiten und Regionen in ein stimmiges Gesamtbild zu bringen. Die folgende 14-tägige Sardinien-Rundreise ist so aufgebaut, dass du verschiedene Küsten erlebst, aber trotzdem genug Erholungstage an Stränden und Buchten hast. Die Mittelmeerinsel zeigt dabei viele Gesichter: von hellen Sandstränden über steile Felsen bis zu kleinen Orten mit ruhigem Alltag.

Die Route ist als Vorschlag gedacht, den du je nach persönlichem Tempo, Reisezeitraum und Interessen anpassen kannst.

Überblick: Zwei Wochen mit vier Regionen

Die Grundidee dieser Rundreise:

  • Start im Nordosten rund um Olbia
  • Weiter an die Nordküste Richtung Porto Torres und Castelsardo
  • Anschließend entlang der Ostküste nach Cala Gonone
  • Zum Schluss in die Region Bari Sardo oder Umgebung, bevor es zurück zum Hafen geht

 

So kommst du durch mehrere Regionen, erlebst unterschiedliche Landschaften und hast trotzdem Tage mit kurzen Fahrten oder ganz ohne lange Etappen.

Tagesübersicht der Route

Tag Strecke / Ort Distanz ungefähr Fahrzeit etwa Schwerpunkte
1 Ankunft auf Sardinien (Olbia) Einchecken, erster Spaziergang, Strand in der Nähe
2–3 Raum Olbia / Nordosten kurze Wege max. 1 Stunde/Tag Strände und Buchten im Nordosten, Ausflug nach Golfo Aranci
4 Olbia – Nordküste (Castelsardo) rund 135 km 1,5 bis 2 Stunden Fahrt an die Nordküste, Zwischenstopps an Aussichtspunkten
5–6 Nordküste / Raum Castelsardo kurze Wege max. 1 Stunde/Tag Nordküste mit Sandstränden, Tagesausflug Richtung Stintino oder Porto Torres
7 Castelsardo – Cala Gonone rund 200 km 3 bis 3,5 Stunden Wechsel an die Ostküste, Eindrücke von Landschaft und Inland
8–9 Cala Gonone und Golf von Orosei kurze Wege max. 1 Stunde/Tag Bootstouren zu Buchten, eventuell Wanderung, Badestrände
10 Cala Gonone – Bari Sardo rund 140 km 2 bis 2,5 Stunden Weiterfahrt Richtung Südosten der Ostküste
11–12 Region Bari Sardo / Ostküste kurze Wege max. 1 Stunde/Tag Lange Strände, Tagesausflug zu Orten in der Umgebung
13 Rückfahrt Richtung Olbia rund 180 km 2,5 bis 3 Stunden Letzte Etappe zum Hafen, Zwischenstopps unterwegs
14 Abreise mit der Fähre Auschecken, Einchecken im Hafen, Rückfahrt

Die Entfernungen sind so gewählt, dass längere Fahretappen auf wenige Tage konzentriert bleiben. Dazwischen hast du immer wieder Blöcke mit mehreren Nächten an einem Ort, sodass die Rundreise auch mit Kind oder mehreren Personen im Auto entspannt bleibt.

Was du in den einzelnen Abschnitten erleben kannst

Olbia und Nordosten (Tag 1 bis 3)
Rund um Olbia findest du viele Strände mit hellem Sand und seichtem Wasser. Im Umkreis liegen Reiseziele wie San Teodoro oder Golfo Aranci. Von hier aus kannst du Tagesausflüge zu verschiedenen „spiaggia di …“-Stränden machen, zum Beispiel zu Buchten mit feinem Sand und glasklarem Wasser. In dieser Region reicht das Spektrum von gut erschlossenen Stränden mit Infrastruktur bis zu ruhigeren Abschnitten, an denen du dich auf das Meer und die Natur konzentrieren kannst.

Nordküste rund um Castelsardo (Tag 4 bis 6)
Die Fahrt von Olbia an die Nordküste verbindet zwei wichtige Teile der Insel. In Castelsardo und Umgebung bekommst du eine Mischung aus historischer Altstadt, felsigen Abschnitten und Sandstränden. Die Lage eignet sich gut für Tagesausflüge Richtung Stintino oder für einen Abstecher nach Porto Torres. Die Nordküste bietet viele Ausblicke, bei denen Meer, Felsen und kleine Orte zusammenkommen.

Ostküste und Cala Gonone (Tag 7 bis 9)
Die Etappe zur Ostküste zeigt dir, wie abwechslungsreich Sardiniens Landschaft sein kann. In und um Cala Gonone vereinen sich Felsen, Schluchten und Buchten. Du kannst Bootstouren in den Golf von Orosei unternehmen, abgelegene Strände ansteuern und einzelne Wanderungen planen. Tagesausflüge zu bekannten Buchten mit Sandstränden sind von hier aus genauso möglich wie ruhigere Stunden an weniger frequentierten Stellen.

Region Bari Sardo und Umgebung (Tag 10 bis 12)
Weiter südlich wird die Küste offener und die Strände länger. In der Region Bari Sardo findest du einen guten Mix aus Erreichbarkeit mit dem Auto, ruhiger Atmosphäre und Möglichkeiten für einen Tagesausflug in Orte der Umgebung. Wenn du möchtest, kannst du von hier aus noch weiter Richtung Südosten fahren oder dich auf die Ostküste konzentrieren.

Rückfahrt und Abreise (Tag 13 und 14)
Die Rückfahrt Richtung Olbia führt dich durch Regionen, die du auf dem Hinweg nur gestreift hast. Du kannst einen letzten Stopp an einem Strand einbauen, einen Aussichtspunkt ansteuern oder einen kleinen Ort besuchen. Am Abreisetag bleibt dann genug Zeit, um deine Unterkunft zu verlassen, in Ruhe zum Hafen zu fahren und für die Fähre einzuchecken.

Anpassungsmöglichkeiten der 14-Tage-Route

Die Route lässt sich an verschiedene Situationen anpassen:

  • Wenn du mehr Ruhe willst, kannst du eine Region streichen und die gewonnene Zeit an zwei Standorten verbringen.
  • Wenn du vor allem an Sandstränden wohnen möchtest, verschiebst du den Schwerpunkt stärker in den Nordosten und die Ostküste.
  • Wenn du umgekehrt viel Wert auf kleine Orte, Natur und Vielfalt legst, baust du zusätzliche Tagesausflüge in das Inland ein und planst dafür einen Strandtag weniger ein.

 

Entscheidend bleibt, dass du die Zahl der Regionensprünge begrenzt. So bleibt der Charakter als Rundreise erhalten, ohne in Stress auszuarten.

FAQ: Häufige Fragen zu „Sardinien mit dem Auto – wie lange?“

Zum Schluss ein Blick auf Fragen, die sich viele stellen, bevor sie mit Auto und Fähre nach Sardinien fahren.

Reicht eine Woche Sardinien mit dem Auto?

Eine Woche reicht, um eine Region intensiv oder zwei benachbarte Regionen kurz anzuschauen. Ein klassischer Ablauf wäre: drei bis vier Nächte im Nordosten und drei bis vier Nächte an einem Abschnitt der Ostküste oder Nordküste. Für eine komplette Runde um die Insel genügt eine Woche nicht. Wenn du mehr von der Vielfalt der Insel sehen willst, sind zehn bis vierzehn Tage sinnvoller.

Wie lange sollte ich für eine vollständige Umrundung der Insel einplanen?

Wenn du Sardinien im Kreis entlang der Küstenstraße umrunden möchtest, solltest du mindestens zwei Wochen einplanen, besser ungefähr drei Wochen. So hast du an verschiedenen Abschnitten genug Zeit für Strände, Orte, Sehenswürdigkeiten und einzelne Wanderungen. Mit weniger Zeit würdest du zu viele Tage fast nur im Auto verbringen.

Wie lange bin ich insgesamt unterwegs, wenn ich aus Süddeutschland mit dem Auto nach Sardinien fahre?

Von Süddeutschland bis zu einem Hafen wie Livorno oder Genua bist du je nach Startpunkt sieben bis neun Stunden im Auto unterwegs. Dazu kommen ein bis zwei Stunden Puffer im Hafen und je nach Fährroute fünf bis zwölf Stunden auf dem Schiff. Mit einer Nachtfähre lässt sich ein großer Teil dieser Strecke verschlafen, sodass du am nächsten Tag auf Sardinien startbereit bist.

Wie lange dauert die Anreise, wenn ich aus Norddeutschland komme?

Aus Norddeutschland brauchst du bis zu den Häfen in der Regel etwa zwölf bis fünfzehn Stunden reine Fahrtzeit, verteilt auf zwei Tage, plus die Fährüberfahrt. Eine Zwischenübernachtung, zum Beispiel im Süden Deutschlands, in der Schweiz oder in Norditalien, macht die Reise deutlich angenehmer. Insgesamt solltest du zwei bis drei Reisetage für Hin- und Rückweg einplanen.

Wie viel Fahrzeit am Tag ist auf Sardinien noch angenehm?

Auf der Insel selbst sind etwa zwei bis vier Stunden Fahrzeit pro Tag gut zu verkraften, wenn du unterwegs Stopps einplanst. Längere Etappen lassen sich an wenigen Reisetagen bündelt gut in den Ablauf integrieren. An anderen Tagen kannst du dich auf kurze Fahrten zu Stränden, Buchten oder Sehenswürdigkeiten beschränken. Mit Kind ist es meist angenehmer, eher kürzere Tagesetappen zu wählen und dafür einzelne Ruhetage ohne längere Strecken einzuplanen.

Lohnt sich Sardinien mit dem Auto in den Sommerferien?

Sardinien ist in den Sommerferien sehr gefragt. Das bedeutet mehr Verkehr, vollere Fähren und teilweise höhere Preise für Unterkünfte und Hotels. Gleichzeitig profitierst du von stabilen Wetterbedingungen, langen Tagen und vielen geöffneten Angeboten. Wenn du Fähre und Übernachtungen früh buchst und lieber an ein paar ausgewählten Orten länger bleibst, kann eine Rundreise in dieser Zeit sehr schön sein. Wichtig ist, genug Puffer für starke Reisetage einzuplanen und Fahrten über die Insel nicht auf die verkehrsreichsten Wochenenden zu legen.

Eigenes Auto oder Mietwagen – was ist besser für den Urlaub auf Sardinien?

Für die Anreisezeit spielt es eine große Rolle, ob du mit dem eigenen Auto unterwegs bist oder erst auf der Insel einen Mietwagen übernimmst. Mit dem eigenen Auto bist du länger unterwegs, hast dafür ein vertrautes Fahrzeug und mehr Flexibilität beim Packen. Mit dem Flugzeug und einem Mietwagen vor Ort sparst du Zeit auf der Strecke durch Europa, musst aber die Abläufe an Flughafen und Mietwagenstation einkalkulieren. Wenn du zwei bis drei Wochen Zeit hast, ist die Anreise mit eigenem Auto eine gute Option. Wenn du nur eine Woche Urlaub hast, ist Flugzeug plus Mietwagen oft zeitsparender.

Fazit: Wie lange du für Sardinien mit dem Auto wirklich einplanen solltest

Sardinien mit dem Auto zu entdecken, ist weniger eine Frage eines festen Schemas als eine Frage deiner Prioritäten. Die Insel ist groß und vielfältig, mit Regionen wie Nordküste, Nordosten, Ostküste, Süden und Südosten, die alle ihren eigenen Charakter haben. Wenn du die Anreise mit dem Auto und die Fahrzeit auf der Insel zusammenzählst, ergibt sich ein realistischer Rahmen:

  • Aus Süddeutschland bist du mit einem Reisetag plus Nachtfähre auf Sardinien, aus Norddeutschland eher mit zwei Reisetagen.
  • Mit einer Woche auf der Insel lässt sich eine Region entspannt erkunden, mit zehn bis vierzehn Tagen wächst der Spielraum für eine echte Rundreise mit mehreren Regionen.
  • Drei Wochen oder mehr geben dir die Möglichkeit, auch abgelegenere Ecken, kleinere Orte und weniger bekannte Strände einzubauen.

 

Entscheidend ist, dass du deine Route so strukturierst, dass es genug Tage ohne lange Etappen gibt. Wer die Insel in zu vielen Abschnitten in zu kurzer Zeit sehen will, verbringt viel Zeit im Auto und verpasst dabei das Gefühl, an einem Ort wirklich anzukommen.

Wenn du dich für eine Handvoll gut ausgewählter Reiseziele entscheidest, die Küstenabschnitte mit Stränden, Felsen und kleinen Orten kombinierst und bewusst Reisetage einplanst, wird Sardinien mit dem Auto zu einer Rundreise, an die du lange zurückdenkst.

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