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Prostitution in Thailand – was solltest du darüber wissen?

Thailand ist natürlich ein sehr gefragtes Ziel bei Reisenden. Besonders für Backpacking-Touren bietet sich dieses fantastische Land in Südostasien an. Dort kannst du unfassbar leckeres Essen probieren, einige wundervolle Inseln besuchen und natürlich auch die verrückte Hauptstadt Bangkok erkunden.

Thailand ist aber auch ein sehr beliebtes Ziel bei Sextouristen. Natürlich macht wohl jeder auch seine Scherze darüber, wenn jemand sagt, dass er nach Thailand fliegt. Aber Prostitution ist in der Tat sehr weit verbreitet und wird im ganzen Land angeboten. Sexarbeit ist aber nicht nur eine simple Modeerscheinung. Prostitution gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten.

Natürlich möchten wir uns in diesem Artikel auch damit befassen. Denn das Thema ist so komplex, dass man das nicht einfach mal in nur drei Zeilen abhandeln könnte. In diesem Artikel verraten wir dir, was du alles über Prostitution in Thailand und insbesondere in Bangkok wissen solltest.


Ist Prostitution in Thailand überhaupt legal?

Prostitution ist in Thailand nicht offiziell erlaubt. Genau genommen ist bezahlte Sexarbeit sogar seit 1960 illegal. Aber natürlich bringt der Sextourismus dem Land so viel Geld ein, dass da sehr gerne auch mal ein Auge zugedrückt wird.

Trotz des Verbots ist Prostitution in den Straßen von Städten wie Bangkok und Pattaya sehr präsent. Zudem wird schon seit einiger Zeit über eine Legalisierung der Prostitution nachgedacht.

Es gibt aber auch Gründe dafür, warum Prostitution überhaupt verboten wurde. Denn dies ist in Südostasien auch oft mit Menschenhandel und Kinderprostitution verbunden. Die meisten Frauen, die aus anderen Ländern nach Thailand verschleppt werden, kommen aus Osteuropa, Afrika und Südamerika. Leider stellt das nicht nur in Thailand ein Problem dar, sondern in ganz Südostasien. Mit diesem Verbot kann die Regierung da aber wenigstens etwas gegensteuern.

Natürlich kann die thailändische Regierung aber auch recht wenig gegen die Sexindustrie an sich machen. Denn der Besuch von Etablissements wie Go-Go-Bars ist trotzdem erlaubt, da sie nicht als Bordell gelten, sondern als Teil der Unterhaltungsindustrie. Was dann aber zwei Personen unter sich ausmachen, kann natürlich keiner überprüfen.

Wenn es in solchen Einrichtungen zu Verhaftungen von Sexarbeitern kommt, behandelt die Polizei den Akt der Prostitution in der Regel nur als einen Austausch zwischen dem Sexarbeiter und dem Kunden, an dem der Besitzer des Geschäfts nicht beteiligt war. Fälle, in denen die Kunden der Sexworker angeklagt wurden, sind ziemlich selten. Die Besitzer solcher Etablissements werden zudem nur dann angeklagt, wenn sie gegen andere Gesetze verstoßen, wie etwa die Beschäftigung von Minderjährigen.

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Das größte Problem bei der Prostitution in Thailand

Leider hat das offizielle Verbot der Prostitution und die Notwendigkeit der thailändischen Frauen, möglichst viele Männer zu befriedigen, auch zu einigen Problemen geführt. Denn oft möchten die Freier kein Kondom beim Sex tragen, sondern vollkommen ungeschützten Geschlechtsverkehr mit den Thailänderinnen haben. Aus diesem Grund ist HIV in diesem Land sehr weit verbreitet. Im Jahr 2013 waren laut Schätzung der UNAID 380.000 bis 520.000 Thailänder mit HIV infiziert. Im Jahr 2017 lag die Zahl der Thais, die mit AIDS leben, bei 440.000.

Glücklicherweise ist hier aber auch Besserung in Sicht. Der Staat sorgt mittlerweile aufklärerisch dafür, dass das Kondom als Verhütungsmittel immer mehr auch bei den Sextouristen akzeptiert wird. Zudem sind die Prostituierten dazu angehalten, Geschlechtsverkehr ohne Kondom zu verweigern. Allerdings besteht das Problem, dass einige Männer immer noch kein Verhütungsmittel nutzen wollen und die Frauen trotzdem ihre Quote erfüllen müssen.


Welche Städte sind die Hotspots für Prostitution in Thailand?

Die primären touristischen Gebiete mit einem Bezug zur Prostitution sind Pattaya und die Insel Phuket, vor allem das Patong Beach Resort. In Pattaya sind die Hauptgebiete, die mit Prostitution in Verbindung gebracht werden, Boyztown, Sunee Plaza und Walking Street.

Von Malaysiern, die auf der Suche nach thailändischen Prostituierten sind, werden hingegen viele Städte im Süden wie Hat Yai besucht. Aber auch andere Grenzstädte sind beliebte Reiseziele für malaysische Sextouristen.


Die beliebtesten Viertel für Sextouristen in Bangkok

Wenn wir allerdings von beliebten Orten für Sextouristen reden, dann kommen wir vor allem an einer Stadt nicht vorbei. Und das ist die thailändische Hauptstadt Bangkok. Dort ist Prostitution mittlerweile so normal geworden, dass einige Viertel quasi schon von den Sexarbeitern und interessierten Freien überlaufen sind.

Das bekannteste dieser Viertel ist Patpong. Dieser Bereich von Silom ist der Ort, an dem Go-Go-Bars während der Ära des Vietnamkriegs erstmals an Popularität gewannen. Auch heute noch sind die beiden Hauptstraßen Patpong Soi 1 und Patpong Soi 2 ein großer Anziehungspunkt für Besucher, die sich für das Nachtleben der Stadt interessieren.

In den frühen 1990er Jahren wurde in Patpong ein beliebter Nachtmarkt eingeführt. Die neu entdeckte Familienfreundlichkeit des Viertels hat aber auch die nächtliche Atmosphäre verändert. Und genau deshalb ist mit dem nahe gelegenen Nana Plaza „The World's Largest Adult Playground“, wie sich das Gebäude selbst nennt, entstanden.

Dieser dreistöckige Komplex hat eine feierwütige Atmosphäre und beherbergt Dutzende von Go-Go-Clubs und Ladyboy-Bars. Zudem kannst du hier auch mehrere Kurzzeithotels finden, die Zimmer stundenweise vermieten.

In der gleichen Zeit wie der Nana Plaza ist auch die Soi Cowboy populär geworden. Der Name stammt von einem Cowboyhut tragenden Afroamerikaner, der die erste Bar in den 1970er Jahren eröffnet hat. Heute kann die neongetränkte Energie einschüchternd wirken, aber die Bars entlang der Soi Cowboy haben einen ziemlich guten Ruf. Außerdem gibt es in dieser Gegend, im Gegensatz zu vielen anderen Hotspots der Sextouristen, kaum Fälle von Betrug.

Vor allem bei homosexuellen Sextouristen ist die schmale und fluoreszierende Soi Twilight nordöstlich des Nachtmarktes von Patpong beliebt. Er ist Schauplatz für rein homosexuelle Bars, die aber selbst für die anderen Etablissements für heterosexuelle Männer die Messlatte ziemlich hoch legt.

Fazit

Auch wenn die meisten Reisenden gerne versuchen es auszublenden, ist es nicht möglich, nach Thailand zu reisen und nichts von der Prostitution im Land mitzukriegen. Denn der Sextourismus ist hier so sehr verbreitet, dass du an jeder Ecke damit regelrecht erschlagen wirst.

Das Paradoxe dabei ist allerdings, dass Prostitution in Thailand eigentlich überhaupt nicht erlaubt ist. Allerdings werden hier viele Hintertürchen ausgenutzt, mit denen die Betreiber von diversen Etablissements auf der sicheren Seite sind.

Dass es so viele Sexarbeiter in Thailand gibt, hat auch kulturelle Hintergründe. In der Vergangenheit wurden schon viele Frauen als Sklaven gehalten und wurden von den Männern für sexuelle Gelüste ausgenutzt. Aber selbst mit der Aufhebung der Sklaverei hat sich die Situation nicht unbedingt gebessert, da die Frauen wegen mangelnder Bildung kaum an normale Jobs gekommen sind.

Natürlich gibt es auch ein paar Hotspots für den Sextourismus. Besonders Pattaya ist eines dieser Ziele. Aber auch die Hauptstadt Bangkok hat eine Menge an Rotlichtvierteln zu bieten.

Wir möchten es dir natürlich nicht verbieten, in Thailand auch mal etwas Spaß mit einer Prostituierten zu haben. Jedoch sind wir der Meinung, dass du dieses wundervolle Land nicht primär für günstigen Sex besuchen solltest, sondern wegen der Kultur des Landes und der fantastischen Natur.

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