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Panama und seine Bewohner

Knapp 5 Millionen Einwohner zählt das kleine, mittelamerikanische Land zwischen dem Atlantik und Pazifik. Die Panamaer, oder auch spanisch die Panameños genannt, sind eine bunte Mischung aus Indigenen und Europäern, welche vor allem den Westen des Landes besiedeln. Hinzu kommt ein großer Anteil an Afropanamaer, welche von ehemaligen Sklaven der Kolonialmacht Spanien abstammen, sowie diverse rein indigene Völker. Die meisten Migranten kommen aus dem benachbarten Kolumbien oder auch aus China und verfolgen in der Regel wirtschaftliche Interessen in Panama. Aber genug mit den Fakten! Wir wollen, dass du die Panamaer vor deiner Reise nach Mittelamerika näher kennen lernst.

Die panamaische Küche

Durch den Einfluss spanischer, karibischer, südamerikanischer und kreolischer Küche findest du in Panama einen wilden Mix aus Köstlichkeiten vor. Spezialitäten der Panamaer sind vor allem Kochbananen, Empanadas, leckere Fischgerichte und Tamalaes. Dazu gibt es frische Fruchtsäfte, unfassbar guten, lokalen Kaffee und natürlich einen kräftigen Rum, der selbstverständlich Pur getrunken wird.


Feiern wie die Panamaer

Die Panamaer lieben eine gute Party. Wie in jedem süd- und mittelamerikanischen Land steht Latinomusik an erster Stelle in den Bars und Clubs von Panama. Aber auch Salsa auf Rooftop Bars oder Techno finden bei den Einheimischen anklang für eine unvergessliche Nacht. Von düsteren Underground Clubs bis hin zu schicken Nachtclubs voller LEDs gibt es in Panama alles zu entdecken. Getanzt und getrunken wird bis 3 – 4 Uhr morgen; daraufhin schließen die meisten Bars und Clubs ihre Pforten.

Panamas Gastfreundlichkeit

Gastfreundlichkeit ist in Panama ein wichtiges Gut. Fremde werden besonders auf dem Land gerne eingeladen und es ist ziemlich einfach neue Leute kennenzulernen. Es gibt jedoch einige Verhaltensformen, die den Panamaern wichtig sind. Als Besuch bringt man dem Gast in der Regel ein kleines Geschenk mit: Sei es Blumen, eine Flasche Wein oder ein kleines Souvenir. Anständige Tischmanieren gehören in Panama ebenfalls zum guten Ton. Aber wunder dich nicht, wenn die Panamaer in Gesprächen manchmal sehr direkt sind; denn ein offenes Gespräch gehört in Panama zur Tagesordnung. Geschäfte werden in Panama noch sehr persönlich geführt. Bevor das Geld fließt möchte man seinen Gegenüber ja doch kennenlernen.


Indigene Kulturen in Panama

Mit einer der größten indigenen Bevölkerungen in Mittelamerika, hauptsächlich bestehend aus sieben Stämmen, sind in Panama immer noch intakte indigene Gemeinden vorzufinden. Die Guna, welche auf den karibischen Inseln in Panama leben, nutzen das Land für nachhaltigen Tourismus und Fischerei. Die Embera-Wounaan Gemeinden, welche in der Region Bocas del Toro zuhause sind, sind bekannt für ihr einzigartiges Kunsthandwerk. Zudem erhalten sie Jahrhunderte alte Traditionen aus Zeremonien, Bräuchen und Tänzen. Nur wenigen Touristen wird es ermöglicht die Kulturen der indigenen Völker näher zu erleben, da die indigenen Stämme sehr daran interessiert sind, das Land und die Natur langfristig in gutem Zustand zu erhalten.

Afrikanischer Einfluss inmitten Mittelamerikas

Nach der Ankunft der spanischen Kolonialisten folgte der Menschenhandel mit afrikanischen Arbeitskräften. Hinzu kamen tausende Afro-Caribbeans, welche aus den karibischen Inselstaaten zum Bau des Panamakanals nach Panama gekommen sind. Die meisten der heutigen Afropanamaer leben in den Regionen Bocas del Toro und Colón. Hier wird Englisch mit karibischem Akzent gesprochen und zu karibischen Vibes der Rum geschlürft. Wenn du ein Liebhaber von Reggae und Reggaeton bist, kommst du in diesen Regionen definitiv auf deine Kosten.


Kultureller Einfluss der spanischen Kolonialzeit

Den wohl größten Einfluss auf die panamaische Kultur hatten die Spanier. Panama, welches von 1502 bis 1821 unter spanischer Flagge kolonisiert wurde, ist inzwischen stark durch die südeuropäische Kultur geprägt. Im Februar wird Karneval gefeiert und christliche Feiertage dominieren den Kalender in Panama. Demzufolge sind auch über 80% der Panamaer katholisch.


Wirtschaftsmetropole Panama City

Während in Panama die Uhren etwas langsamer ticken und man sich doch lieber noch einmal in der Hängematte umdreht bevor man zum Mojito greift, geht es in Panama City deutlich hektischer zu. Durch den weltbekannten Panama-Kanal hat sich Panama City zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort entwickelt. Begünstigt durch Investitionen aus den USA, China und der EU, sowie erheblichen Steuervorteilen haben sich viele Unternehmen hier niedergelassen. Hohe Glasfassaden türmen sich auf und der internationale Einfluss beeinflusst den panamaischen Lebensstil. Durch die Straßen laufen chinesische Geschäftsmänner mit Smartphones am Ohr und in den Suburbs der Stadt haben sich wohlhabende Rentner aus den USA niedergelassen, die ebenfalls von den Steuervorteilen in Panama profitieren.

Die kriminelle Seite Panamas

Panama ist in Mittelamerika immer noch eines der sichersten Länder, jedoch ist Kriminalität auch hier ein wenig Teil des öffentlichen Lebens. Neben steuerflüchtigen Unternehmen tummeln sich in Panama City speziell in den ärmeren Vierteln kriminelle Banden. Gleiches gilt für die Stadt Colón. Zwei Abschnitte des Landes solltest du auf deiner Reise nach Panama auf jeden Fall meiden, denn hier wird es selbst für Janosch und Bär zu gefährlich. Die Regionen Mosquito Bay und das Darian Gap sind geprägt durch paramilitärische Gruppen und Drogenbanden, die hier das Sagen haben. Mehr oder weniger sind diese Regionen rechtsfreie Räume in denen immer wieder Menschen ums Leben kommen. Aber das sollte dich nicht abschrecken dieses wunderbare und vielfältige Land mit seiner einzigartig, diversen Kultur zu besuchen, denn der Rest des Landes ist ein wahrer Traum.


Panama

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