Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Die schönsten Maya Stätten in Guatemala

Die Mayas waren zu ihrer Zeit eine der meist-entwickelten Zivilisationen. Hinterlassenschaften dieser beeindruckenden Kultur lassen sich von Chiapas in Mexiko bis in den Süden von Guatemala finden. Speziell in Guatemala, einem Paradies auf Erden, finden sich in tiefen Wäldern, Plateaus und Tälern immer noch gut erhaltene Tempel, Dörfer und Stätten der Mayas. Die Kultur der Mayas reicht zurück bis 2.000 v. Chr. Lange Dürren um das 10. und 11 Jahrhundert haben der Kultur zugesetzt, welche schlussendlich durch die Kolonisation von Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras und El Salvador durch die Spanier besiegelt wurden. In der Hochzeit der mayanischen Kultur wurde die Stadt Tikal in Guatemala zu einer der einflussreichsten Städte der Zivilisation. Guatemala ist einer der faszinierendsten Orte diese Kultur und ihre beeindruckende Städte aus Kalkstein zu erfahren.


Tikal

Am frühen Morgen im Dunst des Nebels des guatemaltekischen Regenwalds geht die Sonne langsam hinter den monumentalen Tempeln von Tikal auf. In den Wipfeln um dich herum erwachen mit lautem Geschrei die ansässigen Brüllaffen. Nein, dies ist keine Szene aus einem Indiana Jones Film, das hier ist Tikal in Guatemala. Das UNESCO Weltkulturerbe wurde um circa 900 v. Chr besiedelt und ist infolgedessen zu einer der wichtigsten Stätten der mayanischen Kultur herangewachsen. Das einflussreiche Reich zählte zu Hochzeiten um die 100.000 Einwohner. Heutzutage ist Tikal ein Besucherpark für Touristen. Hier findest du umwerfende Tempel aus Kalkstein, Paläste, Wohnungen und öffentliche Plätze der Mayas. Nur 15% vom ehemaligen Tikal sind restauriert, daher wird dir schnell bewusst, wie groß die Stadt damals war. Der gesamte Tikal-Nationalpark umfasst einen Bereich von 575 Quadratkilometern und ist einer der beeindruckendsten Orte in ganz Mittelamerika. Wir empfehlen dir besonders früh zu kommen, denn Tikal ist ein äußerst beliebtes Touristenziel. Der Eintritt kostet umgerechnet circa 15-20 € pro Person. Die nächste Stadt zu Tikal ist Flores: Von hier aus kannst du entspannt mit dem Shuttle Bus, oder einem Taxi zu den Pyramidenartigen Tempeln gelangen.

guatemala_flores

Zaculeu

Zaculeu bedeutet so viel wie „weiße Erde“. Den Namen haben die Ruinen dank des weißen Gesteins bekommen, aus dem diese gebaut wurden. Das weiße Gestein ist in dieser Form einzigartig und die Pyramiden wurden 1940 restauriert, damit sie im neuen Glanz erscheinen. Der Eintritt ist mit umgerechnet 5€ sehr erschwinglich. Unweit von der Stadt Huehuetenango erreichst du die einzigartigen Ruinen von Zaculeu. Bring dir auf jeden Fall etwas Sonnencreme mit, denn im Gegensatz anderen Tempeln liegen die Ruinen nicht im Dschungel, sondern stehen recht ungeschützt auf einer Hochebene.


Yaxhá National Park

Nahe der guatemaltekischen Grenze zu Belize liegt der Yaxhá Nationalpark: Inmitten des grünen Urwaldes erhebt sich ein paradiesischer Ort aus den Baumwipfeln. An einem wunderschönen See gelegen, der den Mayas zur Frischwassergewinnung diente, findest du eine verlassene Maya-Stadt wieder. Umgeben von Brüllaffen und exotischen Wildvögeln existieren noch um die 500 Monumente im Nationalpark. Während du durch die Ruinen streifst kannst du Tukane entdecken. Das Herzstück des Nationalparks sind die Pyramiden, welche von Besuchern sogar bestiegen werden dürfen. Von hier oben hast du einen magischen Überblick über den Dschungel.

Neben der Stadt Yaxhá kannst du auch die Städte Nakum und Naranjo im Nationalpark besuchen; Naranjo war übrigens eine der am längsten bestehende Maya-Städte in Guatemala. Außerdem wird dir per Bootstour ermöglicht, die auf einer Insel in der Lagune gelegene Stadt Topoxté zu besuchen. Innerhalb des Nationalparks kannst du dich entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Shuttle Service fortbewegen. Für die Übernachtung gibt es in der Umgebung Camping-Möglichkeiten, Eco-Lodges, Hostels und Hotels, also für jeden etwas dabei.

El Mirador

Ein Geheimtipp ist der Nationalpark El Mirador, welcher in der Nähe der mexikanischen Grenze liegt. Dadurch, dass kaum Infrastruktur in dieser Region besteht, ist der Park nicht so überlaufen wie Tikal oder Yaxhá. Ohne Guide wirst du jedoch nicht an den Eingangstoren eingelassen. Aber einen Guide bekommt man schon für umgerechnet circa 80€ inkl. Essen und Unterkunft in den Zelten. Hinter den Toren des Nationalparks geht es für dich in den tiefen Dschungel hinein. Wilde Tiere und giftige Schlangen bewohnen dieses Gebiet, daher ist Vorsicht angesagt. Um die Mayaruinen schlingen sich Urwaldpflanzen und der Boden unter dir ist oft schlammig. Highlight deines mehrtägigen Trips durch den Dschungel ist die Pyramide El Tigre, welche 55 Meter aus dem Urwald in den Himmel ragt. Von hier oben ergeben sich unglaubliche Überblicke über den naturbelassenen Urwald, welcher unendlich erscheint. Um den Danta Complex erheben sich weitere beeindruckende Pyramiden. Du solltest auf jeden Fall gute Wanderschuhe, effektives Bug Spray und eine Regenjacke mitnehmen. So steht deinem unvergesslichen Dschungelabenteuer durch die „Lost Mayan Cities“ nichts mehr im Wege.


Quiriguá

Quiriguá ist eine besondere, ehemalige Maya-Stadt im südlichen Teil Guatemalas. Ebenfalls wie die Tempel von Tikal ist Quiriguá von der UNESCO als Weltkulturerbe deklariert worden. Man geht davon aus, dass Auswanderer der Stadt Tikal Quiriguá gegründet haben. In der Stadt selbst stehen einzigartige Säulen auch „Stelas“ genannt, die für bestimmte wichtige Events stehen der Kultur stehen. In diesen Säulen sind beeindruckende Bilder gemeißelt. Zu dem findest du in den Ruinen eine enorme Akropolis, die Akropolis von Quiriguá. Das Gebäude, welches heute nur noch als Ruine zu betrachten ist, ist besonders wegen seiner Größe für die damaligen Verhältnisse einzigartig. Du erreichst Quiriguá von Rio Dulce aus über private Anbieter, die Fahrten in die verlassene Maya-Stadt organisieren.


Iximché

Das besondere an den Ruinen von Iximché ist, dass sie sogar heute noch für mayanische Zeremonien genutzt werden. Auf der Route zwischen Guatemala City und dem Atitlán See nahe des Ortes Tecapán lässt sich Iximché bequem per Auto oder Bus besuchen. Die Ruinen sind weniger gut erhalten als die Tempel um Tikal, jedoch laden diese trotzdem für ein Picknick mit atemberaubenden Panorama ein.

Die Candelaria Höhlen

Hier wird es spirituell, denn die kilometerlangen Höhlen bei Chisec waren für die Mayas das Tor zur Unterwelt. Von der Decke der tiefen, dunklen Höhlen hängen Stalagmiten herab. An den Wänden findest du kunstvolle Höhlenmalereien, die im Zuge von Ritualen und Zeremonien von den Mayas in den Stein geritzt wurden. Viele Teile der Höhlen sind für Touristen untersagt, da die Orte den Mayas heilig sind. Nur indigene Guides, die mit den spirituellen Höhlen vertraut sind, dürfen Touren durch Teile der Höhle führen, welche teilweise 14 Kilometer in den Boden ragen und über Kammern mit 200 Meter hohen Decken verfügen. Mach dich gefasst auf ein unvergesslich, spirituelles Erlebnis in der Tiefe der Erde von Guatemala.


Der Atitlán See

Einer der schönsten Orte in ganz Guatemala findest du am Atitlán See vor. Glasklares, blaues Süßwasser füllt den See, welcher am Fuß des Vulkans Atitlán liegt. Der Vulkan erhebt sich majestätisch im Hintergrund des Sees und erzeugt ein unvergessliches Gesamtbild. Vor 84.000 Jahren entstand der See durch eine Eruption des Vulkans: Dieser ist noch heute aktiv und grummelt leise vor sich hin. 300 v. Chr befanden sich an den steilen Hängen des Vulkans mayanische Dörfer, die den vulkanischen Boden zur Landwirtschaft nutzten. Um den See und den Vulkan finden noch heute regelmäßig spirituelle Rituale statt. Es lohnt sich sehr ein paar Tage in der Gegend zu bleiben, um die mayanische Kultur näher kennen lernen und auf spannenden Hikes die Vulkane rund um den See zu erkunden. Zudem sind auch Bootstouren auf dem magischen See sehr verlockend.


Ceibal

Weniger beeindruckend aber historisch wertvoll ist die Stätte Ceibal. Ceibal war einer der größten Städte im Süden des heutigen Guatemalas. In der Stätte finden sich unterschiedliche Monumente wieder; von künstlerisch gestalteten Säulen über einen Marktplatz und unrestaurierte Tempel, über die die Natur überhand gewonnen hat. Du erreichst Ceibal entweder über einen längeren Hike oder per Boot über den Río La Pasión von Sayaxché, was circa eine Stunde dauert.

Aguateca

Dichter Regenwald erstreckt sich entlang der Lagune von Petexbatún. Um 810 n. Chr wurde die Stätte aufgrund eines Großbrandes verlassen. Danach hat sich die Natur ihren Weg durch Stätte gebahnt. Erst 1957 wurde die Stätte wiederentdeckt und seitdem wird sie restauriert. Besonders die Kombination aus hellem Kalkstein und dem üppigen, grünen Regenwalde erzeugen ein besonderes Bild. Umrandet wird die Stadt von einer dicken Stadtmauer. Im Zentrum finden sich verlassene Paläste und Workshops für Waffen und Gebrauchsgegenstände.


Mixcu Viejo

Einer der moderneren Maya-Städte war Mixco Viejo, welche durch die Spanier übernommen und niedergebrannt wurde. Überbleibsel sind lediglich die steinerne Stadtmauer und einige Ruinen von ehemaligen Tempeln und Palästen. Auf grünen, saftigen Hügeln erheben sich die Quadratförmigen Tempel, welche eine unfassbar schöne Aussicht auf das fruchtbare und hügelige Umland geben. Mixcu Viejo ist unter Touristen nicht sonderlich bekannt, daher kannst du hier besonders ruhige Stunden erleben, während du durch die malerischen Tempelanlagen streifst. 

Guatemala

Lust auf mehr? Check jetzt unsere Guatemala Route ab.

Mehr zu Guatemala

>