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Komodo Island – Die Dracheninsel

Komodo Island ist eine vulkanische Insel der Provinz Ost-Nusa-Tenggara in Indonesien und gehört zu der Inselgruppe der Kleinen Sundainseln. Es ist ein außergewöhnlicher Ort, der mit seiner prachtvollen und artenreichen Fauna und Flora nicht nur jeden Fotografen, sondern gleichwohl Backpacker aus aller Welt verzaubert und in seinen Bann zieht. Traumhaft schöne Strände, klares, hellblaues Wasser und atemberaubende Aussichten erwarten dich hier. Doch nicht nur deswegen treibt es 10 000 von Backpackern jährlich nach Komodo Island.

Die meisten machen sich auf den Weg zu dieser kleinen Insel aus einem Grund: die letzten Drachen der Welt einmal hautnah zu Gesicht zu bekommen und in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Die Komodowarane – der Insel nach benannt – sind die größten Echsen der Welt und sind äußerst selten. Sie sind stark gefährdet. Nur im Schutzgebiet des Komodo Nationalpark leben die Tiere noch in freier Wildbahn. Also allemal ein besonderes Erlebnis, die Warane hier auf Komodo Island antreffen zu können!

Komodowaran in freier Wildbahn

Was du vor einer Reise wissen solltest

Klima

Auf Komodo Island ist es das Jahr über relativ warm mit Temperaturen von 17 bis 34 Grad. Die Luftfeuchtigkeit ist dabei vergleichsweise hoch, mit 36 % im Durchschnitt. Wir empfehlen dir zwischen den Monaten April bis Oktober anzureisen. Dann ist die Trockenzeit in Indonesien und du kannst mit sommerlichen Temperaturen von ca. 30-40 Grad rechnen. Von November bis März ist Regenzeit. In dieser Zeit kann es zu teils heftigem Monsunregenfällen kommen.

Anreise

Am einfachsten erreichst du Komodo Island und die Inseln des Nationalparks Rinca und Padar über den Seeweg von der Hafenstadt Labuan Bajo auf der Insel Flores oder von der Stadt Bima auf Sumbawa aus. Es gibt zwei zentrale Häfen des Parks: Loh Liang auf Komodo Island und Loh Buaya auf der Insel Rinca.

Natürlich musst du auch erstmal auf die Inseln Flores oder Sumbawa kommen. Um die beiden Inselstädte Labuan Bajo und Bima zu erreichen, kannst du zwischen drei Möglichkeiten wählen:

  1. Du nimmst den Flieger von der Stadt Denpasar in Bali und bist innerhalb von 1 ½ Stunden da.
  2. Du nimmst den Bus von Denpasar aus und musst mit einer längeren Fahrt mit Umstiegen rechnen.
  3. Du kannst per Fähre von Benoa aus anreisen, musst hierfür allerdings ca. 36 Stunden einplanen.

Geführte Touren

Auf eigene Faust wirst du nicht auf die Inseln des Komodo Nationalparks kommen können. Du musst geführte Touren buchen und mit ortskundigen Guides die Inseln, deren Fauna und Flora erkunden. Es gibt zahlreiche Tourismusanbieter, zwischen denen du wählen kannst und die dir Tagesausflüge oder auch mehrtägige Touren anbieten. Manchen Touren lassen sich sogar gut kombinieren. Zum Beispiel eignet es sich, die Reiseziele Komodo Island und die Insel Rinca bei einer mehrtägigen Schiffsfahrt zusammen abzuklappern.

Der Komodo Nationalpark

Der Komodo Nationalpark liegt zwischen den indonesischen Inseln Sumbawa und Flores, die als größere Nachbarinseln von Komodo auch zu den kleinen Sundainseln gehören. Das Gebiet des Nationalparks erstreckt sich insgesamt über eine Fläche von 1817 Kilometern. Davon sind 67 % des Parks Meeresgebiet und die restlichen 602 Quadratkilometer an Land. Insgesamt zählen 29 Vulkaninseln zum Schutzgebiet des Nationalparks. Die meisten dieser Inseln sind allerdings nicht touristisch erschlossen. Nur die Hauptinseln Komodo, Rinca und Padar kannst du auf deiner Backpackingreise erkunden.

Gegründet wurde der Komodo Nationalpark 1980, zunächst mit dem Ziel, die Komodowarane und ihren natürlichen Lebensraum zu schützen. Heute ist der Park nicht nur Schutzgebiet für die vom Aussterben bedrohten Echsen, sondern auch für andere Wildtiere und die indonesische Pflanzen- und Unterwasserwelt. 1991 wurde der Park als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnet. Ziel des Parks ist es heute, die Biodiversität zu schützen und den Bedrohungen für Tiere und Pflanzen entgegenzuwirken. Zentrale Probleme stellen dabei zum Beispiel die Fischerei, der Tourismus und die Wilderei dar.

Tierwelt an Land

Im Komodo Nationalpark und auf der Komodo Island leben viele ursprünglich asiatische Säugetiere wie Mähnenhirsche, Wildschweine und Makaken. Aber auch Javaner Affen, Wasserbüffel, Fleckenmusangs und Wildpferde wirst du hier in freier Wildbahn antreffen. Viele im Park lebende Reptilien und Vögel wie das orangefarbene Buschhuhn oder der Fregattvogel haben ihren Ursprung in Australien. Außerdem leben im Schutzpark insgesamt 12 Schlangenarten, 9 Eidechsenarten, über 40 Vogelarten und die sogenannten Fruchtfledermäuse. Nicht zu vergessen ist da natürlich die Hauptattraktion von Komodo Island: die Komodowarane. 

Komodowarane

Diese indonesischen Drachen gehören zur Familie der Reptilien und sind die größten Echsen der Welt. Sie stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Heute gibt es nur noch ca. 3000-4000 Warane weltweit. Nur noch auf den Kleinen Sundainseln Komodo, Rinca, Gili Dasami, Gili Motang und Flores findest du heute Komodowarane, die in freier Wildbahn leben.

Die Echsen können bis zu 3 Meter lang werden und über 70 Kilogramm schwer. Trotzdem solltest du daraus nicht schließen, dass die Tiere langsame Jäger sind. Warane können bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell laufen und diese Geschwindigkeit sogar auf 500 Meter halten! Außerdem können die Tiere schwimmen, tauchen und in jungen Jahren sogar Baumstämme bis zu 10 Meter senkrecht hochklettern. Auch das Seevermögen und der Geruchssinn der großen Echsen sind ausgezeichnet. Bereits aus 300 Metern Entfernung können diese flinken Jäger ihre Beute erkennen. Blut können sie aus mehreren Kilometern Entfernung riechen.

Die Komodowarane sind tagaktive Jäger. Unter ihre Beute fallen: Insekten, kleine Echsen, Wildschweine, Mähnenhirschen, Wasserbüffel, Makaken, Hunde, Ziegen, Schlangen, Meeresschildkröten und auf dem Boden lebende Vögel. Dabei gilt grundsätzlich: Je älter und größer der Waran, desto größer ist auch seine Beute. Bei vielen Einwohnern der Komodo Island sind die Tiere unbeliebt, da – wie eben genannt – auch domestizierte Tiere unter die Beute der Komodowarane fallen.

Die Warane pirschen sich an ihre Opfer an und verletzen diese tödlich. Vor allem bei größeren Tieren wie dem Wasserbüffel setzen sie gezielt ihr Gift ein. Komodowarane haben nämlich eine Giftdrüse im Kiefer. Mit dem Biss wird ein Gerinnungshemmer in den Blutkreislauf der Beute gespritzt. Selbst wenn die verletzten Tiere dann dem indonesischen Drachen entkommen, so ist ihr Schicksal dennoch besiegelt: Innerhalb von 24 Stunden erliegen die Beutetiere dem Gift des Warans. 

Wie du siehst, sind die Komodowarane gefährliche Jäger, denen du nicht zu nahekommen solltest. Daher darfst du auch nur mit einheimischem Guide in die Nähe dieser Tiere und musst immer einen notwendigen Sicherheitsabstand von 5 Metern einhalten. Außerdem solltest du dich ruhig und passiv verhalten.

Beobachten lassen sich die „letzten Drachen“ sehr gut am ausgetrockneten Fluss Liang und im Poreng-Tal. Viele Tourismusveranstalter bieten verschiedenste Wanderungen auf der Komodo Island an, um diesen mythischen Wesen auf die Spur zu kommen. Wir empfehlen dir eine Tour auszusuchen, die zu dir zeitlich und von deiner physischen Kondition her am besten passt.

Nahaufnahme eines Komodowarans

Unterwasserwelt

Ebenso wie die Tierwelt an Land ist diese auch unter Wasser sehr vielfältig. Mehr als 1000 verschiedene Fischarten leben in den Gewässern des Komodo Nationalparks. Bei Tauch- oder Schnorcheltouren wirst du außerdem mit etwas Glück Haie, riesige Manta- oder Stachelrochen und Schildkröten beobachten können. Allein 14 verschiedene Arten von Walen sind in der Region rund um Komodo Island auf ihrer Meereswanderung anzutreffen. Vergessen darfst du bei diesen Lebewesen unter Wasser natürlich nicht die ca. 260 Arten von Riffkorallen und rund 70 verschiedenen Arten von Schwämmen. Tauche also ein in die artenreiche indonesische Unterwasserwelt und lass dich von ihrer Farbenpracht und Vielfalt überraschen.

Buntes Korallenriff mit verschiedenen Fischen bei Komodo Island

Indonesiens traumhafte Natur

An Land

Im Komodo Nationalpark treffen landschaftlich verschiedene Welten aufeinander: Dschungel und Monsunwälder treffen auf weiße Strände und Mangrovenwälder, Savanne und Grasland auf die eher bergigen Regionen der Inseln.

Wenn du dir anschaust, welche Pflanzenarten auf diesen indonesischen Inseln verbreitet sind, wirst du schnell feststellen, dass hier lediglich verschiedene Arten von Gräsern, Sträuchern, Orchideen und Bäumen wachsen. Das liegt an der langen Trockenzeit in dieser Region – von April bis Oktober. Die meisten Pflanzenarten mussten sich an das trockene Klima anpassen.  Sie haben Wege gefunden, an Wasser zu gelangen und dieses zu speichern. Verschiedene Gräser und Sträucher sind sogar feuerresistent.

Unter Wasser

Die Pflanzenwelt unter Wasser besteht hauptsächlich aus Seegras in Küstennähe, Mangrovenbäumen und aus verschiedenen Sorten von Algen. Zusammen mit den Korallenriffen ergibt sich eine bunte Unterwasserwelt, die sich vor allem zum Schnorcheln und Tauchen sehr gut eignet.

Was du im Komodo Nationalpark noch so erleben kannst

Tauchen & Schnorcheln

Du möchtest die bunte Unterwasserwelt von Komodo Island einmal erkunden? Es war schon immer dein Traum, mit Haien und Mantarochen zu schwimmen? Dann empfehlen wir dir hier auf Schnorchel- oder Tauchtour zu gehen!

Es gibt eine Vielzahl an tollen Tauchspots rund um die Insel Komodo. Einer der beliebtesten ist der Pink Beach – auch Pantai Merah genannt. Diesen Namen erhielt der Strand, da er durch rote Korallen und einzellige Lebewesen, die in Strandnähe leben, rosafarben ist. Ein super Spot, wenn du beim Tauchen verschiedene Arten von Fischen und Korallen beobachten möchtest. Sogar bei Nacht, empfiehlt es sich hier auf Tauchgang zu gehen.

Um den perfekten Tauchspot für dich zu finden, schaust du am besten auf der Website des Parks unter der Rubrik „Diving in Komodo“ einmal die Beschreibungen der einzelnen Standorte an.

Taucher unter Wasser mit Mantarochen

Auf Padar Island Wandern

Wenn du auf der Suche nach dem perfekten Spot für das beste Urlaubsfoto bist und den Park etwas mehr erkunden möchtest, dann empfehlen wir dir zum Aussichtspunkt auf Padar Island zu wandern. Am höchsten Gipfel der Insel hast du eine atemberaubende Aussicht auf die 4 halbmondförmigen Buchten der Insel und die umliegenden Sundainseln. Gerade während der Golden Hour kurz vor Sonnenuntergang wird die Insel in ein strahlend goldenes Licht getaucht. Ein Anblick, den du auf keinen Fall verpassen solltest!

Erhöhter Blick auf Padar Island während der Golden Hour

Fazit

Komodo Island ist ein außergewöhnlicher Ort, nicht nur wegen seiner wunderschönen, vielfältigen Flora und Fauna. Es ist der Heimatort der letzten Drachen und bietet dir die einzigartige Möglichkeit, die größten Echsen der Welt einmal von ganz nah zu beobachten. Lass dir dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen!

Du möchtest noch mehr Infos über Indonesiens schönste Reiseziele? Dann schau dir doch auch mal die Backpacker-Highlights Indonesiens an.

Laura Schleder

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