Heiße Quellen in Island – wo Backpacker am besten baden

Mehr als 45 badbare heiße Quellen hat Island zu bieten, von kostenlosen Naturpools bis zu Premium-Spas mit Eintrittspreisen ab rund 20 Euro. Wenn du eine heiße Quelle in Island besuchen möchtest, hast du die Wahl zwischen milchig-blauen Lagunen, dampfenden Flüssen, rustikalen Hot Pots am Meer und modernen Infinity-Pools mit Meerblick. Dieser Artikel stellt die besten heißen Quellen in Island für Backpacker und Individualreisende vor, sortiert nach drei Budget-Kategorien: kostenlos, günstig und Premium.

Kurz zusammengefasst

  • Kostenlose natürliche heiße Quellen wie Reykjadalur, Landmannalaugar und Seljavallalaug bieten Backpackern authentische Badeerlebnisse ohne Eintritt, erfordern aber oft eine Wanderung.
  • Kommerzielle Thermalbäder kosten je nach Ort und Saison etwa 20 bis 65 Euro. Die Secret Lagoon in Flúðir gehört zu den günstigsten Optionen am Golden Circle.
  • Baden geht ganzjährig. Quellen im Landesinneren sind aber nur von Juni bis September erreichbar.
  • Prüfe vor dem Baden in natürlichen heißen Quellen immer zuerst die Wassertemperatur mit der Hand.
  • Nackt duschen vor dem Einstieg ist in Island Pflicht. Wildcamping in Naturschutzgebieten nahe heißer Quellen ist seit 2023 strenger reguliert, bei Missachtung drohen Bußgelder.

Island Geologie: Warum es über 45 badbare heiße Quellen gibt

Island liegt direkt auf dem Mittelatlantischen Rücken, der tektonischen Naht zwischen nordamerikanischer und eurasischer Platte. Unter der Insel sitzt ein sogenannter Mantelplume, ein Aufstrom besonders heißen Gesteinsmaterials aus dem Erdinneren. Die Thermalquellen entstehen, weil Regen- und Schmelzwasser durch poröses Vulkangestein in tiefere Erdschichten sickert, dort durch Magmakammern auf teils über 200 °C erhitzt wird und mineralreich wieder aufsteigt. Geologen unterscheiden Hochtemperaturgebiete über 200 °C mit Fumarolen und Schlammtöpfen, die nicht zum Baden geeignet sind, von Niedrigtemperaturgebieten mit angenehm warmem Badewasser.

Zwei Hauptzonen konzentrieren die geothermische Aktivität. Der neovulkanische Gürtel zieht sich diagonal von der Reykjanes-Halbinsel im Südwesten bis zu den Mývatn-Krafla-Gebieten im Nordosten. Einzelne Niedrigtemperaturfelder finden sich an den Rändern der Insel. Für Backpacker heißt das konkret: Die wildesten Quellen liegen entlang dieser aktiven Zone, die sanfteren, badbaren Hot Pots eher an den Randzonen, wo das Wasser auf angenehme Temperaturen abkühlt.

Isländische Badekultur: Von Snorri Sturluson bis zum modernen Sundlaug

Heiße Quellen spielen in der isländischen Kultur seit über tausend Jahren eine zentrale Rolle. Der Gelehrte Snorri Sturluson nutzte im 13. Jahrhundert sein beheiztes Becken Snorralaug in Reykholt nicht nur zur Körperpflege, sondern auch für politische Versammlungen und literarische Gespräche. Diese Tradition lebt in den Sundlaugs fort, den öffentlichen Schwimmbädern, die es in fast jedem isländischen Ort gibt. Selbst Dörfer mit weniger als 200 Einwohnern unterhalten oft ein beheiztes Freibad. Für Backpacker ist ein Besuch in einer örtlichen Sundlaug für 5 bis 8 Euro eine der direktesten Möglichkeiten, isländisches Alltagsleben mitzuerleben.

Kommerzielle Thermalbäder in Island: Preisvergleich 2026

Die kommerziellen geothermischen Bäder Islands bieten Umkleiden, Spinde und Rettungspersonal – genau das, was Naturquellen nicht haben. Für budgetbewusste Reisende kann sich ein einzelner Besuch trotzdem lohnen, wenn du gezielt ein gut erreichbares Thermalbad mit Infrastruktur suchst.

Blaue Lagune – lohnt sich der Hype?

Die Blaue Lagune auf der Reykjanes-Halbinsel ist Islands meistfotografiertes Thermalbad. Milchig-türkises Siliziumwasser in einem schwarzen Lavafeld, konstant um 38 bis 40 Grad warm. Das günstigste Comfort-Paket startet bei rund 9.990 ISK, also etwa 64 bis 65 Euro, und dynamisches Pricing ist üblich. Eine Buchung Wochen im Voraus ist oft sinnvoll. Wenn du unbedingt hinwillst, buche den frühesten Morgenslot, dann sind weniger Besucher da und das Licht ist besser. Das Wasser stammt übrigens nicht aus einem natürlichen See. Es ist mineralreiches Überschusswasser des nahen Geothermalkraftwerks Svartsengi, das durch die siliziumreiche Lava gefiltert und angereichert wird. Das Comfort-Paket liefert ein stark inszeniertes Thermalbad-Erlebnis. Wenn du Islandatmosphäre ohne Menschenmassen suchst, bist du hier eher falsch.

Menschen genießen Entspannung in einem natürlichen geothermischen Spa in Reykjavík, Island.Reykjavik, Bild von Pin Han Lim auf Pexels

Sky Lagoon – das urbane Thermalbad nahe Reykjavik

Die Sky Lagoon ist die urbanere Alternative zur Blauen Lagune. Der Infinity-Pool mit Meerblick auf die Faxaflói-Bucht liegt in Kópavogur nahe Reykjavik und ist per Stadtbus mit einmaligem Umsteigen erreichbar. Der Einstiegspreis liegt bei etwa 50 Euro, das Skjól-Ritual ist aber nur in den teureren Pässen enthalten. Das siebentstufige Skjól-Ritual umfasst warmes Lagoonbad, Kalttauchbecken, Panorama-Sauna, Nebel-Mist, body scrub, Dampfbad und abschließendes Rinse-off.

Earth Lagoon Mývatn – das Gegenstück im Norden

Die Earth Lagoon Mývatn im Norden ist für Ringstraßen-Reisende eine der spannendsten Thermalbad-Optionen. Das mineralreiche, blau schimmernde Wasser erinnert optisch an die Blaue Lagune, die Kulisse aus Lavaformationen und Dampfsäulen ist aber deutlich ruhiger. Der Eintritt lag zuletzt bei etwa 4.500 bis 5.000 ISK, also rund 29 bis 32 Euro. Seit 2026 läuft das Bad unter dem Namen Earth Lagoon Mývatn; nach Renovierungen war die Wiedereröffnung für Frühjahr 2026 geplant. Das Wasser enthält besonders viele Sulfate und unterscheidet sich damit vom siliziumdominierten Wasser der Blauen Lagune.

Preisvergleich der kommerziellen Thermalbäder

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten kommerziellen Thermalquellen Islands zusammen. Alle Preisangaben beziehen sich auf den Stand 2026.

Thermalbad

Eintritt (ca.)

Wasser °C

Vorab buchen?

Backpacker-Tauglichkeit

Blaue Lagune 65 € / 9.990 ISK 38–40 Ja, meist sinnvoll ★★☆☆☆
Sky Lagoon 50 € 38–40 Empfohlen ★★★★☆
Earth Lagoon Mývatn 29–32 € / 4.500–5.000 ISK 38–40 Nicht nötig ★★★★☆
Secret Lagoon (Flúðir) 20–28 € / ab 3.000 ISK 38–40 Empfohlen ★★★★★
Krauma 35 € / 5.400 ISK 38–40 Nicht nötig ★★★☆☆
GeoSea (Húsavík) 35 € / 5.400 ISK 38–40 Empfohlen ★★★☆☆
Vök Baths (Egilsstaðir) 35 € / 5.400 ISK 38–40 Empfohlen ★★★☆☆

Die Secret Lagoon in Flúðir sticht als günstige Option heraus und liegt praktischerweise am Golden Circle. Krauma bei Deildartunguhver bezieht sein Wasser aus Europas ergiebigster Heißwasserquelle. GeoSea in Húsavík kombiniert geothermisches Meerwasser mit Panoramablick auf die Skjálfandi-Bucht und lässt sich gut mit einer Walbeobachtungstour verbinden.

Kostenlose Naturquellen – die besten Hot Pots ohne Eintritt

Fünf der meistempfohlenen Naturquellen Islands sind kostenlos zugänglich, darunter mehrere, die sich auch ohne teure Tour oder Spa-Buchung erreichen lassen. Dafür gibt es keine Umkleidekabinen und keinen Bademeister – die Sicherheitsverantwortung liegt also bei dir.

Reykjadalur – der heiße Fluss bei Hveragerði

Reykjadalur ist die zugänglichste kostenlose heiße Quelle Islands und ein guter Einstieg für Backpacker. So planst du den Besuch:

  1. Starte in Hveragerði, etwa 45 Autominuten von Reykjavik entfernt.
  2. Plane pro Strecke 45 bis 75 Minuten Gehzeit auf dem markierten Weg ein.
  3. Wähle im Fluss einen Abschnitt mit passender Temperatur – je nach Stelle liegen hier etwa 35 bis 45 °C an.
  4. Komm möglichst vor 9 Uhr, wenn du in der Hauptsaison mehr Ruhe möchtest.

Unterwegs passierst du brodelnde Schlammtöpfe und zischende Fumarolen. Bleib unbedingt auf dem markierten Pfad, denn der Boden daneben kann brüchig und gefährlich heiß sein.

Landmannalaugar – baden zwischen Rhyolith-Bergen

Landmannalaugar im Landesinneren gehört zu den spektakulärsten Orten Islands. Der warme Naturpool liegt am Fuß bunter Rhyolithberge und direkt neben schwarzen Obsidian-Lavafeldern. Das Wasser hat meist 36 bis 40 °C, Eintritt wird keiner verlangt. Erreichbar ist das Gebiet nur von etwa Mitte Juni bis September, über F-Straßen mit Allradwagen oder per Hochlandbus. Der Hochlandbus ab Reykjavik kostet rund 50 Euro pro Strecke und fährt in der Saison täglich. Direkt neben dem Becken gibt es einen einfachen Campingplatz. Von hier startet auch der berühmte Laugavegur-Trek nach Þórsmörk.

Seljavallalaug – Südislands historisches Naturbad

Seljavallalaug ist ein halb versteckter Pool aus dem Jahr 1923 am Fuß eines Berges im Süden Islands. Der Fußweg vom Parkplatz dauert rund 20 Minuten. Das Wasser liegt je nach Saison etwa zwischen 20 und 35 °C und kann im Winter deutlich kälter sein. Seljavallalaug gilt als eines der ältesten erhaltenen Schwimmbäder Islands und wird heute von freiwilligen Helfern gelegentlich gereinigt. Zum Schwimmen ist der Ort spannend, zum Aufwärmen an kalten Tagen aber nur eingeschränkt geeignet.

Heiße Quellen in den Westfjorden – Hellulaug und Drangsnes

Die Westfjorde liegen abseits der Ringstraße, und genau deshalb sind viele Quellen dort deutlich ruhiger als die bekannten Spots im Süden. Hellulaug ist ein natürliches Steinbecken direkt am Fjord Vatnsfjörður mit Blick auf die gegenüberliegende Bergkette. Das Wasser hat rund 38 °C, der Zugang ist frei. In Drangsnes, einem winzigen Fischerort, stehen drei kleine Hot Pots direkt am Meer, ebenfalls kostenlos. Wer die Westfjorde ansteuert, findet hier zwei der entspanntesten Badeoptionen Islands.

Heiße Quellen in Island abseits der Ringstraße: Laugavallalaug und Hoffell

Abseits der Ringstraße werden heiße Quellen in Island deutlich ursprünglicher. Die Wege sind länger, die Infrastruktur ist einfacher, dafür wirken die Orte weniger inszeniert. Besonders im Hochland und am Rand der Gletscherregionen ist gute Vorbereitung wichtig: Wetter, Straßenstatus, Ausrüstung und Rückweg sollten vor dem Start geprüft werden.

Laugavallalaug – für erfahrene Backpacker im isländischen Hochland

Laugavallalaug liegt im abgelegenen Landesinneren der Ostfjorde. Erreichbar ist das natürliche Becken nur über eine anspruchsvolle Allradpiste oder eine mehrstündige Wanderung. Das Wasser hat Temperaturen um 40 °C. Beste Besuchszeit ist Juli bis August, und der Ort eignet sich ausschließlich für erfahrene Backpacker mit Outdoor-Ausrüstung. Mobilfunkempfang gibt es keinen. Informiere deshalb vorab jemanden über deine Route.

Hoffell Hot Pots – Gletscherblick auf Spendenbasis

Deutlich zugänglicher sind die Hoffell Hot Pots auf einem Bauernhof am Fuße des Vatnajökull-Gletschers. Drei kleine, selbstgebaute Becken mit 38 bis 40 °C und direktem Gletscherblick. Statt eines festen Eintritts gibt es eine Spendenbox. Von der Ringstraße bei Höfn sind es nur wenige Minuten Abfahrt.

Sicherheit und Bade-Knigge an heißen Quellen

Natürliche heiße Quellen in Island haben keine Temperaturregelung und keinen Bademeister. Sichere Badetemperaturen liegen zwischen 37 und 42 °C. Ab 44 °C wird es unangenehm, ab 50 °C besteht akute Verbrühungsgefahr. Teste die Temperatur immer zuerst mit der Hand. An geothermisch sehr aktiven Stellen können Schwefelgase auftreten. Wenn es nach faulen Eiern riecht und dir schwindelig wird, entferne dich sofort.

  • Prüfe die Temperatur besonders am Zufluss mit der Hand.
  • Quellen ohne sichtbaren Abfluss meiden. Stagnierendes Wasser kann überhitzt sein.
  • Keine Seife, kein Shampoo und keine Sonnencreme in natürliche Gewässer bringen.
  • Lass keinen Müll zurück.
  • Steige nicht allein in abgelegene Quellen. Bei einem Kreislaufkollaps im heißen Wasser ist schnelle Hilfe lebenswichtig.
  • Alkohol und heiße Quellen vertragen sich nicht. Alkohol erweitert die Blutgefäße zusätzlich und erhöht das Risiko von Ohnmacht und Ertrinken.
  • In öffentlichen Bädern kontrolliert das Personal häufig, ob du vor dem Einstieg gründlich geduscht hast. Das gehört in Island zur Hygieneregel, nicht zur Empfehlung.

 

Ein oft unterschätztes Risiko sind bakterielle Infektionen. In stehenden, nicht chlorierten Gewässern können Bakterien wie Legionellen oder die Amöbe Naegleria fowleri vorkommen. Vermeide es, mit dem Kopf unterzutauchen, und halte offene Wunden aus dem Wasser. In fließenden heißen Quellen wie Reykjadalur ist das Risiko deutlich geringer.

Winter oder Sommer – wann lohnt sich welche heiße Quelle?

Im Winter von Oktober bis März sind die kommerziellen Bäder und ganzjährig zugängliche Naturquellen wie Reykjadalur, Drangsnes und Hellulaug am stimmungsvollsten. Der Kontrast zwischen kalter Luft und heißem Wasser ist intensiver, die Besucherzahlen sind oft niedriger, und mit Glück siehst du Nordlichter aus dem Wasser. Die Quellen im Landesinneren, Landmannalaugar und Laugavallalaug, sind dagegen nur von Mitte Juni bis September erreichbar. Ein guter Kompromiss ist September oder früher Oktober. Das Landesinnere ist dann teils noch zugänglich, die Sommermassen sind weitgehend weg, und die Nordlicht-Saison beginnt.

Ein 38-Grad-Bad fühlt sich bei minus 5 °C Außentemperatur deutlich heißer an als bei sommerlichen 15 °C. Im Winter ist der Weg zum und vom Becken die eigentliche Herausforderung. Bring warme Schichten mit, die du direkt nach dem Baden überwerfen kannst. Im Sommer profitierst du von bis zu 22 Stunden Tageslicht, was spontane Besuche auch spätabends möglich macht.

Packliste für heiße Quellen in Island

Diese sieben Gegenstände sollten bei jedem Hot-Spring-Besuch dabei sein:

  • Badekleidung – wird regelmäßig im Hostel vergessen, wenn der Besuch spontan passiert.
  • Schnelltrocknendes Mikrofaser-Handtuch – spart Platz und trocknet in etwa einer Stunde.
  • Rutschfeste Badelatschen – viele Naturquellen haben steinigen, glitschigen Untergrund.
  • Wasserdichter Drybag – für Handy, Geldbeutel und Autoschlüssel am Beckenrand.
  • Trinkflasche – heißes Wasser dehydriert, Trinkwasser gibt es an Naturquellen nicht.
  • Neopren-Schuhe – im Winter bei felsigem Untergrund oder für den Weg durch kalte Bäche.
  • Müllbeutel – Leave No Trace beginnt beim eigenen Abfall.

Nachhaltigkeit und Overtourism an Islands heißen Quellen

Islands heiße Quellen stehen unter zunehmendem Druck. Die isländische Umweltbehörde hat seit 2023 die Wildcamping-Regeln verschärft. In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist Wildcamping vollständig verboten, auf unkultiviertem Land nur unter engen Bedingungen erlaubt. Für Backpacker bedeutet das: Zelte ausschließlich auf ausgewiesenen Campingplätzen, bring keine Seife in natürliche Gewässer und nimm allen Abfall wieder mit. Teile GPS-Koordinaten wenig bekannter Quellen nicht öffentlich in sozialen Medien. Behandle jede natürliche heiße Quelle so, als gehöre sie dem Bauern, auf dessen Land sie liegt. Denn genau das ist oft der Fall.

Einige Landbesitzer haben den Zugang zu Quellen auf ihrem Grundstück bereits dauerhaft gesperrt. Die Camping Card Island, die für rund 159 Euro Zugang zu über 40 Campingplätzen bietet, ist eine sinnvolle Alternative zum Wildcamping und unterstützt gleichzeitig die ländliche Infrastruktur.

Hot-Spring-Route entlang der Ringstraße planen

Ein 10- bis 14-tägiger Roadtrip auf der Ringstraße lässt sich gut so planen, dass heiße Quellen tägliche Etappenziele werden. Eine sinnvolle Route im Uhrzeigersinn: Start in Reykjavik mit der Sky Lagoon, dann Reykjadalur an der Südküste, die Hoffell Hot Pots bei Höfn, die Vök Baths bei Egilsstaðir, die Earth Lagoon Mývatn im Norden und schließlich Drangsnes und Hellulaug in den Westfjorden. Rechne für kommerzielle Bäder insgesamt mit etwa 100 bis 150 Euro bei zwei bis drei Besuchen. Ein realistisches Tagesbudget inklusive Camping, Selbstverpflegung und gelegentlichen Thermalbesuchen liegt bei 60 bis 90 Euro pro Person.

Häufige Fragen zu heißen Quellen in Island

Kann man in der Nähe natürlicher heißer Quellen wild campen?

Auf unkultiviertem Land außerhalb geschützter Zonen ist Wildcamping mit maximal einer Nacht und Zelt noch möglich, sofern kein Landbesitzer widerspricht. In der Praxis ist ein ausgewiesener Campingplatz fast immer die bessere Wahl. In Landmannalaugar gibt es einen direkt neben dem Naturpool, entlang der Ringstraße findest du in fast jedem Ort einen für 10 bis 20 Euro pro Nacht.

Welche Mineralien sind in Islands Thermalwasser enthalten?

Typische Inhaltsstoffe sind Silizium, Schwefel, Kalzium und Magnesium. Silizium ist für die milchige Färbung der Blauen Lagune verantwortlich, Schwefelgeruch tritt vor allem in geothermisch aktiven Gebieten auf. Silizium und Schwefel können bei Hauterkrankungen wie Psoriasis lindernd wirken. Die geothermische Aktivität Islands liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt – deshalb gibt es auf relativ kleiner Fläche besonders viele badbare Naturquellen.

Quellen

  1. Current plate movements across the Mid-Atlantic Ridge determined from 5 years of continuous GPS measurements in Iceland
  2. Snorralaug í Reykholti – Minjastofnun Íslands (Cultural Heritage Agency of Iceland)
  3. High and low temperature areas – University of Iceland / Jarðvísindastofnun
  4. Disease severity, patient-reported outcomes and skin hydration improve during balneotherapy – Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology

 

Titelbild: Pexels

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