Die schönsten Orte auf Gran Canaria

Gran Canaria ist dank seiner Fläche von etwa 1.560 Quadratkilometern direkt nach den beiden anderen Inseln Fuerteventura und Teneriffa die drittgrößte der Kanaren. Entstanden ist sie, wie auch die anderen Inseln des spanischen Archipels in der Nähe von Marokko, durch Vulkanismus. Selbst heute noch gelten diese Vulkane als aktiv, obwohl er das letzte Mal vor mehr als 2.000 Jahre ausgebrochen ist.

Von der UNESCO wurde Gran Canaria mittlerweile sogar zum Weltbiosphärenreservat ernannt. Dies liegt vor allem daran, dass Gran Canaria von unterschiedlichen Geländeformen und Landschaften geprägt ist. Zudem verfügt die Insel über verschiedene Mikroklimazonen, was eine vielfältige Flora und Fauna zur Folge hat.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf wird es dich mit Sicherheit nicht wundern, warum die Insel so beliebt bei Reisenden aus aller Welt ist. Sie eignet sich vor allem für Leute, die gerne durch die Natur wandern oder einer Reihe von weiteren verschiedenen Outdooraktivitäten nachgehen wollen. Aber natürlich kannst du dich auch einfach nur an den Stränden, die es ebenfalls mehr als genug gibt, entspannen. Es gibt eben für jeden Reisenden etwas, was er oder sie an Gran Canaria lieben wird.

Bei so vielen Möglichkeiten ist es also kein Wunder, dass du auf Gran Canaria eine riesige Menge an interessanten Orten entdecken kannst. Und in diesem Artikel verraten wir dir, welche von ihnen du auf jeden Fall auf deine Bucket List setzen solltest.

Gran Canaria Wellen

Roque Nublo

Bei dem Roque Nublo handelt es sich um einen Felsen vulkanischen Ursprungs, der etwa 80 Meter hoch ist. Entstanden ist er bei dem Ausbruch eines Vulkans vor über vier Millionen Jahren. Da er eines der bekanntesten Wahrzeichen von Gran Canaria ist, solltest du ihn auf jeden Fall auf deine Liste setzen.

Um den Roque Nublo zu erreichen, musst du natürlich erst einmal eine kurze Wanderung unternehmen. Diese lohnt sich aber in jedem Fall, denn dabei kannst du auch die einige andere wunderschöne Aussicht genießen. Vor allem der Berg Tejeda sorgt dabei für eine äußerst beeindruckende Kulisse.

Am besten ist es, wenn du mit der Wanderung zum Roque Nublo an der Degollada de la Goleta beginnst. Von dort aus gibt es nämlich einen etwa vier Kilometer langen ausgewiesenen Wanderweg, dem du problemlos folgen kannst.

Die Sanddünen von Maspalomas

Maspalomas ist ein wunderschöner Ort im Süden von Gran Canaria. Dessen Strand ist zwar nur der zweitlängste auf Gran Canaria, aber dafür findest du hier die Dünen, welche oft als Symbol Gran Canarias angesehen werden. Kein Wunder, denn in vielen Reiseprospekten ist die Abbildung der Düne von Maspalomas immer eines der ersten Bilder, welches du zu Gesicht bekommst.

Diese Dünen reichen vom Leuchtturm von Maspalomas bis hin zu Playa del Inglès und erstrecken sich über eine Strecke von über acht Kilometern. Sie reichen bis zu 25 Meter hoch und werden bis zu 200 Meter breit.

Bei diesen Dünen handelt es sich um sogenannte Wanderdünen, das bedeutet, dass sie sich langsam fortbewegen. Dies ist ein natürlicher Effekt, der dabei entsteht, wenn der Wind den losen Sand auf den Dünenkamm treibt und dieser auf der anderen Seite wieder herunterfällt. Wenn sich dort genug angesammelt hat, bildet sich ein neuer Kamm etwas weiter im Landesinneren und der Prozess beginnt von vorn. Auf diese Weise scheint es so als würde die Düne über das Land wandern.

Da es sich bei ihnen jedoch um ein äußerst empfindliches Ökosystem handelt, kannst du nicht einfach so über dieses beeindruckende Geschenk der Natur laufen. Aber es gibt drei Wanderrouten, die hervorragend ausgeschildert sind und durch verschiedene Poller dich immer darauf hinweisen, wo der vorgegebene Weg verläuft. Für den Weg entlang der Dünenlandschaft solltest du mit etwa zweieinhalb Stunden Zeit rechnen.

Während vorher nur wenig bis gar nicht kontrolliert wurde, ob Reisende sich daranhalten, sich nur auf den vorgegebenen Pfaden aufhalten, hat sich dies seit 2020 deutlich geändert. Seit Mai wird die unter Naturschutz stehende Düne von einem Sicherheitsteam streng kontrolliert. Wenn du also vom Pfad abkommst, dann wirst du mit einer Geldstrafe von mindestens 150 Euro belegt. Wenn du sogar schwere Umweltschäden angerichtet hast, kann die Strafe sogar bis zu 600.000 Euro betragen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn du Pflanzen, die du innerhalb der Landschaft findest, pflückst. Und da die Düne bereits massiv unter der Einwirkung von Menschen gelitten hat, ist die Regierung auf Gran Canaria zu einer Null-Toleranz-Politik übergegangen.

Es ist schade, dass solche Maßnahmen nötig sind. Wir würden es auch begrüßen, wenn die Menschen selbst mal daran denken, dass sie nicht ständig ihren Müll in der Natur liegen lassen würden. Dann wären solche strengen Verbote auch nicht nötig. Aber scheinbar lernen es die Leute wohl nicht anders.

Puerto de Mogán

Puerto de Mogán ist ein kleines Fischerdorf, welches du im Süden von Gran Canaria findest. Du solltest dir auf jeden Fall die Zeit nehmen, diesen malerischen Ort mit seinem idyllischen Hafen zu besuchen. Besonders beeindruckend ist die Stadt wegen ihrer wunderschönen Architektur, die fast vollständig in weißer Farbe erstrahlt. Von dem traumhaften Sonnenuntergang wollen wir erst gar nicht anfangen, da wir dann aus dem Schwärmen gar nicht mehr herauskommen würden. Insgesamt ist es einfach nur traumhaft, durch die kleinen Straßen von Puerto de Mogán zu schlendern.

In der Nähe dieses kleinen Dorfs befindet sich auch noch ein wunderschöner Strand, der sich hervorragend für verschiedene Wassersportarten eignet. Allerdings ist das Wasser eher ruhig, viele Surfer findest du also nicht. Wenn es dich aber nicht stört, dass die Wellen nicht allzu hoch sind, kannst du diesem Wassersport ohne Probleme nachgehen.

Dafür ist Puerto de Mogán hingegen ein sehr beliebter Hotspot unter Tauchern. Besonders wegen der beiden Schiffe, die hier einige Meter vor der Küste am Meeresgrund liegen, locken viele Taucher an. Zum einen wären dies die Cermona II und zum anderen die Pecio Viejo. Die beiden Schiffen sind allerdings nicht wegen eines Unfalls hier versunken, sondern wurden gezielt hier platziert. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie beide einen beeindruckenden Anblick bieten. Und wenn du bisher noch nie tauchen warst, kannst du in Puerto de Mogán auch eine Tauchschule besuchen.

Vegueta

Die wunderschöne Altstadt der Hauptstadt von Gran Canaria, Las Palmas de Gran Canaria, stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde im Jahr 1990 von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt. Vor allem die traditionelle kanarische Architektur wird dich begeistern. Die meisten der alten Gebäude, die du entlang der gepflasterten Straßen entdecken wirst, wurden im Stilen der Spätgotik und der Renaissance erbaut.

Eines der beeindruckenden Bauwerke der Stadt ist die Kathedrale Santa Ana. Deren Bau begann zwar schon im späten 15. Jahrhundert, aber wegen mehreren Unterbrechungen hat es über 500 Jahre gedauert, bis sie endlich fertiggestellt war. Den Kirchturm kannst du sogar vollkommen kostenlos besteigen, von dort oben aus kannst du einen atemberaubenden Blick über die Stadt und das umliegende Meer werfen.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Plaza San Augustín. Dort findest du die Kirche San Augustin, welche zu den ältesten Kirchen auf Gran Canaria gehört. Aber unserer Meinung nach ist die Kirche Iglesia de San Francisco de Borja sogar noch ein bisschen interessanter. Dies liegt wohl auch daran, dass sie komplett aus Vulkangestein erbaut wurde.

Zudem kannst du in Vegueta auch noch eine Reihe von interessanten Museen und Galerien besuchen. Wenn du dich zum Beispiel für die Geschichte von Christoph Kolumbus interessierst, dann solltest du unbedingt das Kolumbushaus besuchen. Lass dich von dem Namen aber nicht täuschen, der bekannte Seefahrer hat hier nie gelebt. Aber dafür erfährst du in diesem Museum viel über die Hintergründe seines Lebens.

Botanischer Garten Viera y Clavijo

Dieser wunderschöne Botanische Garten befindet sich in Tafira Alta, einer Stadt, welche sich circa sieben Kilometer südwestlich von Las Palmas befindet. In diesem Garten, den du das ganze Jahr über besuchen kannst, findest du Hunderte von verschiedenen Pflanzenarten. Ein Großteil von diesen ist sogar auf den Kanaren heimisch.

Das Besondere dieses Botanischen Gartens ist, dass er nicht nur Heimat von verschiedenen Pflanzen ist, sondern es werden dort auch die Samen von zahlreichen Pflanzenarten aufbewahrt, sodass selbst beim Aussterben einiger dieser Pflanzenarten problemlos neue Pflanzen an einem anderen klimatisch geeigneten Ort angepflanzt werden können.

Fazit

Gran Canaria Ausblick bei Sonnenaufgang

Gran Canaria, die drittgrößte kanarische Insel, ist auf jeden Fall ein beeindruckendes Reiseziel, welches ganz weit oben auf deiner Bucket List zu finden sein sollte. Dich erwartet eine vielfältige Insel mit verschiedenen Mikroklimazonen, weshalb du unterschiedliche Arten von Landschaften auf der Insel vorfindest.

Zu den wohl bekanntesten Wahrzeichen zählen der Roque Nublo, welcher von vulkanischem Ursprung ist, sowie die Sanddünen von Maspalomas. Während du zum Roque Nublo ohne Probleme frei durch die Natur wandern kannst, ist das bei den Sanddünen allerdings nicht so einfach. Da viele Menschen ihren Müll regelmäßig dort hinterlassen haben, war das Ökosystem stark beeinträchtigt. Seit Mai 2020 ist es deswegen verboten, die vorgegebenen Wanderwege zu verlassen. Verstöße werden mit harten Strafen geahndet.

Wenn du gerne tauchen gehst, dann solltest du auf jeden Fall Puerto de Mogán besuchen. Am Meeresgrund vor der Küste liegen nämlich zwei bewusst dort versenkte Schiffe, die zum Erkunden der Unterwasserwelt einladen. Aber auch das kleine Fischerdorf selbst ist hervorragend dafür geeignet, dort etwas Zeit zu verbringen.

Das unserer Meinung nach absolute Highlight einer Reise nach Gran Canaria ist jedoch die Hauptstadt, welche kurz einfach nur Las Palmas genannt wird. Besonders Vegueta, die Altstadt, lohnt sich dank ihrer typisch kanarischen Architektur einen Besuch.

Natürlich gibt es aber auch noch viele weitere interessante Orte, die du auf Gran Canaria besuchen kannst. Diese Liste fasst nur unsere persönlichen Lieblingsorte zusammen, welche selbstverständlich rein subjektiv ist. Am Ende ist es wichtig, dass dir die Orte gefallen, welche du besuchst.

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