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Die wilde Bretagne

Die Gicht des aufbrausenden Atlantiks schlägt dir ins Gesicht, frischer Wind bläst dir durch das Haar und die Luft riecht nach der See. Willkommen an einem der schönsten Orte Frankreichs: der Bretagne. 

Ein Ausflug in die Bretagne ist manchmal Fluch und Segen zugleich. Das Wetter kann im Nu umschlagen und manchmal regnet es bei kräftigen Stürmen tagelang. Das hat jedoch auch einige Vorteile für dich. Denn aufgrund des unbeständigen Wetters ist die Bretagne auch weniger überlaufen als andere, vergleichbare Urlaubsregionen in Frankreich.

Wenn der Himmel sich wieder aufklärt, entfaltet die Bretagne ihre traumhafte Kulisse. Von unfassbar schönen, einsamen Stränden bis hin zu rustikalen, kleinen Dörfern verzaubert dich die Bretagne mit ihrer schroffen Art. Wenn du den Winter dazu genutzt hast, deinen Van fertig zu machen oder dir neues Camping-Gear gekauft hast, ist die Bretagne der perfekte Ort, um dieses Equipment auf die Probe zu stellen. 

Sehnst du dich danach, einfach mal abzuschalten, idyllische Strandspaziergänge an einer der schönsten Küsten Europas zu machen und fernab von überfüllten Surfspots zu surfen, dann wird dir hier ebenfalls geholfen.

Die Bretagne ist in vier Regionen unterteilt: Ille-et-Vilaine
Côtes d’ArmorFinistère und Morbihan. Jede Region verzückt dich mit ihrer eigenen Schönheit. Wir haben dir in jeder Region die besten Spots rausgesucht, damit du einen unvergesslichen Trip erleben kannst.

Ille-et-Vilaine

Nach einer langen Fahrt in die Bretagne bist du endlich da. An den wunderschönen Stränden von Cancale kannst du dich erst einmal entspannen. Die Strände Plage du SaussayePlage du Verger,
Plage de la Touesse und Plage du Petit-Port gehören zu den schönsten in der Umgebung. Hast du neue Kraft getankt kannst du die Stadt sowie das Umland erkunden. 

Schnell wird dir klar, dass Austern hier der Mittelpunkt des Geschehens sind. Dabei musst du nicht mal ein riesiges Portmonee mitbringen, denn die frischen Austern kannst du zu erschwinglichen Preisen direkt von den Fischern am Hafen kaufen. 

Wenn du genau hinschaust, entdeckst du die vielen Austernfarmen im Meer vor Cancale. Am Point du Grouin kannst du mit ein bisschen Glück Delfinen beim Baden in den Fluten zuschauen. Ein harmonischer Leuchtturm und die wild bewachsenen Felsen am kleinen Kap runden das magische Bild wunderbar ab. 

Weiter westlich liegt die ehemalige Piratenstadt Saint-Malo. Naja: Hier lebten nur die Piraten, die der König damals duldete. Heute gibt es hier keine Piraten mehr. Die Altstadt der historischen Hafenstadt ist von einer dicken Mauer umgeben und es macht einfach Spaß, die vielen kleinen Gassen zwischen den Mauern der Stadt zu erkunden.

Dank der starken Gezeiten kannst du bei Ebbe bis zur Insel Grand-Bé
laufen. Direkt gegenüber von Saint-Malo liegt der Ort Dinard. Vorbei an beschaulichen Strandvillen spazierst du an der Promenade
du Clair de Lune von Stadtstrand zu Stadtstrand. Zwischen den Städten Dinard und Saint‑Briac sur mer wiederholt sich dieses romantische Bild immer wieder. 

Ein echter Geheimtipp ist das Dorf Vitré im Inland hinter imposanten Burgmauern. Gut erhalten, hat Vitré im Gegensatz zu anderen Dörfern, seinen mittelalterlichen Charme beibehalten. Die mächtigen Burgmauern sowie die Gassen der Stadt sind besonders fotogen. Hier und dort findest du urige Schaufenster von traditionellen Läden vor.

Nicht weit weg liegt die Hauptstadt der Bretagne – Rennes. Rennes ist ein faszinierender Ort, um die nordfranzösische Kultur kennen zu lernen. Alte Schlösser, Kathedralen und schöne Parks prägen das Bild der Stadt. Auf kleinen Märkten findest du frisches Obst und Gemüse für die weitere Reise.

Côtes d‘Armor

Zurück an der Küste geht es an die Côtes d’Armor, was so viel heißt wie
„die bewaffnete Küste“. Das imposante Fort la Latte ragt rustikal auf einer Landzunge in den Ozean und lässt dich vermuten, woher die Namensgebung kommen könnte. Die uneinnehmbar scheinende Burg nimmt dich mit ins Mittelalter und von den Türmen der Burg hast du wunderbare Aussichten über die Küste.

Nicht weit weg vom Fort liegt das Cap Fréhel, an dessen beeindruckender Küste hohe Wellen gegen die steil abfallenden Felsen branden. Das Kap kannst du bei einer kurzen Wanderung zu den beiden Leuchttürmen erkunden. Neben dem Kap lohnt sich auch ein Abstecher zur Küste unmittelbar am Dorf Erquy

Weiter im Inland findest du die mittelalterliche Stadt Dinan. Dinan sieht aus, als hätte man die Stadt aus einem Märchen konserviert und einfach ins
21. Jahrhundert gesetzt. Alte Holzbauten ragen schief links und rechts des Pflastersteins gen Himmel.

In der süßen Crêperie Ahna kannst du deinen Gaumen verwöhnen, während du staunend durch die Gassen schlenderst. Weiter westlich – in Saint-Brieuc – wirst du von einer typisch bretonischen Altstadt direkt am Meer verzückt, bevor es für dich weiter in Richtung Paimpol geht. Bei Paimpol liegt die mystische Ruine Abbaye de Beauport.  Die gotische Ruine am Meer wird langsam von der Natur übernommen und ist ein altes Relikt aus dem Mittelalter. Speziell bei Sonnenuntergang erstrahlt sie in goldenem Licht. 

Vor Paimpol liegt die Insel Île-de-Bréhat. Das Archipel trumpft mit wunderschönen Stränden und alten Villen, die überall auf der Insel verteilt sind, auf. Um die Hauptinsel liegen viele weitere, kleine Miniinseln, die zusammen das Archipel bilden. Bei Ebbe macht es besonders Spaß, einfach mal auf Entdeckungstour zu gehen. 

Ein wahres Naturwunder findest du weiter entlang der Küste des Festlandes. Zwischen Plougrescant und Trégastel befindet sich einer der schönsten Küstenstreifen der Bretagne. Fast schon wie gemalt liegen pinke Felsen in den Wellen des Atlantiks.

Unzählige Wanderungen führen am Rande der Klippen zu neuen, schönen Stränden und Buchten. Vor allem die Strände um Perros-Guirec sind sehr beliebt. Am Leuchtturm von Ploumanac’h kannst du das Naturschauspiel um die pinken Felsen am besten erkunden. Abschließend lohnt sich ein kurzer Trip zum Château de Tonquédec, wo du die Ruinen des alten Schlosses durchstreifst.

Finistère

Ganz im Süden der Bretagne liegt die Region Finistère. Die raue, tausende Kilometer lange Küste macht am meisten Spaß, wenn Stürme den Atlantik aufschäumen und meterhohe Wellen in die Brandung schlagen. Städte wie Roscoff sind Zeuge des britischen Einflusses der Region. 

Vor Roscoff liegt die Insel Île de Batz. Dank dem hier noch milden Klima hat sich auf der Insel eine einzigartige, fast schon tropische Fauna verbreitet. Weiße Strände und türkisblaues Wasser lassen karibische Gefühle erwecken. 

Ein wenig weiter westlich zeigt sich die Natur der Bretagne von einer anderen Seite. Hier beginnt der raue Teil Finistères. Spitze Felsen stemmen sich an der Küste von der Île d'Ouessant gegen die Fluten. Besonders bekannt sind Bilder des Leuchtturmes vor Île d'Ouessant, wo meterhohe Wellen gegen den Leuchtturm Phare de la Jument schlagen. Auf dem Festland kannst du die Stadt Bresterkunden. In der Hafenstadt dreht sich das Leben komplett ums Meer und du kannst hier die besten Meeresfrüchteplatten des Landes probieren.

Tiefgrüne Wälder und Wiesen prägen das Land. Auf der Halbinsel Crozon liegen die besten Surfspots der Bretagne. Am Strand von La Palue stehen Campervans mit Surfbrettern auf den Dächern und abends wird gemeinsam gekocht oder am Lagerfeuer am Strand gesessen. Tagsüber kannst du den kraftvollen Wellen des Atlantiks trotzen. 

Wenn dir nicht nach Surfen ist, sorgen unfassbar schöne Wanderungen an der beeindruckenden Küste der Halbinsel für Abwechslung. Den spektakulärsten Küstenabschnitt findest du am Point du Penhir, wo sich die Klippen bis zu 70 Meter über dem Meer erheben. Ein ähnlich eindrucksvolles Bild erlebst du am Point du Raz südlich der Halbinsel.

Weiter Richtung Süden durchkreuzt du malerische Städte wie Quimper,
Pont-Aven oder Corncaneau. Von letzterer kannst du mit der Fähre die Inselgruppe Îles de Glénan erreichen. Das kleine Archipel 10 Kilometer
vor der Küste lockt mit einer Vielzahl von wunderschönen Stränden, die es zu entdecken gilt.

Morbihan

Die Region Morbihan hat alles zu bieten was eine perfekte Reise ausmacht. Auf kleinen Inseln mit traumhaften Stränden kannst du bei einem Buch entspannen und dem Rauschen des Atlantiks zuhören. Besonders die Inseln Île de Groix und Belle-Île-en-Mer verzaubern dich mit ihren atemberaubend schönen Stränden. Andere Orte – wie der
Plage du Mine d’or – beeindrucken dich mit roten Klippen, die im Sonnenuntergang besonders stark zur Geltung kommen.

Um Quiberon findest du attraktive Küstenwanderungen und mittelalterliche Orte wie Vannes laden dich dazu ein, dich in den alten Gassen zu verlieren. Das wohl schönste Dorf der Region ist Auray. Das niedliche Städtchen hat eine süße Hafenpromenade und kleine, spitze Häuser verleihen dem Dorf einen unvergleichlichen Charme. 

Aber auch die Region um die Städte Vannes und Auray ist sehenswert, denn im Golf von Morbihan tummeln sich eine Vielzahl von bewohnten und unbewohnten Inseln, die du entdecken kannst. Weiter südlich an der Küste zwischen Vannes und Saint-Nazaire geht es an der hügeligen Küste an famosen Strandvillen und kleinen Buchten vorbei.

Neben der attraktiven Küste bietet dir auch das Inland Morbihans eine traumhafte Natur und wunderschöne Monumente, wie zum Beispiel das gotische Château de Josselin mit seiner tausend Jahre alten Geschichte. 

Weiter im Landesinneren teilen sich die Regionen Morbihan und 
Ille‑et‑Vilaine den mystischen Wald von Brocéliande. Uralte Wälder mit skurrilen Bäumen, die aus dem Boden ragen, begleiten dich bei deinen Wanderungen in dieser Gegend. Den Wald umgeben Legenden um König Arthur, welcher hier sein Schloss errichten ließ, Das Schloss kannst du ebenfalls besuchen.

Fazit

Wie du siehst, hat die Bretagne mehr zu bieten, als du dir wahrscheinlich erträumt hättest. 

Also: Surfbrett aufs Auto, Wanderschuhe und ein gutes Buch in den Kofferraum und ab geht’s ins stürmische Paradies der Bretagne!

Frankreich

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