Beste Reisezeit Bolivien

Warum Backpacking in Bolivien?

Neben Paraguay ist Bolivien ein Land in Südamerika ohne Angrenzung an einen Ozean, deshalb machen Backpacker meistens einen Bogen um Bolivien. Schließlich will man den Strand und das Meer genießen während seines Backpacking-Trips. Dabei findest du in dem kleinen Land eines der erstaunlichsten Wunder der Natur: die Salar de Uyuni, die größte Salzpfanne der Welt. Bilder von der weißen, salzigen Fläche hat wohl jeder schon mal gesehen, denn die Reflektionen der scheinbar endlosen, weißen Salzwüste sind der Traum eines jeden Instagrammers.

Obwohl die Salar de Uyuni das mit Abstand bekannteste Naturspektakel ist, solltest du dir auf jeden Fall auch den Rest des Landes genauer anschauen. Die Hauptstadt La Paz befindet sich in den Altiplano-Höhen und ist die höchstgelegenste Verwaltungshauptstadt der Welt. Die Stadt liegt sage und schreibe 3.500 Meter über dem Meeresspiegel. Dass du aus der Puste kommst, liegt also nicht nur an dem atemberaubenden Ausblick über die Anden, sondern auch an den schwindeligen Höhen, in denen du dich befindest.

Du sieht also schon - Bolivien ist etwas für Abenteurer. Um das Land zu entdecken, solltest du dir auf jeden Fall ausreichend Zeit nehmen, denn an den meisten Orten wirst du definitiv länger bleiben wollen, um die Aussicht zu genießen und die frische Luft einzuatmen.

Alles auf einen Blick:

Hauptsaison


April bis Oktober

Nebensaison

November bis März

Salzsee

April/ Mai und Oktober bis Dezember

Delfin Watching

Das ganze Jahr

Trekking

März bis August 

Strandbesuche

Juni bis September

  • Hauptsaison: April bis Oktober
  • Nebensaison: November bis März
  • Salzsee: April/ Mai und Oktober bis Dezember
  • Delfin Watching: Das ganze Jahr
  • Trekking: März bis August
  • Strandbesuch: Juni bis September

Wie ist das Klima in Bolivien?

Das Klima des kleinen Landes wird vor allem durch die enormen Höhenunterschiede geprägt. Im Westen am Rande der Anden schwanken die Temperaturen zwischen Sommer und Winter stark. Ebenso gibt es große Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen. Lass dich also nicht von der Nähe zum Äquator täuschen. Subtropisches Klima findest du nämlich nur im Osten des Landes.

Generell kann Bolivien in drei Klimagebiete eingeteilt werden. Im Westen erstrecken sich die Anden mit dem höchsten Berg des Landes, dem Sajama. Dabei handelt es sich um einen über 6500 Meter hohen erloschenen Vulkan. In dieser Zone muss man ab 2000 Meter mit permanentem Schnee rechnen. Zwischen zwei Gebirgsketten der Anden befindet sich das Altiplano, eine Hochebene, über die oft raue Winde wehen und es gibt tägliche Temperaturunterschiede von bis zu 20 Grad. Hier befindet sich auch die Hauptstadt La Paz. Die Temperaturen liegen hier tagsüber bei durchschnittlich 20 Grad. Weiter im Nordosten gehen die Ausläufer der Anden in die subtropischen Yungas über. Dieses Gebiet ist das regenreichste und feuchteste des Landes. Die rauen, schroffen Gebirgsformationen werden plötzlich saftig grün. Während der Fahrt von La Paz nach Coroico kann man den Übergang am besten beobachten. Der komplette Nordosten und Osten des Landes ist Amazonasgebiet. Als Ausgangspunkt für Exkursionen in die Nationalparks dieser Region bietet sich Santa Cruz de la Sierra an. Im Norden, in der Selva, dem tropischen Regenwald gibt es das ganze Jahr über hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 30 Grad.

Klima in La Paz


Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Maximale Temperatur in C°

18

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18

19

17

17

17

17

18

19

19

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Minimale Temperatur in C°

6

6

6

5

3

2

1

2

3

5

6

6

Sonnenstunden

4

4

5

7

9

11

9

8

8

8

6

6

Regentage

21

18

16

9

5

2

2

4

9

9

11

18

La Paz_klima

Klima in Santa Cruz de la Sierra


Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Maximale Temperatur in C°

30

30

30

28

25

23

24

28

29

30

31

31

Minimale Temperatur in C°

21

21

20

19

17

15

15

16

19

20

20

21

Sonnenstunden

6

7

5

6

4

4

6

7

6

7

8

6

Regentage

14

11

12

9

11

9

6

4

6

7

9

12

de la Sierra_klima

Klimaleitfaden nach Monaten

Nebensaison (November - März)

Im November setzt vor allem in den subtropischen und den Amazonasgebieten der Regen ein und scheint gar nicht mehr aufhören zu wollen. Von Dezember bis Februar und auch teilweise März ist es dann im ganzen Land Regenzeit. Während dieser Zeit ist es in Bolivien offiziell Sommer. Als Reisezeit eignen sich diese Monate nur bedingt, da ein sehr großer Teil der Infrastruktur aus unbefestigten Straßen besteht. Die Straßen über das steile und unwegsame Gelände werden schnell matschig, rutschig und im schlimmsten Fall auch unpassierbar. Auch in den Städten ist man für die großen Wassermassen meist nicht ausgestattet und es kommt schnell zu Überflutungen. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du von einem Backpacking-Trip während der Regenzeit absehen. In der Region um das Altiplano fällt der Regen am geringsten aus. Wer also nur diesen Teil von Bolivien bereisen will und nichts gegen Regen hat, kann dies auch zwischen November und März tun.

Hauptsaison (April - Oktober)

Ab April lässt der Regen nach und Bolivien zeigt sich von seiner besten Seite. Die Yungas und die Selva sind satt grün und der Boden sprießt nur so von dem vielen Regen. Ab Mai wird das Wetter beständig und man kann sich über klare Luft und eine ungetrübte Aussicht freuen. In diesen Monaten hat man ganzheitlich gesehen das beste Wetter, ideal also für eine Rundreise. Allerdings steigen auch die Preise für Unterkünfte, Touren und Mietautos an. Diese sollte man unbedingt in Kauf nehmen um Bolivien von seiner besten Seite kennen lernen zu können. In der Hauptstadt musst du mit Temperaturen zwischen 20 und 5 Grad rechnen, pack also dementsprechend auch genügend warme Klamotten ein. In den subtropischen Regionen im Osten fällt die Temperatur nicht unter 25 Grad und das bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Sonderfälle

Salar de Uyuni

Was wäre eine Reise nach Bolivien ohne eine Tour durch die Salar de Uyuni? Genau, ein Besuch der Salzwüste ist für viele Backpacker der Hauptgrund für eine Reise in das südamerikanische Land. Als beste und beliebteste Zeit dafür hat sich die Zeit ab Mitte April bis Mitte Mai sowie Anfang Oktober bis Mitte Dezember bewiesen. Während dieser Zeitspanne können Touren über die Salar de Uyuni in der Regel problemlos durchgeführt werden, da die Wüste trocken und somit befahrbar ist. Dann steht den verrückten Erinnerungsfotos nichts mehr im Weg.

Trekking

Für alle, die möglichst viel es kleinen Landes zu Fuß erkunden wollen, ist die Trockenzeit zu empfehlen. Es gibt unzählige mehrtägige Touren um den Titicacasee, entlang des Altiplanos und durch die Yungas und den Amazonas und sie führen dich zu den wahrscheinlich unglaublichsten Orten, die du je gesehen hast. Falls du Interesse an einer längeren Wanderung hast, informiere dich vorab bei dem Veranstalter welches Fitnesslevel vorausgesetzt wird, denn der Höhenunterschied setzt dem Körper zusätzlich zu. So kannst du dich zu Hause schon dementsprechend auf das Abendteuer deines Lebens vorbereiten.

Beste Reisezeit für Bolivien

Um das Meiste aus deiner Zeit in Bolivien herauszuholen, empfiehlt es sich zwischen April und Oktober zu reisen. Während dieser Zeit lassen sich alle Regionen des Landes gut bereisen, von den Ausläufern der Anden und dem Altiplano bis in die subtropischen Regionen im Osten. Direkt nach der Regenzeit zeigen sich die Täler am Rand der Anden in ihren üppigsten Grüntönen und laden dich zu ausgiebigen Wanderungen ein ohne von Regenschauern überrascht zu werden.

Nichtsdestotrotz ist es gar nicht so einfach für einen Backpacking-Trip nach Bolivien zu packen, denn die Temperaturen von einer Region zur anderen sind sehr unterschiedlich. So steigen die Temperaturen in der Hauptstadt La Paz nur selten über 20 Grad, während in der Selva 30 Grad an der Tagesordnung liegen. Eine Auswahl an Kleidung in allen Variationen ist also Pflicht.

Das Backpackertrail-Rating​​

Klein, aber oho!! Das beschreibt Bolivien als Reiseziel wohl sehr treffend. Oft übersehen zwischen den größeren, bunteren Ländern Südamerikas, hält Bolivien seine Schätze etwas versteckter und zeigt sie nur denjenigen, die auch wahres Interesse daran haben. Durch den Verlauf der Anden mag das Land auf den ersten Blick schroff wirken, aber warte nur und lass dich von den vielen Seiten Boliviens überraschen. Um die Reise genießen zu können, solltest du klamotten-technisch als auch wetter-technisch auf alles vorbereitet sein. Gute Trekking-Schuhe, eine windfeste Jacke und Regenschutz sind ein absolutes Muss. So lässt du dir von dem Wetter in keinem Fall die Laune verderben.

Von Westen nach Osten geht es über 6000 Meter hohe Berge und schneebedeckte Gipfel in die subtropischen Yungas bis in die Amazonasgebiete. Der Norden ist üppig grün und im zentralen Hochland finden sich in mitten der Selva koloniale Städte wie Trinidad und Santa Cruz de la Sierra. Vom Titicacasee, dem größten Süßwassersee Südamerikas bis zur Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne des Welt – Bolivien ist ein Land der Superlative ohne damit zu prahlen. Genau das macht einen Backpacking-Trip hierhin so besonders abenteuerlich und einzigartig.

Bolivien

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Bolivien wird vor allem all jene, die auf der Suche nach einem echten Abenteuer sind begeistert. Das Land ist außerhalb der großen Städte wie La Paz und Santa Cruz oft nur dünn besiedelt, dafür ist die Natur umso beeindruckender. Im Valle de las Animas unweit der Hauptstadt findest du einzigartige, nadel-förmige Steinformationen. Diese wurde über Jahrtausende von Erosion geformt. In der Laguna Colorado im Südwesten des Landes kannst du bei einer Exkursion eine vom Aussterben bedrohte Flamingoart beobachten. Und es gibt noch viel mehr zu sehen. Wusstest du, dass sich in Bolivien außerhalb der Stadt Sucre die größte Ausgrabungsstätte von Dinosaurierspuren befindet?


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