Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Wenn du schon mal in London warst, hast du ohne jeden Zweifel die berühmtesten Sehenswürdigkeiten gesehen, die man in jedem Reiseführer findet. Die britische Hauptstadt hat aber so viel mehr als die gängigen touristischen Attraktionen zu bieten. Wenn du Lust hast, neue Orte fernab vom Massentourismus zu entdecken, dann bist du bei uns richtig. Hier erfährst du sieben wundervolle Geheimtipps in London.

1. Hampton Court Palace

Hampton Court Palace ist einer der schönsten Paläste von König Heinrich VIII, der sich im Stadtbezirk Richmond upon Thames befindet. Dank der fantastischen Lage am Fluss, seiner atemberaubenden Gärten und der schönen Gemälde gilt er als eine der unverzichtbaren Attraktionen für jeden London-Besucher. Die eindrucksvollen, prunkvollen Räume und die Küchen aus der Tudor-Zeit, in denen etwa 200 Menschen für den König kochten, sind einen Besuch wert. Außerdem gibt es eine Kunstgalerie von Gemälden aus der Renaissance. Hier kannst du Werke der berühmten Maler Rembrandt, Van Dyck und Caravaggio sehen.

Bei schönem Wetter kannst du durch die majestätischen Gärten, das Labyrinth und die Tennisplätze Heinrichs VIII spazieren. Du hast auch die Möglichkeit, ein Picknick im Garten zu machen.

Diese wundervolle Welt im Tudor-Stil ist in nur 30 Minuten mit der Bahn (ab Bahnhof Waterloo) erreichbar.


2. Bushy Park

Vermutlich kennst du den Hyde Park, den Regent‘s Park und den St. James’s Park, aber vom Bushy Park hast du wahrscheinlich noch nie gehört. Dieser Park ist ebenfalls ein königlicher Park, der als Jagdort für Könige galt. Da er nur wenige Gehminuten vom Hampton Court Palace entfernt liegt, kannst du dich hier nach dem Besuch des Palasts entspannen.

Er ist ein wahrer Geheimtipp für Parkliebhaber. Hier kannst du fischen, Pferde reiten und Hirsche füttern, die frei im Park leben.

3. The Garden at 120

Bist du auf der Suche nach einem tollen Aussichtpunkt in London? Dann haben wir genau den richtigen Tipp für dich. The Garden at 120 befindet sich auf dem Dach des Fen Court Office Blocks im 15. Stock und bietet einen Panoramablick auf das Herz der Metropole. Von hier kannst du bei schönem Wetter auch einen tollen Sonnenuntergang beobachten. Die Terrasse wurde erst 2019 eröffnet. Sie gilt als echter Londoner Geheimtipp und liegt mitten im Zentrum. Der Eingang zu der Rooftop-Terrasse befindet sich am Hogarth Court. Nachdem man eine Taschenkontrolle passiert hat, erreicht man mit dem Aufzug den 15. Stock. Der Name The Garden at 120 bezieht sich auf den Garten, der sich auf der Terrasse befindet. Dort findest du Wasserspiele, Obstbäume und Sitzplätze. Du kannst durch den Garten spazieren gehen und gleichzeitig die faszinierende Skyline Londons genießen.

4. Dennis Severs’ House

Wenn du dich für die Londoner Vergangenheit interessierst, dann bist du hier richtig! Das Haus wurde nach dem amerikanischen Künstler Dennis Severs benannt. Er hat es in den 70er Jahren gekauft und hat seinen ursprünglichen Zustand beibehalten. Das heißt, er hat gar nichts geändert. Du tauchst bereits am Eingang in die Welt des 18. Jahrhunderts ein.

An der Tür siehst du eine Laterne über der Haustür, in der eine Kerze brennt. Wie damals gibt es weder Strom noch fließend Wasser. Auf dem Tisch gibt es echtes Essen und der Tee ist noch nicht ganz ausgetrunken. Über der Stuhllehne hängen Perücken, als ob der Hausherr sie eben erst ausgezogen hätte. Die Betten sind ungemacht und manchmal schläft eine echte Katze auf dem Bett. Außerdem findest du alte Briefe und brennende Kerzen. Du hast wirklich das Gefühl, dass die Bewohner noch da sind. Durch die zehn Zimmer erlebst du die Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters. Da es kein Strom gibt, wird die Besichtigung abends bei Kerzenschein durchgeführt. Hier darf man den Eintritt nicht mit Karte bezahlen, sondern nur bar. Leider ist auch das Fotografieren verboten.

Nach dem Besuch lohnt es sich, den Old Spitalfields Market zu besuchen, einen der beliebtesten Märkte in London. Die erste Marktlizenz für diesen Ort wurde 1638 von König Karl I. verliehen. Die heutigen Gebäude des Spitalfields Market stammen aus dem Jahr 1887. Er ist sehr beliebt, weil man hier nicht nur einkaufen geht, sondern sich auch mit Freunden trifft und zusammen in Restaurants, Kneipen oder an Marktständen essen geht.

5. Wat Buddhapadipa

Nicht jeder weiß, dass sich der größte Hindutempel Europas in London befindet. Wat Buddhapadipa ist ein buddhistischer Tempel, der in der Nähe von Wimbledon liegt. Du kannst an der U-Bahn-Station Wimbledon aussteigen und dann den Bus 93 nach Putney nehmen. Natürlich sind hier Besucher jedes Glaubens willkommen. Außerdem ist der Eintritt frei. Der Tempel ist sehr eindrucksvoll und man hat das Gefühl, in Thailand zu sein. Hier könnte man ehrlich vergessen, dass man in London ist. Im Tempel kannst du Darstellungen von Buddha und Hindu-Göttern anschauen. Ein Spaziergang in gepflegten Gärten ist sehr empfehlenswert, um sich zu erholen. Hier kannst du auch Meditation praktizieren und die Schönheit des Ortes genießen. Die Mönche sind sehr freundlich und du kannst mit ihnen sprechen und Fragen stellen. Außerdem hast du die Möglichkeit, an kostenlosen Meditationskursen oder Dharma-Vorträgen teilzunehmen. Hier herrscht Stille und die Atmosphäre während der Messe ist unglaublich.

6. London Mithraeum 

Wusstest du schon, dass man einen römischen Tempel mitten in der Stadt finden kann? Das London Mithraeum ist ein Mithras-Tempel aus der Römerzeit. Der Mithraskult war ursprünglich ein altpersischer Kult, der sich auf dem gesamten Gebiet des Römischen Reiches ausbreitete und in der Provinz Britannia sehr viele Anhänger hatte. Die Ausstellung ist kostenlos und eine komplette Besichtigung dauert ca. 40 min. Man kann entweder Informationen über das Mithraeum auf Infotafeln lesen oder eine Broschüre mitnehmen.

Die Besichtigung beginnt im Erdgeschoss. Hier findest du eine ständige Ausstellung von 600 römischen Artefakten des Alltagslebens. Es gibt mehrere Münzen aus der Kaiserzeit, Sandalen, Fibeln, Schmuck, Nägel, Werkzeuge, Tafeln und verschiedene Keramikfragmente, Amphoren, Öllampen und Statuen. Im ersten Untergeschoss erhältst du Informationen über den Mithraismus und die Entdeckung des Tempels. Von hier aus führt eine zweite Treppe zum zweiten Untergeschoss. Hier findest du die rekonstruierte Wandstruktur des Tempels, deren hypothetisches Volumen wahrscheinlich durch ein suggestives Licht-/ Schattenspiel simuliert wird. In der Nähe vom London Mithraeum gibt es verschiedene Restaurants und Cafés mit tollen Brunch-Angeboten.

7. God’s Own Junkyard

Walthamstow ist ein Gebiet im Osten, das noch bis vor einigen Jahren nicht so bekannt war. Die Nachbarschaft ist wirklich einen Besuch wert und birgt einen echten Geheimtipp: God’s Own Junkyard.

Es ist ein Neon- und Schildergeschäft, ein wahres Paradies für Neonlicht-Fans. Chris Bracey arbeitete als Neon-Künstler in London und sammelte fabelhafte Schilder und Neonplakate, die hier ausgestellt werden. In God’s Own Junkyard befindet sich das Rolling Scones Café. Hier kannst du beim Musikhören etwas trinken oder Kaffee, Kuchen oder Sandwiches bestellen und die Neonschilder bewundern.

Es ist nur am Wochenende von Freitag bis Sonntag geöffnet. Die nächste Haltestelle ist Walthamstow Central.

Falls die britische Hauptstadt nur die erste Station auf deinem England-Trip ist, findest du in diesem Artikel alles, was du über eine England-Rundreise wissen musst.

England

Lust auf mehr? Check jetzt unsere England Route ab.

Mehr zu Europa

>