Wildcampen mit Schlafsack: typische Fehler beim Camping im Zelt oder Biwakieren

Du übernachtest für dein Leben gern auf dem Campingplatz unter freiem Himmel, beobachtest die Sterne und träumst von einer besseren Welt? Wir fühlen dich! Schließlich gibt es nichts Schöneres und Aufregenderes als ein Trekking-Abenteuer, in dessen Nächten du dich beschwingt in den dicken Schlafsack kuschelst und die Natur der Länder in freier Wildbahn hautnah erlebst.

 

Und während dein Abendessen im Aluminium-Topf auf der Gasstation auf den Campingplätzen köchelt, deine Mitreisenden sich leise am Nachtlager über die letzte Tour unterhalten und die Welt um dich herum ganz langsam dunkel wird, stört dich weder die kalte Nordbrise noch ein kurzer Regenschauer. Der Grund: Du verfügst über den perfekten Schlafsack mit dickem Futter. Sanft umschließt das Modell deinen Körper, hält jegliche Kälte ab und macht deine Reise zu einem komfortablen Erlebnis.

 

Doch worauf musst du beim Schlafsack-Kauf achten und welche typischen Fehler unterlaufen Backpacker-Einsteigern? Eine Übersicht erhältst du in diesem Artikel!

 

Foto von Scott Goodwill auf Unsplash

Schlafsack für das Wildcampen kaufen – wichtige Komponenten

Stehst du vor der großen Entscheidung, deinen ersten eigenen Schlafsack für eine ganz besondere Reise zu kaufen? Dann solltest du deine Wahl weise treffen. Schließlich fällt nichts unangenehmer aus als eine eiskalte Nacht auf dem naturbelassenen Boden im Wald, auf einer Berganhöhe oder auf dem weiten Feld.

 

Denn Backpacker wissen: Durchdringt die Kälte deinen Schlafsack beim Wildcampen in der freien Natur erst einmal, ist es um die erholsame Nacht unter dem Sternenhimmel geschehen. Denn die frostigen Temperaturen halten dich unermüdlich wach und deine Übernachtung wird zu einer echten Herausforderung.

 

Am nächsten Tag schwinden deine Kräfte und du hast keine Energie mehr, um die nächste Etappe deiner Reise zurückzulegen. Während deines Trips musst du dich zusätzlich nach einem anderen Schlafsack umschauen, Geld investieren und Zeit aufwenden, um lokale Läden zu besuchen. Dafür nimmst du womöglich einen Umweg in Kauf und kommst von deiner geplanten Reiseroute ab.

 

Möchtest du einen hochwertigen Schlafsack kaufen, solltest du folgende Komponenten beachten:

 

  • das Material,
  • die Form,
  • die Länge,
  • das Kopfteil,
  • Zusatzfunktionen und Ausstattungen für mehr Komfort.

 

Fehlkauf vermeiden: 4 typische Fehler beim Schlafsack-Kauf

Die Zeit ist reif: Du brichst zu deinem ersten Outdoor-Abenteuer auf. Damit du nachts entspannt in das Reich der Träume entgleiten kannst, musst du nun für das richtige Equipment sorgen. Allen voran: ein praktischer, dicker und warmer Schlafsack.

 

Die Gefahr: Als blutiger Anfänger ohne Vorerfahrung in Bezug auf das Wildcampen in Deutschland oder einem anderen Land in Europa entscheidest du dich unter Umständen für das falsche Modell. Denn hier gilt: Schlafsack ist nicht gleich Schlafsack. Allerdings kann die große Auswahl auf dem Markt für Verwirrung sorgen und frustrieren.

 

Doch keine Sorge! Mit unseren Tipps und Tricks zum Wildcampen in der freien Natur findest du den perfekten Schlafsack für deine Outdoor-Aktivität im Handumdrehen. Im Folgenden erklären wir dir, welche typischen Anfängerfehler du nicht begehen solltest. So kannst du unangenehme Erfahrungen von vornherein vermeiden und dich auf die guten Seiten deiner Reise im Campervan, in Trekking-Camps oder einem alternativen Abenteuer unter freiem Himmel fokussieren.

 

Fehler 1: den Temperaturbereich unberücksichtigt lassen

Butter bei die Fische: Bist du ein Fan von Trekking-Abenteuern und dem Wildcampen in Deutschland, wählst du nicht immer Reiseziele aus, die durch angenehme Temperaturen überzeugen. Schließlich suchst du nach dem Kick und möchtest echte Abenteuer erleben. Gehörst du zu den Hartgesottenen, macht dir die Kälte nichts aus.

 

Doch ganz gleich, wie robust du bist: In einer eiskalten Nacht möchtest auch du nicht auf einen gemütlichen und wetterfesten Schlafsack verzichten. Schlafsäcke weisen stets drei Temperaturangaben auf, die unbedingt Beachtung finden sollten.

 

Die Stufen lauten in der Regel: Comfort, Limit und Extreme. Comfort ist für Temperaturen um die 5 Grad ausgelegt. Mit Schlafsäcken mit dem Temperaturbereich “Limit” kannst du draußen bei Temperaturen um die 0 Grad Celsius übernachten. Extreme-Schlafsäcke eignen sich für alle, die echte Abenteuer bei unter -14 Grad Celsius erleben möchten.

 

Trittst du deine Reise in ein Bundesland in Deutschland oder ein Land in Europa mit einem Schlafsack für den falschen Temperaturbereich an, frierst du nicht nur. Vielmehr steigt die Gefahr, dass du während deiner Übernachtung in deinem Zelt oder deinem Lager unter dem Sternenhimmel zu stark auskühlst und erkrankst. Deswegen ist es nicht nur im Hinblick auf den Komfort zu empfehlen, einen ausreichend warmen Schlafsack mitzuführen, sondern birgt auch gesundheitliche Vorteile.

 

Fehler 2: ein Schlafsack ohne EN13537-Kennzeichnung

Innerhalb der EU müssen Schlafsäcke gekennzeichnet werden. So auch in Deutschland. Hier gelten feste Regeln für die Temperaturangaben, die die Hersteller aus Deutschland machen. Die Kennzeichnung wird von einem unabhängigen Prüfinstitut vergeben. So wird sichergestellt, dass in Deutschland und Co. erhältliche Trekking-Schlafsäcke ausreichend getestet wurden, höchsten Komfort bieten und vergleichbar sind. Kunden wird die Kaufentscheidung so erleichtert, da diese die Modelle gegenüberstellen können.

 

Doch wie testen Institute in Deutschland, ob ein Schlafsack allen geltenden Anforderungen der EU entspricht? Nichts leichter als das! Diese verfügen über Puppen mit Wärmesensoren. Die Puppe wird im Schlafsack positioniert. Dieser wiederum befindet sich in einer speziellen Kältekammer. Das Institut misst über spezielle Sensoren, wie warm der Schlafsack ausfällt.

 

Die Schwierigkeit: Jeder Camper empfindet Temperaturen auf unterschiedliche Weise. Das bedeutet, dass einem Nutzer kalt sein kann, während der andere Verwender zu stark schwitzt. Die Grundlage der Tests bildet deswegen der Durchschnitt. Der Test erfolgt also an einem sogenannten Standard-Körper. Das Alter, die Erfahrung und der Erschöpfungsgrad werden nicht einbezogen. Deswegen solltest du beim Kauf ehrlich zu dir selbst sein und genau überlegen, welche individuellen Anforderungen du an deinen Schlafsack stellst.

 

Ein Tipp: Platziere deinen Schlafsack nicht auf dem kalten Boden, sondern auf einer hochwertigen Isomatte. Diese lässt sich leicht mitführen, nimmt wenig Platz ein und wirkt isolierend. Auch die richtige Outdoor-Kleidung trägt dazu bei, dass du dich rundum wohlfühlst und dich kuschelig warm bettest.

 

Als Mann reicht in der Regel ein Komfort- oder Limit-Schlafsack beim Camping aus. Als Frau kannst du getrost auf den Komfortbereich setzen. Berechne am besten eine Temperatur ein, die 5 Grad Celsius unter den zu erwartenden Temperaturen liegt. So bist du beim Camping stets auf der sicheren Seite.

 

Ein Beispiel: Kalkulierst du auf deinem Trip eine nächtliche Temperatur von 0 Grad Celsius ein, solltest du einen Schlafsack mit einem Komfort-Limit-Bereich von -5 Grad Celsius mitführen. Denke stets daran: Du schwitzt nachts lieber als zu frieren. Denn eine kalte Nacht dauert gefühlt ewig und kann dich schnell an deine Grenzen bringen. Mit dem geeigneten Schlafsack bleibst du jedoch auch vor Nachtschweiß verschont.

 

In besonders kalten Nächten kann es sich als ratsam erweisen, deine komplette Kleidung anzulegen und dich anschließend in den Schlafsack zu kuscheln. Beim Übernachten in Zelten und Co. schützt du dich so vor geringen Temperaturen und schonst deine Kräfte. Denn friert der Körper, verbrauchst du viel Energie.

 

Fehler 3: den Schnitt nicht beachten

Auf die Größe kommt es in manchen Fällen eben doch an. Denn beim Trekking mit Übernachten und beim Wildcampen in Deutschland gilt: Harmoniert deine individuelle Körpergröße nicht mit dem Schnitt des Schlafsacks, erwartet Camper in Deutschland inmitten der Natur nicht nur eine unbequeme Nacht im Camping-Zelt. Vielmehr kann das Modell seinen Zweck nicht erfüllen.

 

Greifst du zum Beispiel mit einer Körpergröße von 1,70 Meter beim Wildcampen zu einem Schlafsack mit einer Länge von 1,90 Meter, erreichst du den Fußbereich des Schlafsackes nicht. Ein Hohlraum entsteht, den dein Körper aufheizen muss. Belohnt wirst du mit kalten Füßen, schlechter Laune und einem unruhigen Schlaf.

 

Findest du das passende Modell für das Wildcamping nicht oder leihst dir einen Schlafsack aus, bis du selbst einen Mumienschlafsack, Deckenschlafsack oder eiförmigen Schlafsack erstehst, kannst du den Luftraum auch mit Kleidung füllen. Der Vorteil: Die Klamotten sind am Morgen angenehm warm.

 

Deckenschlafsäcke sind rechteckig und bieten einen hohen Komfort und viel Bewegungsfreiheit. Bei Bedarf kannst du den Schlafsack öffnen und ausbreiten. Dann dient dieser als Picknickdecke für mehrere Personen beim Wildcamping mit Zelt oder auf dem Campingplatz in Deutschland. Camping-Stühle benötigst du also nicht.

 

Planst du eine Trekkingtour in ein kühles Gebiet und hältst dich gerne in Ländern wie Kanada auf, solltest du dagegen auf einen Mumienschlafsack setzen. Denn der Deckenschlafsack nimmt viel Platz im Rucksack ein. Außerdem verfügt dieser über einen großen Luftraum, was dich schneller frieren lässt.

 

Eiförmige Schlafsäcke eignen sich für Seitenschläfer, die beim Übernachten in der Natur die Knie anziehen. Der Schlafsack ist nicht so eng geschnitten wie der Mumienschlafsack und weist ein geringes Eigengewicht auf.

 

Fehler 4: das falsche Schlafsack-Material auswählen

Eine Frage treibt viele Backpacker und Wildcamping-Liebhaber um: Welches Schlafsack-Material eignet sich für welchen Zweck? Die gute Nachricht: Es gibt weder die richtige noch die falsche Antwort. Die schlechte Nachricht: Dadurch bist du auf dich allein gestellt und musst bei jeder Tour abwägen, welches Material dir im Einzelfall den maximalen Komfort verschafft.

 

Zur Auswahl stehen unter anderem Wildcamping-Schlafsäcke aus Wolle, Daune und Kunstfaser. Schlafsäcke aus Wolle sorgen für einen optimalen Temperaturausgleich und leiten die Feuchtigkeit nach außen. So entsteht ein angenehmes Schlafklima, das die Basis für einen erholsamen Schlaf inmitten der Natur bildet. Das Material ist sowohl umwelt- als auch tierfreundlich.

 

Daunen, die schonend gewonnen werden sollten, sind leicht und wärmen gut. Allerdings sollte ein Schlafsack aus Daunen nicht nass werden. Der Grund: Ein Daunen-Modell braucht lange, um zu trocknen. Ferner gehen Daunen-Schlafsäcke mit einem höheren finanziellen Aufwand einher als andere Varianten.

 

Schlafsäcke aus Kunstfasern sind echte Allrounder, die dich selbst beim Wildcamping in einer nassen Umgebung wärmen und vor den Umwelteinflüssen schützen. Außerdem sind die Modell pflegeleicht.

 

Schlafsack nutzen und was noch?

Am Ende des Tages zählt nur eines: Du darfst nicht unterkühlen. Dabei gilt: Dein hochwertiger Schlafsack schützt dich beim Wildcampen und deinen Übernachtungen in Zelten in einem Bundesland deiner Wahl zuverlässig vor Wind und Wetter. Sobald du den Reißverschluss geschlossen hast, umschließt dich wohlige Wärme und du kannst dich ganz gemütlich in das Reich der Träume entführen lassen.

 

Doch der Schlafsack bildet nur eine Komponente. Du selbst kannst nämlich dazu beitragen, dass du eine angenehme Nacht erlebst. Mache vor dem Zubettgehen ein paar Sportübungen, um die Durchblutung anzuregen. Trinke einen warmen Tee und befülle deine nicht isolierte Flasche mit dem restlichen heißen Wasser. Die Flasche platzierst du zu deinen Füßen.

 

Um deinen Schlafsack hygienisch rein zu halten, setzt du auf ein Inlett. Dieses schützt das Modell und kann einfach und schnell gewaschen werden. Die Isolationsleistung hängt von dem Material des Inletts ab. Der Vorteil: Das Packmaß fällt gering aus.

 

Du bettest deinen Kopf am liebsten weich? Dann solltest du dein Kopfkissen nicht vergessen. Denn der harte Boden kann dir schnell Kopfschmerzen bereiten und fiese Nackenverspannungen auslösen. Im besten Fall verfügt das Kissen über eine Stützfunktion. Alternativ kannst du zum Beispiel deine Fleecejacke zusammenknüllen und zweckentfremden.

 

Das Fazit – den richtigen Schlafsack für deine Bedürfnisse finden

Komfortabel in der Natur biwakieren oder zelten in Naturschutzgebieten und Co: Eine neue Herausforderung ruft! Zu lange hast du dich von Stellplätzen auf dem Campingplatz und Bereichen zum Wildcampen auf öffentlichen Plätzen in diversen Ländern ferngehalten. Nun ist es an der Zeit, wieder in die Wildnis aufzubrechen und den Trott des Alltags hinter dir zu lassen. Denn dein trister Alltag sorgt bereits für Ärger und schlechte Stimmung.

 

Beim Schlafsack-Kauf solltest du dabei überlegt vorgehen. Denn insbesondere nachts solltest du dir einen möglichst hohen Komfort gönnen, um gut zu übernachten und Kraft für den nächsten Tag zu sammeln, die Übernachtungsplätze wie Campingplätze und deinen Camper hinter dir zu lassen, dein Zelt abzubauen und deine Campingstühle einzupacken und den umliegenden Wald und die Natur in Naturschutzgebieten in deutschen Bundesländern auf einer Wanderung zu erkunden.

 

Achte beim Kauf unbedingt auf den Temperaturbereich, die EN 13537-Kennzeichnung, den Schnitt, das Material und die Ausführung. Beachtest du unsere Tipps, hält dich der Schlafsack mollig warm.

 

Ein Hinweis: Möchtest du außerhalb von Campingplätzen übernachten, solltest du die geltenden Regelungen und Gesetze und damit die Rechtslage beachten. Vor allem in Deutschland ist das Wildcampen in den meisten Bundesländern verboten. An anderen Orten der Welt, beispielsweise in Norwegen, darfst du dagegen an vielen Plätzen mit Blick über die Landschaft deine Zelte aufschlagen, deinen Wohnwagen oder dein Auto parken oder als Alternative biwakieren.

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