5 Vulkane in Italien, die du gesehen haben musst

5 Vulkane in Italien, die du gesehen haben musst

Wir wissen es: Italien ist vielleicht nicht der erste Ort, an den du denkst, wenn du einen Ausflug zu einem Vulkan planst. Wer kennt nicht den berühmten Fuji in Japan oder den spektakulären Teide in Spanien. Dennoch bietet das stiefelförmige Land viel mehr als berühmte Städte und hervorragende Gastronomie. Außerdem kannst du nach Italien echt günstig fliegen. Hier erfährst du, welche fünf Vulkane du in Italien unbedingt sehen musst!

Vulkane in Italien

Die meisten Vulkane befinden sich im Süden. Mindestens zehn gelten als aktiv, darunter der berühmte Ätna und der Vesuv. Genauer gesagt sprechen wir von Vulkanen mit anhaltender Aktivität, das heißt von Vulkanen mit kontinuierlichen Ausbrüchen im Laufe der letzten 10 000 Jahren.

Wusstest du, dass es in Italien auch Unterwasservulkane gibt? Diese befinden sich im Gebiet des Tyrrhenischen Meeres und des Kanals von Sizilien. Manche dieser Vulkane sind noch aktiv, andere sind erloschen.

Wenn du eine Wanderung planst, solltest du passende Kleidung mitnehmen. Auch wenn du im Süden bist, musst du mit Temperaturschwankungen rechnen. Hier gilt das Zwiebel-Prinzip: T-Shirt, eine passende Jacke (wasserdicht und winddicht), einen Sonnenhut und komfortable Schuhe. Vergiss nicht, genug Wasser und einige Snacks einzupacken, da die Wanderung einige Stunden dauert. Außerdem solltest du dich genug vorbereiten! Aber es ist die Mühe wert, denn du wirst mit atemberaubenden Landschaften und wunderschönen Blicken belohnt.

Also, welche Vulkane solltest du bei deiner Reise nach Italien besuchen?

Ätna

Er ist einer der berühmtesten Vulkane Italiens und mit 3329 Metern Höhe auch der höchste Europas. Dieser Vulkan befindet sich in Sizilien, in der Provinz Catania und ist seit 2003 UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Vulkan wird vom nationalen Institut für Geophysik und Geologie kontinuierlich überwacht und hat eine gelbe Alarmstufe. Dieses Niveau ist Teil einer Tabelle von Niveaus, die den Aktivitätszustand der Vulkane überwachen und beschreiben. Es gibt vier Ebenen, denen eine Farbe zugeordnet ist: rot, orange, gelb und grün. Was heißt das? Dass ein Vulkan, der eine rote Alarmstufe hat, sehr gefährlich und unerreichbar ist, während einer, der sich auf Alarmstufe gelb oder grün befindet, relativ sicher ist. Der Ätna ist also größtenteils sicher und gut überwacht, deshalb sind Wanderungen hier möglich.

Die Menschen am Fuße des Vulkans haben gelernt, mit seinen Ausbrüchen zu leben, die glücklicherweise auch mal Pausen gewähren. Für ein einzigartiges Erlebnis empfehlen wir dir einen Besuch des Ätnas im Winter, wenn alles verschneit und Ski fahren möglich ist. Sonst kannst du ihn von Mai bis Oktober besuchen. Vermeide die Sommermonate, wenn du die hohen Temperaturen nicht erträgst.

Um den Ätna zu besuchen, hast du viele Möglichkeiten: mit einem Guide, mit der Seilbahn, mit dem Quad und zu Fuß auf Naturpfaden. Du solltest auf jeden Fall rund 6 Stunden einplanen, um den Weg richtig genießen zu können. Das Panorama auf dem Gipfel bietet eine unbegrenzte Sicht bis nach Malta! Du solltest daran denken, dass es am Gipfel windig und kalt sein könnte. Aufgrund seiner Lage neben dem Meer kann es zu starken Temperaturschwankungen kommen. Wenn du den Ätna ohne Guide entdecken mochtest, informiere dich wegen seiner Lage und vermeide schlechtes Wetter und die Wintermonate auf jeden Fall.

In der Nähe des Vulkans findest du auch einen National Park. Der Park ist in Zonen unterteilt und du kannst einige unberührte Natur-Reservate besuchen.

Stromboli

Hier findest du einen anderen berühmten Vulkan von Italien, der auch in Sizilien liegt. Der Stromboli gehört zu den Äolischen Inseln in Sizilien (Isole Eolie o Isole Lipari), die UNESCO-Weltkulturerbe sind. Der Stromboli ist an sich eigentlich eine Insel.

Auch hier handelt es sich um einen aktiven Vulkan, sogar einen der aktivsten der Welt. Eigentlich gibt es alle 10 bis 20 Minuten Explosionen mit Lava und Asche. Aufgrund seiner Aktivität kommt es häufig zu Erdrutschen und Gezeiten. Auch für den Stromboli gilt die Alarmstufe gelb. Du kannst ihn mit einem Guide besuchen, wenn auch mit Einschränkungen. Der Aufstieg erfordert eine gute physische Vorbereitung wegen der Steigung des Vulkans und der Hitze.

Berühmt sind die Ausflüge auf die Sciara del Fuoco (wortwörtlich „Feuerstraße“). Für diese Wanderung solltest du circa 2 bis 3 Stunden einplanen. Die Exkursion am Abend ist besonders anregend, erfordert aber den Einsatz von Taschenlampen.

Wir empfehlen dir, den Stromboli Ende August während des Festa del Fuoco (Feuerfest) zu besuchen. Eine Gelegenheit, um die uralte Kultur dieses schönen Ortes kennenzulernen.

Vesuv

Bleiben wir in Süditalien, aber nicht mehr in Sizilien. Dieses Mal gehen wir zum Golf von Neapel, um dir einen der bekanntesten Vulkane der Welt vorzustellen: den Vesuv. Dieser Vulkan hat aufgrund seiner Nähe zu der berühmten Stadt Pompeji in Italien, die im Jahr 74 nach Christus mit Lava überschwemmt wurde, einen bedeutenden historischen Wert. Es handelt sich um den Somma-Vesuvio-Komplex, der auch rund um die Uhr überwacht wird. Seine Alarmstufe ist grün, das heißt, den Vulkan zu besuchen ist sicher.

Auch hier in der Nähe finden wir einen Naturpark, den Vesuv-Nationalpark, der Geschichte und Natur in einer einzigartigen Umgebung verbindet. Das ist der richtige Ort, um in die Vulkanologie und in die Geschichte des Vesuvs einzutauchen und gleichzeitig geschützte Tier- und Pflanzenarten zu beobachten.

Hier kannst du zwischen verschiedenen Wanderwegen wählen, die alles andere als langweilig sind. Der Blick vom Gipfel aus ist atemberaubend und erstreckt sich über die Regionen Kampanien und Latium. Die Wanderung bis zum Gipfel ist nicht schwer und du brauchst keine besondere Vorbereitung, nur passende Kleidung. Um die hohen und tiefen Temperaturen zu vermeiden, empfehlen wir dir, dort im Frühling oder Herbst zu wandern.

Du solltest auch daran denken, dass es Uhrzeiten gibt, an denen du diesen Vulkan besuchen kannst, etwa von 09:00 bis 17.00/18.00 Uhr, im Winter jedoch nur bis 15:00 Uhr. Also informiere dich am besten, bevor du deine Reise buchst. Wenn du dich für eine Wanderung hier entscheidest, solltest du unbedingt die Stadt Pompeji besuchen!

Vulcano

Der nächste Vulkan in Italien ist der südlichste der Äolischen Inseln. Der Zustand dieses Vulkans ist ebenfalls ruhend, während aus dem Krater La Fossa noch Gas- und Dampfemissionen austreten. Auf der Insel ist die eruptive Tätigkeit wirklich präsent, aber das sollte dich nicht erschrecken.

Ein Besuch der Insel ist möglich, aber im Sommer musst du neben der Steigung auch die Hitze ertragen, die in Süditalien zu dieser Jahreszeit gehört. Der Aufstieg lohnt sich vor allem wegen der Aussicht auf die umliegenden Inseln. Diese Insel hat jedoch viel mehr zu bieten als ihren berühmten Vulkan. Hier kannst du sogar einen schönen Strand mit schwarzem Sand besuchen und dich dort entspannen: den Spiaggia dell’Asino (der Esel-Strand).

Eine weitere Attraktion, die du dir nicht entgehen lassen solltest, ist das Naturheilbad von Vulcano, in dem du dich mit seinem aus dem Untergrund kommenden Schlamm wie in einem Kurbad unter freiem Himmel fühlen kannst. Das Spa-Erlebnis ist dank Mineralien aus dem vulkanischen Boden einzigartig. Darüber hinaus kannst du den Dampf aus dem Boden einatmen, um zusätzliche Vorteile zu genießen.

Campi Flegrei

Wir bleiben im Süden Italiens, genauer gesagt im Nordwesten von Neapel. Wenn du einen Vulkan in Italien besteigen willst, ist das vielleicht nicht der erste Ort, an den du gehen möchtest. Aber die Phlegräischen Felder bieten Abwechslung und Geschichte. Der letzte Ausbruch ereignete sich hier 1538, dieser löste den Monte Nuovo-Kegel aus. Auch hier ist die Alarmstufe gelb.

Das ganze Areal ist besonders groß und bietet eindrückliche Szenarien. Wir empfehlen, dir genug Zeit zu nehmen, um die Stadt Pozzuoli zu besuchen, in der du römische Paläste, Amphitheater und den berühmten Neptun-Tempel sehen kannst.

Das Besondere an den Phlegräischen Feldern ist, dass sie eine abwechslungsreiche Vulkanlandschaft bieten. Interessant ist zum Beispiel, wie einige Krater eingefallen und zu Seen geworden sind. Wenn du eine Pause von der Geschichte machen willst, wird dich der Hafen von Pozzuoli mit seinen Bars und Restaurants unterhalten.

Zu besuchen, ebenfalls in Pozzuoli, ist die Sulfatara, das Zentrum der Phlegräischen Felder. Es handelt sich um eine Sammlung aktiver Vulkane.

Fazit

In Italien gibt es eindeutig viele Vulkane zu entdecken. Mache also auch du dich auf, um in diese spannende Welt einzutauchen. Du weißt noch nicht, wann du nach Italien reisen möchtest? Hier findest du unseren Klimaleitfaden für Italien.

Lust auf mehr? Check jetzt unsere Italien Route ab.

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