Vorteile von Reiserücktrittsversicherungen und Co.

Als passionierter Backpacker kannst du es kaum erwarten, deine nächste Reise anzutreten und zu neuen Abenteuern aufzubrechen. Doch wer eine kostspielige Reise plant, sollte sich im Vorfeld um die passenden Versicherungen bemühen.

 

Denn allzu schnell können unvorhersehbare Ereignisse wie eine Krankheit dafür sorgen, dass du deinen Urlaub gar nicht antreten oder deine Reise abbrechen musst. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass dein Reisegepäck verloren gehen kann. Als Backpacker bist du jedoch auf deinen Rucksack angewiesen. Deine gesamten Habseligkeiten spontan zu ersetzen, kann sich als kostspielig erweisen und deine Reisekasse belasten.

 

Doch wie findest du die besten Tarife? Welche Versicherungen sind zu empfehlen und worauf solltest du achten?

 

Foto von Apostolos Vamvouras auf Unsplash

Urlaub planen: Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Die wichtigste Reiseversicherung ist die Auslandskrankenversicherung. Diese solltest du abschließen, sobald du einen Urlaub außerhalb Deutschlands planst.

 

Denn auch innerhalb der Europäischen Union übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nicht alle Kosten. Ohne Auslandskrankenversicherung können dir ein Krankenhausaufenthalt und weitere ärztliche Behandlungen teuer zu stehen kommen.

 

Eine Reiseversicherung kann also einen sinnvollen Schutz darstellen. Allzu leichtgläubig solltest du diese jedoch nicht abschließen.

 

So werden dir zum Beispiel im Reisebüro häufig Versicherungen angeboten, die deine Reise komplettieren sollen. Halte dir jedoch vor Augen, dass der Reiseverkehrskaufmann eine Provision für jede abgeschlossene Versicherung erhält und das Angebot gering ausfällt.

 

Es kann sich also als ratsam erweisen, dich selbst auf die Suche nach dem passenden Tarif zu machen.

 

Bei einer Erkrankung erstattet dir eine Reiserücktrittsversicherung von Bank Norwegian zum Beispiel die Urlaubskosten. Einige Anbieter übernehmen diese sogar dann, wenn du plötzlich erwerbslos sein solltest und deine Reise aus diesem Grund nicht antreten kannst.

 

Wichtig ist, dass du deine Reise aus einem anerkannten Grund stornierst. Dabei kann es sich um einen Unfall, eine Krankheit, eine Schwangerschaft oder einen Todesfall handeln.

 

Deine Reiserücktrittsversicherung kannst du mit einer Reiseabbruchversicherung kombinieren. Die Versicherung greift, wenn du deine Reise nicht wie geplant durchführen kannst, sondern verfrüht nach Hause zurückkehren musst. Dies kann der Fall sein, wenn ein Angehöriger verstirbt.

 

Die Reiseabbruchversicherung trägt häufig sogar die Kosten für die Umbuchung und nicht genutzte Leistungen. Auch deine Ausgaben, die während der Rückreise entstehen, sind über die Reiseabbruchversicherung abgegolten.

 

Darüber hinaus kannst du eine Reisegepäckversicherung abschließen. Allerdings erweist sich dieser Versicherungsschutz als kostspielig. Da die Fluggesellschaft oder dein Reiseveranstalter ohnehin für dein Gepäck haften, bewerten viele Experten die Reisegepäckversicherung als unnötig.

 

Der Abschluss kann sich jedoch lohnen, wenn du besonders teure Gegenstände wie ein Kamera-Equipment mit dir führst, das einen Wert von 1.300 Euro überschreitet. Dieser Wert entspricht der oberen Haftungsgrenze.

 

Versicherungsschutz dank Kreditkarte

Wir kennen es alle: Du besuchst ein Reisebüro und entscheidest dich für eine Reise. Schnell wird dir eine praktische Versicherung angeboten. Aber auch im Internet kannst du deine Buchungen mit wenigen Klicks um passende Versicherungen erweitern.

 

Überprüfe jedoch zunächst, ob du bereits über eine Reiseversicherung verfügst. Als Kreditkarten-Nutzer ist dies wahrscheinlich der Fall. Denn viele Kreditkartenfirmen bieten einen Reiseschutz an, den du automatisch mit deiner Kreditkarte erwirbst. Auch andere bestehende Versicherungen könnten eine Reiseversicherung beinhalten.

 

Verträge für Einzelpersonen und Familien

Für Alleinreisende oder Familien bieten Versicherer diverse Policen an. In einem Jahresvertrag kannst du zum Beispiel gleich mehrere Reisen, die du allein oder in Begleitung deiner Familie antrittst, versichern lassen.

 

Die Versicherungssumme sollte sich in diesem Fall an dem Preis der einzelnen Reisen orientieren. Dabei gilt: Je höher die Versicherungssumme ausfällt, desto teurer die Versicherung.

 

Wertvolle Tipps für Reiseversicherungen

Endlich ist es vollbracht: Du hast deine nächste Reise gebucht und fieberst dem Tag der Abreise bereits entgegen.

 

Bevor du zu neuen Ufern aufbrichst und dich in dein nächstes Abenteuer im Ausland stürzt, solltest du dich jedoch mit deinen Reiseversicherungen beschäftigen. Wir liefern 5 hilfreiche Tipps, die dich dabei unterstützen, das passende Angebot ausfindig zu machen!

Tipp 1: Verzichte auf All-inclusive-Pakete

Du schließt ein Rundum-sorglos-Paket ab und klopfst dir bereits auf die Schulter? Womöglich hast du zu viel Geld bezahlt.

 

Denn Versicherungspakete gehen häufig mit einem hohen Kostenaufwand einher. Das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt jedoch zu wünschen übrig.

 

Der Grund: Die Pakete enthalten unter Umständen Versicherungen wie die Reiseunfallversicherung, die Reisegepäckversicherung oder die Reisehaftpflichtversicherung, die dir keinen Mehrwert bieten. Die Leistungen sind nämlich in anderen Versicherungen enthalten.

 

Tipp 2: Kombiniere die Reiserücktritts- und die Reiseabbruchversicherung

Die Reiserücktrittsversicherung schützt dich bis zu dem Moment, in dem du den Flughafen betrittst. Ab deinem Reiseantritt, beispielsweise dem Check-in am Flughafen, übernimmt die Reiseabbruchversicherung.

 

Doch aufgepasst. Für die Reiserücktrittsversicherung gelten in der Regel strenge Fristen. Häufig musst du diese bis zu 42 Tage nach der Buchung oder bis zu 30 Tage vor Reiseantritt abschließen, um zu profitieren.

 

Tipp 3: Berücksichtige die Selbstbeteiligung

Die Versicherungstarife unterscheiden sich preislich. Denn diese halten unterschiedliche Selbstbeteiligungen bereit. Überprüfst du beim Abschluss der Versicherung nicht, wie hoch die Selbstbeteiligung ausfällt, kann dies vor dem Urlaub oder auf Reisen für böse Überraschungen sorgen.

 

Gleiches gilt, wenn du dich für eine hohe Selbstbeteiligung entscheidest. So reduzierst du zwar die Kosten für die Versicherung. Im Fall der Fälle musst du allerdings einen großen Teil der Kosten selbst tragen.

 

Tipp 4: Halte die Kündigungsfristen ein

Benötigst du deine Reiseversicherung nicht mehr, solltest du diese kündigen. Denn der Tarif verlängert sich andernfalls automatisch.

 

Einige Anbieter stellen dir jedoch auch Versicherungen bereit, deren Versicherungsschutz nach der Reise erlischt. Vergleiche die Angebote aus diesem Grund im Detail.

 

Tipp 5: Lass dir deine Reisefähigkeit von einem Arzt bescheinigen

Du leidest an einer Vorerkrankung? Unter Umständen zahlt die Versicherung nicht, wenn sich dein Gesundheitszustand auf Reisen verschlechtert. Schließlich handelt es sich um kein unvorhersehbares Ereignis, sondern deine Erkrankung bestand bereits vor Reiseantritt.

 

Vor deinem Urlaub solltest du deswegen deinen Hausarzt aufsuchen. Dieser kann dir schriftlich bestätigen, dass einer Reise aus medizinischer Sicht nichts im Wege steht. Im Zweifelsfall kannst du dieses Dokument vorlegen und so auf die Kostenübernahme bestehen. Außerdem kann dir der Mediziner wertvolle Gesundheitstipps geben.

 

Fazit – vorteilhafte Reiseversicherungen

Deutschland kennst du bereits in- und auswendig? Dann ist es an der Zeit, das Ausland zu erkunden und zum Beispiel Spanien, Italien, Griechenland, Kroatien oder die Türkei zu bereisen!

 

Vor deiner ersten Backpacking-Reise außerhalb Deutschlands begibst du dich auf die Suche nach den passenden Reiseversicherungen. Neben der obligatorischen Auslandskrankenversicherung schließt du im Idealfall eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung ab. So schützt du dich vor hohen Kosten.

 

Vergleiche die Anbieter und Tarife miteinander, um das beste Angebot zu ermitteln. Dabei ist es von Bedeutung, die Höhe der Selbstbeteiligung zu berücksichtigen. Leidest du an einer Erkrankung, kann sich eine ärztliche Bescheinigung über deine Reisefähigkeit als hilfreich erweisen.

 

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