Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Die schönste Provinz Kanadas lädt dich auf eine Reise durch tiefe Wälder, schroffe Gebirgsketten und weite Täler ein. Der beste Weg, British Columbia zu erkunden, ist mit dem Auto. Bei einem kurzen Aufenthalt lohnt es sich, einen Camper oder einen Allradwagen zu mieten. Bist du jedoch länger im Land, dann solltest du dir ein Auto kaufen, am besten mit Allrad, denn so kommst du auch an die entlegensten Stellen der Provinz. Auf Craigslist oder Facebook Marketplace solltest du fündig werden. Ausgebaute Pick-Ups, Nissan Pathfinder, Toyota 4Runner oder Jeep Cherokees sind die perfekten Mobile, um gemütlich an jeden Fleck zu kommen. Alternativ eignen sich auch Vans für die Reise, dafür musst du aber manchmal näher am Highway übernachten, da die Vans nicht jede Logging Road schaffen. Auf deinem Roadtrip durch die Natur begegnest du wilden Tieren, suchst dir wunderschöne Plätze, um ein Lagerfeuer zu entzünden oder entspannst an türkisen Bergseen. The choice is yours! Alles kann, nichts muss heißt die Devise. Nur du, deine Freunde, ein Auto und einer der schönsten Regionen der Welt.

Start in Vancouver

Für den Autokauf in Vancouver besorgst du dir am besten ein zentrales Hostel oder ein Airbnb. Lass dir aber ein wenig Zeit, denn ein überhasteter Autokauf kann negative Konsequenzen haben. Während deiner Suche kannst du das beste von Vancouver mitnehmen. Schlendere durch die Thrift Shops von East Van, schlemme dich durch Granville Island oder geh auf die Suche nach Filmspots aus Blockbustern in Downtown. Abends kannst du in das Nachtleben in den Bars von Gastown oder Yaletown eintauchen. Auch das Umland von Vancouver bietet einige spannende Ecken, welche du problemlos mit dem Bus erreichst.

Du kannst dich am steilen Aufstieg des Grouse Grinds versuchen, am Strand von Jericho Beach abhängen oder durch den wunderschönen Lynn Canyon laufen. Vancouver ist so facettenreich, dass dir bestimmt nicht langweilig wird. Hast du ein passendes Auto gefunden, geht es ab zur ICBC zur Anmeldung. Die Versicherung des Wagens ist nicht gerade günstig, daher ein kleiner Tipp: Besorg dir vorher eine BC Driver License, das macht den ganzen Spaß günstiger.


On the Road: Von Vancouver bis zum E.C. Manning Provincial Park

Direkt östlich von Vancouver liegt dein erster Stopp: der Golden Ears Provincial Park. Traumhafte Wanderungen führen dich zu den Peaks des Parks, wo du dein Camp mit unglaublicher Aussicht für die Nacht aufschlagen kannst. Nach dem Abstieg geht es weiter auf dem Highway 1 zum Chilliwack Provincial Park. Hier dreht sich alles ums Campen am Wasser. Optionen gibt es reichlich und das Wasser sorgt immer für eine Abkühlung. Egal, ob die ruhigen, tiefblauen Seen im Hochland (Lindemann Lake und Flora Lake), oder der riesige Lake Chilliwack, welcher sich insbesondere für Wassersport eignet, hier ist für jeden etwas geboten.

Auf den Spuren von Rambo geht es für dich weiter nach Hope. An mehreren eindrucksvollen Schauplätzen des Films streifst du auf alten Bahntrassen durch dunkele Tunnel und tiefe Canyons, welche von einem türkisenen Fluss durchzogen werden. Alles ganz wie im Film. Abschließend geht deine Reise wieder in die Berge. Du verlässt den Highway 1 und machst dich auf den Weg zum E.C. Manning Provincial Park. Der Highway 3 ist am Anfang geprägt von steilen Bergketten, die sich am Wegesrand erheben. Dichter Nadelwald und wilde Flüsse ergeben ein malerisches Naturpanorama. Nimm dir ruhig einige Tage Zeit, damit du den Provincial Park in seiner ganzen Schönheit genießen kannst.

Die Okanagans

Hinterm E.C. Manning Provincial Park ändert sich das Klima sowie die Vegetation rasch und in der Morgendämmerung erstrecken sich trockene, goldene Hügel um dich, welche noch vom Nebel der Nacht umhüllt sind. Ein bisschen kommst du dir vor, also wärst du in der Toskana. Je tiefer du ins Inland fährst, prägen endlose Wein- und Früchtefelder die Landschaft. Am Straßenrand gibt es immer wieder Obststände, in denen du günstig Obst ergattern kannst. Auch fancy Weingüter für den abendlichen Genuss gibt es genügend in der Region. In Städten wie Osoyoos, Penticton oder Kelowna dreht sich zudem alles um Wassersport. Wakesurfen, Angeln oder einfach mit dem Boot auf den großen Seen des Okanagans cruisen, sind die Hauptbeschäftigungen im Sommer in der Region. Die wohl charmanteste Stadt auf der Route ist der kleine Ort Nelson. In der Kleinstadt finden sich Aktivisten, Künstler und Outdoor-Sportler ein. Ein viktorianisch angehauchter Baustil rundet den Charme der Stadt ab. Nördlich von Nelson führt dich dein Weg durch die einsame Natur British Columbias bevor du die Rocky Mountains erreichst.


BC Rockies

Von dem Ski- und Snowboard-Mekka Revelstoke aus geht es zurück auf den Highway 1. Hinter Revelstoke erheben sich die majestätischen Rocky Mountains. Bis nach Golden führt dich der Highway durch wunderschöne Nationalparks, deren Peaks nur darauf warten, von dir erklommen zu werden. Wenn du Golden passiert hast, kommst du zum Yoho National Park. Der Yoho National Park ist einer der schönsten des Landes. Im Yoho Valley abseits des Highways stürzen sich riesige Wasserfälle ins Tal. Einige Gletscher speisen Flüsse, die sich in magisch türkisenen Bergseen anstauen. Hier kommst du aus dem Staunen nicht mehr raus.

Wenn du schonmal in der Ecke bist, kannst du auch einen kleinen Abstecher nach Alberta machen. Bei Lake Louise, wo du zwei der schönsten Seen der Welt findest (Lake Louise und Lake Moraine), biegst du auf den Highway 93 ab. Der Highway 93 zwischen Lake Louise und Jasper zeigt dir die eindrucksvolle Schönheit der kanadischen Rocky Mountains. Tiefe Canyons, Eisfelder, Wasserfälle und wundervolle Bergseen liegen auf der Route. Hier und da kreuzen Grizzlys und Elche deinen Weg. Hinter Jasper geht es wieder zurück nach British Columbia, um zum imposanten Mount Robson zu gelangen. Knapp 4.000 Meter erhebt sich der Berg in die Lüfte und in seinem Schatten findest du faszinierende Wanderungen durch die raue Natur der Rocky Mountains.

Interior BC

Die Rockies hinter dir gelassen, erstreckt sich das nicht enden wollende Inland von BC vor deinen Augen. Auf verlassenen Highways fährst du mit entspannter Roadtrip-Mukke durch die Natur. Im Wells Grey Provincial Park wird erst einmal abgeschaltet. An reißenden Bächen fischst du nach Lachsen und Forellen. Im Park gibt es dutzende Wanderungen zu Seen, wo du Paddle Board oder Kajak fahren kannst. Zudem gibt es in der Region einige schöne Wasserfälle. Der berühmteste von ihnen ist der Helmcken-Wasserfall. 141 Meter stürzen sich die Wassermassen hier in die Tiefe eines Kraters aus Vulkangestein. Wolken aus Gischt steigen um den Wasserfall in die Höhe und reflektieren auf schönste Weise das Sonnenlicht.

Bei Little Fort verlässt du den Highway 5 und machst dich auf dem Weg nach Williams Lake, wo sich der Fraser River in einen tiefen Canyon gegraben hat. Speziell bei Mountainbikern sind die steilen Abhänge am spektakulären Farewell Canyon sehr beliebt. Von Williams Lake geht es vorbei an kleinen Farmen entlang des Fraser Rivers ins Herz British Columbias, nach Prince George. Allzu viel hat die industrielle Stadt jedoch nicht zu bieten, daher kannst du schnell weiter durch das flache Inland reisen, bis du an den West Coast Mountains angekommen bist.


Haida Gwaii

An der Küste der West Coast Mountains liegt die Meerenge Haida Gwaii. Mehrere Inseln gibt es hier zu entdecken. Mit der Fähre des Hafenortes Prince Rupert geht es rüber nach Graham Island. Abgelegen und mit einer wunderschönen Natur, ist die Insel ein wahres Paradies für diejenigen, die gerne ihre Ruhe haben und durch die Natur schlendern. Wenn dich beim Surfen die Crowds nerven, dann komm nach Haida Gwaii, denn hier hast du das Lineup ganz für dich allein. Endlose Strandspaziergänge wirken schon fast meditativ hier, da du kaum einer Menschenseele begegnest. Gleiches gilt für die naturbelassenen Wälder der Inseln in der Region.

Auf dem Sea to Sky Highway

Erholt von deinem Trip nach Haida Gwaii geht es zurück in die Zivilisation. Auf der buckeligen Duffy Road zwischen Lillooet und Pemberton liegen einige BC-Highlights, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Der Lookout am Seyton Lake ist einer davon. Der zweite, wohl bekanntere point of interest, ist ein Besuch der Joffre Lakes. Einer der schönsten Wanderungen des Landes führt dich von See zu See, wobei einer schöner ist als der andere. Ganz oben wartet dann der Joffre-Gletscher auf dich. Am Lake Lillooet, welcher am Ende der Duffy Road liegt, gibt es einen sehr guten Campingspot direkt am See, den Strawberry Point.

Nach einem morgendlichen Brunch in der Farmstadt Pemberton fährst du auf dem Sea to Sky Highway Richtung Süden nach Whistler. Der weltbekannte Skiort hat ein gutes Nachtleben und lädt dich auf eine wilde Partynacht ein. Verkatert geht es am nächsten Tag erstmal an einen der umliegenden Seen zum Abhängen mit den Locals. Weiter südlich von Whistler liegt das Tor zum Garibaldi Provincial Park, wo du auf malerischen Wanderungen die Berge der West Coast Mountains mit ihren wunderschönen Bergseen erkunden kannst. Bevor es mit der Fähre zur Sunshine Coast geht, musst du noch ein paar Tage in Squamish verbringen. Denn hier kann man wunderbar wandern, klettern oder mit dem Kajak wilde Stromschnellen durchkreuzen.


Sunshine Coast

Am Horseshoe Bay legt die Fähre zur Sunshine Coast ab. Die Sunshine Coast hat ihren eigenen besonderen Charme, bei dem das Fischen ganz oben auf der Agenda steht. In süßen Hafenstädtchen warten kleine Restaurants auf dich, wo du frisch gefischte Meeresfrüchte genießen kannst. Die besten Austern findest du bei Smitty’s Oyster House. An manchen Stellen gibt es kleine Hikes entlang der ruhigen Küste. Speziell der Smuggler Cove Marina Provincial Park bietet wunderschöne Trails entlang des Meeres. Diverse Fjorde lassen das Meereswasser weit ins Landesinnere der Westküste. An manchen Stellen erzeugen die Gezeiten so eine Kraft, dass sich stehende Wellen bilden, die du Surfen kannst. Auch mit dem Boot macht es Spaß, die Fjorde zu erkunden.

Am Ende des Jervis Inlet liegen die Chatterbox Falls. Dadurch, dass die Wasserfälle nur mit dem Boot zu erreichen sind, finden sich am Fuße der Wasserfälle nur wenige Touristen ein. Deine Reise endet in Powell River, wo du die Fähre rüber nach Vancouver Island nimmst. Vorher solltest du aber noch eine Nacht am Tin Hat Mountain verbringen, denn hier erlebst du einen der schönsten Sonnenuntergänge auf deinem Roadtrip durch Kanada. Hinter den West Coast Mountains erhebt sich die Sonne und taucht die umliegenden Fjorde in ein schimmerndes Gold. Ein wahrlich besonderes Erlebnis.

Vancouver Island

Vancouver Island ist überraschend groß für eine Insel. Daher solltest du dir auch einige Tage für deinen Insel-Trip einplanen. Von Comox aus geht es erstmal Richtung Norden. Vorbei an den Elk Falls bei Campbell River geht es zum Cape Scott Provincial Park. Hier findest du verlassene Natur und saftig grüne Wälder. Der raue, kalte Norden der Insel zeigt sich selten von einer angenehmen Seite, aber wenn er es tut, ist er einer der schönsten Orte Kanadas. Zurück on the Road entdeckst du weiter südlich die Berge von Vancouver Island im Strathcona Provincial Park. Auf mehrtägigen alpinen Wanderungen erklimmst du massive Berge und erlebst faszinierende Aussichten. Vor den Bergen liegt die Westküste Vancouver Islands.

Im Pacific Rim National Park mit seinen zwei gemütlichen Orten Tofino und Ucuelet kannst du auf die Suche nach Walen gehen und durch tiefe Regenwälder streifen. Im Süden der Westküste wartet der Juan de Funca Marina Trail auf dich. Keine Angst, du musst nicht die kompletten 50 Kilometer laufen, aber Teile des Trails führen dich zu Stränden, die du nicht mit dem Auto erreichen kannst. Diese solltest du dir auf jeden Fall nicht entgehen lassen. Am Ende deiner Reise steht noch die Studentenstadt Victoria auf der Liste. Schöne Restaurants und hippe Läden zum Shoppen erwarten dich in einer der schönsten Städte Kanadas.

Kanada

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