Ein Roadtrip durch Neuseeland


Alle Infos für deinen Trip auf 4 Rädern

Der mitunter beste Weg, um Neuseeland richtig zu bereisen, ist sich selbst ein Auto zu besorgen und los geht der Roadtrip quer durchs Land. Klingt erst einmal wie der Traum eines jeden Backpackers, vor allem wenn du ein bisschen Zeit mitgebracht hast und die Strecke ganz entspannt abfahren kannst. Bevor das aber so weit ist, gibt es noch einiges zu klären und zu organisieren. Die wohl wichtigste Frage ist, woher du das Auto oder den Camper bekommst. Dazu haben wir dir einen kleinen Guide erstellt, der dich nun auf deinen Neuseeland Roadtrip vorbereiten soll.

Unabhängig, ob du planst, das Auto zu mieten oder dir eines zu kaufen, ist die Frage, welche Größe du dir vorstellst. Soll es ein Camper werden? Dies bietet sich an, wenn du beispielsweise mit einem Freund verreist. Oder reicht dir ein Auto, dass du zum Schlafen umfunktionieren kannst?


​Camper mieten in Neuseeland

Ein eigenes Auto oder einen Camper zu kaufen, ist sinnvoll, wenn du planst, längere Zeit in Neuseeland zu verbringen. Wenn dein Roadtrip aber auf 2-4 Wochen beschränkt ist, dann lohnt sich der Kauf vor allem finanziell nicht und du kannst günstig ein Auto bei einer Agentur mieten. Auch hier gibt es selbstverständlich verschiedene Preisklassen, aber keine Sorge, auch die Backpacker kommen hier nicht zu kurz. Folgende Autovermietungen bieten Autos oder kleine Camper zu Budget-Preisen an:

  • Escape Campers
  • Jucy Rentals
  • Autobarrn
  • Wicked Camper

Die gesetzliche Vorschrift erlaubt das Mieten eines Campers eigentlich erst ab 21 Jahren, doch es gibt einige Ausnahmen. Bei Wicked Camper findest du beispielsweise Angebote, bei denen du dir einen Camper bereits ab 19 Jahren mieten kannst und so kann jede Altersklasse an Backpackern Neuseeland erkunden.

Wenn du dich entschließt einen Camper zu mieten, solltest du vorher unbedingt mehrere Agenturen vergleichen, denn oft gibt es tolle Angebote, von denen du profitieren kannst. Auch bei der Art der Autos ist die Auswahl groß und für deinen Geschmack und auch für deinen Geldbeutel ist sicher das richtige dabei. Aber wie viel kostet denn so ein Camper überhaupt?

​Kosten eines Mietwagens

Generell sind hier nach oben keine Grenzen gesetzt, wir fokussieren uns aber auf die Backpackerpreise. Die Preise setzen sich aus Baujahr, Ausstattung und Größe des Wagens zusammen. Von einem einfachen Toyota Estima, bis zu voll ausgestatteten Campern mit Toilette, findest du fast alles und dementsprechend unterschiedlich sind auch die Preise. Kleiner Hinweis: der Toyota Estima wird dir auf den Straßen fast täglich begegnen, denn er gilt als das beliebteste Backpackerauto in Neuseeland. Klein aber fein J

Einen einfachen Wagen kannst du für 30-40$ pro Tag mieten. Umgerechnet sind das etwa 20-30 Euro. Bedenke aber auch, dass diese Preise vor allem während der Sommerzeit, also der Hauptsaison, deutlich in die Höhe steigen. Dann kann es sein, dass du bis zu 50 Euro pro Tag bezahlen musst, während du im Herbst oder im Frühling nur die Hälfte benötigst.

​Versicherung des Mietwagens

Die meisten Autovermietungen haben bereits die Versicherung im Preis inkludiert und du kannst ohne Sorgen losfahren. Dennoch ist Vorsicht gefragt und am besten fotografierst du jegliche Macken oder Dellen bereits zu Beginn deiner Reise ab. So gehst du später Problemen aus dem Weg.

Bei extrem günstigen Mietwagen kann es sein, dass du die Versicherung noch zusätzlich zahlen musst und dich dann zwischen einer Vollkasko und einer Teilkasko entscheiden musst. Hier gibt es kein richtig oder falsch, die Entscheidung liegt bei dir.

Einen Camper kaufen in Neuseeland

Du bist längere Zeit im Land unterwegs und möchtest dein eigenes Zuhause auf Rädern? Das ist in Neuseeland so einfach, wie das Einkaufen im Supermarkt. Der Automarkt ist riesig und täglich kommen neue Camper hinzu, die nur auf einen neuen Besitzer warten. Beachte aber, dass sich dieser Kauf wirklich nur dann lohnt, wenn du mehrere Wochen oder sogar Monate durch Neuseeland reist. Denn vor allem der Verkauf kann sich als kompliziert und langwierig herausstellen.

Informative Seiten zum Verkauf der Camper sind diverse Facebook Seiten, denen du ganz einfach beitreten kannst und dich ein wenig über die aktuelle Auswahl informieren kannst. In den großen Städten, wie Auckland oder Christchurch, gibt es einmal die Woche (meist Sonntags) Automärkte, bei denen du dir die Exemplare auch gleich vor Ort anschauen kannst.

Für einen guten Camper solltest du circa 1500-3000 Dollar einberechnen, aber auch hier kommen Faktoren, wie die Ausstattung oder das Modell ins Spiel und du hast viel Spielraum beim Preis. Oft kannst du noch mit dem Verkäufer ein wenig verhandeln und so kommt am Ende auch für dich ein guter Deal heraus.

Versicherung und Anmeldung

Sobald der Kauf in festen Händen ist, ist es am besten, du kümmerst dich sofort um die Versicherung und die Anmeldung. Das ist in Neuseeland super einfach und wird dich nur eine Stunde kosten.

Versicherung: AA Insurance

Dies ist die beliebteste Versicherung, die Backpacker nutzen und je nach Versicherung (Voll- oder Teilkasko) kostet dich das um die 20 Euro im Monat. Dazu kommt ein zuverlässiger Service und gute Beratung in allen Bereichen.

Anmeldung: auf der Post

Zur Anmeldung suchst du dir das nächstbeste Post Office und du musst lediglich deinen Namen und die Fahrzeugpapiere vorlegen. Nach ein paar bürokratischen Regelungen ist auch dies erledigt und es steht nichts mehr im Weg.

​Verkauf des Autos

Am Ende deiner Reise geht es dann wieder an den Verkauf des Autos. Auch wenn es dir schwerfällt, du kannst dein geliebtes Zuhause auf Rädern leider nicht mit nach Deutschland nehmen. Auch beim Verkauf gibt es einiges zu beachten und diese wichtigen Tipps können dich vor last-minute Problemen bewahren.

Generell ist es am schlausten, das Auto oder den Camper während der Sommermonate zu verkaufen. Hier kommen die meisten Reisenden ins Land und du kannst problemlos einen Käufer finden. Auch den Kauf wickelst du am besten über das Internet ab. Anzeigen in diversen Facebook Gruppen, Flyer in Hostels aufhängen, oder dich einen Sonntag auf einen Automarkt stellen. Die Möglichkeiten variieren und mit ein bisschen Glück findest du einen Käufer.

Wichtig ist vor allem, dass du bereits sehr früh die Anzeigen für den Verkauf veröffentlichst, so ersparst du dir einiges an Stress kurz vor der Abreise. Vielen Reisenden ergeht es anders und noch am Tag der Abreise ist das Auto nicht verkauft. Da gibt es nur noch eines: den Schrotthändler. Das kannst du aber einfach umgehen, indem du dich bereits im Voraus um einen Käufer bemühst. Und wenn dein Auto attraktiv ausgestattet ist, dann wirst du auch einen Besitzer finden.

Um dein Auto dann rechtsmäßig zu übergeben, kannst du zum Beispiel mit dem Käufer zur Versicherung gehen, um dann das Auto umschreiben zu lassen. Wenn dies keine Option ist, dann meldest du das Auto einfach ab. Vergiss nicht, die Versicherung zu kündigen! Doch auch das ist in wenigen Minuten geklärt.

Wichtige Know-Hows zu Autofahren und dem Autokauf in Neuseeland

Self-Contained: wenn du ein Auto kaufst, dann achte vor allem auf ein Zertifikat. Der Self-Contained Sticker hinten auf dem Auto. Dieser Sticker erlaubt es dir, auf allen kostenfreien Parkplätzen zu nächtigen, was dir den Geldbeutel danken wird. Self-Contained heißt lediglich, dass du eine Toilette im Auto hast. Diese musst du selbstverständlich nicht benutzen, es dient nur der Vorschrift und gibt dir enorm viel Freiraum.

Campermate: ein treuer Begleiter auf deinem Roadtrip ist die App Campermate. Diese zeigt dir nicht nur alle verfügbaren Camping- und Stellplätze an, sondern gibt dir auch gleich preisliche Einschätzungen. Des Weiteren findest du hier alle Wasserstellen, Tankstellen, Geldautomaten und alles, was du für das Leben on the road noch brauchst. Praktisch, oder?

Linksverkehr: ganz wichtig! In Neuseeland fährst du auf der anderen Straßenseite. Das dauert ein paar Tage, bis du dich daran gewöhnt hast, aber dann ist auch das kein Problem mehr. Wenn du es dir erleichtern möchtest, dann hol dir ein Auto mit Automatikschaltung, so musst du nicht auf der anderen Seite schalten und die Eingewöhnung ist deutlich einfacher.

Sprit und Tanken: bei einem Roadtrip liegt der Kostenschwerpunkt vor allem hier. Beim Tanken. Dies wirst du fast täglich machen und daher ist dieser Tipp wichtig: die One Card. Diese Karte bekommst du in dem bekanntesten Supermarkt in Neuseeland, dem Countdown. Die Karte gilt als Kundenkarte und kann nach einigen Einkäufen auch für kleine Rabatte beim Tanken sorgen. Am besten gleich zu Beginn ausprobieren, so sparst du dir auf jeden Fall ein klein wenig. Generell ist der Sprit in Neuseeland nicht teuer. Dennoch wirst du deutliche Unterschiede zwischen der Nord- und der Südinsel merken. Denn im Süden kostet dich der Sprit deutlich mehr. Aber glaub uns, es lohnt sich!

TÜV: bevor du das Auto kaufst, überprüfe, dass der Vorbesitzer einen TÜV durchgeführt hat. So verhinderst du, dass unerwartete Probleme entstehen und kannst dir gleichzeitig auch sicher sein, dass das Auto ein guter Kauf war.

Nun bist du bestens informiert und dein Roadtrip durch Neuseeland kann langsam Form annehmen. Auch wenn dieser das ein oder andere Budget übertrifft, so ist es jeden Cent wert, denn hört man nicht immer, dass Neuseeland das schönste Land unseres Planeten sein soll? Überzeug dich selbst!

Neuseeland

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