Filmtourismus in Ozeanien

Filmtourismus in Ozeanien

Ozeanien hat eine beeindruckende Landschaft zu bieten und gleicht mit seinen unvergleichlichen Spots einem Bilderbuch. Die Schönheit des Kontinents wird dabei nicht nur von Touristen aus aller Welt geschätzt, sondern erfreut sich auch bei Filmemachern und Regisseuren einer großen Beliebtheit. Aus diesem Grund kann man dem Filmtourismus in Ozeanien besonders gut nachgehen.

Der Filmtourismus begeistert viele Backpacker und verbindet die Liebe zu Filmen und Serien mit der Reiselust. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.

Du wolltest schon immer mal nach Mittelerde reisen oder in die Welt von Narnia abtauchen? Dann bist du hier genau richtig! Wir zeigen dir die bekanntesten Sets des Filmtourismus in Ozeanien.

Australien

McKinglay

Der Filmtourismus in Ozeanien wurde durch die abenteuerliche Komödie Crocodile Dundee von 1986 stark angekurbelt. Der australische Buschjunge Michael J. Dundee, genannt Crocodile, zeigt einer Journalistin aus Amerika das wilde Leben von Down Under. Später muss er sich im „Großstadtdschungel“ von New York zurechtfinden. Der Heimatort des Protagonisten wird im Film als Walkabout Creek bezeichnet. In Wahrheit handelt es sich dabei um den Ort McKinglay im australischen Bundesstaat Queensland. Um den Drehort der Outback-Szenen zu besuchen, musst du in den Kakadu National Park im Northern Territory reisen.

Das Northern Territory ist mit seiner beeindruckenden Landschaft in jedem Fall sehenswert und reicht vom Red Centre mit dem populären Felsenriesen Uluru bis hoch in den Norden zum tropischen Top End und den Tiwi Inseln. Hier wurden auch die Dreharbeiten des Krokodilangriffs gedreht. Im Speziellen musst du dafür zum Gunlom Fall im Süden des Kakadu Parks reisen. Ein zwei Kilometer langer steiler Rundweg führt dich zu dem nun weltbekannten Gunlom Plunge Pool. Das erfrischende Wasser und die spektakuläre Aussicht in die Ferne sind einfach einzigartig. 

Fidschi

Monuriki

Du träumst vom Leben auf einer einsamen Insel mitten in der Südsee? Für Tom Hanks war das eher ein Alptraum. In dem Filmdrama Cast Away – Verschollen von 2000 spielt er die Rolle von Chuck Noland, dem Mitarbeiter eines riesigen Transportdienstleisters. Noland überlebt als Einziger einen Flugzeugabsturz und strandet auf einer einsamen Insel.
Die paradiesische Inselkulisse findest du auch im wahren Leben wieder. Während es im Film heißt, die Insel liege in der Nähe der Cook-Inseln, handelt es sich in Wahrheit um die Insel Monuriki im Südpazifik. Das Eiland ist vulkanischen Ursprungs und Teil der Mamanuca Inseln. Dieser Archipel liegt nordwestlich der Fidschi-Hauptinsel Viti Levu und ist bei Touristen sehr beliebt.

Monuriki ist, genau wie im Film auch, eine unbewohnte Insel, die aber nach weltweitem Erfolg des Blockbusters einen regelrechten Besucheransturm erlebt hat.
Das Filmteam hat mehrere Monate lang die perfekte Insel für Cast Away gesucht. Nach der Inspektion jeglicher möglichen Inseln im Südpazifik fiel die Wahl vollkommen zurecht auf Monuriki. Die nur 600 Meter breite Insel besticht mit ihrem weißen Sandstrand und dem Kokosnusspalmenwald. Charakteristisch für die tropische Schönheit sind vor allem die raue, ungeschliffene Natur sowie die spitz zulaufenden Felsformationen im Inneren.

Um diese Perle des Ozeans zu besuchen, kannst du per Boot von unterschiedlichen Inseln in der Nähe, beispielsweise von Denarau aus anreisen.
17 Kilometer von Monuriki entfernt, befindet sich Castaway Island, die anders als der Name vermuten lässt, nicht zu den Drehorten gehörte. Jedoch kannst du auch diese Insel als Startpunkt für einen eintägigen Ausflug zum Filmset nutzen.
Um den Filmtourismus in Ozeanien weiter kennenzulernen, sollte Monuriki definitiv auf deiner Liste stehen.

Neuseeland

Coromandel Peninsula

Befindest du dich auf der Nordinsel Neuseelands, solltest du unbedingt nach Coromandel Peninsula reisen, um ein weiteres Filmset zu besuchen. Hier, in der Bucht der Cathedral Cove, entstanden Szenen für den zweiten Teil der Chroniken von Narnia. Die Halbinsel am Golf von Hauraki bildete die Kulisse für die Rückkehr der Pevensie-Kinder in das Reich von Narnia. In der Cathedral Cove stoßen die Geschwister im Film auf die Ruinen von Cair Paravel, dem einstigen Schloss von Narnia.

Das Gebiet besticht durch eine tiefe Schlucht, an deren Ende ein Wasserfall 60 Meter in die Tiefe stürzt. Die gesamte Coromandel-Region wird von weißen Sandstränden uns dicht bewaldeten Hügeln geprägt. Prägnant für die hiesige Vegetation ist der Pohutukawa-Baum, der neuseeländische Weihnachtsbaum, mit seiner Höhe von bis zu 25 Metern. In der Umgebung findest du ein vielfältiges Erlebnisangebot vor und kannst Wandern, dich im Wassersport üben oder einen Einblick in die Geschichte der Goldsucher erhalten. Als kulinarische Spezialität der Region können wir dir die Meeresfrüchte an der Coromandel empfehlen.

Matamata

Die beiden Filmtrilogien Der Hobbit und Der Herr der Ringe gelten als 100% made in New Zealand. Um die Heimat der Hobbits zu besuchen, kannst du nach Matamata reisen. Die Kleinstadt liegt ca. 150 Kilometer südlich von Auckland. In der Nähe wurde das Dorf Hobbingen (englisch: Hobbiton) speziell für die Filme erbaut und liegt eingebettet in einer grünen Hügellandschaft. Die Erschaffung der täuschend echten Szenerie begann im Jahr 1999 auf dem Gebiet einer privaten Schaffarm und wurde sogar von der neuseeländischen Armee begleitet. Acht Monate lang, war das Team damit beschäftigt, 39 Hobbit-Häuser zu kreieren, die nach dem Dreh teilweise wieder abgerissen wurden.

Mit der Verfilmung des Hobbits im Jahr 2009 kamen nochmal weitere Hütten hinzu. Erst danach entdeckten Herr-der-Ringe-Fans den Schauplatz, woraufhin die Idee entstand, das Set für eben jene leidenschaftlichen Filmfans auch weiterhin begehbar zu machen. Als im Jahr 2009 die Verfilmung des Hobbits anstand, wurden weitere Hütten erbaut. Seither erfreut sich das Auenland einer immensen Popularität und der Filmtourismus in Ozeanien boomt.

Um die winzigen Häuser der Hobbits zu bestaunen, parkst du am besten am Café The Shire’s Rest in der Buckland Road oder nimmst einen Bus zum Filmset.  Am idyllischen Drehort angekommen, wirst du schnell feststellen, dass du nicht der einzige Fan des hiesigen Filmtourismus bist. Mitunter kommen an einem Tag weit über 1000 Personen in das Auenland und lassen sich von der Atmosphäre verzaubern.

Das Filmset kannst du nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen, die ungefähr zwei Stunden andauert. Dabei erhältst du alle wichtigen Informationen zu den unterschiedlichen Sets, kannst die Hütten von Frodo und Bilbo besichtigen und ein kühles Bier im Green Dragon genießen. Ein kleiner Tipp: Buche die Tickets für die Tour am besten im Voraus, da das Auenland sehr begehrt ist.
Falls du deine Reise nach Neuseeland planst, können wir den Besuch des Filmsets in Matamata als ein absolutes Highlight wärmstens empfehlen!

Tongariro Nationalpark

Bei einem Ausflug nach Glenorchy hält der Filmtourismus in Ozeanien ein wahres Naturspektakel für dich bereit. Die karge Gegend bildet in den Herr-der-Ringe -Filmen das Gebiet Mordor um den Schicksalsberg und diente als Hobbit-Drehort für das dunkle Reich Saurons. Anders als auf den Kinoleinwänden dargestellt, ist dieses Gebiet gar nicht so düster, sondern mit dem smaragdgrünen Wasser der drei Emerald Lakes ein lebhafter Anblick.

Aus den Geröllfeldern des Tongariro-Nationalparks – welcher zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt – steigen die drei aktiven Vulkane Ruapehu, Tongariro und Ngauruhoe empor. Mit seinen 2291 Metern Höhe bildet Ngauruhoe den höchsten Gipfel des Nationalparks und wurde aufgrund seiner konischen Form von den Regisseuren zum Schicksalsberg auserkoren.

Der Vulkankomplex ist nicht nur für Fans der Fantasy-Sagen verlockend, sondern auch für Sportbegeisterte ein echtes Paradies. Das gut 19 Kilometer lange Tongariro Alpine Crossing gilt als eines der beliebtesten Wanderrouten von ganz Neuseeland und ist auch weltweit begehrt. Für die Wanderung über das Steingeröll brauchst du definitiv festes Schuhwerk und solltest ca. acht bis neun Stunden einplanen.

Eine Regenjacke können wir dir nur empfehlen, da sich die neuseeländischen Witterungsverhältnisse schnell ändern können. Außerdem solltest du dich immer über die vulkanische Aktivität erkundigen, damit du auf der sicheren Seite bist. Die Wanderung wird dir zwar einiges abverlangen, doch so schnell wirst du dieses Erlebnis direkt am Filmset nicht vergessen.

In Neuseelands einzigartiger Landschaft entstanden ganze 350 Filmsets für die Filmtrilogien von Herr der Ringe und Der Hobbit. Mit seinen Filmen bescherte Regisseur Peter Jackson dem Land einen riesigen Erfolg und präsentierte die Schönheit der beiden neuseeländischen Inseln ab 2001 in den weltweiten Kinosälen. Um dich noch mehr in die Filme zu versetzen, kannst du zusätzlich nach Marlborough reisen und eine beeindruckende Fjordlandschaft auf dich wirken lassen, die in den Hobbit-Verfilmungen zu sehen ist.

Fazit

Ozeaniens wunderschöne Landschaft und seine traumhaften Filmsets werden dich in jedem Falle verzaubern und dich in deine Lieblingsfilme eintauchen lassen, da sind wir uns sicher! Ob Herr der Ringe, Crocodile Dundee oder Cast Away, der Filmtourismus in Ozeanien entführt dich nicht nur in andere Welten, sondern lässt dich gleichzeitig eine beeindruckende Natur sowie fremde Kultur entdecken.
Deine Neugier über den Filmtourismus ist noch nicht gestillt? Hier erfährst du mehr über die wunderschönen Filmsets der Welt.

Natalie Pollack

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