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Filmtourismus in den Weststaaten der USA

Die Weststaaten der USA locken mit ungezähmter Natur und lebendigen Metropolen. Egal ob es die Rocky Mountains, einer der fast unzähligen Nationalparks oder ikonische Städte wie Las Vegas, San Francisco oder Seattle sind – der Westen der USA hat für jeden Reisenden etwas zu bieten. Kein Wunder also, dass sich die Filmindustrie dieses Repertoire an verschiedenen Landschaften zunutze macht. Wer schon mal davon geträumt hat, an den Orten zu sein, an denen seine Lieblingsfilme gedreht wurden, der ist hier auf der richtigen Fährte. Die Weststaaten der USA ermöglichen es dir dem Filmtourismus nachgehen und dich in deine Lieblingscharaktere hineinversetzen.

Unter dem Begriff „Filmtourismus“ versteht man das Reisen an Orte, die mit Filmen zu tun haben, d. h. Drehorte, Schauplätze oder auch Filmstudios, Premieren oder Parks. Falls du mehr darüber erfahren willst, lies dir gerne unseren Artikel zum Thema Filmtourismus durch.

Wir haben uns entschieden, Ost- und Weststaaten geografisch statt kulturell zu trennen. Schau also auch gerne noch bei unserem Artikel „Filmtourismus in den Oststaaten USA“ vorbei. Oder du bleibst erst mal hier und lernst mehr über die Möglichkeiten für den Filmtourismus in den Weststaaten der USA.

Kalifornien

Jeden Film aufzuzählen, der in Kalifornien gedreht wurde, würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Deswegen konzentrieren wir uns auf die spektakulärsten Drehorte im Golden State.

Stirb Langsam

Der erste Teil der Stirb Langsam-Reihe spielt in Los Angeles im Nakatomi Plaza. Hier muss der New Yorker Polizist John McClaine (Bruce Willis) eine Terroristengruppe außer Gefecht setzen, die seine Noch-Ehefrau Holly (Bonnie Bedelia) und ihre Kollegen als Geisel genommen haben. Der Nakatomi Plaza heißt in Wirklichkeit Fox Plaza und befindet sich in Century City, einem Geschäftsviertel in Los Angeles. Zu Drehzeiten war das 150 Meter hohe Gebäude noch nicht ganz fertiggestellt. Im Film ist das auch deutlich zu sehen ist, wenn sich McClaine durch halb fertige Büros kämpft. Das Gebäude erschien noch in weiteren Produktionen, darunter in einer Folge der Serie Brooklyn Nine-Nine. Der New Yorker Detective Jake Peralta, bekennender Stirb Langsam-Fan, nötigt seine Kollegen auf dem Weg zum Flughafen zu einem Abstecher im Fox Plaza und sorgt dafür, dass sie ihren Flug nach New York verpassen.

La La Land

Ebenfalls in Los Angeles gedreht wurde der Musikfilm La La Land mit Emma Stone und Ryan Gosling in den Hauptrollen. Der Jazzpianist Sebastian und die eher erfolglose Schauspielerin Mia hängen beide ihren Träumen hinterher und versuchen den Durchbruch zu schaffen, während sie versuchen, ihre stürmische Beziehung zu navigieren. Eine der berühmtesten Szenen im Film entstand am Griffith-Observatorium , wo sich die beiden Protagonisten schlussendlich Hals über Kopf verlieben. An Cathy’s Corner in der Nähe des Planetariums kommt es zu einer ikonischen Tanz- und Gesangseinlage „A Lovely Night“ zwischen Mia und Sebastian, während im Hintergrund Hollywood und der dämmrige Abendhimmel zu sehen sind. Neben La La Land wurden noch viele andere Filme am Griffith-Observatorium gedreht, wie etwa Terminator, ..denn sie wissen nicht was sie tun oder Transformers.

Utah

Für Filmtourismus in den Weststaaten ist Utah ein nicht zu unterschätzendes Ziel. Die landschaftliche Vielfalt hat schon so einige Filmemacher vor allem für Wüsten- und Steppensequenzen inspiriert.

Fluch der Karibik – Am Ende der Welt

Im letzten Teil der Gore Verbinski-Trilogie befindet sich Jack Sparrow (Johnny Depp) in der Unterwelt von Davy Jones (Bill Nighy) an einem Ort ewiger Flaute und Trostlosigkeit. Die Piraten um Will Turner (Orlando Bloom), Elizabeth Swann (Keira Knightley) und Captain Barbossa (Geoffrey Rush) machen sich auf den Weg, ihn und sein geliebtes Schiff die Black Pearl zu befreien und gleichzeitig Bedrohungen von außen standzuhalten. Die Einöde, die Davy Jones Reich darstellt, befindet sich in Utah. Genauer gesagt handelt es sich um die Bonneville Salt Flats, eine Salzpfanne im Tooele County, die für den Dreh herhielten. Der Dreh wurde durch Regenfälle erschwert, weswegen die Crew warten musste, bis der Salzsee wieder vollständig getrocknet war.

Der Film Independence Day wurde ebenfalls hier gedreht. Captain Steven Hiller (Will Smith) begenet nach seinem Kampfjetabsturz hier zum ersten Mal einem Alien. Die Bonneville Salt Flats sind aber auch ein interessantes Ziel, wenn du die Filme nicht gesehen hast.

Bonneville Salt Flats mit Truck und bedecktem Himmel

Spiel mir das Lied vom Tod

Dieser Western-Klassiker von Sergio Leone zählt zu den erfolgreichsten Filmen des Genres „Italo-Western“ und nicht nur mit den schauspielerischen Leistungen von Charles Bronson und Henry Fonda sowie der Filmmusik von Ennio Morricone, sondern auch mit seiner atemberaubenden Kulisse. Die Drehorte befinden sich zum einen in Utah bzw. Arizona im Monument Valley innerhalb der Navajo-Nation-Reservation, aber auch in Europa (Spanien und Italien). Das Monument Valley zeichnet sich durch markante Tafelberg-Strukturen aus rötlichem Kalk- und Sandstein, Plateaus und weitere Felsformationen aus und tritt deswegen häufig in Filmen auf. Auch Easy Rider und Forrest Gump haben hier zum Teil gespielt.

New Mexico

New Mexico und besonders die Stadt Albuquerque erlangten durch die Serie Breaking Bad große Bekanntheit. Die Serie spielt nahezu komplett in A. B. Q. und handelt von dem Chemielehrer Walter White (Brian Cranston), der an Lungenkrebs erkrankt und anfängt mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul) Meth zu kochen, um seine Familie finanziell abzusichern. Die gesamte Stadt diente als Drehort, aber einige hervorzuhebende Locations sind zum Beispiel das Crossroads Motel in der 1001 Central Avenue oder das Wohnhaus der Familie White im 3828 Piermont Drive (das Haus befindet sich allerdings in Privatbesitz). Für eingefleischte Fans der Serie bieten sich auch spezielle „Breaking Bad“-Touren an und auch an Souvenirs hapert es nicht. Auch außerhalb der Stadt wurde im To’hajiilee Indianerreservat gedreht, welcher nicht nur in der Serie eine äußerst schöne Kulisse hergibt.

Colorado

Im hoch gelegenen Colorado findet sich neben dem Hotel, dass Stephen King zu seinem Roman Shining inspiriert hat, noch die Hauptkulisse zu Quentin Tarantinos The Hateful Eight. Der Film spielt in einem Kleinwarenladen in Wyoming einige Jahre nach dem Sezessionskrieg, wo mehrere Personen in einem Schneesturm Unterschlupf suchen und zwischen denen sich Spannungen aufbauen. Der Kramladen „Minnie’s Haberdashery“, in dem der Kammerspiel-artige Film spielt, ist eigentlich die Schmid Ranch nahe Telluride, Colorado und dient primär als Hochzeits-Location. Umgeben ist die Ranch von den Wäldern und Bergen der Rocky Mountains, welche ein atemberaubendes Panorama bieten. Neben dem Hauptdrehort von The Hateful Eight befinden sich in und um Telluride viele Skiresorts und andere Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten.

Hawaii

Die hawaiianischen Inseln dienten schon für einige Filme als Drehort, wie etwa Jurassic Park von Steven Spielberg. Der Abenteuerfilm, in dem Dinosaurier wieder zum Leben erweckt und in dem privaten Zoo des Multimilliardärs John Hammond (Richard Attenborough) untergebracht werden, basiert auf einem Roman von Michael Crichton. Schauplatz ist die fiktive Insel Isla Nublar vor Costa Rica. Die Dreharbeiten fanden allerdings hauptsächlich auf O’ahu und Kauai statt, sodass die Tore zum Park auf Kauai in der Nähe des Blue Hole standen. Es handelt sich hierbei um eine ausgezeichnete Gegend zum Wandern. Auf O’ahu wurde das Ka´a´awa Valley auf der Kualoa Ranch als Drehort für den Dinosauriermarsch genutzt.

Die Eröffnungsszene mit dem ersten Blick auf die Insel fand dagegen beim Keopuka Rock auf Maui statt. Auf einer Wanderung kann man sie vom Festland aus gut beobachten. Neben Jurassic Park war Hawaii noch der Drehort vieler weiteren Filme, darunter Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes oder Die Tribute von Panem – Catching Fire oder aber auch Fluch der Karibik – Fremde Gezeiten.

Oregon

Oregon gehört zum Nordwesten der USA und zeichnet sich durch seine Küsten- und Berglandschaften sowie die vielen Wälder und Täler aus. Einen Blick auf die Schönheit der Küste könntest du schon bekommen haben, wenn du den Film Die Goonies gesehen hast. Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die sich auf eine Piratenschatzsuche begeben, um den Verkauf ihres Viertels zu verhindern. Dabei stoßen sie aber auch auf das Versteck von Bankräubern und es kommt zu einer gefährlichen Verfolgungsjagd auf dem Weg zum Schatz. Der Kinder-Abenteuerfilm wurde in Oregon gedreht, hauptsächlich in der kleinen Hafenstadt Astoria, wo der Columbia River im Pazifik mündet.

Für einige Strandszenen hielt Cannon Beach her, der berühmt für die Landmarke des Haystack Rocks ist. Zudem ist er ein beliebter Ausgangspunkt für Walbeobachtungen ist. Hier fand im Film ein Jeep-Rennen statt, in dem das Fluchtauto der Bankräuber untertauchte. Das Elternhaus der Protagonisten Mike (Sean Astin) und Brad (Josh Brolin) befindet sich am Ende der 38th Street von Astoria. Neben Die Goonies wurden in Astoria noch Free Willy und The Ring 2 gedreht.

Fazit

Der Westen der USA ist nicht nur ein Traum für Filmemacher jedes Genres, sondern auch für Reisende jeden Kalibers. Ob du nun lieber eine Stadt unsicher machen willst oder ob du die Natur der verschiedenen westlichen Bundesstaaten erkunden willst – den Möglichkeiten zum Filmtourismus in den Weststaaten sind keine Grenzen gesetzt. Filmtourismus lässt sich in den Weststaaten hervorragend betreiben. Worauf wartest du noch? Mach doch einen gemütlichen Filmabend und hole dir noch mehr Reiseinspiration!

Louisa Marquardt

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