Erfahrungen & Bewertungen zu Backpackertrail

Die besten Städtetrips in Deutschland

Get lost, aber diesmal nicht in der wunderschönen Natur Deutschlands, sondern bei einer Reise durch die schönsten Großstädte unseres Landes. Durch die Urbanisierung sind Deutschlands Städte gewachsen und bieten dir eine unvorstellbare Vielfalt, von Kultur bis hin ins berauschende Nachtleben. Und wie erkundet man Großstädte am besten? Natürlich durch einem mehrtägigen Städtetrip. Wir zeigen dir, wo du am besten in den Städtedschungel abtauchen kannst.

So Berlin!

Such dir einfach ein kleines Airbnb oder gleich ein günstiges Hostel, denn Zeit wirst du hier kaum verbringen. Berlin wird dich nämlich in seine Welt entreißen und wahrscheinlich brauchst du danach erst einmal Urlaub vom Urlaub; aber keine Sorge, denn auch für Entspannung haben wir gesorgt. Zwischen Muttis mit schicken Kinderwägen, kleinen Cafés und vielerlei privater Läden geht es für dich durch Prenzlau. Gerade die pulsierende Schönhauser Allee sprüht förmlich vor Leben und bei San Marco kannst du dir zur Stärkung schnell mal eine Pizza für 3,50 € gönnen. Im Mauerpark treffen sich freie Künstler, um auf Freiluftbühnen zu performen und der Rest Prenzlaus hat sich in kleinen Gruppen zusammengetan und genießt den Vibe.

Die Parks in Berlin sind ein besonders wichtiger Bestandteil des Austausches und der Freizeitbeschäftigung, daher spielt sich gerade im Sommer hier das Leben ab. Egal, ob im Mauerpark, Volkspark Friedrichshain oder im verrufenen Görlitzer Park, hier geht immer was. Nach dem Sonnenuntergang geht es für dich nach Friedrichshain. Zur Stärkung willst du wahrscheinlich direkt zu Mustafas berühmten Gemüse Döner rennen. Aber wir empfehlen dir stattdessen zur Ali Baba auf der Krossener Straße zu gehen, denn Alis Schawarma ist der absolute Hammer. Gestärkt mit Schawarma und ein paar Späti-Bier intus, machst du dich auf die Warschauer Straße in Richtung Nachtleben, denn die Clubkultur ist in Berlin angeblich eine der besten der Welt.

Dabei ist es gleichgültig, ob du ins Berghain, Zur wilden Renate oder ins Sisyphos willst, am Wochenende erwarten dich lange Schlangen und Berliner Türsteher, die zu cool für alles sind. Nimm dir also eine Portion Geduld mit, um den Abend wirklich zu genießen. Für Katertage hat Berlin einen fetten Brocken Kultur für dich am Start. Von der weltbekannten East Side Gallery geht es an der Spree entlang zum Alex. Von hier kannst du dir die volle Ladung Berlin-Tourismus geben. Über die historische Museumsinsel gelangst du zum Brandenburger Tor und dem anliegenden Regierungsviertel.

Hört sich zunächst langweilig an, aber gerade architektonisch weiß das Regierungsviertel zu überzeugen. In der Nähe befinden sich Unmengen an kulturellen Highlights, wie zum Beispiel das Holocaust-Denkmal, Schloss Bellevue, die Siegessäule oder auch das märchenhafte Schloss Charlottenburg. Falls du dich ein wenig Fancy fühlst, lohnt sich der Besuch des KDW nahe der malerischen Kaiser-Wilhelms-Gedächtnis Kirche. Danach wird sich erst einmal für den nächsten Tag ausgeruht. Mit neuen Kräften am Checkpoint-Charlie vorbei, gelangst du zum Berliner Story Bunker.

In Berlin gibt es tausend gute Museen, die wir dir empfehlen könnten, aber der Berliner Story Bunker ist definitiv ein must-do bei deinem Berlin-Trip. Hier wird dir die Geschichte, wie Hitler an die Macht kam, besonders eindrucksvoll vor Augen gehalten. In Kreuzberg am Cotti verschwimmen jegliche Gesellschaftsgrenzen und kaum ein Viertel repräsentiert Berlin mehr als Kreuzberg. Eine gewürfelte Mischung aus ehemaligen Gastarbeiterfamilien, Hipster, Start-Up-Juppies und Junkies machen Kreuzberg so einzigartig. Am besten entdeckt man Kreuzberg auf eigene Faust.

Vorbei an besetzten Wohnsiedlungen, Streetart und gentrifizierten Straßen mit Teslas vor der Haustür geht es in die Tiefen des Viertels. Zur Stärkung kannst du dir beim Burgermeister einen Burger auf die Hand holen. Aber auch umliegende Viertel, wie zum Beispiel Neukölln, haben spannende Ecken. Zwei gute Spots zum Sonnenuntergang gucken sind übrigens das weite Tempelhofer Feld und der Schöneberger Gasometer. Ganz schön anstrengend ist so ein Trip nach Berlin, um deine Füße vom Herumirren zwischen Betonbauten mal abzukühlen, ist ein Ausflug zum Müggelsee genau das Richtige.

Nahe des Müggelsee befindet sich auch eines der wichtigsten kulturellen Jugendzentren der Stadt, der sogenannte Mellowpark. Der Mellowpark in Köpenick ist quasi eine Oase aus Skatepark, Spreeufer, Café, Club und Jugendzentrum und verfügt über ein faszinierendes, weitläufiges Areal. Eine letzte Sache, die wir dir nicht vorenthalten wollen, ist ein Trip auf der Spree mit einem kleinen Floß. Das ist mit Abstand eine der besten Formen, um die Stadt und die Spree zu erleben. Kleiner Tipp, wenn du am Spreepark Halt machst findest du ja vielleicht den verlassenen Freizeitpark.

Lebendiges München

München ist quasi der gut erzogene Bruder Berlins. Alpenpanorama und südliches Flair verschaffen der Stadt ihren einzigartigen Charme. Auf dem Weg vom pulsierenden Viktualienmarkt, wo sich im Sommer die Maß zugeprostet werden, geht es mit Leberkässemmel in der Hand zum wunderschönen Marienplatz. Kein Wunder, dass die Bayern ihre alljährliche Meisterschaft hier feiern, denn das mittelalterliche Rathaus der Stadt wird von einer atemberaubenden Fassade geschmückt. Der Marienplatz ist gleichzeitig Zentrum der Münchener Altstadt und von hier aus kannst du fußläufig weitere beeindruckende Monumente Münchens, wie zum Beispiel die Münchener Frauenkirche besuchen.

Vorbei am Odeonsplatz gelangst du zur Münchener Residenz, dessen prunkvolle Hallen dich ins Zeitalter der Monarchen mitnehmen. Ein weiterer Ort, den du unbedingt von innen erleben solltest, ist die Asam Kirche. Die kleine Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist bekannt für ihre extravagante, barocke innere Verzierung.  Ein bisschen außerhalb der Innenstadt kannst du die Nymphenburg entdecken. Die eindrucksvolle Front des Schlosses ist sogar größer als die von Versailles und die umliegenden Gärten bieten speziell im Sommer kühle Rückzugsorte aus der Stadt. Etwas sportlicher geht es im Olympiapark zugange, wo 1972 die Olympischen Spiele stattfanden. Der Park ermöglicht dir auch während deines Städtetrips sportlich aktiv zu bleiben, ob zu Wasser oder zu Land.

Hauptschlagader des Münchener Lebens ist jedoch die Isar. Der Abschnitt zwischen Wolfratshausen und München ist besonders beliebt für die bekannten Floßtouren auf der Isar. Schnapp dir deine besten Freunde und lasst euch bei Live Musik auf dem Floss das Leben schmecken. In München angekommen erfüllt die Isar das Stadtleben. Zwischen Studenten und Touristen kann man in Gesellschaft wunderbar an der Isar abhängen. Beim Kiosk an der Reichensberger Brücke lässt sich das Münchener Leben mit einem frischen Naturradler besonders gut genießen.

Von der Isar aus fließt der Eisbach durch den Englischen Garten von München. Im Sommer wird der Englische Garten zum Hotspot für Surfer und Sonnenhungrige. Zur Abkühlung an heißen Sommertagen kannst du dich ganz entspannt durch den Lauf des Eisbach entlang des Englischen Gartens treiben lassen. Am Eingang des Englischen Gartens befindet sich der wohl weltweit bekannteste Süßwasser-Surfspot. Direkt im Herzen von München kannst du deine Surfskills an der menschengemachten Flusswelle testen oder einfach nur schaulustig denjenigen zusehen, die die Welle bereits beherrschen.

München_Olympiapark

Als Anfänger empfehlen wir dir zu zweiten Surfwelle etwas unterhalb des Flusslaufes zu gehen. Die Welle ist wesentlich kleiner und der „localism“ bei den Surfern ist weniger ausgeprägt. Einziges Manko: der Einstieg ist was komplizierter, da du mehr oder weniger auf die Welle springen musst. Aber auch zu Fuß ist der Englische Garten ein einmaliges Erlebnis und kleine Pausen in einem der umliegenden, geselligen Biergärten geben dir neue Kraft. Das an den Englischen Garten angrenzende Viertel Marx-Vorstadt direkt gegenüber der Universität, ist das wohl schönste Viertel in München. Die lebhaften Straßen des Viertel laden dich auf eine kulinarische Reise durch die Welt zu kleinem Preis ein. Im Museum Brandhorst erlebst du moderne Kunst von Künstlern wie Andy Warhol. Abends locken dich eine Vielzahl von attraktiven Bars in ihre Pforten. Unser Favorit ist dabei die kleine Fox Bar, die am Wochenende zur Tanzbar mit chilligen Beats und guten Drinks wird. Was bei deinem München Besuch auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Besuch der im Umland liegenden Seen. Hier weht frische Bergluft und im Hintergrund der Seen türmen sich die Alpen auf.

Egal, ob Tegernsee, Ammersee oder Starnberger See, alle Seen versorgen dich mit feinstem Alpenpanorama. Am entspanntesten geht es definitiv am Ammersee zu. Dank des flachen Übergangs in den See kannst du dich locker ins Wasser setzen, abschalten und dein Leben genießen. Das Ufer bietet genügend Platz für ein schnelles Picknick oder mal die Slackline aufzuspannen. Magst du es lieber ein bisschen eleganter, bist du am Tegernsee bestens aufgehoben. Lass es dir bei guter Küche direkt am See gut gehen. Lieber Lust auf einen kleinen Segeltörn? Dank seiner Größe bietet der Starnberger See beste Voraussetzungen die Segel aufzuspannen und mit den besten Freunden die frische Alpenluft zu genießen.

Zwischen Kiez und Kutter in Hamburg

Hafenstadt, Rotlichtmeile, die schönste Stadt Deutschlands? Hamburg hat viele Gesichter und jedes ist ein Grund mehr die Hafenstadt für mehrere Tage auf deinem nächsten Städtetrip zu besuchen. In Hamburg dreht sich fast alles um den Hafen. Viertel, wie die einzigartige Speicherstadt, prägen den Hafen von Hamburg und machen ihn so besonders. Zudem ist der Hafen Hamburgs besonders Facettenreich. Vom UNESCO-Weltkulturerbe, über die moderne Hafencity mit der schicken Elbphilharmonie, bis hin zu den riesigen Containerschiffen, die im kommerziellen Teil des Hafens angetaut sind. Alle Teile des Hafens sind zu Fuß durch den Elbtunnel, wie zu Schiff einen Ausflug wert. Aber auch Hamburgs Innenstadt verzaubert dich mit ihrer Schönheit. Kleine Kanäle durchziehen die Stadt vom Hafen bis zur Alster.

An den Ufern erstrecken sich prunkvolle bauten aus dem 19. Und 20. Jahrhundert. Im Hotel Atlantic tummeln sich namenhafte Starts und an der Alster liegen Villen der größten Unternehmerfamilien Deutschlands. Bei einer entschleunigenden Alsterrundfahrt lässt sich das Ambiente am besten erleben. Anschließend kannst du mit deinen Freunden im Stadtpark den Grill anfeuern und im Sonnenuntergang das Astra laufen lassen. Kontrast zur romantischen Alster gibt es in St. Pauli. Das Kiezviertel schläft nie und bietet abseits der überlaufenen Reeperbahn viele spannende Ausgehmöglichkeiten. Die Sightseeing Hot-Spots am Kiez sind etwas anders und heißen Dollhouse, Davidwache, Ritze, Herbertstraße und natürlich der Penny-Markt Reeperbahn. Wenn du es geschafft hast ohne blaues Auge die Nacht in St. Pauli zu überstehen, geht es zur After-Hour in den Antonipark, wo du unter Palmen aus Plastik und mit Hafenblick den Sonnenaufgang entgegen feierst. Nach einer kleinen Stärkung mit Fischbrötchen und Co. am weltbekannten Hamburger Fischmarkt bist du wieder gestärkt für den Tag.

Wenn dir nach entspanntem Programm am Katertag ist, empfehlen wir einen Ausflug in das verschlafene Touri-Örtchen Blankenese. Hier liegt auch der Elbstrand, wo du deine beste Seerobben Pose am Elbufer performen kannst. Am nächsten Tag lohnt sich der Besuch der Sternschanze. Das Szeneviertel mit seinen gepflasterten Straßen ist ein wahres Paradies zum Entdecken von kleinen Boutiquen, Cafés und Bars. Im Herzen der Schanze liegt die Rote Flora. Das ehemalige Theater wurde von linken Aktivisten besetzt und ist nun Zentrum von freier Kultur in Hamburg. Zwei Viertel, die wir dir nicht vorenthalten möchten, sind Ottensen und Altona, wobei Altona mehr oder weniger eine eigene Stadt ist.

Hier kannst du fernab von anstrengenden Kieztouristen die Abende genießen. Um den Alma-Wartenberg-Platz tummeln sich niedliche Restaurants und entspannte Bars, wie die Gazoline oder das Aurel. Am Abfahrtstag geht es für dich zum Frühstücken noch schnell ab ins portugiesische Viertel, bevor es durch den Elbtunnel wieder in Richtung Heimat geht.

La Kölsche Vita

Zugegeben wirkt die kleinste der deutschen Millionenstädte nicht gerade wie die Perle des Rheinlands. Der Großteil der ehemals römischen Stadt „Agrippina Colonia“ wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Aber wir werden dich schon noch überzeugen, dass sich ein Städtetrip in diese abenteuerliche Stadt trotzdem lohnt! Denn neben dem imposanten Kölner Dom, welcher magischerweise von den Bomben der Alliierten verschont bliebt, hat die Stadt viele kleine traumhafte Ecken zu bieten. Vom Kölner Dom geht es durch kleine Gässchen durch die Altstadt Kölns. Entlang des Rheinufers erstrecken sich kleine, spitze Häuser, welche ein wunderschönes Panorama schaffen.

Weiter südlich der Altstadt liegt das moderne Contra, der Rheinauhafen. Die Skyline des Kölner Rheinauhafens wird durch drei eckige Kranhäuser geprägt. Über die Südbrücke gelangst du zu den Pollerwiesen, von denen du einen einmaligen Blick auf Köln erhaschen kannst. Auf der Wiese tummeln sich Schaafs Herden, kleine Grüppchen, die beim Lagerfeuer den Abend ausklingen lassen und vereinzelte Angler. An der rechtsrheinischen Keupstraße kannst du dich von der türkischen Küche verzaubern lassen. Auf dem Rückweg in die Innenstadt bietet die Rheinpromenade einen phänomenalen Blick auf den Dom. Bei Nacht entfaltet Köln seine wahre Schönheit, wie zum Beispiel im Belgischen Viertel, wo das Herz des Kölner Nachtleben pulsiert. Dabei findet das Nachtleben in Köln oft auf der Straße statt. Ob vorm Büddchen (Kölsche Kiosk/Späti), auf kleinen Mäuerchen oder auf malerischen Plätzen, wie dem Brüsseler Platz.

Köln_Skyline

Dank der rheinischen Offenheit ist es leicht neue Freunde kennen zu lernen. Tagsüber macht die Kölner Südstadt einiges her. Gute internationale Küche in kleinen Cafés und mit Bäumen durchzogene, romantische Alleen prägen das Bild des schmucken Viertels. Unbedingt solltest du auch beim Melatenfriedhof in Braunsfeld vorbeischauen. Der aus dem frühen Mittelalter stammende Friedhof hat mehr als 50.000 Gräber, die teilweise schon eher einem Mausoleum gleichen. Gotische Statuen wachen über den Gräbern entlang der viele Wege, die durch den Friedhof führen. Um Köln richtig zu erleben, kehrst du am besten im Stadtteil Sülz in einer der traditionellen Kölner Kneipen ein. Wunder dich übrigens nicht, wenn der Köbes (Wirt) etwas schroff ist; ist eine kleine Tradition in Köln. Weiter mit dem Kölsche Vita geht es bei einer Stadttour mit dem Langen Tünn.

Die Kölner Ikone führt dich durch die abenteuerlichen Jahre der Kölner Rotlichtbezirke in den Siebzigern und Achtzigern. Kein anderer bringt dir Köln so authentisch nahe. Ein weiteres Viertel, welches wir dir nicht vorenthalten möchten, ist Ehrenfeld. Auf der Körnerstraße findest du viele kleine Künstlergalerien und Läden. Ein netter Kontrast zur hektischen Venloer Straße, die die Ader des Viertels bildet. In den Straßen links und rechts der Venloer Straße finden sich vereinzelt Kunstwerke Kölner Streetart. Abends strömen feierbegeisterte Menschen durch Ehrenfeld. Speziell die große Auswahl zwischen Genres, Clubs und Bars macht Ehrenfeld so besonders. Von Metal im Sonica Ballroom, über die wummernden Baracken des Odoniens, bis hin zur gehypten Tanzbar Buhmann & Sohn, ist für jeden etwas dabei. Wie du siehst: Köln ist die Reise wert!

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